Meißner und Onana fallen aus – so ist Schalke zu bezwingen

von | 22.07.21 | 621 Kommentare

So ein sch… Saisonbeginn für zwei Youngster des HSV. Denn der muss für längere Zeit ohne Robin Meißner auskommen. Der 21 Jahre alte Stürmer hat sich im Training einen Innenbandanriss im rechten Knie zugezogen. Meißner, der in den letzten drei Punktspielen der vergangenen Saison durch drei Tore auf sich aufmerksam gemacht hatte, war Anfang der Woche während einer Einheit am Volksparkstadion bei einem Zweikampf im Rasen hängen geblieben und hatte hinterher über Schmerzen geklagt. Eine MRT-Untersuchung gab nun Aufschluss über die Schwere der Verletzung und die Zwangspause für Meißner. Ob auch Amadou Onana länger ausfällt, blieb dagegen noch offen. Der 19 Jahre alte defensive Mittelfeldakteur aus Belgien musste die Abschlusseinheit heute abbrechen und verließ den Platz mit einem bandagierten rechten Knie.

Das Blitzfazit nach dem 3:1-Auswärtssieg auf Schalke

Das Comeback der Auswärtscouch…

Ärgerlich, wobei ich bei Onana ein unbestätigtes, aber schlechtes Bauchgefühl habe. Ich befürchte, dass der Defensive Mittelfeldspieler seine Zeit beim HSV gern beenden würde – Stand jetzt. Zum einen, weil der HSV ihm klargemacht hatte, dass man ihm im Falle eines passenden Angebotes keine Steine in den Weg legen würde. Zum anderen, weil er eh nicht erste Wahl ist derzeit. Letzteres ist allerdings angesichts seiner Corona-Zwangspause zuletzt nicht wirklich unerwartet… Aber, wie so vieles zuletzt ist auch das Spekulation. Mir war einzig Onanas Auftreten zuletzt auf dem Platz ein wenig so vorgekommen, als wäre er unzufrieden.

Und weil ich auf dieses Spekulieren so gar keinen Bock mehr habe, halte ich mich lieber an die Fakten. Und die sehen auch die Ausfälle von Josha Vagnoman und Sonny Kittel vor, die beide heute noch individuell trainierten, während Jeremy Dudziak sogar noch gar nicht dabei war. Fünf bittere Ausfälle also gleich zu Beginn gegen die vermeintlich stärkste Mannschaft der Liga. Oder nicht? 

Um bei den Fakten zu bleiben, habe ich von unserem Blogfreund Mats heute noch so einige zugeschickt bekommen, was den HSV-Gegner betrifft. Da ihm heute die Zeit fehlte, diese in einen Text zu gießen, werde ich das übernehmen. Dafür schon einmal vielen Dank an Mats und das gesamte Team von  CREATEFOOTBALL stammen. Dafür an dieser Stelle schon einmal vielen Dank!

Schalke 04 im Faktencheck:

Beide Testspiele aus 2021-2022 wurden in einer 3-5-2 Formation gespielt, es resultierten zwei 0:0-Unentschieden gegen Zenit und Shakthar Donezk daraus. In beiden Spielen hatte S04 deutlich weniger Ballbesitz als der Gegner (rund 40%), was angesichts des Klasseunterschiedes nicht unerwartet war. Dennoch ließ man in beiden Spielen keinen einzigen Konterangriff zu. Eine verbesserte Konterabsicherung war wohl auch das Hauptaugenmerk. Gegen Zenit hätte Schalke objektiv betrachtet sogar gewinnen müssen.

Gegen Donezk gab es ein Spiel ohne nennenswerte Chancen, die Torwahrscheinlichkeit lag bei beiden Teams nur bei rund 0.3. Schalke hatte dafür 10 „Deep completed passes“, das sind ungewöhnlich viele. Wobei Donezk dem HSV durchaus als Beispiel dafür dienen kann, wie man effektiv das Schalke-Spiel nicht nur stören, sondern auch weitgehend chancenlos machen kann. Denn es gelang dem Champions-League-Teilnehmer, die Passquote der Schalker ins letzte Drittel gering zu halten (57.5%).

Angesichts des durchaus riskant-offensiv ausgelegten HSV-Spiels, das schon Basel zu Kontern einlud, scheint der HSV dem FC Schalke potenziell zu liegen. Andererseits wissen auch die HSV-Analysten wie auch Trainer Tim Walter um die oben genannten Zahlen und Kennzeichen im Schalke-Spiel, das unter Grammozis deutlich passiver geworden ist, wie die folgenden vergleichenden Kennzahlen verdeutlichen: 

Schalke hatte 20/21 unter Grammozis im Vergleich zu dem Saisonpart vor Grammozis vs. Schalke 20/21 vor Grammozis weniger Schüsse (6 gegenüber 8.3 vorher). Man agierte erkennbar zurückhaltender und ließ die Gegner kommen, was sich in weniger Ballbesitz (42.8% gegenüber 45.7%) sowie in weniger gespielten Pässen (346 statt 373) wiederspiegelte. Dass darunter entsprechend auch das Offensivspiel in Form von weniger Flanken (die dazu prozentual auch noch ungenauer kamen) litt – erklärbar. Aber eben auch genauso kennzeichnend wie der gestiegene Wert an gewonnenen Defensivzweikämpfen und vor allem: Mehr Punkten.

Dass das alles nicht rein zufällig ist, sondern durchaus auch mit der Personalie Grammozis zusammenhängt, machen dessen Daten aus der Vorsaison deutlich, wo er als Cheftrainer des SV Darmstadt 98 sehr erfolgreich agierte. Auch hier hatte man auffällig wenig Ballbesitz (46,9%) und den höchsten PPDA-Wert der Liga. Das heißt, keine andere Mannschaft ließ dem Gegner so viel Platz und setzte auf Abwehrpressing (nur drei Mannschaften bekamen mehr Gegentore) wie Darmstadt unter Grammozis.

Fakt ist aber auch, dass Schalke letzte Saison in der Ersten Liga ebenso wie Darmstadt in der Saison zuvor in der Zweiten Liga zu den Teams zählte, die nicht von vornherein Favorit waren. In dieser Saison wird Schalke einen Großteil der 34 Spieltage auf Gegner treffen, die sie kommen lassen und nicht selten vor dem Anpfiff wahrscheinlich mit einem Punkt zufrieden wären. Von daher bin ich gespannt, wie Grammozis diese Schere hinbekommt. Wobei ich noch gespannter darauf bin, wie der HSV diese Werte taktisch ins eigene Spiel einfließen lässt. In Sachen Startelf gehe ich davon aus, dass die Startelf aus dem Spiel gegen den FC Basel aufläuft. Und die sah so aus:

Heuer Fernandes, Gyamerah, Schonlau, David, Leibold, MeffertKinsombi, Reis, Wintzheimer, Jatta, Glatzel.

