Fußball ist kein allzu kompliziertes Spiel. Es sei denn, man versucht, es zusätzlich kompliziert zu machen. So, wie HSV-Trainer Tim Walter, der damit versucht, bei den Gegnern Chaos zu entfachen. „Am ersten Tag habe ich mich noch gefragt, wie das alles funktionieren soll“, hatte Moritz Heyer zu Beginn der Vorbereitung in einem Interview mit der eigenen Presseabteilung über das System Walters gesagt und hinzugefügt: „Im Endeffekt ist es dann aber doch recht simpel. Man spielt den Ball und macht sich danach wieder anspielbar. Bis dato komme ich damit sehr gut klar, zumal mir in diesem Fall entgegenkommt, dass ich viele Positionen spielen kann.“ Gegen Schalke traf er so sogar – aber darum geht es mir nicht.
Mir geht es vielmehr darum, zu erkennen, ob Walters System zu wild ist, oder ob es so ist, wie Ralf Becker es dem Abendblatt-Kollegen gerade sagte. „Tims Fußball sieht vielleicht wild aus, aber er ist nicht beliebig. Dahinter steckt ja eine Systematik. Ich weiß nicht, ob es im Fußball noch einen Trainer gibt, der das so konsequent spielen lässt wie der Tim“, so der Sportgeschäftsführer von Dynamo Dresden. Der ehemalige HSV-Sportvorstand (2018 bis 2019) hatte Walter einst als Coach zu Holstein Kiel geholt. „Tim Walter ist unberechenbar. Er ist ein sehr guter Trainer mit einer klaren Idee.“ Und wenn Becker, den ich für einen herausragenden Fachmann halte, das sagt, dann maße ich mir nicht an, dem zu widersprechen.
Das System Walter: Organisiertes Chaos?
Zumal mich eine Sache bei Walter bislang begeistert: Er redet nicht nur davon, sondern er arbeitete und arbeitet weiter sehr hart mit seinen Spielern. Heute ließ er nach zwei freien Tagen im Anschluss an das intensive Training auf dem Platz noch einen Kraftzirkel trainieren. Hart für die Spieler – aber auf dem Platz notwendig, um in der entscheidenden Phase mehr Körner zu haben als der jeweilige Gegner. Walter setzt insgesamt auf praxisnahes Training. Er lässt sehr viel Eins-gegen-eins trainieren. Und damit die Mannschaft seine mutigen Abläufe verinnerlicht, lässt der Coach in intensiven Spiel- und Wettkampfformen arbeiten und fordert dabei mutige Entscheidungen seiner Spieler lautstark ein. Oder anders formuliert: Man sieht im Training, was Walter will.
Vor allem sieht man im Spiel, was Walter trainieren lässt. Auf Schalke führte das Risiko zum frühen 0:1. Aber es führte eben auch dazu, dass die Mannschaft nicht in sich zusammenbrach wie in den letzten Jahren immer wieder. Vielmehr stand der HSV sofort wieder auf und drückte Schalke in die eigene Hälfte. Ein Ballbesitz von 73:27 Prozent sagt hierzu eine Menge aus. Ebenso wie die Phase nach dem Ausgleichstreffer von Robert Glatzel. Denn hier hatte der HSV das Visier sehr weit offen. Nach vorn führte das letztlich zu zwei Treffer und damit zum verdienten Sieg – allerdings hätte man vorher auch schon zwei oder mehr Gegentore kriegen können. Und genau DAS ist das Riskante im System Walter: Er will immer nach vorn spielen und das Spiel bestimmen. Aktion steht bei dem HSV-Trainer weit vor Reaktion. Im Grunde ist er so etwas wie das Gegenstück zu Dimitrios Grammozis…
Walter lässt die Spieler im Training leiden
Ob das am Ende reicht, um aufzusteigen – ich mag es nicht vorhersagen. Aber ich bin mir sicher, dass die Mannschaft am Saisonende zu den fittesten HSV-Teams der letzten Jahre gehören wird – weil eine Mannschaft im Walter-System immer mehr laufen können muss als der Gegner. Auch das lässt Walter trainieren. Auf Schalke waren es am Ende rund 117 Kilometer auf HSV-Seite – 115 Kilometer auf Schalker Seite. Und das, obwohl man selbst dreimal so oft/lange den Ball in den eigenen Reihen hatte. Eine durchaus bemerkenswerte Statistik. Und ein ebenso unerwartetes wie aus HSV-Sicht erfreuliches Ergebnis. Passend dazu: Die heutige Trainingseinheit betitelten die BILD-Kollegen vor Ort als „Quäl-Einheit“ – was mich sehr freut. Denn mehr laufen zu können, höher springen und härter in die Zweikämpfe gehen zu können als der Gegner – das wird nie falsch sein. So einfach ist der Fußball dann eben doch wieder. Auch für Walter.
