HSV vor dem Nordderby: Sorgen um Luka Vuskovic

HSV vor dem Nordderby: Sorgen um Luka Vuskovic

Moin zusammen,

ich hatte es ja bereits letzte Woche angesprochen, ein Schlag auf das Knie ist nicht so schnell verheilt, wie  man denkt. Und Ähnliches wird wohl auch bei Luka Vuskovic der Fall sein. Er war heute erneut nicht im Teamtraining und gilt aktuell als fraglich für das Spiel am Samstag in Bremen. Das wäre natürlich ein extremer Verlust. Wir haben gesehen, wie das aussehen kann, wenn Vuskovic fehlt. Aber so ist das leider, es würde ja auch in der nächsten Saison in Betracht kommen, dass sich ein potenzieller Nachfolger mal verletzt. Leider steht nun das wichtigste Spiel der Saison an. Ich denke, alleine das ist ein Grund, um Vuskovic trotz noch kleinerer Schmerzen einzusetzen. Ich habe damals 2 Wochen pausiert, weil ich kein Risiko eingehen wollte, habe aber natürlich keine Ärzte gehabt, die mir täglich sagen konnten, wie hoch das Risiko nun wirklich für Folgeverletzungen ist. Ich denke, wenn Vuskovic bis Freitag auf 80 % Leistungsvermögen kommt, wird er auch spielen. Weiterhin war Lokonga heute im individuellen Training, sie werden aber wohl sehr bald zurückkehren. Dennoch ist die Frage, ob es für einen Startelfeinsatz langt.

Das restliche Personal sollte klar sein

Die Startaufstellung stellt sich m. M. n. aber trotzdem fast von selbst auf. Wir gehen da nach der Pressekonferenz am Donnerstag nochmal gesondert drauf ein, aber meiner Meinung nach ist es eigentlich klar, wer wo spielt.

Heuer Fernandes startet im Tor, davor Torunarigha, Vuskovic und Capaldo. Dann Lokonga und Remberg, links Muheim, rechts Mickelbrencis. 10 Vieira Doppelspitze Königsdörffer und Glatzel. Alles andere macht m. M. n. keinen Sinn. Und das haben wir auch in Stuttgart gesehen. Ich weiß nicht, was Groenbaek auf der 6 zu suchen hatte, und den Einsatz von Balde erschließt sich mir nach wie vor nicht.

Sollten Lokonga und Vuskovic ausfallen, würde Torunarigha wieder in die Zentrale rücken und Elfadli auf links. Im Zentrum würde Vieira neben Remberg auflaufen und Groenbaek auf der 10. Alles andere ist m. Mn. nicht tragbar. Meiner Meinung nach darf es am Wochenende keine Experimente geben. Glatzel und Königsdörffer haben zusammen am besten vorne funktioniert, Vieira ist nach Lokonga der beste auf der Spielmacherposition neben Remberg und nicht Groenbaek. Das haben wir, glaube ich, alle am Wochenende gesehen, als plötzlich 2 Spieler, die eigentlich von der Doppelsechs gestellt werden müssen, alleine vor der 3er-Kette stehen.

Das Spiel in Stuttgart war Müll, da müssen wir uns nicht drüber streiten, aber es gilt jetzt voller Fokus auf das Spiel in Bremen. Gerne können wir nach der Saison alle Fehler ansprechen, aber jetzt müssen wir schauen, dass der HSV das Ding irgendwie geschaukelt bekommt, damit man in der Liga bleibt. Alles andere ist momentan unwichtig und kann nach der Saison besprochen und behoben werden.