Hierbei wurde in den Halbzeiten zwischen einem 4-4-2- und einem 4-3-3-System variiert, wobei ich den HSV im 4-4-2-System stärker sehe. Ich hoffe, dass der HSV nicht den Fehler macht und Grammozis mit Offensivpressing in die Karten spielt. Aber das werden wir morgen sehen – dann hoffentlich zusammen. Denn wir werden hier wieder mit der Auswärtscouch beginnen. Diesmal sind wir zu fünft, da zwei aus unserem Team berufs- bzw. urlaubsbedingt nicht dabei sein können und unser Special Guest in der Berichterstattung für den WDR vom Hochwasser live vor Ort berichtet – und das mit einer sensationellen Empathie hinbekommt, wie ich finde: mein Freund Christian Hoch. Eigentlich wollte er übers Wochenende nach Hamburg zu Besuch kommen – aber sich im Hochwassergebiet verdient zu machen, ist zweifellos wichtiger.

Nichtsdestotrotz werden wir morgen Abend ab 20 Uhr live über unseren Youtube-Kanal „MoinVolkspark“ bei Euch sein und hoffen, dass wir zusammen den/die ersten Punkte zu feiern haben. 

In diesem Sinne, bis morgen!

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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M. R. X.
3 Monate zuvor

Is mir egal!

Wir schreiben den Sommer 2021. Der HSV startet wieder einmal, oh Wunder, frisch sortiert in sein nächstes Kapitel. Umbruch Nr. dröflundvierzig. Diesmal wird alles besser. 100Pro.

»Ich glaube, jedes Spiel wird eine Art Pokalcharakter haben.« Christian Titz, Juli 2018

Das Auftaktprogamm?
Nennen wir es anspruchsvoll.

Auswärts beim Top-Favoriten Schalke mit „Aufstiegsgarantie“ Terodde, Heimdebüt gegen Aufsteiger und Pokalschreck Dresden, Kracher beim Abo-Stadtmeister St.Pauli, Schmerzduell im Volkspark gegen die Atomtruppe aus Darmstadt (letzter Heimsieg anno 1981….), Betriebsausflug zum Angstgegner Heidenheim (1 Punkt aus 3 historisch peinlichen Auftritten), daheim gegen 1:5 und 1:2 Aufstiegs-Alptraum Sandhausen und natürlich das ultimative Frustderby beim ewigen Erzrivalen von der Weser. Dazwischen lästigerdings noch der mögliche Running Gag „Erstrunden-Pokal-Klatsche“ beim Drittliga-Überflieger Eintracht Braunschweig.

Viel Spaß Herr Walter!👋

Und bevor jetzt gleich wieder Begriffe wie „Schwarzmaler“, „Werder-Fan“ oder der allseits beliebte „Pester“ auf der Anzeigentafel erscheinen:

Ich wünsche mir mitnichten, dass der HSV nach diesen Spielen im Tabellenkeller steckt und alle nach einem neuem Trainer schreien. Laaaangweilig….

Nur lasse ich mir von ein paar Boldtschen-Transfermoves und einer Portion medialer Vorfreude ganz bestimmt keinen toxischen Sand in die Augen streuen. In dieser Disziplin überlasse ich gerne anderen den Vortritt auf dem Treppchen.

Die ganze Welt ist fein mit der „stärksten“ 2.Liga aller Zeiten?

Is mir egal!

„Gewisse“ Spieler wurden endlich beim HSV aussortiert?

Is mir egal!

Hungrige „Juwelen“ mit „mächtig“ Potenzial und „richtig Bock“ auf den HSV wurden an Land gezogen?

Is mir egal!

Der neue, „harte“ Übungsleiter und sein Schdaff lassen so intensiv arbeiten wie selten zuvor in Hamburg?

Is mir egal!

Platz 4 ist diesmal nicht das Ziel?

Ich kann es nicht mehr hören!

Ja, eigentlich wäre es tatsächlich das Beste den ganzen Bumms zu ignorieren und sich der Unsterblichkeit von Maikäfern zuzuwenden, statt sehenden Auges in die nächste HSV-Enttäuschung zu rauschen.

Wäre da nur nicht dieser „unglückliche“ Umstand, dass sich der HSV vor vielen Jahren untrennbar in mein Leben geschlichen hat um Stimmung zu machen. Ganz so wie ein Findelkind, das als süßes Baby irgendwann vor der Tür lag und Dich mit zunehmenden Alter von einem Wahnsinn in den nächsten treibt. Natürlich immer in dem Wissen, dass man es trotzdem niemals mehr verstoßen wird….

¯\_(ツ)_/¯

Aber gibt es denn überhaupt eine Erwartung an die neue Saison, wenn einem inzwischen doch so vieles schon vor dem ersten Pfiff einerlei erscheint?

Nun, es gibt natürlich immer den Anspruch, dass ein Sportler mit dem Ziel des maximalen Erfolges in einen Wettkampf geht. Insbesondere dann, wenn er dafür auch noch großzügig bezahlt wird. Und klar keimt auch bei mir vor jedem Spiel die „heimliche“ Hoffnung auf 3 Punkte und ein denkwürdiges Spektakel. Der HSV ist und bleibt nun mal mein Findelkind.

»Man muss die 2. Liga annehmen, um aus ihr rauszukommen.« Dieter Hecking, Januar 2019

Realistisch betrachtet erwarte ich weder Siege am Fließband, noch Dominanz und schönen Fußball. Alles andere wäre aus meiner Sicht töricht, schließlich reden wir von zweiter Liga und einem kontinuierlich runtergerockten Kader. Ich nehme daher an, dass wir irgendwo im Bereich von Platz 5 bis 10 unsere Rolle finden werden.

Gespeist wird diese Einschätzung in erster Linie von der Tatsache, dass der HSV auch im vierten Jahr offenbar immer noch dabei ist, diese 2.Liga zu verstehen. Tim Walter verpackt diese Absicht zur Zeit gerne mit den Attributen Intensität, Mut und Bereitschaft.

Mutige Spieler, die an sich glauben und einander helfen. Eine Mannschaft, mit der Bereitschaft „Gras zu fressen“, mit der Bereitschaft, auch nach Fehlern und Rückschlägen, weiter an sich zu glauben. Mit einem mutigen Trainer an der Seitenlinie, der Leistung belohnt und Namen ignoriert. Weiter, immer weiter. 100% Leidenschaft. Mentalität schlägt Qualität.

Neu ist diese Erkenntnis ganz sicher nicht, schließlich funktioniert der Fußball speziell in Liga 2 schon seit Ewigkeiten exakt so.