Alles andere als einfach wird es gegen Dynamo Dresden am Sonntag. In dem Spiel gegen den Aufsteiger wird es spannend zu sehen sein, wie der HSV gegen tieferstehende Teams agiert. Insgesamt wird es spannend werden, inwieweit sich Walters System auf verschiedene Gegner anwenden lässt. Vor allem, nachdem es am vergangenen Freitag schon das erste Mal so gut funktioniert hat. Und eines ist nahezu sicher: Langweilig wird es unter Walter nicht…
In diesem Sinne, bis morgen. Dann wieder um 7.30 Uhr. Mit dem MorningCall sowie mit dem tagesaktuellen Blog und dem Communitytalk am Abend.
Ein gelungener Auftakt mit vielen positiven Ansätzen und einigen Punkten, die noch dringend verbessert werden müssen. So hat auch Trainer Tim Walter den 3:1-Auswärtssieg bei Dynamo Dresden eingeordnet. Und ich finde, er liegt damit sehr richtig. Von einer „falschen Euphorie“ ist bei mir bislang nichts angekommen. Im Gegenteil: Ich habe sehr wohl das Gefühl, dass alle wissen, das sie den Auswärtssieg mit einem Heimsieg erst bestätigen müssen. Frei nach dem Motto: „Ein Mal ist kein Mal“… Und nicht nur gegen Dresden muss der HSV aaserste Ergebnis bestätigen, sondern über die gesamten 33 Spieltage. „Wir haben jetzt 33 Spieltage Zeit, die Dinge zu verbessern, die noch besser werden müssen“, hatte Walter gesagt – und es damit auf den Punkt gebracht. Eine andere Sache ist die, die hier von „Abraeumer“ sehr ausführlich und von anderen User/innen angeführt wird: das System Walter.
Und darüber lässt sich natürlich diskutieren, solange die Saison läuft. Auch auf Schalke hätte der HSV durchaus mehr als das eine Gegentor fangen müssen. Und darauf verlassen, dass Keeper Daniel Heuer Fernandes jedes Mal so einen sensationell guten Tag erwischt, kann man sich realistisch betrachtet nicht. Vielmehr muss die Balance, die auch Walter vor der Saison als eine seiner Haupt-Baustellen angekündigt hatte, erst noch gefunden werden.
Aber: Sowohl für das Gute wie auch für das Negative am ersten Spieltag gilt: Es war eben auch erst das erste Spiel. Die Mannschaft wird sich im Laufe der Zeit bestenfalls stabilisieren und das System Walter nicht nur verinnerlichen, sondern automatisieren. Und hierbei halte ich es mit Hannes Wolf, der es wie folgt beschrieb: „Es macht als neutraler Zuschauer einfach Spaß, Tim-Walter-Fußball zu schauen. Tim Walter ist spektakulär, in seiner Art Fußball spielen zu lassen“, sagte Wolf. „Es gibt ganz viele Positionswechsel. Plötzlich spielt der Innenverteidiger außen und der Außenverteidiger auf der Sechs. Das sieht man bei keiner anderen Mannschaft. Das ist extrem mutig. Ich finde es total interessant, total spannend und total spektakulär.“ Und so ist es.
Das viele „spektakuläre“ aber birgt eben auch sehr viele Risiken, die ich noch lange nicht abgestellt sehe. Und Walter zum Glück auch nicht. Mit anderen Worten: Alle wissen, dass der Start zwar gut war – dass es aber alles noch besser werden muss. Sich wie beim Gegentreffer auf Schalke von einem Nicht-Sprinter wie Terodde auskontern zu lassen sollte das erste Alarmzeichen sein. Das darf nicht passieren! Auch wenn keine Mannschaft der Welt gegen so einen unnötigen Ballverluste wie dem von Gyamerah gefeit ist – die Absicherung muss immer gegeben sein. Wobei in diesem Fall sogar ausreichend Abwehrspieler hinten waren (5 gegen vier Schalke). Es wurde nur einfach schlecht umgeschaltet und dementsprechend Terodde aus den Augen verloren.
Apropos verloren: Das gilt auch für Amadou Onana, den der HSV wohl abschreiben kann. Der Belgier hatte sich schon beim Spiel gegen Basel seltsam verhalten und auf mich gewirkt, als sei er höchst unzufrieden – was sich inzwischen bestätigt hat. Denn der Belgier will unbedingt weg, hat in Frankreich beim OSC Lille und offenbar auch bei Stade Rennes Interessen geweckt. Und sollte die Ablösesumme am Ende stimmen, wird Onana gehen. Sieben Millionen Euro zuzüglich etwaiger Prämie im Millionenbereich und eine Weiterverkaufsbeteiligung sind die Voraussetzungen vom HSV, der heute übrigens im Gegensatz zu einigen Interpretationen hier frei hatte.