Cardoso wird Trainer der HSV Frauen

Zudem gibt es noch eine News bezüglich der Frauenmannschaft, die für viele interessant sein könnte. Rodolfo Cardoso übernimmt vorerst die Frauenmannschaft des HSV. 4 Spieltage vor Schluss stehen die Frauen auf Platz 12 der Liga mit 3 Punkten Vorsprung auf Platz 13, der den Abstieg bedeuten würde. Hier setzt man nun im Endspurt noch einmal auf den Trainer-Effekt. Im nächsten Spiel geht es mit Nürnberg gegen einen direkten Konkurrenten. Die Entscheidung kam für einige etwas aus dem Nichts, es schien eigentlich wenig dafür zu sprechen, dass die Entscheidung so kommt. Auch wenn man so richtig im Abstiegskampf ist, schien Brancao sicher im Sattel Doch nun wird Cardoso die letzten Spiele übernehmen und versuchen, die Frauen in der Liga zu halten.

Cardoso ist ja schon eine Ewigkeit beim HSV. Er war Spieler und auch schon Interimstrainer in der Bundesliga. Wir wünschen alles Gute und viel Erfolg für den Endspurt!

0:4 in Stuttgart – und am Ende war das Ergebnis fast noch das Beste

0:4 in Stuttgart – und am Ende war das Ergebnis fast noch das Beste

Man kann Spiele verlieren. Auch deutlich. Und ja, man kann in Stuttgart verlieren – gegen einen Gegner, der aktuell zu Recht von der Champions League träumt und der mit einer Qualität auftritt, die für den HSV in dieser Saison schlicht eine Nummer zu groß ist. Aber die Art und Weise dieses 0:4 wirft trotzdem Fragen auf. Nicht, weil der HSV chancenlos war – das war gegen diesen VfB fast erwartbar. Sondern weil man das Gefühl hatte, dass die Hamburger dieses Spiel nie wirklich priorisiert haben.

Von Beginn an war klar, wohin die Reise geht. Stuttgart dominant, spielstark, mit Tempo und klarer Struktur. Der HSV dagegen tief, abwartend, im 5-3-2 auf Schadensbegrenzung bedacht. Das kann ein Plan sein – gerade auswärts, gerade gegen einen solchen Gegner. Aber dieser Plan braucht Intensität, Zweikampfhärte, Überzeugung. Und genau daran hat es über weite Strecken gefehlt.

Die ersten 30 Minuten waren sinnbildlich: Der HSV verteidigt, läuft hinterher, kommt kaum in Umschaltsituationen – und wenn sich mal eine Chance bietet, wird sie unsauber ausgespielt. Baldes Abschluss aus guter Position? In Richtung Seitenaus geschossen…! Königsdörffer? Ohne Durchschlagskraft. Phlippe? Bemühter als sonst – aber null Torgefahr. Und Stuttgart? Nutzt die Räume eiskalt. Stiller nach einem blitzsauberen Kombinationsspiel, Führich nach einem Hamburger Fehler – 0:2 zur Pause, und das völlig verdient.

Nach dem Seitenwechsel wurde es dann phasenweise richtig unangenehm. Stuttgart spielte sich in einen Rausch, der HSV kam kaum noch hinterher. Chancen im Minutentakt, Heuer Fernandes im Dauerstress – und der Einzige, der an diesem Nachmittag wirklich auf Bundesliga-Niveau dagegenhielt. Ohne ihn wäre das hier kein 0:4 geworden, sondern ein Ergebnis, über das man noch lange gesprochen hätte.

Dass zwei der vier Gegentore abgefälscht waren, passt fast ins Bild. Denn so kurios es klingt: Dieses 0:4 war am Ende noch schmeichelhaft. Wenn das Ergebnis das Beste ist, was man aus so einem Spiel mitnehmen kann, dann sagt das eigentlich schon alles.


Public Viewing in Bergedorf: Nordderby mit Ex-HSV-Kapitän Stefan Schnoor erleben

Das Restaurant Tellerturm im Bettenburg-Hotel (Oberer Landweg 27) erweitert sein Angebot und setzt künftig auch auf Live-Sport: Mit der neuen Sky Sports Bar entsteht in Nettelnburg ein Treffpunkt für alle Fußball-Fans aus dem Hamburger Osten. Ab sofort werden dort immer am Freitag und Samstag die Spiele der Fußball-Bundesliga live gezeigt.