Und ob man es glaubt oder nicht, dabei ist es tatsächlich völlig egal, ob ein Spieler einen lächerlichen Helm trägt, ob er 17 oder 35 Jahre auf dem Tacho zählt, ob er als Kind in St. Pauli-Bettwäsche geschlafen hat oder eine Werder-Raute auf seinem Hintern tätowiert ist.

Ebenso ist es komplett Latte, ob jemand unter falschem Namen kickt oder sein Onkel seit Kurzem seine Tante ist. Es ist sogar egal, wer zu Unrecht wie viele Millionen einstreicht und wie diese hergetrickst werden, genauso wie es piepegal ist, ob ein Spieler schwarz, weiß oder lila-kariert daher kommt.

Und am Ende wird es dann eben auch egal sein, ob der Trainer beim HSV nun Werner Waltersen, Chuck Norris oder Puck die Stubenfliege heißt.

Was dagegen zu keiner Sekunde egal ist, sind der Wille und die Entschlossenheit, mit der jeder Einzelne das gemeinsame Ziel verfolgt.

Für Mut und Bereitschaft braucht man weder besonders viel Talent, noch eine besondere Gelegenheit. Diese Eigenschaften besitzt UND ruft man regelmäßig ab oder hat in einer Hochleistungskultur wie dem Profi-Fußball schlicht nichts verloren.

Ob es den Beteiligten beim HSV gelingt diese Tugenden endlich einmal dauerhaft abzurufen, ist für mich daher die einzig relevante Frage der Saison.

»Man erreicht die Ziele nicht nur über das Reden, man muss es auch tun.« Daniel Thioune, Juli 2020

Für Euch. Für Uns. Für Hamburg.
Life is simple.

Der Rest?

IS MIR EGAL!

In diesem Sinne:
Es wird eine extrageile Saison! 💪

Simple Man
2 Monate zuvor

Heuer Fernades: zu klein! Und eh unterdurchschnittlich.
Leibold: längst nicht mehr so gut
Schonlau: viel zu langdam
David: Eigenfehlerproduzent
Gyamrah: Was macht der beruflich?
Meffert: hätte jüngere und bessere gegeben
Reis: Absteiger
Kinsombi: koan Kinsombi!
Wintzheimer: biederer Duchschnitt
Glatzel: Fehleinkauf
Jatta: kann keinen Ball annehmen

Ergebnis dieser gruseligen Truppe: 3:1 Sieg auf Schalke.

Hopfen und Hüpfen. Danke!

Tatortreiniger
2 Monate zuvor

Willkommen in der zweiten Liga, Schalke 04!

US73
2 Monate zuvor

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

Aber: Es ist eine deutliche Steigerung zur Vorsaison zu erkennen,
was Einsatz, Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und Kondition angeht.
Die „basics“ sind also endlich in der 4.Zweitliga-Saison beim HSV angekommen…

Sehr gut gefällt mir auch die Umsetzung der Walter’schen Vorgabe, sich nach dem Abspiel sofort wieder als Passempfänger anzubieten. Sehr viel gutes Aufbauspiel durch das Mittelfeld durch „schnelle Dreiecke“. Nicht alles hat geklappt, aber der Mut, es zu versuchen, ist der richtige Weg.

Offensiv zu denken, mutig zu sein, dieser Teil gefällt mir und anscheinend auch der Mannschaft.

Aber: Was Schalke heute über weite Strecken angeboten hat – weia. Da werden noch viele mutige Teams denen arge Probleme bereiten. Deren Defensive ist ja ein ziemlicher Kindergarten. Hätte Grammozis bessere Verteidiger… er kann sich bei Knäbel bedanken…

Aber das sind S04-Probleme.

DHF heute im 1:1 ein absoluter „Matchwinner“. Hat Reflexe eines Handball-Torwarts. Aber: Bei jeder Ecke und jeder Flanke nahe an den 5er stockt der Atem, weil DHF auf der Linie klebt. Ein guter Torwart-Trainer kann ihm vielleicht noch Durchsetzungsstärke, abspringen und fausten beibringen, aber größer machen kann dieser DHF auch nicht 🙂

Wie gesagt: Ich bin hochzufrieden mit der Leistungs-/Einsatzbereitschaft der neuen Mannschaft. Auch mit dem Mut, schnell und kreativ nach vorne zu spielen.

DHF hat heute überragende Reflexe angeboten, und war damit sicherlich einer der „Matchwinner“.

Das Haar in der Suppe: S04 wird kein Massstab sein. Wenn die nicht lernen, über 90 Minuten „Gas zu geben“, werden sie es trotz Terodde,Bülter und Drechsler es sehr schwer haben in Liga 2.

Unser HSV ist auf dem richtigen Weg, endlich mutig und lauf- und zweikampfstark den „dogfight“ anzunehmen. Es gibt noch viel zu verbessern, aber die Einstellung stimmt.

Und auch wenn es Rückschläge geben wird, mit der kämpferischen Einstellung wird unser HSV IMMER den Rückhalt der Fans haben.

Das Hamburger Publikum hat eigentlich ein sehr gutes Gespür. Es hat sich großartig beim Abstieg verhalten (bis auf die 200-300 Idioten), es hat – sehr zurecht – die Minus-Leistungen bei Länderspielen „abgestraft“.

Du kannst kämpfen, und verlieren. Aber: Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Und auch wenn ich Boldt/Mutzel sehr häufig hart kritisiert habe (Amaechi,Gyasula,Ulreich, etc.), so bin ich sehr froh, dass die „DNV“-Typen Jung, Wood und Hunt endlich Geschichte sind.

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
Aber: Mit der neuen Einstellung, zu kämpfen und mutig zu sein, kann viel gewonnen werden – auch die bedingungslose Unterstützung der Fans.

Kuddel
2 Monate zuvor

Nach 0:1 und verschossenen Elfer… wann sind wir zuletzt so zurückgekommen. Und so überzeugend!!??
Bin begeistert !! Das sah nach Fussball aus. Weiter so!!

ballfernerZehner
2 Monate zuvor

Moin,

Schön zu sehn:

Walter wollte gewinnen, 1 Punkt war ihm zu wenig, daß haben die beiden Einwechslungen kurz vor Ende klar gezeigt.

Welche eine Wohltat, endlich mal mutig und offensiv zu coachen

Last edited 2 Monate zuvor by ballfernerZehner
Flotti McFlott
2 Monate zuvor

Fazit nach der ersten HZ: katastrophale Kaderzusammenstellung, ein Trainer der ein System spielt für das er 11 Raketenwissenschaftler braucht, aber nur 11 Bummsbirnen zur Hand hat.

Besonders auffällig:
Jatta spielt wie sein eigener Großvater
Freistöße sind bizarr schlecht
Glatzel wirkt so vital, wie Ahorn Hunt in 10 Jahren

Es wird 1 geile Saison…🥱

JEANLUCHH
2 Monate zuvor

Mein Freund Jatta erlöst uns!