Von mir soll es das für heute mit diesem kurzen Update gewesen sein. Ich melde mich morgen wieder bei Euch und werde Euch dabei neben dem MorningCall (ab 7.30 Uhr) und den tagesaktuellen Neuigkeiten auch ein paar Themen in eigener Sache ansprechen möchte. Nichts Schlimmes – aber sehr viel Interessantes tut sich derzeit rund um den Blog MoinVolkspark! Und dabei nehmen wir Euch selbstverständlich voll mit…!
Man muss nichts schlechter reden – und man darf nichts beschönigen. Solange man diese beiden Dinge in seinen Analysen beherzigt, kommt man voran. Vor dem Spiel am Freitag hatte ich nicht ausreichend von der Vorbereitung mitbekommen, als dass ich mir ein ernsthaftes Urteil über den Stand der Mannschaft hätte erlauben können. Ich war auf die Schilderungen der anderen Experten angewiesen – und dabei habe ich versucht, meine Einstellung so faktenorientiert wie möglich zu halten. So, wie ich es seit der Verpflichtung von Tim Walter schon die ganze Zeit handhabe. Und genau deshalb werde ich auch heute dieses eine Spiel auf „gut“ und „nicht gut“ sezieren, ohne daraus zu große Rückschlüsse auf diese Saison zu ziehen. Denn darum kann und darf es nach einem Spiel noch nicht gehen.
Anfangen möchte ich aber mit einer Schlussfolgerung, zu der die sportlich Verantwortlichen des HSV nach dem Gala-Abend (so kann man die vielen rettenden Reflexe durchaus nennen) von Keeper Daniel Heuer Fernandes gelangt sind. Denn wie der Trainer gestern am Rande des Auslauftrainings bestätigte, will man sich nicht mehr nach einer neuen Nummer eins umsehen, sondern nach einem Torhüter mit dem Entwicklungspotenzial zur Nummer eins. „Er hat heute bewiesen, warum er bei uns im Tor steht“, hatte Tim Walter direkt nach Schlusspfiff das allgemeine Loblied angestimmt.
Heuer Fernandes erspielt sich die Nr.1 – Christensen kommt nicht
Oder anders formuliert: Man vertraut Daniel Heuer Fernandes die Nummer eins beim HSV an und verzichtet auf eine Verpflichtung des hoch gehandelten Oliver Christensen von Odense BK. So berichten das meine Kollegen vom Hamburger Abendblatt, die auch darüber berichten, dass man sich bei der Ablösesumme für Christensen nicht einig geworden sei. Ergo: Heuer Fernandes‘ Leistung war eine Win-Win-Situation. Man spart Geld, weil ein Nachw8chskeeper sicher keine zwei oder gar drei Millionen Euro kosten muss. Zudem schenkt man vorhandenem Personal Vertrauen und stärkt es so. Ich jedenfalls würde mich für Heuer Fernandes nach den wiederkehrenden Rückschlägen massiv freuen, wenn er diese Saison komplett durchstartet.
Aber auch wenn Heuer Fernandes für mich überragend und dementsprechend der „Man oft he Match“ war: Er wird wie alle anderen das bestätigen müssen, was man auf Schalke angedeutet hat. Vor allem aber werden alle drumherum die Ruhe aufbringen müssen, auch schwächere Spiele zu akzeptieren, ohne dem Keeper alles abzusprechen, was man ihm nach diesem Auftakt anheftet. Denn erst dann „glaubt“ man wirklich an seine Nummer eins. Erst dann ist HSV/HF eine echte Liebesbeziehung mit Potenzial zu Großem in dieser Saison. Aber: Der Schritt, auf Christensen zu verzichten, ist ein erster großer Schritt in diese Richtung.
Ein Schritt in die richtige Richtung – das passt auf vieles, auch auf das erste Spiel des HSV unter Tim Walter in dieser neuen, wirklich deutlich stärker gewordenen Zweiten Liga. Ich habe gestern Werder gegen Hannover und heute den FC St. Pauli gegen Kiel gesehen – und beide Partien waren qualitativ gut. Paulin war heute einfach sehr abgeklärt, schon deshalb sehe ich sie weit oben in dieser Saison. Und im gestrigen Nordderby hat mir Hannover 96 fast noch besser gefallen als Werder – wobei auch Werder für Zweitligaverhältnisse gut war.