Ein besonderes Highlight steht schon unmittelbar bevor: Am 18. April (Anpfiff: 15.30 Uhr) tritt der Hamburger SV beim großen Nordrivalen Werder Bremen an. Das Spiel aus dem Weserstadion wird im Rahmen eines Public Viewings live in der Sky Sports Bar im Restaurant Tellerturm auf einer Großbildleinwand und mehreren Fernsehern übertragen.

Für das Fußball-Event haben sich prominente Gäste angekündigt: Der frühere HSV-Kapitän Stefan Schnoor sowie der Journalist Marcus Scholz, bekannt durch den HSV-Blog „Moin Volkspark“. Gemeinsam begleiten sie das Nordderby mit fundierten Analysen und persönlichen Einblicken. Geplant sind kurze Talkrunden vor dem Anpfiff, in der Halbzeitpause sowie eine Analyse nach dem Spiel. Auch die Gäste vor Ort haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich aktiv einzubringen.

Ein weiterer Anlass macht das Public Viewing im Restaurant Tellerturm außergewöhnlich: Stefan Schnoor feiert an diesem Tag seinen 55. Geburtstag und möchte diesen gemeinsam mit zahlreichen HSV-Fans vor Ort begehen.

Das Restaurant Tellerturm lädt alle Fußball-Anhänger herzlich ein, dieses besondere Event in der neuen Sky Sports Bar zu erleben. Wer sich bis zum 16. April (18 Uhr) per E-Mail an events@tellerturm.de samt Personenzahl anmeldet, erhält eine entsprechende Tischreservierung sowie ein Getränk (wahlweise Bier, Softdrink oder Wasser) gratis. Für das leibliche Wohl wird natürlich ebenfalls gesorgt.


Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – lohnt sich ein zweiter Blick. Denn bei aller berechtigten Kritik darf man den Kontext nicht ausblenden. Der HSV ist personell angeschlagen in dieses Spiel gegangen. Vuskovic fehlt, Muheim gesperrt, Lokonga nicht fit – dazu einige Spieler, die offensichtlich nicht bei 100 Prozent waren. Und genau hier liegt vermutlich der eigentliche Schlüssel zu diesem Auftritt.

Man hatte nie das Gefühl, dass der HSV heute ins letzte Risiko gehen wollte. Dass man bewusst Körner spart. Dass man Spieler schont. Und wenn das so war, dann ist das – bei aller Enttäuschung über die Leistung – absolut nachvollziehbar. Denn so hart es klingt: Dieses Spiel in Stuttgart war nicht das, das über den Klassenerhalt entscheidet.

Das Spiel in Bremen ist es.

Dort geht es um alles. Um Punkte, um Emotionen, um einen direkten Konkurrenten. Und genau dafür braucht der HSV seine besten Spieler in bestmöglicher Verfassung. Wenn also heute der ein oder andere Prozentpunkt an Intensität gefehlt hat, wenn man vielleicht einen Schritt zu spät kam, einen Zweikampf nicht mit letzter Konsequenz geführt hat – dann könnte das auch eine bewusste Entscheidung gewesen sein.

Das macht die Leistung nicht gut. Aber es macht sie erklärbarer.

Und vielleicht liegt genau darin der einzige „positive“ Aspekt dieses Spiels: Der HSV hat sich selbst unter Zugzwang gesetzt. Nach so einem Auftritt gibt es keine Ausreden mehr. Keine Grauzone. Kein „war gar nicht so schlecht“. Dieses Spiel schreit nach einer Reaktion.

In Bremen.

Dort muss der HSV zeigen, dass das heute ein Ausrutscher war. Dass man mehr kann, mehr will, mehr ist als das, was man in Stuttgart auf den Platz gebracht hat. Wiedergutmachung ist kein leeres Wort mehr – sie ist Pflicht.