Was freu ich mich !!!

Flotti McFlott
2 Monate zuvor

Glatzel für Terodde… alleine für diese Personalentscheidung dürften Butzel & Moldt nie wieder einen Job im bezahlten Fußball bekommen…

HT
HT
2 Monate zuvor

Eine lange qualvolle Saison steht uns bevor. Gott stehe uns bei. Der HSV Kader hat defenetiv nicht die Qualität für ein Walter System. Wenn Schalke Gas gibt ist er HSV komplett überfordert. Von Lösungen kein Ansatz. Puh

pietkunz
2 Monate zuvor

Kompliment!!
Das hat glatt mal wieder Spaß gemacht – endlich macht der HSV seinen Fans mal eine Freude!
Endlich mal Wucht bis zum Ende – endlich mal Kondition für 90 Minuten!!
Eine schallende Ohrfeige für Hecking und Thioune.
Heuer Fernandes hat uns im Spiel gehalten.
Man hatte die ganze Zeit das Gefühl, es ist mehr drin als „nur“ ein 1:1.
Heyer gehört in die Startelf – Rohr eine positive Überraschung.
Glatzel hat was Animalisches – bei dem würd ich mal abwarten, anstatt Terrodde hinterherzutrauern. Es ist jetzt variabler.
Mit Schonlau wird endlich mal von hinten raus Fußball gespielt.
Die Ecken sind schlimm und es wird der zweite Mann dafür im Spiel verschwendet.
Leider ist David indisponiert und ohne fußballerische Instinkte – und eben nicht „schnell“, wie Walter glaubt.

abraeumer
2 Monate zuvor

Vorschau auf Schalke:
 
Heute geht es los. Für mich ist es das Treffen der beiden Chaos-Clubs. Beide haben über Jahre für Durchschnitt zu hohe Gehälter gezahlt. Finanziell pfeifen beide Vereine aus dem letzten Loch und müssen ihre Spieler verschenken oder sogar abfinden, um Gehälter zu sparen. In beiden Vereinen stimmen die Strukturen nicht und die Vereinsmeier bestimmen. 
 
Mir macht Schalke keine Angst. Rucksack-Knäbel und Schröder haben eine Ü29 -Truppe ergänzt um ein paar Youngster zusammengestellt, anstatt nachhaltig etwas aufzubauen. Von der früher überzeugenden Nachwuchsarbeit von Schalke mit Nationalspielern wie Neuer, Draxler, Meyer, Sané oder Kehrer ist schon seit einigen Jahren nichts mehr zu sehen. 

Ich erwarte folgende Schalker Aufstellung:
 
Langer
Thiaw, Flick, Kaminski
Ranftl, Palsson, Ouwejan
Drexler(Idrizi), Latza
Terodde, Bülter
 
Grammozis spielt nur mit drei Offensiven. Drexler, Bülter und Terodde sind selbstverständlich nicht schlecht, aber sie sind auch älter geworden. Nur von diesen drei Spielern geht Gefahr aus, sie muss man in den Griff bekommen. 
Grammozis rührt auf Schalke Beton an. Er lässt das unsinnige Dreierkettensystem von Löw spielen. Der Torwart und die Abwehr bei Schalke sind aber schwach. 

Und schon sind wir beim HSV. Auch wenn die Abwehr von Schalke schwach ist, frage ich mich, wer bei uns die Tore schießen soll, und auch, wer sie vorbereiten soll. Auf den Außen spielen bei Walter Jatta, der mit jedem ersten Ballkontakt den Ball verstolpert, und Kinsombi, der nicht nur im Formtief, sondern schlicht ein Fehleinkauf ist und zudem alles ist, aber kein Rechtsaußen. Auch die Außenverteidiger dürfen im System von Walter wenig aufrücken, weil sie die Abwehr absichern müssen, weil bei Walter regelmäßig ein Innenverteidiger aufrückt. Dabei war gerade Leibold als Vorbereiter mit 16 Vorlagen in der vorletzten Saison eine Waffe.

Dazu kommen in der Mitte Glatzel, der für mich auch ein Fehleinkauf ist, und Wintzheimer, der in seinen Möglichkeiten auch begrenzt ist. Ich würde Kaufmann die Chance geben. Dahinter haben wir mit Reis zwar Kreativität, aber zusammen mit Meffert auch keine Torgefahr.

Ich erwarte von Walter die Aufstellung gegen Basel:

Heuer Fernandes
Gyamerah, David, Schonlau, Leibold
Meffert
Kinsombi, Reis, Jatta
Glatzel, Wintzheimer

Hinsichtlich unserer Abwehr bleibe ich skeptisch. Ob David seinen regelmäßigen Bock im Spiel abstellt, habe ich Zweifel. Zudem könnte das System von Walter mit der hoch aufrückenden Abwehr Grammozis in die Karten spielen und Terodde und Bülter viele Räume bieten.

Aber das Schöne am Fußball ist, dass es oft anders kommt als man denkt.

YNWA
2 Monate zuvor

FC Schalke 04 – WILLKOMMEN in Liga 2

Micha Barbarez
2 Monate zuvor

Leute , Leute ….wenn ich das hier manchmal so lese . Sind viele angesteckt von dem offensichtlich schwer geisteskranken Lachs . Kann man sich nicht nicht einfach nur mal freuen über einen Auswärtssieg beim Top Favoriten ? Nicht mehr und nicht weniger ist heute passiert . Von spiel zu spiel denken . Trotzdem hatte ich auch wieder das Gefühl , Terodde gehen zu lassen war ein mega Fehler