Aber da es auch hier abzuwarten bleibt, wie sich die Mannschaften präsentieren, schließe ich mich einfach mal Martin Harnik an, der sagte: „Ich sehe Schalke mit dem stärksten Kader. Der HSV ist auf Augenhöhe. Bei Werder bin ich gespannt. Mit der Mannschaft spielen sie ganz oben mit. Und dann gibt es immer ein, zwei Mannschaften, die überraschen. Ob es die beste Zweite Liga aller Zeiten ist, sei mal dahingestellt. Aber es ist die attraktivste Zweite Liga aller Zeiten. Ich finde sie attraktiver als die Bundesliga.“
HSV-Trainer Walter sortiert Auftaktsieg richtig ein
Und auch HSV-Coach Walter sortiert den ersten Sieg des HSV in der neuen Saison in allen Facetten korrekt und wohltuend unaufgeregt ein: „Klar ist es schön, aber es war der erste Spieltag. Da sind wir gut beraten, entspannt und hart weiterzuarbeiten. «Ich habe keine Befürchtung, dass jemand abhebt, weil der Charakter der Mannschaft gut ist. Wir arbeiten weiter und dann schauen wir mal, was am Sonntag dabei herauskommt Wir wissen, dass wir noch eine Menge Arbeit vor uns haben. Das nehmen die Jungs auch brutal an», sagte Walter gestern. „Wir machen weiter mit dem, was wir einfordern. Wir müssen noch mutiger werden, noch mehr die Positionen auffüllen, noch härter in der Zweikampfführung werden.“
Vor allem defensiv stimmte noch längst nicht alles, der starke Torhüter musste mehrere gute Chancen zunichte machen. Schalkes Trainer Dimitrios Grammozis sprach nicht umsonst davon, „dass wir bei unseren vielen Chancen zumindest einen Punkt verdient gehabt hätten“. Und auch wenn ich den HSV als verdienten Sieger sehe, so muss man zugestehen, dass Schalke locker auch zwei Tore mehr hätte schießen können – womit wir wieder bei Heuer Fernandes wären. Aber, auch hier hat Walter in seiner Analyse alles im Blick: „Es war auch ein bisschen Glück dabei. Schalke hatte einige Chancen, aber sie haben so eine Qualität in der Luft, da kannst du sie kaum verteidigen.“
Vor allem aber hat der HSV mit Walter einen Trainer, der sich zwar ebenso ausgelassen freut wie er seinem Unmut freien Lauf lässt. Aber vor allem hat Walter eine klare Ansage an seine Jungs: „Wir sind erst am Anfang und da gibt es immer auch Nachholbedarf“, so der neue HSV-Trainer fordernd. „Wir haben noch 33 Spieltage und Zeit, besser zu werden.“
Das klingt für mich nach einer guten Analyse. So muss es sein…
In diesem Sinne, Euch allen einen schönen Sonntag. Und bis morgen früh – dann wieder mit einem MorningCall, in dem sicher noch einmal viel über das zu lesen war, was besonders gut war. Unter anderem über Maximilian Rohr, der sicher nicht nur mich überrascht hat. Aber auch über den jungen Einwechselspieler wird es hier in den nächsten Tagen mehr zu lesen geben! Bis morgen!
Scholle
P.S.:Bitte entschuldigt, dass der Blog erst heute morgen online geht. Ich hatte ihn gestern Abend offenbar versehentlich unter „Entwurf“ gespeichert….
Der neue HSV hat seinem neuen Trainer Tim Walter einen Einstand nach Maß beschert. Und dabei durchaus auch Lust auf mehr entfacht. Beim 3:1-Sieg beim hoch behandelten Absteiger Schalke 04 überzeugten Daniel heuer Fernandes und Co – allerdings so richtig erst, als sie durch ein Tor ihres ehemaligen Toptorjägers Simon Terodde (7. Minute) früh in Rückstand geraten waren. Wobei ich das als Relativierung eigentlich gar nicht zulassen will. Vielmehr war es besonders hervorzuheben, dass die Mannschaft unbeirrt weiterspielte.
Der neue HSV hat seinem neuen Trainer Tim Walter einen Einstand nach Maß beschert. Und dabei durchaus auch Lust auf mehr entfacht. Beim 3:1-Sieg beim hoch behandelten Absteiger Schalke 04 überzeugten Daniel heuer Fernandes und Co – allerdings so richtig erst, als sie durch ein Tor ihres ehemaligen Toptorjägers Simon Terodde (7. Minute) früh in Rückstand geraten waren. Wobei ich das als Relativierung eigentlich gar nicht zulassen will. Vielmehr war es besonders hervorzuheben, dass die Mannschaft unbeirrt weiterspielte.