Denn eines ist klar: So wie heute wird es im Abstiegskampf nicht reichen. Aber vielleicht war genau das die notwendige Erinnerung daran.

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

VfB Stuttgart: Nübel – Assignon (88. Vagnoman), Hendriks, Chabot, Mittelstädt – Stiller, Chema (70. Nartey) – Leweling, Undav (88. Arevalo), Führich (70. El Khannouss) – Demirovic (69. Tomas)

HSV: Heuer Fernandes – Omari, Torunarigha, Elfadli (72. Capaldo) – Mikelbrencis, Grönbaek (60. Stange), Remberg, Balde (72. Gocholeishvili) – Fabio Vieira – Königsdörffer, Philippe (60. Glatzel)

Tore: 1:0 Stiller (21.), 2:0 Führich (32.), 3:0 Mittelstädt (56.), 4:0 El Khannouss (86.)

Zuschauer: 60.000 (ausverkauft)

Schiedsrichter:  Sven Jablonski (Bremen)

Gelbe Karten: Chema, Undav / Capaldo 


STIMMEN ZUM SPIEL.

Daniel Heuer Fernandes: Wir sind in keiner Phase des Spiels in unsere Abläufe gekommen. Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt. Wir waren darauf eingestellt, dass sie viel Ballbesitz haben werden. Wir wollten kompakt stehen und dem Gegner wenig Räume lassen. Das ist uns heute nicht gelungen. Zudem haben uns die Momente gefehlt, im Ballbesitz mutig zu sein. Deshalb ist es eine verdiente Niederlage. 

Daniel Elfadli: Es war eine toughe Aufgabe. Stuttgart ist eine Top-Mannschaft: sehr flexibel im Angriff, viele Positionswechsel. Sie haben es gut gemacht, wir dagegen nicht. Wir haben den Gegner durch individuelle Fehler eingeladen. Ohne diese Fehler hätten wir vielleicht etwas mitnehmen können, so hatten wir etwa in der ersten Hälfte einige Aktionen nach vorne, die wir nicht nutzen konnten.

Merlin Polzin: Glückwunsch zu einem sehr verdienten Sieg an Sebastian (Hoeneß, Anm. d. Red.) und den VfB. Wenn du hier bestehen möchtest, dann brauchst du nicht nur ein Quäntchen Glück, sondern eine aggressive und kompakte Leistung und musst die wenigen Umschaltmomente erfolgreich ausspielen, um Nadelstiche zu setzen. Das haben wir leider nicht geschafft. Stuttgart war heute klar besser, das erkennen wir an. Ich habe der Mannschaft nach dem Abpfiff gesagt, dass der Tag heute bescheiden lief und wir auf diesem Level gegen so eine VfB-Mannschaft noch nicht mithalten können. Das konnten wir im Hinspiel mit einem Konter, viel Leidenschaft und unserer Bestbesetzung, aber wenn es normal läuft, laufen die Spiele eher wie heute. Wichtig ist, dass wir zu diesem Zeitpunkt der Saison wissen, dass wir so ein Spiel schnell abhaken und uns auf die Dinge konzentrieren müssen, die uns bis hierhin geführt haben. Wir müssen jetzt keinen aufrichten. Die Jungs sind voll da. Natürlich sind wir heute enttäuscht, aber wir wissen, dass nächste Woche ein geiles Spiel auf uns wartet.

Sebastian Hoeneß: Wir hatten in den ersten 20 Minuten noch ein paar unnötige Ballverluste, die Hamburg mit etwas mehr Zielstrebigkeit hätte bestrafen können. Ansonsten hatten wir aber sehr viel Druck in unserem Spiel und mit fortlaufender Spieldauer dann auch unsere Chancen. Es war ein verdienter Sieg, eine sehr gute Teamleistung. Wir sind sehr eingespielt, viele der Jungs spielen schon über ein, zwei oder noch mehr Jahre beim VfB, und das führt dann zu unseren Automatismen, die man heute gut gesehen hat. Die Mannschaft hat den Matchplan einfach sehr gut umgesetzt.