Rotkaeppchen1966
2 Monate zuvor

Herzlichen Glückwunsch an Tim Walter und seine Jungs!
Mit dem Sieg war nach der ersten Halbzeit, die alle „Untergangspropheten“ (mich damit fest eingeschlossen) bestätigte, nicht zu rechnen.
Aber es kommt doch nicht immer so schlimm, wie man nach all den Pleiten, Pannen und dem selbst erarbeiteten Pech der letzten Jahre, befürchten musste.
Unbeeindruckt vom Gegentor und kläglich verschossenen Elfmeter kam der HSV mit zunehmender Spieldauer besser in die Partie und konnte sie am Ende nicht ganz unverdient für sich entscheiden.
Ich habe mich einmal mehr vom Namen des Gegners und den Namen seiner 3-4 Klasse-Spieler (wusste auch nicht, dass sie Harit, Kabak, Mascarell nicht mehr bringen würden) blenden lassen und dem HSV wenig bis nichts zugetraut.
Von daher vor allem Respekt für den Mut von Walter, dieses Spiel dann auch gewinnen zu wollen und bei den Einwechselungen die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben (wusste gar nicht, über welche Fähigkeiten z.B. Rohr verfügt).
Das Ergebnis sollte den Jungs weiter Mut und Selbstvertrauen geben, um sich durch die Anfälligkeit bei direktem Kombinationsspiel des Gegners nicht aus dem eigenen Spielrhythmus bringen zu lassen.
Und auch wenn Schonlau im Interview nach Spielschluss bemerkte, dieses Selbstvertrauen hat dem Team geholfen, seine Linie beizubehalten und letztendlich seinen Spielstil durchzusetzen: Warum ist denn keiner von den erfahrenen Spielern zum Elfmeterpunkt geschritten und haut das Ding einfach rein? Tut mir leid – der Elfer von Glatzel war ein Witz. Immerhin Glatzel hat viel für die Mannschaft gearbeitet, und war dann gedankenschnell beim Ausgleich zur Stelle.
Mag es für den Außenstehenden gestern teilweise ein Spektakel gewesen sein, am Defensivverhalten müssen beide Teams aber noch gehörig arbeiten und unsere IV sollte man lieber nicht ins 1:1 verwickeln bzw. mehrere Stürmer auf sie zukommen lassen. Da sollten „viele Dinge schon besser vorher im Mittelfeld geklärt werden“.
Ich hoffe, Boldt und Mutzel lassen sich nicht vom Ergebnis blenden und werden den HSV noch weiter durch einen Mittelstürmer, einen offensiven Mittelfeldspieler mit Spielmacherqualtitäten und einen Flügelstürmer verstärken.
Wenn für Onana wirklich 7-8 Mio zu erlösen sind, dann verkaufen und in genannte Positionen investieren.
DHF ist überragend auf der Linie und im 1:1, kann mir nicht vorstellen, dass ein U21 Torwart aus Dänemark für dann noch 2,5 Mio um so viel besser ist.
Wintzheimer und Kinsombi haben auf den Außen nichts verloren, letzterer transportierte seine fehlenende Form und Fitness mit in die neue Saison.
Insgesamt aber ein zumindest nicht von mir erwarteter positiver Auftakt, der das Team dann hoffentlich auch mit Rückenwind, aber auch achtsam an die nächsten Aufgaben herangehen lässt.

Sophies Papa
2 Monate zuvor

H.F….war ja heute mal richtig gut. ENDE

kbe1
2 Monate zuvor

Keine Innenverteidiger, die sich XXX-Mal den Ball zu schieben? Ja, es geht. Der erneuerte HSV hat es heute gezeigt. So macht Fußball wieder Spaß.

Darmzotte
3 Monate zuvor

Schlüsse aus Grammozis‘ Zeit in Darmstadt zu ziehen, finde ich gewagt.
Er hat bei Schalke einen ganz anderen Kader zu Verfügung und muss ganz anderen Ansprüchen gerecht werden.
Mit Terodde hat er einen Stürmer, der alles kann, aber sicher kein Konterspiel.

Riesum
3 Monate zuvor

Es soll für Onana ein Angebot über 6 Mio. aus Frankreich vorliegen. JB pokert und möchte 8. Wenn man sich auf 7 Mio. einigt ist das mehr, als man für ein Talent mit ungewisser Entwicklung erwarten darf. Da sollte man zuschlagen. Für 8 Mio. kann man viele neue Talente holen, bei denen sicher auch der Ein- oder Andere vom Kaliber Onana dabei ist. Das wäre dann der erste Transfercoup, bei dem JB für Ein- und Verkauf verantwortlich ist. Mit ordentlicher Marge.

abraeumer
2 Monate zuvor

Im Nachbarblog hat Alex seine Eindrücke aus dem Trainingslager beschrieben. Ich kann euch diesen Kommentar sehr empfehlen.

Kuchi
2 Monate zuvor

Ich bin immer wieder überrascht darüber, wie manche Spieler sich so äußern oder aber nur so von der Presse dargestellt werden.

Wenn ein Onana unzufrieden ist, dann doch wohl sicher nur über seine Leistung und seine Bereitschaft etwas gegen seine teilweise schlechte Leistung zu tun.

Über seine Situation beim HSV, wie immer die sich darstellen sollte, kann er doch gar nicht meckern. Worüber sollte sich ein 19-jähriger, er in Hoffenheim überhaupt keine Rolle im Liga-Team gespielt hat und in seiner ersten Saison beim HSV immerhin schon mehr als 20 Einsätze hatte, denn beklagen? Warum sollte er denn seine Zeit beim HSV beenden wollen?

Verstehe ich nicht.

Aleksandar
2 Monate zuvor

sieht alles nicht so schlecht aus….bis auf B.Jatta

InLikeFlynn
2 Monate zuvor

Kittel heißt der Unterschied.
Sehr geil.
Trotzdem dürfen wir nicht so offen stehen .

ballfernerZehner
2 Monate zuvor

Moin,

Zur Halbzeit wieder alles Experten hier…🤦🏻‍♂️

War doch ein unterhaltsamer Kick.
Unser Torwart mit Abstand bester Mann.

Nur eine Stadt
Nur ein Verein
Nur der HSV

Kosinus
2 Monate zuvor

Erkenntnis 1: Vielleicht sehe ich Walters Ausrichtung zu kritisch, aber gegen die kleineren Teams wird sich die Taktik auch beweisen müssen.
Erkenntnis 2: HF soll die Nr. 1 bleiben!!!!! Die 2,5 Mio. können wir uns sparen!

NDHSV!
2 Monate zuvor

Spitzenreiter, Spitzenreiter, Hey, Hey, Hey
NDHSV!
Hüpf, Hüpf, Hüpf

Kopite
2 Monate zuvor

.
Ferro war SUPER heute! Der darf nicht nochmal rasiert werden, Herr Boldt!
.

Fuxi
2 Monate zuvor

Mein Fazit: Es ist – trotz der statistischen Werte – ein glücklicher Sieg.

Schalke wollte über weite Strecken nach der Führung gar keinen Fußball spielen. Und damit meine ich nicht bloß, dass sie hinten drin standen und abwarteten, sondern dass sie so überhaupt keinen Druck von hinten heraus ausgeübt haben, anders als vor dem 1:0 beim Ballverlust von Gyamerah gegen Drexler. Einzige Ausnahme war vielleicht der Schuss von Bülter ans Außennetz. Der HSV bot so viele Räume, die Schalke mit Balleroberung hätte nutzen können, dass es zur Pause 2:0 hätte stehen müssen.

Der Ausgleich kam dann auch unerwartet, weil so aus dem Spiel heraus überhaupt keine Torgefahr vom HSV ausging. Dafür waren sie eigentlich technisch viel zu unsicher am Ball. Dass Glatzel dann den Freistoß zieht, war blöd für Schalke. Der Freistoß von Leibold selbst war gut, aber eigentlich muss Langer den festhalten. Und dann staubt Glatzel halt ab – keine große Fußballkunst, zumal der Ball nur reingeht, weil er den Ball eigentlich beschissen und ohne Druck trifft.