Trotz frühen Schocks: HSV dominiert das Spiel
„Wir sind drangeblieben und haben unseren Fußball durchgezogen. Das war bemerkenswert», urteilte der sichtlich zufriedene HSV-Kapitän Sebastian Schonlau. Der vom SC Paderborn gekommene Zugang übernahm gleich das Amt des Anführers und überzeugte beim Einstand sehr. „Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie hat die Intensität nach der Pause noch einmal gesteigert und sich dafür am Ende mit drei Punkten belohnt“, sagte Walter zufrieden. „Mit dem Ball war schon vieles sehr gut und auch gegen den Ball waren wir sehr intensiv. Wir waren gut drin in den Zweikämpfen.“
Dass frühe Gegentor durch den ehemaligen HSV-Stürmer Simon Terodde sei durch einen eigenen Fehler entstanden, „ansonsten wäre da überhaupt nichts passiert“, war Walter angetan von der Defensivleistung seiner Mannschaft, die mir am gestrigen Freitag auf Schalke insbesondere durch eine schon lange nicht mehr gesehene Geschlossenheit aufgefallen ist. Selbst Walters Gegenüber, Ex-HSV-Profi Dimitrios Grammozis, lobte: „Wir haben heute gegen eine absolute Top-Mannschaft der Zweiten Liga verloren und uns trotzdem sehr viele Chancen herausgespielt. Rumheulen bringt nichts“, so der Schalke-Coach.
Kein Wunder also, dass alle HSV-Profis heute Mittag gut drauf waren, obgleich sie erst nachts un4.30 Uhr mit dem Bus wieder in Hamburg angekommen und eine dementsprechend kurze Nacht hatten. Und dabei werde ich es heute auch belassen, weil der Tag so schön ist, meine Frau Geburtstag hat, der HSV überzeug hat, heute Abend ein interessantes Nordderby ansteht – und ich mir den kritischen Blick auf alles das, was wir auf Schalke gesehen habe, für den morgigen Sonntag bewahre.
Unser MoinVolkspark-Auftakt hätte nicht besser sein können!
Da werde ich noch einmal den Blick schärfen für die Mannschaftsteile, in denen noch Verbesserungsbedarf ist. Aber ich werde auch – und das ist ein besonders überraschender Spoiler – viele Dinge so beurteilen, wie sie sich am Freitag präsentiert haben. Denn Fakt ist, dieser Sieg hat in Trainer Tim Walters mutigen Entscheidungen seinen Urheber und auf dem Platz überraschende Matchwinner produziert. 73 Prozent Ballbesitz hatte der HSV auf Schalke!! das bedeutet im Umkehrschluss, dass man dem vermeintlichen Topfavoriten der Liga gerade einmal 27% Ballbesitz zuließ. Unfassbare Zahlen…. Aber wie gesagt, dazu morgen mehr.
Bis dahin möchte ich mich noch einmal bei allen für diesen sensationell starken Auftakt bedanken. Und damit meine ich nicht nur die HSV-Mannschaft, sondern vor allem auch Euch alle, die uns gestern bei der Auswärtscouch einen Rekordauftakt bereitet haben. Dass mich unsere seit Jahren starken Zahlen weder sonderlich interessieren, noch besonders beeinflussen sollte hinlänglich bekannt sein. Aber die Qualität, mit der unsere Freunde von Alpha Films in der Kürze der Zeit (sie hatten genau eine Woche Vorlauf) das Set aufgebaut und die technischen Voraussetzungen hergestellt haben, war unmenschlich gut. Danke vielmals dafür Onur und Manu! Wir freuen uns schon riesig auf die nächste Auswärtscouch!
Von daher – heute ist alles rosarot, schön und friedlich. So, wie meine Frau es an Ihrem Geburtstag verdient hat. Und um den kümmere ich mich jetzt wieder. Dafür bin ich morgen wieder zu 100 Prozent bei Euch und berichte Euch von den ersten Reaktionen des Trainers, von einem abwanderungswilligen jungen Belgier im Kader und allem anderen, was sich aktuell beim HSV tut. Bis dahin wünsche Euch erst einmal einen richtig schönen Rest-Sonnabend mit einem hoffentlich interessanten Abendspiel!
So ein sch… Saisonbeginn für zwei Youngster des HSV. Denn der muss für längere Zeit ohne Robin Meißner auskommen. Der 21 Jahre alte Stürmer hat sich im Training einen Innenbandanriss im rechten Knie zugezogen. Meißner, der in den letzten drei Punktspielen der vergangenen Saison durch drei Tore auf sich aufmerksam gemacht hatte, war Anfang der Woche während einer Einheit am Volksparkstadion bei einem Zweikampf im Rasen hängen geblieben und hatte hinterher über Schmerzen geklagt. Eine MRT-Untersuchung gab nun Aufschluss über die Schwere der Verletzung und die Zwangspause für Meißner. Ob auch Amadou Onana länger ausfällt, blieb dagegen noch offen. Der 19 Jahre alte defensive Mittelfeldakteur aus Belgien musste die Abschlusseinheit heute abbrechen und verließ den Platz mit einem bandagierten rechten Knie.