HSV stark geschwächt: Riesige Aufgabe in Stuttgart

HSV stark geschwächt: Riesige Aufgabe in Stuttgart

Moin zusammen,

Der HSV tritt am Sonntag um 17:30 Uhr in Stuttgart an. Dabei trifft der HSV auf den Tabellenvierten, der nach wie vor um die Champions League mitspielt. Die Stuttgarter konnten dabei aus den letzten 5 Spielen 10 Punkte holen. Zuletzt verlor man zu Hause gegen Dortmund in der Nachspielzeit mit 0:2. Ein Spiel, das der VfB niemals verlieren darf, denn man war hier über weite Strecken sehr dominant.

Auf der anderen Seite steht der HSV aktuell auf Platz 12 der Bundesliga. Die letzten 5 Spiele ergaben 5 Punkte. Der HSV kämpft nach wie vor gegen den Abstieg, man hat aber gemeinsam mit dem VfB die beste Defensive der Rückrunde, wenn man auf die reinen kassierten Gegentore schaut.

Das Hinspiel ist eines, an das sich noch viele erinnern werden. Der HSV begann das erste Mal mit Glatzel im Sturm, der direkt traf und dann verletzt ausgewechselt werden musste. Stuttgart erzielte nach der Halbzeit den Ausgleichstreffer und nachdem der HSV rund um die 80. Minute eine rote Karte kassierte, übernahm der VfB das Spiel komplett. In der letzten Aktion gab es einen Freistoß für die Schwaben, den Stiller allerdings in die Füße von Capaldo spielte, der den Konter einleitete. Nach einem riesigen Sprint von Balde stand Vieira am Ende frei vor dem Tor und schoss den HSV in Unterzahl zum Sieg.

Der VfB Stuttgart

Die voraussichtliche Aufstellung des VfB liest sich wie folgt:

Nübel – Jeltsch – Chabot – Hendriks – Leweling – Chema – Stiller – Mittelstädt – Undav – El Kahnnouss – Demirovic

Auch Führich wäre eine Möglichkeit, Karazor ist gesperrt. Wahrscheinlich spielt der VfB mit einer 3er-Kette, vor allem, wenn es gegen den HSV geht. Laut dem Kicker ist aber auch eine 4er-Kette möglich.

Alleine von den Namen liest sich das schon echt gut. Undav, Stiller, El Kahnnouss, das ist richtig viel Qualität dabei Auch die Schienen mit Leweling und Mittelstädt sowie Chabot und Nübel. Das ist eine Mannschaft, die aufgestellt wurde, um in der Europa League weit zu kommen. Das wäre auch durchaus möglich gewesen, gegen Porto hat man aber ein wenig Pech gehabt. Und auch von der Bank kommt richtig Qualität. Tiago, Thomas, Führich, Darvich. Alles Spieler, die richtig Spielwitz reinbringen können.

Personallage und Ansatz beim HSV

Beim HSV sieht die Personallage düster aus. Vuskovic wird fehlen, ebenso wie Jatta, Poulsen, Roessing-Lelesiit, Dompe und auch Lokonga. Bei Capaldo wird es aber wohl reichen. Ich gehe aber nicht davon aus, dass er startet.

Dadurch ergibt sich die Defensive eigentlich von selbst, sofern Capaldo nicht startet.

Heuer Fernandes im Tor

Davor Elfadli, Toruanrigha im Zentrum und Omari rechts

Mickelbrencis links auf der Schiene, Gocholeishvili rechts

Remberg und Vieira auf der 6 bzw. 8.

Vorne wird es dann nochmal spannend. Auf der Pressekonferenz hörte es sich eher danach an, dass der HSV in diesem Spiel voll auf Tempo geht. Deswegen erwarte ich vorne Otele, Königsdörffer und Ohilippe.

