Taktik und Psychologie – Harmonie als Leistungskiller

Taktik und Psychologie – Harmonie als Leistungskiller

ch war am Sonntag mal wieder im Stadion (danke, Michi fürs Mitnehmen). Das Spiel im Stadion zu erleben, ist – auch für den Psychologen – etwas anderes als es im TV zu sehen. Ich finde, man bekommt ein besseres Gefühl für die Stimmung in der Mannschaft, wenn man sieht, wie abseits des Balls die Spieler miteinander reden, wie der Trainer reagiert und was in den Spielpausen passiert. Deshalb hier meine Eindrücke: der Zusammenhalt der Mannschaft scheint zu stimmen. Es wird miteinander geredet. Es wird versucht, Fehler der Mitspieler auszubügeln, man motiviert sich gegenseitig. Vordergründig würde ich sagen, dass Walter für eine gewisse Harmonie im Team gesorgt hat – was die Basis für eine funktionierende Mannschaft ist. Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass der HSV fußballerisch eine der besten Mannschaften der zweiten Liga hat (die Aussage bezieht sich nicht auf meine persönliche Einschätzung der Spieler, sondern darauf, dass der HSV den teuersten Kader hat – und ich davon überzeugt bin, dass der Marktwert der Spieler ziemlich gut die jeweiligen Qualitäten der Spieler widerspiegelt) fragt man sich, was die Ursache für das teilweise klägliche Spiel des HSV gegen eine schwache Rostocker Mannschaft ist. 

Jansen in der Zwickmühle: Nichtstun ist auch keine Lösung

Jansen in der Zwickmühle: Nichtstun ist auch keine Lösung

Es ist ein Satz von einem Mann, dem man das zu 100 Prozent sofort abnimmt. Weil er so war. Damals 2009 sagte er diesen Satz zu mir, als es im Streit zwischen den Vorständen Dietmar Beiersdorfer und Bernd Hoffmann eskalierte. Weil er so den Verein führte bzw. damals geführt hätte. Er war es auch, der den HSV als Chef des Aufsichtsrates von 1996 bis 2007 in die schönste Phase der letzten 30 Jahre: Udo Bandow, seines Zeichens Aufsichtsratsboss des HSV a.D. und heute 90 Jahre junger Pensionär, der sich noch immer sehr mit dem HSV befasst. Zu sehr, wenn es nach seiner Frau geht. „Die Situation ist traurig. Der Verein ist finanziell am Boden, das Stadion marode. Man spielt ein fünftes Jahr in Liga 2. Das macht keinen Spaß“, klagte der 90-Jährige, unter dem der einstige Bundesliga-Dino acht Jahre in Serie im Europokal gespielt hat, zuletzt zurecht bei den Kollegen der BILD.

Bittere Pleite vor Gericht für den HSV

Bittere Pleite vor Gericht für den HSV

In der arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung mit dem bislang freigestellten Sportdirektor Michael Mutzel hat der HSV eine fast noch bitterere Niederlage erlitten als am Sonntag gegen Hansa Rostock. Das Arbeitsgericht erklärte sowohl die Beurlaubung als auch die später erfolgte Freistellung des 42-Jährigen für unwirksam. Die HSV Fußball AG habe Mutzel nicht gegen dessen ausdrücklichen Willen beurlauben können, hieß es in einer Mitteilung des Gerichts. Zudem äußerte die Kammer „Zweifel an der Wirksamkeit der im Arbeitsvertrag vereinbarten einseitigen Freistellungsmöglichkeit“ und sah „auch keine hinreichenden Anhaltspunkte für ein nachhaltig gestörtes Vertrauensverhältnis zwischen den Parteien“. Gegen diese Entscheidung kann der HSV Berufung beim Landesarbeitsgericht Hamburg beantragen.

Dem HSV fehlt Qualität

Dem HSV fehlt Qualität

„Dass am Ende gerade an diesem heutigen Tage nicht der Sieg rausgesprungen ist, ist natürlich doppelt bitter“, sagte HSV-Kapitän Sebastian Schonlau nach dem bitteren und schwach gespielten 0:1 gegen Hansa Rostock zurecht. 90 Minuten zuzüglich der acht Nachspielminuten hatten dem HSV nicht gereicht, um gegen die ebenso tapfer kämpfenden wie schlagbaren Gegner von Nordrivale Hansa Rostock ein Tor zu erzielen und dem größten HSVer aller Zeiten, Uwe Seeler, damit eine letzte Ehre zu erweisen. Was besonders auffällig ist: Die Mannschaft von Trainer Tim Walter hat zum Start zum zweiten Mal schwach gespielt. In Braunschweig (2:0) reichte es dank Torjäger Robert Glatzel noch zum Sieg. Diesmal nicht mal mehr das.

Ein in allen Belangen trauriger Tag für den HSV

Ein in allen Belangen trauriger Tag für den HSV

Alles für Uwe. In diesen Slogan stimmen aktuell alle mit ein. Vor dem Spiel gab es minutenlang Sprechchöre – und auch die Mannschaft hatte verinnerlicht, was ihr Trainer gesagt hatte. „Das Erbe von Uwe Seeler anzutreten, das werden wir nicht schaffen. Aber wir leben seine Werte. Und ohne sie sind wir nur ein Zweitligist.“ Apropos Tim Walter: Der HSV-Trainer, der gern und oft in die Kritik genommen wird, war für mich in den letzten Tagen der beste Vertreter des HSV, wenn es darum ging, dem größten HSVer aller Zeiten gebührend zu gedenken. Seine Pressekonferenz, sein Interview vor dem Spiel – Tim Walter fand sehr schöne, ehrliche, angemessen bewundernde wie anteilnehmende Worte.

Ein Idol ist gegangen – Uwe Seeler stirbt mit 85 Jahren

Ein Idol ist gegangen – Uwe Seeler stirbt mit 85 Jahren

Das ist eine Nachricht, die man nie hören wollte. Einer wie er darf einfach nicht irgendwann nicht mehr mitten unter uns sein. Und dennoch ist es heute Realität geworden ist. Einer der erfolgreichsten deutschen Fußballer aller Zeiten, der ohne jeden Zweifel beste HSV-Fußballer aller Zeiten und vor allen Dingen ein herausragend sympathischer, bodenständiger, sympathischer Mensch ist im engsten Kreis seiner Familie verstorben. Uwe Seeler wurde 85 Jahre alt. Achteinhalb Jahrzehnte, die er selbst zu seinem 85. Geburtstag als „überaus glücklich und erfüllt“ bezeichnete.

Einige werden es nie lernen

Einige werden es nie lernen

Das Wetter hier ist unfassbar gut. So gut, dass wir froh über Schatten sind und Abkühlungen suchen. Also das, was einigen hier ganz offensichtlich auch sehr guttun würde. Wenn ich einige Kommentare zu Louis hier lese, kommt mir so einiges hoch. Fakt ist, dass ich seine Entscheidung akzeptieren muss – also Ihr auch! So sehr ich mich vor einigen Monaten bei Louis‘ Anfrage gewundert hatte – so sehr hatte ich mich nach den ersten Gesprächen mit Louis auf ihn gefreut. Ich hatte versucht, wirklich ALLES so abzuklopfen, dass ihn und uns nichts mehr überrascht. Aber: Es kommt eben doch oftmals anders als man denkt. 

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.