Das Blitzfazit nach dem 3:1-Auswärtssieg auf Schalke
Das Comeback der Auswärtscouch…
Ärgerlich, wobei ich bei Onana ein unbestätigtes, aber schlechtes Bauchgefühl habe. Ich befürchte, dass der Defensive Mittelfeldspieler seine Zeit beim HSV gern beenden würde – Stand jetzt. Zum einen, weil der HSV ihm klargemacht hatte, dass man ihm im Falle eines passenden Angebotes keine Steine in den Weg legen würde. Zum anderen, weil er eh nicht erste Wahl ist derzeit. Letzteres ist allerdings angesichts seiner Corona-Zwangspause zuletzt nicht wirklich unerwartet… Aber, wie so vieles zuletzt ist auch das Spekulation. Mir war einzig Onanas Auftreten zuletzt auf dem Platz ein wenig so vorgekommen, als wäre er unzufrieden.
Und weil ich auf dieses Spekulieren so gar keinen Bock mehr habe, halte ich mich lieber an die Fakten. Und die sehen auch die Ausfälle von Josha Vagnoman und Sonny Kittel vor, die beide heute noch individuell trainierten, während Jeremy Dudziak sogar noch gar nicht dabei war. Fünf bittere Ausfälle also gleich zu Beginn gegen die vermeintlich stärkste Mannschaft der Liga. Oder nicht?
Um bei den Fakten zu bleiben, habe ich von unserem Blogfreund Mats heute noch so einige zugeschickt bekommen, was den HSV-Gegner betrifft. Da ihm heute die Zeit fehlte, diese in einen Text zu gießen, werde ich das übernehmen. Dafür schon einmal vielen Dank an Mats und das gesamte Team von CREATEFOOTBALLstammen. Dafür an dieser Stelle schon einmal vielen Dank!
Schalke 04 im Faktencheck:
Beide Testspiele aus 2021-2022 wurden in einer 3-5-2 Formation gespielt, es resultierten zwei 0:0-Unentschieden gegen Zenit und Shakthar Donezk daraus. In beiden Spielen hatte S04 deutlich weniger Ballbesitz als der Gegner (rund 40%), was angesichts des Klasseunterschiedes nicht unerwartet war. Dennoch ließ man in beiden Spielen keinen einzigen Konterangriff zu. Eine verbesserte Konterabsicherung war wohl auch das Hauptaugenmerk. Gegen Zenit hätte Schalke objektiv betrachtet sogar gewinnen müssen.
Gegen Donezk gab es ein Spiel ohne nennenswerte Chancen, die Torwahrscheinlichkeit lag bei beiden Teams nur bei rund 0.3. Schalke hatte dafür 10 „Deep completed passes“, das sind ungewöhnlich viele. Wobei Donezk dem HSV durchaus als Beispiel dafür dienen kann, wie man effektiv das Schalke-Spiel nicht nur stören, sondern auch weitgehend chancenlos machen kann. Denn es gelang dem Champions-League-Teilnehmer, die Passquote der Schalker ins letzte Drittel gering zu halten (57.5%).
Angesichts des durchaus riskant-offensiv ausgelegten HSV-Spiels, das schon Basel zu Kontern einlud, scheint der HSV dem FC Schalke potenziell zu liegen. Andererseits wissen auch die HSV-Analysten wie auch Trainer Tim Walter um die oben genannten Zahlen und Kennzeichen im Schalke-Spiel, das unter Grammozis deutlich passiver geworden ist, wie die folgenden vergleichenden Kennzahlen verdeutlichen:
Schalke hatte 20/21 unter Grammozis im Vergleich zu dem Saisonpart vor Grammozis vs. Schalke 20/21 vor Grammozis weniger Schüsse (6 gegenüber 8.3 vorher). Man agierte erkennbar zurückhaltender und ließ die Gegner kommen, was sich in weniger Ballbesitz (42.8% gegenüber 45.7%) sowie in weniger gespielten Pässen (346 statt 373) wiederspiegelte. Dass darunter entsprechend auch das Offensivspiel in Form von weniger Flanken (die dazu prozentual auch noch ungenauer kamen) litt – erklärbar. Aber eben auch genauso kennzeichnend wie der gestiegene Wert an gewonnenen Defensivzweikämpfen und vor allem: Mehr Punkten.
Dass das alles nicht rein zufällig ist, sondern durchaus auch mit der Personalie Grammozis zusammenhängt, machen dessen Daten aus der Vorsaison deutlich, wo er als Cheftrainer des SV Darmstadt 98 sehr erfolgreich agierte. Auch hier hatte man auffällig wenig Ballbesitz (46,9%) und den höchsten PPDA-Wert der Liga. Das heißt, keine andere Mannschaft ließ dem Gegner so viel Platz und setzte auf Abwehrpressing (nur drei Mannschaften bekamen mehr Gegentore) wie Darmstadt unter Grammozis.