Danach hat man dann gesehen, dass Schalke plötzlich Fußball spielen musste und wollte, und prompt wurden sie gefährlich. Wenn sie das Tempo und den Einsatz gehalten hätten, wäre das 2:1 für S04 gefallen. Aber sie verfielen wieder in die Lethargie der ersten Halbzeit, was es dem HSV einfach machte. Man muss dem HSV allerdings zugestehen, dass sie deutlich tiefer standen. Da hat Tim Walter also reagieren müssen, um Schalke weniger Platz für lange Bälle zu geben.

Durch die Wechsel kam dann sogar Struktur rein, die Kandidaten, bei denen gar nichts ging, raus und eigentlich als Stammspieler gedachte Kandidaten rein. Okay, Rohr vielleicht nicht. Aber tatsächlich hat Hamburg diese Wechsel gebraucht, um defensiv sicherer zu stehen, gerade die standardmäßigen Abwehrspieler Rohr und Heyer. Aber der Schlüssel war definitiv das Risiko mit Kittel. Erst der hat tatsächlich sowas wie Übersicht und Spielfreude reingebracht. Dass Rohr dann mit seinem ersten Assist im ersten Zweitligaspiel das 2:1 vorbereitet, hat mich gefreut. Das war die Belohnung für eine fleißige Vorbereitung. Allerdings spricht es auch Bände, dass zwei Defensivspieler da aushelfen mussten.

Positiv heraus stach heute auch Daniel Heuer Fernandes, klar, mit seinen Paraden, mit denen er den HSV im Spiel hielt und nicht nur das 1:2 verhinderte, sondern auch mehrfach das 2:2, das aber wieder die typische Kopfschwäche des HSV offenbarte, denn das Defensivverhalten bei beiden Großchanchen Schalkes in der Schlussphase war absolut nicht gut.

Man konnte vielleicht erwarten, dass die Chance zum 3:1 noch kommen würde, weil S04 ja aufmachen musste. Aber gegen Kittel war das auch wieder sehr passiv verteidigt. Und da muss ich auch mal loben, dass Jatta da perfekt reinläuft und Kittels perfekte Hereingabe exzellent verwertet.

Trotzdem bin ich skeptisch, was die Saison angeht. Denn über weite Strecken war das vom HSV nicht gut, Schalke war kein starker Kontergegner und war – warum auch immer – mit dem Remis zufrieden. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass sie für ihre Fans gewinnen wollten, und da haben sie den HSV spielen lassen. Andere Teams, die einfach nur überleben und dem HSV eins reinwürgen wollen, werden das nicht tun. Das wissen wir seit 3 Jahren. Wie Walters 0-8-2 sich da bewährt, wird sich zeigen müssen. Ich glaube nicht, dass er da ohne krasses Umdenken dabei bleiben kann, sonst wird es nicht mal was mit Platz 4.

Fehlen noch die statistischen Werte (laut bundesliga.de):
Ballbesitz (in %): 28 – 72
Pässe: 207 – 611
Passquote (in %): 73 – 90
Laufdistanz (in km): 115,8 – 117,6
Zweikämpfe: 103 – 93
Fouls: 22 – 13
Torschüsse: 14 – 14
Schüsse aufs Tor: 8 – 6

Und das belegt auch, was offensichtlich ist: Der HSV mit viel Ballbesitz und vielen Pässen, weil Schalke lange nicht viele Räume ließ, und wenn man schnell kontert, besitzt man nicht lange den Ball. Durch die Positionswechsel muss mehr gelaufen werden, was sehr viel Kondition kostet, zumal der Ball auch lange im Spiel ist – nur halt nicht effektiv. Schalke war torgefährlicher, und nur dank Daniel Heuer Fernandes blieb es bei nur einem Gegentor für den HSV. Auffällig ist noch, dass der HSV nicht so sehr in die Zweikämpfe kam, nicht nur was die gewonnenen anging, sondern auch die Fouls. Durch das Klein-Klein Walters ist der Ball normalerweise enger am Fuß (außer bei Gyamerah…), damit erklärt sich das deutliche Plus Schalker Fouls. Die Passquote verrät allerdings auch, dass vor allem in der zweiten Halbzeit so viele Zweikämpfe gar nicht nötig waren, weil Schalke sehr ungenau nach vorn gespielt hat, was auch wieder gut für den HSV war, ohne dass sie groß Einfluss hatten. Wenn ein anderer Gegner da genauer spielt, ergibt sich wieder das Bild aus der Anfangsphase.

Glück gehabt, aber eine Heiligsprechung der Walter-Taktik war dieses Spiel wahrlich nicht.

Grantler3006
2 Monate zuvor

Fazit: Super drei Punkte auswärts. Spielerisch, besonders defensiv ausbaufähig.
Auffällig heute: der Ball rollt schneller und das Spiel ohne Ball deutlich verbessert. Es fehlt noch ein bisschen Raffinesse.
Aber erstes Spiel auswärts auf Schalke gewonnen. Mal sehen was es wert ist. Und übrigens Torwart bärenstark. Nehmt Geld für einen kreativen in die Hand und holt einen ablösefreien Torwart

Riesum
2 Monate zuvor

Diese Gedanken hatte ich bereits beim Stand von 0:1:
Das war doch nicht so schlecht. Sehr gute Einstellung. Bissig und Agressiv in Zweikämpfen, konsequentes Pressing. Vernünftiges Kombinationsspiel im Mittelfeld,überraschend gute Passquote. Nach vorne haperts noch. Trotz hohem Risiko wenig zugelassen, die Konterverteidigung klappte überwiegend gut. David steht seinen Mann, Heuer hält fantastisch. Die Mannschaft hat das anspruchsvolle neue System besser umgesetzt, als ich es nach der kurzen Vorbereitung erwartet hätte. Kein Grund zur Euphorie. Gegen die Guten waren wir auch letzte Saison überwiegend gut. Am kommenden Wochenende wird sich zeigen, wie das neue System gegen eine defensive Kontermannschaft funktioniert, gegen die wir uns letztes Jahr oft schwer getan haben. Allerdings hat Schalke nach dem 1:0 ja auch sehr defensiv gestanden und auf Konter gelauert. Da hatte Gramozzis den hilflosen HSV der letzten Saison im Kopf. Ich hoffe, dass die Truppe in einigen Wochen mit intensivem Training das System noch mehr automatisiert hat. Schön, dass TW nicht nur von jungen Spielern spricht sondern sie bringt. David, Rohr, Kaufmann. Und bald sind Ambrosius und Meißner wieder dabei, dann haben wir wirlich ne junge, wilde Truppe 👍

Töftinger
2 Monate zuvor

Kann man mal so machen. Wobei ich ein Chancenverhältnis von 10:5 für Schalke gezählt habe. Dementsprechend habe ich auch einen eher glücklichen Sieg gesehen.
Der Rückrunden-Terodde hat uns mit einer zum Glück sehr schwachen Chancenverwertung beigestanden. Danke Simon!