Es kann natürlich auch sein, dass der HSV wieder in einem 3-5-2 aufläuft und dann Groenbaek und Glatzel vorne reinbringt, aber da gehe ich erstmal nicht von aus. Beide erwarte ich eher wieder in Bremen.

Spielerisch ist der Ansatz jedem klar. Es geht rein ums Umschaltspiel. Und anders als in anderen Spielen denke ich, dass das dieses Mal auch dabei bleiben wird. Ich erwarte eine dominante Stuttgarter Mannschaft, die 60–65 % Ballbesitz haben wird. Anders als im Hinspiel werden bei den Schwaben die meisten Stammspieler starten und die werden den HSV hoch anlaufen und den Ball dominieren wollen. Der HSV muss also versuchen, den Ball im Zentrum zu erobern, um dann direkt in die Tiefe zu spielen. Ohne Schnickschnack, das Gegenpressing überspielen und in die Tiefe kommen. Dabei wird der HSV sicherlich nicht nur hinten drinstehen, sondern ähnlich wie in Dortmund auch hin und wieder Pressingphasen einbauen. Dann muss man die vorhandenen Chancen nutzen und defensiv gut stehen Mit Vuskovic fällt der wichtigste Mann aus, Demirovic ist sicherlich einer, der daraus einen Nutzen ziehen will. Ich denke aber, dass ein Torunarigha das bewältigen kann, wenn er an die Leistung in Mainz anknüpft, als er Vuskovic im Zentrum ersetzte. Das machte er damals richtig gut.

Fazit

Machen wir uns nichts vor, das wird ein enorm schwieriges Spiel. Das war es ohnehin schon, aber die Ausfälle machen es eben nicht leichter. Zudem geht es für Stuttgart um die Champions League und es ist ein Heimspiel. Das wird richtig schwierig. Und ich denke, alles, was der HSV hier punktemäßig mitnehmen kann, ist ein Riesenerfolg. Nichtsdestotrotz spielt man ein Fußballspiel, um zu gewinnen. Mit dabei werden wieder um die 6-7 Tausend HSVer sein. Ich denke, es wird ein stimmungsvolles Duell, das hoffentlich spannend bleibt und am Ende ein positives Ergebnis für den HSV bereithält.

Tom

HSV vor VfB Stuttgart: Sorgen um Luka Vuskovic und Defensive

HSV vor VfB Stuttgart: Sorgen um Luka Vuskovic und Defensive

Moin zusammen,

die News für das Spiel in Stuttgart werden nicht unbedingt besser. Nachdem Muheim für das Spiel gesperrt ist, und Capaldo aufgrund seiner Verletzung zumindest mal nicht als Startelfkandidat in Frage kommt, ist jetzt auch fraglich, ob Vuskovic am Wochenende auf dem Platz steht. Der Kroate hatte am Dienstag einen Schlag auf das Knie bekommen und sollte für Mittwoch trainingsfrei bekommen. Allerdings konnte er auch heute nicht mittrainieren. Ich weiß natürlich nicht genau, wie die Prellung bei Vuskovic aussieht, ich hatte ähnliches aber auch erst vor einer kurzen Zeit, bei mir hat das dann doch ca. 1 Woche gedauert, bis ich wieder voll einsatzfähig war. Sicherlich herrschen bei den Profis auch andere Bedingungen und Vuskovic würde wahrscheinlich auch mit 80% Kraft spielen, aber die Problematik könnte tatsächlich ernst für Sonntag werden.