Fakt ist aber auch, dass Schalke letzte Saison in der Ersten Liga ebenso wie Darmstadt in der Saison zuvor in der Zweiten Liga zu den Teams zählte, die nicht von vornherein Favorit waren. In dieser Saison wird Schalke einen Großteil der 34 Spieltage auf Gegner treffen, die sie kommen lassen und nicht selten vor dem Anpfiff wahrscheinlich mit einem Punkt zufrieden wären. Von daher bin ich gespannt, wie Grammozis diese Schere hinbekommt. Wobei ich noch gespannter darauf bin, wie der HSV diese Werte taktisch ins eigene Spiel einfließen lässt. In Sachen Startelf gehe ich davon aus, dass die Startelf aus dem Spiel gegen den FC Basel aufläuft. Und die sah so aus:
Hierbei wurde in den Halbzeiten zwischen einem 4-4-2- und einem 4-3-3-System variiert, wobei ich den HSV im 4-4-2-System stärker sehe. Ich hoffe, dass der HSV nicht den Fehler macht und Grammozis mit Offensivpressing in die Karten spielt. Aber das werden wir morgen sehen – dann hoffentlich zusammen. Denn wir werden hier wieder mit der Auswärtscouch beginnen. Diesmal sind wir zu fünft, da zwei aus unserem Team berufs- bzw. urlaubsbedingt nicht dabei sein können und unser Special Guest in der Berichterstattung für den WDR vom Hochwasser live vor Ort berichtet – und das mit einer sensationellen Empathie hinbekommt, wie ich finde: mein Freund Christian Hoch. Eigentlich wollte er übers Wochenende nach Hamburg zu Besuch kommen – aber sich im Hochwassergebiet verdient zu machen, ist zweifellos wichtiger.
Nichtsdestotrotz werden wir morgen Abend ab 20 Uhr live über unseren Youtube-Kanal „MoinVolkspark“ bei Euch sein und hoffen, dass wir zusammen den/die ersten Punkte zu feiern haben.
Der neue HSV-Trainer Tim Walter hat seine erste Spieltags-Pressekonferenz hinter sich – und das erste Spiel vor sich. Und Tim Walter empfindet „totale Vorfreude. Wir alle freuen uns unglaublich, dass es endlich wieder losgeht. Es ist mein erstes Pflichtspiel auf Schalke – und dann noch vor Zuschauern“, sagte der 45 Jahre alte Coach zwei Tage vor dem Saisoneröffnungsspiel am Freitag (20.30 Uhr) beim FC Schalke 04. Er ergänzte mit Blick auf den Absteiger aus Gelsenkirchen: „Wir wissen, was auf uns zukommt. Schalke wird in der Liga ein gewichtiges Wort mitreden. Wenn es nach der Papierform geht, sind Schalke und Werder Bremen die Favoriten.“
Mehr als fraglich sind nach Angaben des Trainers Jungstürmer Robin Meißner, bei dem nach einem Tritt in den Rasen noch eine MRT-Untersuchung aussteht, sowie Sonny Kittel. Der Offensivmann hat drei Wochen wegen eines leichten Haarrisses heute das erste Mal wieder mit der Mannschaft trainiert, wird aber für Freitag eher noch nicht in Frage kommen. „Da müssen wir abwarten, ob es bis Freitag schon reicht“, sagte Walter.
Walter ließ durchblicken, dass jene Akteure, die am Sonnabend bei der Generalprobe den FC Basel mit 1:0 besiegt hatten, gute Chancen auf einen Platz in der Startelf haben. Neben David, der in den vergangenen beiden Spielzeiten keine Rolle gespielt hatte, wird in der Abwehrzentrale der neue Kapitän Sebastian Schonlau zum Zuge kommen – vor dem weiterhin als Nummer eins gehandelten Daniel Heuer Fernandes. Dass hier ein neuer Keeper im Anflug ist, sei von vornherein bekannt gewesen, so Walter, der sich nach eigener Aussage in diesem Thema auch intensiv mit Heuer Fernandes austauscht.
Geheimnisse gibt es also nicht – aber sehr bald wohl einen neuen Torwart: Oliver Christensen soll es werden. Und in den letzten Zagen haben wir hier die interne Wirkung thematisiert – heute wollen wir mal sehen, wie es rein faktisch und losgelöst von Emotionen um den jungen Dänen bestellt ist. Dafür haben wir einen Gastblog angeboten bekommen, über den ich mich sehr freue. Aber lest selbst:
Liebe HSVer,
mein Name ist Mats Beckmann, ich bin Gründer und Football Data Analyst bei CREATEFOOTBALL, einer Fußball-Consultancy, die mit ihrem Know-How im Bereich Datenscouting national wie international professionelle Fußballclubs strategisch und ganzheitlich in der Kaderplanung berät und zudem mit Berateragenturen sowie Medienanstalten kooperiert.