Insgesamt sind mir 10 Torchancen für den Gegner auch deutlich zu viel. So können wir dauerhaft auch keine Standards verteidigen. Das war richtig schwach uns muss zwingend besser werden.
Dank Heuer Fernández (starke Leistung) sind wir diesbezüglich mit einem blauen Auge davon gekommen.

Ansonsten hat mir die Spielanlage ganz gut gefallen. Die Konteranfälligkeit war trotz dem frühen 1:0 nicht so hoch wie erwartet. Trotz allem muss Schonlau nicht schon in den ersten Minuten den Linksaußen geben. Das ist dann übertrieben und auch nur bedingt clever. Kinsombi war wenig überraschend einmal mehr der große Schwachpunkt im Spiel.
David hat sich gemeinsam mit Schonlau so durchgemogelt, aber sicherlich auch große Defizite im 1 gegen 1. Wobei Leistner, sicherlich cleverer im Zweikampf, heute vermutlich ähnlich geschwommen hätte. Das muss man im Verbund besser lösen.

Überraschenderweise hatten wir die besseren Optionen auf der Bank. So wurden wir mit jedem Wechsel eher besser und griffiger ( Rohr sehr mutig und abgezockt) , während Schalke mit jeder Einwechselung eher an Qualität verlor.

Defensiv war das maximal eine solide Vorstellung. Offensiv sah das in der zweiten Hälfte schon ganz gut aus. Insgesamt aber zu wenig Torgefahr aus dem Mittelfeld (Reis darf dauerhaft nicht den Schönspieler Dudziak imitieren). Bitte zwischendurch auch mal aus der zweiten Reihe drauf halten. Ingesamt wirkte die Mannschaft auch konditionell stärker und konnte in den letzten 15 Minuten sogar noch ein wenig zulegen. Das hatten wir so in dieser Liga bisher selten.

Ein guter Start, gegen keinesfalls schlechte oder enttäuschende Schalker, mit unübersehbaren Schwächen im Defensivverhalten, die schnellst möglich abgestellt werden müssen.

Ivan69
3 Monate zuvor

Ich glaube kaum, dass Schalke auch nur im Ansatz vorhat, in der zweiten Liga eine Kontertaktik zu spielen. Die Gefahr, durch zahlreiche Unentschieden wichtige Punkte liegen zu lassen, wäre einfach zu groß, der Kader passt nicht wirklich dazu, das eigene Publikum würde sehr schnell unzufrieden und die Verpflichtung Teroddes wäre vor diesem Hintergrund einfach absurd.

Kosinus
2 Monate zuvor

1:0 geht auf Walters Harakiri-Taktik. Wie sagte der Kommentator treffend: So was muss man auch können!
Das Walter im Herbst Geschichte ist hab ich bei Verpflichtung prophezeit. Aber Hauptsache 2-Jahresvertrag…

Last edited 2 Monate zuvor by Kosinus
Lars K
2 Monate zuvor

Eine Halbzeit gegen Schalke, ein Terodde-Tor, ein verschossener Elfer und ihr fallt hier schon wieder alle auseinander, merkt ihr selbst oder.

Helge Holm
2 Monate zuvor

Tja, was soll ich sagen. Wenn jedesmal ein 3:1 dabei rausspringt bin ich gerne ein Hüpfer.

Kai Simon
2 Monate zuvor

HüüüüüüüüüüüüüLoopingüüüüpf!
Das war doch OK. 🙂

kbe1
2 Monate zuvor

So der 1. Dreier ist eingetütet. Mir hat das Spiel gefallen. Nachdem Schalke in der 1. HZ glücklich in Führung gegangen ist, hat der HSV in der Schlußphase die Partie zu seinen Gunsten gedreht.
Natürlich lief noch nicht alles zu 100% (wird es wohl auch nie), aber Spielweise und Einsatz haben mich begeistert.

Thomas Franz
2 Monate zuvor

Schalke hat trotz der Chancen insgesamt schwach gespielt. Wir waren besser.

NowWhat
2 Monate zuvor

Mir hat das Spiel Spaß gemacht⚫️⚪️🔵

Ivan69
2 Monate zuvor

Das Spiel hat zweierlei deutlich gemacht:
1.: Mit einer einigermaßen Kopfballstarken Abwehr brauchen wir keinen neuen TW!
2.: Es fehlt ein offensiver Mittelfeldspieler, der in der Lage ist, den Pass durch die gegnerische Kette zu spielen. Wenn 2,5 Mio verfügbar sind, bitte für letzteren, nicht für einen TW zweifelhafter Qualität ausgeben!

Ach ja:
3.: Die Kommentare zur Halbzeit offenbaren auf das Schönste, wer hier so gar keine Ahnung hat! 🙂

BrunosErbe
2 Monate zuvor

Fußball ist Ergebnissport und meine Prognose für das gestrige Spiel sah einen deutlichen Schalke-Sieg. Entsprechend zufrieden bin ich und freue mich auf ein entspanntes Wochenende.

RolloWikinger
2 Monate zuvor

An alle pessimistischen „Klaukschieter“ hier bei uns…
Nach dem Terodde Tor und einem verschossenen Elfer muss man ersteinmal die Mentalität besitzen als Mannschaft um so weiter zu machen und dann noch zu gewinnen wie unsere Jungs.
Wenn ich dann noch lese das es nur Glück war und Schalke „grottenschlecht“ war dann frage ich mich warum diese Schreiberlinge nicht lieber Bauern-Fan werden.