Möglicher Ersatz, falls Vuskovic ausfällt

Nehmen wir mal an, dass Vuskovic ausfallen würde, würde sich die Defensive im Grunde von selbst aufstellen. Toruanrigha würde zentral spielen, ähnlich wie in Mainz. Elfadli dann links und rechts Omari. Mickelbrencis auf links und Gocholeishvili auf rechts. Auf die genaue Aufstellung gehen wir morgen nach der Pressekonferenz nochmal ein, ich denke dann sollten wir Gewissheit haben, ob Vuskovic spielt und wie es mit Capaldo aussieht. Er konnte heute wieder am Teamtraining teilnehmen und könnte somit ein Kandidat für die Bank am Sonntag sein. Ganz wichtig ist auf jeden Fall, dass Capaldo und Vuskovic nächste Woche in Bremen wieder fit sind. Nach wie vor musst du versuchen in jedem Spiel 3 Punkte zu holen, aber ich glaube wir sind uns alle einig, dass eine Niederlage in Stuttgart deutlich weniger wehtut als eine Niederlage in Bremen. Ich bin gespannt, was wir morgen zu hören bekommen.

Verlässt Glatzel den HSV?

Zudem gab es unter der Woche nun auch direkte Gerüchte über einen Abgang von Robert Glatzel im Sommer. Es war ja irgendwie eine Wahrscheinlichkeit, dass es so kommen würde, aber nun scheint es so, als wenn sich das Ganze verdichtet. Glatzel hat am Samstag ein weiteres Mal unter Beweis gestellt, dass er im Sturm einen Unterschied machen kann. Das er mit der Art und Weise, wie seine Spielzeit behandelt wird, unzufrieden ist, ist auch klar und verständlich. Es wäre mMn in mehrere Hinsichten schade. Einerseits war Glatzel immer ein Spieler, mit dem sich viele Fans identifizieren konnten, was er für eine Fanbase hinter sich hat, haben wir in den vergangenen Wochen gesehen. Sicherlich waren nicht alle Kritiker „Fans“ von Glatzel, aber er ist nach wie vor einer der Fanlieblinge. Das merkt man auch immer wieder im Stadion, wo sein Name nach wie vor, mit am lautesten geschrien wird. Zudem ist Glatzel mMn auch immer noch ein Stürmer, der in ein System mit einem offensiveren Ansatz passen würde. Und ich weiß einige von euch sehen das anders, aber ich gehe davon aus, dass der HSV in der nächsten Saison einen offensiveren Ansatz verfolgen wird, sofern man die Klasse hält. Vieira wird bei einer Festverpflichtung seine Freiheiten auf der offensiven 10er Position bekommen und dann braucht es eben einen Stürmer, der die Bälle vorne reinmacht. Und das kann Glatzel eben ganz gut. Auf Bundesliga Niveau vielleicht nicht so konstant wie in der 2. Liga, aber das kann man anhand von 4 Startelfeinsätzen mMn nicht bewerten.

Tom

HSV ohne Muheim: Große Baustelle vor Stuttgart-Spiel

HSV ohne Muheim: Große Baustelle vor Stuttgart-Spiel

Moin zusammen,

heute wurde die endgültige Sperre für Miro Muheim bekannt gegeben. Der Linksverteidiger wird aufgrund der Notbremse gegen den FC Augsburg für ein Spiel gesperrt und ist damit gegen Bremen wieder spielberechtigt.   Heute wollen wir mal schauen, wie der HSV Muheim ersetzt. Zudem wird Nicolas Capaldo laut dem Abendblatt auch in Stuttgart wahrscheinlich nicht spielen. Er ist nach wie vor im Individualtraining und trainiert nicht mit der Mannschaft. Polzin sagte ja vor ca. 2 Wochen, dass die anfänglich starke Entwicklung der Verletzung stagnierte. Die Hoffnung war bei allen Beteiligten, dass es nach der Länderspielpause wieder ins Mannschaftstraining gehen kann. Aus dem wird aber vorerst wohl nichts. Bei Jatta sieht es schon besser aus, er trainierte heute mit und ist bereit für einen Kaderplatz am Sonntag. Somit ergeben sich sowohl für die linke als auch die rechte Außenbahn-Position mehrere Möglichkeiten.