In diesem Gastartikel widme ich mich einer datenbasierten Einschätzung zum Transfergerücht von Oliver Christensen, der kurz vor einem Wechsel zum HSV stehen soll. Der 22-jährige stammt aus der Jugend von Odense BK und war in den vergangenen zwei Saisons Stammkeeper. Torhüter unterteilen wir datenbasiert in drei Kategorien: Line Keeper, Ball Playing Keeper und Sweeper Keeper.
Line Keeper
Christensen bedient das Profil des klassischen Line Keepers, insbesondere seine starke Quote gehaltener Schüsse von 74.3% sticht hierbei positiv ins Auge. Zum Vergleich: In der zweiten Bundesliga kam 20/21 kein einziger Torwart mit mindestens 10 Einsätzen auf einen solchen Wert. Auch in Bezug auf Schüsse aus kurzer Distanz beweist der Rechtsfuß seine starken Reflexe: 71% der Schüsse aus maximal 10 Metern konnte Christensen parieren, nur Jesper Hansen (Aarhus) war noch stärker.
Dennoch: Der Wert der verhinderten Gegentore (Prevented Goals), die statistisch errechnet werden, weist bei ihm nur ein leichtes Plus auf. Mit 0.6 liegt er auf die ganze Saison gerechnet auf Rang 8 der 12 Keeper. In der Spielzeit zuvor lag er gar bei -2.2, hat also mehr Tore hinnehmen müssen als nach dem expected goals-Modell vorgesehen. Dies zeigt allerdings auch die Entwicklung von Christensen, der sich in diesem Punkt steigern konnte, was auch für die Save rate gilt, die 19/20 noch bei ebenfalls starken 70.4% lag und nun nochmals gesteigert wurde.
Ball Playing Keeper
Spielerisch stehen dem allerdings einige dürftige Parameter gegenüber. So spielte Christensen in der abgelaufenen Saison nur die viertwenigsten Pässe aller Torhüter (12 mit min. 18 Einsätzen) der dänischen Superliga und auch seine Passquote von 79.4% ist kein Qualitätsmerkmal. Rund die Hälfte seiner Pässe waren lange Bälle, ob Christensen für das von Tim Walter bevorzugte Kurzpassspiel geeignet ist, müsste sich demnach erst zeigen. Zumindest eine Anpassungszeit wird hier vonnöten sein.
Sweeper Keeper
Auch im Bezug auf die Strafraumbeherrschung lassen die Daten Raum für Zweifel zu. Der Rechtsfuß führt die mit Abstand wenigsten Luftzweikämpfe aller Torhüter der Liga und gewinnt nur 75% davon, was für einen Torwart ein geringer Wert ist. Auch bei den abgefangenen Pässen und Flanken schneidet der 1.90 Meter große Keeper unterdurchschnittlich ab. Auch die im modernen Torwartspiel wichtigen „Exits“, also Ballaktionen außerhalb des Strafraums, um einen Angriff des Gegners frühzeitig zu unterbinden, gehören nicht zu Christensens Kernkompetenzen. Nur zwei Keeper der dänischen Superliga weisen hierbei eine geringere Anzahl auf.
Fazit: Als Line Keeper ist Oliver Christensen eine gute Wahl, einen Impulsgeber im Spielaufbau respektive einen mitspielenden Torhüter, der Situationen frühzeitig erkennt und durch sein gutes Timing bereinigt, darf man eher nicht erwarten.
Eine Alternative stellt aus Datensicht der 23-jährige Keeper von Nordsjaelland Peter Vindahl dar. Dieser zeigte sich in allen Bereichen extrem stark und ist mit einem Marktwert von 800.000 € bei einem Vertrag der 2022 ausläuft vermutlich gar die kostengünstigere Alternative. Vindahl ist sehr mutig bei hohen Bällen, führt die meisten Luftzweikämpfe aller Torhüter und ist darüber hinaus deutlich mehr ins Passspiel eingebunden. Ihm stehen pro Spiel rund 12 Pässe mehr zu Buche bei einer um 5% besseren Passquote als bei Christensen. Seine Quote gehaltener Schüsse lag bei 71.8% und somit leicht unter dem Wert von Christensen, jedoch mit dem Output von 6.3 verhinderten Gegentoren für Nordsjaelland. Noch dazu ist Vindahl ein mitspielender Torwart und verlässt seinen Strafraum 2.4-mal pro 90 Minuten, erneut die Benchmark der Liga. In Bezug auf die Spielphilosophie von Tim Walter würde der HSV mit ihm einen Keeper bekommen, der wesentlich aktiver mit und gegen den Ball agiert und somit besser ins System passt.
Wir von MoinVolkspark machen das – und wir wünschen Euch jetzt einen schönen Rest-Mittwoch. Ich melde mich dann morgen früh mit dem neuen MorningCall wieder bei Euch! Bis dahin viel Spaß mit unserem ersten FIFA-Orakel der neuen Saison!