Baumgart ist aufgeregt – Walter wählt stilvollen Abgang

Zugegeben: Mit dieser Art kann man sich nicht nicht freuen über Steffen Baumgart. Natürlich, gerade, einfach und ohne rumzudröhnen machte er auch heute keinen Hehl daraus, dass er aufgeregt sei. Vor seinem Debüt als HSV-Trainer sei es eine Mischung aus Vorfreude und etwas Aufregung, so der gebürtige Rostocker. „Es ist jetzt kein ruhiger Schlaf“, sagte der 52-Jährige vor seinem ersten Heimauftritt mit dem Spiel gegen die SV Elversberg am Sonntag. „Ein Schauspieler würde sagen, er hat Lampenfieber.“

Mit Potenzial zum Publikumsliebling: Steffen Baumgart ist da

Mit Potenzial zum Publikumsliebling: Steffen Baumgart ist da

Steffen Baumgart hat seinen ersten Tag beim HSV hinter sich – und er hat ihn gut genutzt. Denn der neue Coach des HSV bestätigte binnen weniger Stunden mehrfach, was man ihm nachsagt: Dass er ein sympathischer, geradliniger, sympathischer Typ ist, der ein Herz für den HSV hat. Und zwar schon seit Kindheitstagen. Baumgart galt unter den HSV-Fans eh als Wunschkandidat nach dem Aus von Trainer Tim Walter in der vergangenen Woche. „Ich bin Fan geworden, da war der HSV noch eine Größe. Seitdem bin ich drangeblieben“, sagte Baumgart vor einigen Jahren und ergänzte darauf bezogen heute: „Du wechselst öfter die Frau als den Verein.“

Keine 180-Grad-Wende, aber: Polzin fordert „Lust auf Defensive“

Keine 180-Grad-Wende, aber: Polzin fordert „Lust auf Defensive“

Merlin Polzin hat seine erste Pressekonferenz als Cheftrainer des HSV hinter sich. Und es ist nicht ehrrührig, wenn man sagt, dass er nervös wirkte. Im Gegenteil: Diese Nervosität darf man gern als Indiz dafür werten, mit welcher Demut und mit welchem Verantwortungsbewusstsein der 33-Jährige dabei seiner neuen Position gegenübertritt. Denn er betrat mit einer Mischung aus großer Vorfreude und eben jener Nervosität das Podium als „Interims-Cheftrainer“ mit der Chance, daraus eine Dauerlösung zu machen. Zumindest stellte ihm dies Sportvorstand Jonas Boldt in Aussicht. „Für mich als Hamburger Jung und als HSVer ist es eine ganz besondere Situation“, sagte Polzin am Freitag – und stellte aber auch klar: „Ich bin hier nicht als Fan oder als früherer Besucher der Spiele.“

Letzte Patrone? Jonas Boldt geht in Trainerentscheidung all in

Letzte Patrone? Jonas Boldt geht in Trainerentscheidung all in

Mit betonter Ruhe hat Jonas Boldt seinen Job auf der Empore des HSV-Presseraums hinter sich gebracht. Und er erinnerte mich dabei ein wenig an meinen Vater. Der hatte früher, wenn wir auf dem Weg zu einem meiner Fußballspiele oder auf dem Weg in den Urlaub waren, auch immer extrem überzeugend gesagt, wo er als nächstes langfahren musste. Dass wir dabei schon zum wiederholten Male dieselbe Stelle passierten, merkten einige im Auto gar nicht. „Jetzt müssen wir hier und danach dorthin“ hieß es vom Fahrersitz – und alle folgten. Ähnlich wie Boldt, der die lang überfällige Trainerentlassung mit einer Souveränität über die Bühne brachte, als habe er alles im Griff.

Der HSV lernt nicht dazu – Walter vor dem Aus

Der HSV lernt nicht dazu – Walter vor dem Aus

Der HSV verliert gegen Hannover 96 mit 3:4. Nach dem identischen Ergebnis gegen den KSC vor zwei Wochen stellt der HSV aktuell die schwächste Defensive aller Zweitligisten. Und das, nachdem man im Winter als allererstes Ziel eine Stabilisierung der Defensive gefordert hatte. Gefordert von Trainer Tim Walter, der bislang immer betonte, wie gern er spektakuläre, torreiche Spiele sehe. Dass er damit Siege meint – logisch. Aber die sind eben zu selten das Ergebnis seiner spektakulären Spielweise. Und nicht erst angesichts der gescheiterten Umsetzung der Winteranalyse ist Walter aus meiner Sicht untragbar. Zumindest für all diejenigen, die das Ziel Aufstieg nicht weiter gefährden wollen.

Walter fordert Serie – und hat ein ungewohntes Problem

Walter fordert Serie – und hat ein ungewohntes Problem

Es ist die Situation, die eigentlich jeder Trainer am liebsten mag – auch wenn sie nicht einfach wird. Zumindest hatte Tim Walter schon lange nicht mehr die Situation, ein absolutes Überangebot und mehrere Härtefälle zu haben.  Als er heute auf den Trainingsplatz kam, konnte Walter das erste Mal seit langem wieder mit dem beinahe kompletten Kader trainieren. Also berste personelle Voraussetzungen vor dem Nordduell am Freitag im Volksparkstadion, das aller Voraussicht nach ausverkauft sein wird. Bislang wurden schon 55.000 Tickets abgesetzt. 

HSV siegt in Marathonmatch 2:1 bei Hertha – (nicht nur) Walter fordert eine Serie

HSV siegt in Marathonmatch 2:1 bei Hertha – (nicht nur) Walter fordert eine Serie

Erst viele Tennisbälle, dann drei Tore und ein HSV, der endlich wieder auf einen Aufstiegsplatz springt: Eine mehr als halbstündige Unterbrechung wegen Protesten gegen die Investoren-Pläne der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat den Sieg des HSV bei Hertha BSC zwar überschattet – ihn aber dennoch nicht verhindern können. Denn der HSV war über die reine Spielzeit betrachtet das bessere Team. Dass die Partie kurz vor dem Abbruch stand, als unzählige Tennisbälle auf das Spielfeld geworfen worden waren, bleibt daher eine nicht unwesentliche Randnotiz. Für mich aber ist etwas anderes viel wichtiger: Der erneute Schritt nach vorn.

Der HSV 2024: Worthülsen schlagen Realität

Der HSV 2024: Worthülsen schlagen Realität

Es kommt wie erwartet. Der HSV will seiner Fußball-Profiabteilung in eine neue Rechtsform umwandeln. So lautet zumindest der Vorschlag der Arbeitsgruppe Rechtsform, die seit Mai 2022 tätig ist. Bei der für den 23. März geplanten, außerordentlichen Mitgliederversammlung soll aus der bisherigen HSV Fußball AG die HSV Fußball AG & Co. KGaA werden. Die Zustimmung zur Rechtsformänderung muss dabei mit einer Dreiviertelmehrheit beschlossen werden. Alles andere würde nicht reichen. „Dabei ging es um die Stärkung der Mitgliederrechte, gleichzeitig aber auch um die Schaffung einer Möglichkeit, neues Kapital für den HSV einzuwerben und die Kapitalbasis zu stärken“, sagte HSV e.V.-Vizepräsident und Aufsichtsratsboss Michael Papenfuß.

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.