Pralja
2 Monate zuvor

Am Ende kackt die Ente☝
Nach den Jubelarien und sonstigen Feierlichkeiten sollte man dann ab “ Morgen “ mal darüber nachdenken ob es mit einer Schlafmütze wie J. David im Abwehrzentrum sowie diverser Böcke im Mittelfeld nicht auch ein wenig glücklich gewesen ist. Dieses Mal hatten wir das quäntchen Glück. Im Rückspiel wird Terodde die Großchancen sicherlich verwerten.
Der Weg scheint der Richtige zu sein, aber die Feuertaufen werden erst noch kommen mit den sog. Kleinen die wahrscheinlich wieder unsere altbewährten Arroganzanfälle auslösen.
Ab Morgen wird erstmal das Hüpfen wieder eingestellt!
Denn der HSV hat erstmal die Bringeschuld☝

Rotkaeppchen1966
2 Monate zuvor

Oh, je! Im Kicker Artikel zur Partie ist zu lesen, dass heute noch trainiert wird und dann sind zwei Tage frei. Ich hoffe mal, das Alex das nicht mitbekommt…

Vamodrive
3 Monate zuvor

Geil Saison geht morgen los, aber der Trainer wird schon mal angeschossen. Für den Neuaufbau haben wir ja Engelsgeduld

pietkunz
3 Monate zuvor

Genau – es wird eine geile Saison…
Viel Spaß mit dem fußballerisch ideal passenden Holger Fernandez, dem „schnellen und kopfballstarken“ Jonas David, dem 10-Mio-Mann Vagnoman, dem neuen Herrn Kaiser Schonlau oder den wieder top-vorbereiteten, top-motivierten sowie von allen Gerstenkorn-Leiden und schmerzenden Nasenpopelzerrungen befreiten Dudziaks und Kinsombis…
Und natürlich Präsident Pinselreiniger mit seinen Schlägertrupps aus Ehren- Senioren- und Beirat, die erbarmungslos und rabiat wirklich alles wegbeißen, was Schulz, Schäfer oder Hein heißt und unserem „Raute-im-Herzen“-Träger seinem Traum auf bezahlten Vorstandsvorsitzenden gefährlich werden lassen könnten.
Wer interne Hinweise, Mehltau-Marcel tue keinen Handschlag für den HSV und habe immer nur seine Privat-Geschäfte im Kopf, nach außen zu tragen wagt, hat die Raute nie geliebt!

Rotkaeppchen1966
2 Monate zuvor

Gerne gestehe ich ein, mich bei Einschätzungen von Namen leiten zu lassen und meine Meinung über den Fußball unabhängig von Strategie, Taktik, Mannschaftsgefüge etc.darauf sozusagen „herunter zu brechen“. Insofern auch meine Sicht auf das heutige Spiel:
Insbesondere beim HSV ist nur noch der Name groß, die Namen der Spieler stehen für durchschnittlichen Zweitliga-Fußball, der auf eine Saison im Nirgendwo der Tabelle hinausläuft, hoffentlich ohne Abstiegssorgen.
Die beiden besten Fußballer des HSV, Kittel und Dudziak, sind angeschlagen und fehlen. Die Neuverpflichtungen lassen nicht, und schon da hat es in den Vorjahren allerdings auch nicht geklappt, den Traum von der ersten Bundesliga leben.
Aber man hatte mit z.B. mit Terodde noch den sog. „Unterschiedsspieler“, der, wo es so häufig nur Nuancen sind, die das Ergebnis beeinflussen, eben diese entscheidenden Tore machte.
Jener Terodde wirkt nun bei den Schalkern mit, die mit Bülter und Drexler noch zwei weitere für die 2. Liga zumindest namhafte Neuzugänge präsentieren. Die übrigen Namen der Knappen sagen mir auch wenig bis nichts, aber sie werden fit, physisch stark, dynamisch und schnell daher kommmen nach allem, was über die Trainingsarbeit von Grammozis zu vernehmen ist. Und hier sind beim HSV schon Zweifel angebracht, wenn wirklich der oft trabende Kinsombi und Glatzel, der weite Teile der Vorbereitung nicht absolvieren konnte, in der Startformation stehen.
Es scheint mir auch ein Risiko, David in der IV gegen das angesprochene formidable Sturmduo von S04 einzusetzen, hat man doch mit Heyer einen erfahrenen Zweitligaspieler auf dieser Position.
Positiv überrascht bin ich von Walter, der eine Begeisterung ausstrahlt, die sich hoffentlich auch auf die Spieler überträgt.
Ich hoffe, dass seine mutige und risikoreiche Spielweise durch einen leidenschaftlichen Auftritt der Jungs unterstrichen wird, befürchte aber, dass wo möglich „überdreht“ wird, und die Herangehensweise in infantile Naivität umschlägt, welche Schalke geradezu zu dem von Grammozis präferierten Konterspiel einlädt.
Die Vorbereitung von S04 wurde zwar jetzt durch den Corona Fall Fährmann in ihrem reibungslosen Ablauf eingeschränkt, aber der HSV konnte schon von Beginn an seines Trainingsbetriebes nie „mit voller Kapelle“ seine Abläufe einstudieren und Spiele 11 gegen 11 waren nicht möglich. Viele angeschlagene Spieler haben die Einheiten nicht komplett absolvieren können.
Von daher ist für mich der S04 klarer Favorit und ich befürchte, dass es irgendwo mit 0:3 bis 0:6 enden könnte. (Wenn man 2x auf der Tribüne ein 0:8 in München erlebt hat, viele demütigende Klatschen gegen den Rivalen von der Weser hinnehmen musste und und und, ist so ein Ergebnis meiner Meinung nach einfach nicht auszuschließen – und ich hoffe selbst am meisten eines besseren belehrt zu werden).
Ich wünsche Tim Walter wirklich, dass seine Auffassung vom Fußball nicht wie im Stuttgarter Chaos endet, befürchte aber eine Überforderung unseres Kaders, der nominell nicht gerade von resistenten Spielerpersönlichkeiten mit entsprechenden Führungsqualitäten gesegnet ist.

Buffy
2 Monate zuvor

Was ist denn heute ein Ergebnis, dass für den Ausgang der Saison für den HSV förderlich wäre?
Ein Sieg? Jubel, Euphorie, Europapokal! Tabellenführer-Shirts drucken. Alles richtig gemacht, Vertrag mit Walter verlängern, Siegesserie starten, Herbstmeisterschaft anpeilen – und am Ende winkt der 4. Platz.
Eine Niederlage? Schadenfreude, grundsätzliche Zweifel, Walter raus, Koan Kinsombi. Der Aufstieg wird abgeschrieben. Aber zumindest die Rückrunde läuft überraschend gut und macht Hoffnung auf die Saison 22/23.
Ich denke, ein Unentschieden wäre heute ein Ergebnis, auf das man aufbauen könnte.

Simple Man
2 Monate zuvor

Moin.

Sind ja immer viele, die hier Statistiken zu Rate ziehen. In diesem Sinne: Schalke ist seit über dreißig Jahren ohne Zweitligasieg! Ist doch wohl klar, wer heute als Sieger vom Platz geht!?

Ich hüpfe mich schon mal warm. In der Hoffnung, dass mir dabei nicht wieder die Archillessehne reißt…

Habt einen geilen Fußballabend, liebe Matz- abber…äh…Rautenperlen…nee…MoinVolkspakler!

Last edited 2 Monate zuvor by Simple Man
Olli1887
2 Monate zuvor

Gefühlt wie Ende der letzten Saison…es macht schon jetzt keinen Spaß mehr!