Die offensichtliche Varainte

Beginnen tun wir mit der offensichtlichsten, und das ist, dass Mickelbrencis auf die linke Seite rückt und Gocholeishvili rechts beginnt. Als Muheim im Hinspiel gegen Bremen nicht startete, versuchte man es ja mit Soumahoro. Der ist ja bis Ende der Saison kein Teil des Kaders mehr. Somit ist diese Möglichkeit die wahrscheinlichste. So hat man dann auch mal einen Außenverteidiger, der seine Qualitäten eher offensiv hat, und einen, der eher defensiv orientiert ist. Auf der rechten Bahn könnte man aber auch wieder mit Jatta starten. Dadurch, dass er heute schon komplett mittrainieren konnte, würde er für Sonntag auch als Startelf-Kandidat gelten. Es gäbe also auch die Möglichkeit von Mickelbrencis und Jatta.

Was passiert mit Lemke?

Oder eben eine komplett neue Variante, und zwar Louis Lemke. Lemke wird beim HSV als großes Talent gesehen, stand in dieser Saison bereits gegen Bayern im Kader. Allerdings konnte er noch keine Spielminute auf Bundesliga-Niveau erlangen. Lemke ist aber auch erst 16 Jahre. Es gäbe natürlich die Möglichkeit, ihn einfach mal reinzuschmeißen und zu schauen, was passiert.

Allerdings halte ich diese Möglichkeit eher für unwahrscheinlich und wenn ich Trainer wäre, würde ich das auch nicht machen. Lemke würde in diesem Spiel wahrscheinlich gegen Jamie Leweling, einen der besten Außenspieler der Liga, verteidigen müssen. Dieser ist nicht nur am Ball und im Tempo gut, sondern hat mit 1,84 Meter einen richtig guten Körper. Das ist schon mehr oder weniger die beste Kombination aus Fähigkeit und Körperbau, was da auf Lemke zukommen würde. Das wäre für den ersten Profieinsatz schon eine richtig krasse Aufgabe. Zudem geht es nach wie vor um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Auch wenn der Schein der Tabelle vielleicht trügt, der HSV braucht so schnell wie möglich die letzten Punkte, um sich über die Ziellinie zu retten. Das alles wäre im Gesamtpaket schon richtig viel Druck und m. M. n. zu früh. Sollte der HSV es schaffen, sich vor dem letzten Spieltag rechnerisch zu retten, würde ich es bevorzugen, Lemke mal spielen zu lassen. Vorher erscheint es mir richtig, wenn die Jungs spielen, die bereits Erfahrung in dieser Liga gemacht haben. Ein Mickelbrencis hat es z. B. über weite Strecken geschafft, Michael Olise zu verteidigen. Klar, da spielten auch die Komponenten von Muheim gegen den Ball eine Rolle, aber Olise war gegen den HSV im Rückspiel weitestgehend unauffällig. Dennoch denke ich, dass Lemke durchaus die Chance hat, in den Kader zu rutschen. Je nachdem wie das Spiel verläuft bestünde in den letzten Minuten die Chance auf einen Kurzeinsatz.

Ich denke, der HSV wird am Sonntag mit Mickelbrencis auf links starten. Rechts würde ich jetzt vorerst mal sagen, dass Gocholeishvili beginnt. Aber Jatta ist da natürlich auch eine Möglichkeit.

Schreibt doch mal rein, wen ihr am Sonntag auf der Außenbahn erwartet.

Tom

HSV vor Stuttgart: Neue Offensive mit Doppel-10?

HSV vor Stuttgart: Neue Offensive mit Doppel-10?

Moin zusammen,

die neue Woche ist gestartet, ich hoffe, ihr hattet ein schönes Osterwochenende. Wenn die neue Woche startet, hat man das Spiel vom Wochenende noch nicht ganz abgehakt und doch will man schon den Blick auf das nächste wichtige Spiel richten. Am Sonntag geht es nach Stuttgart. Übrigens möchte ich hier nochmal die Anstoßzeit anmerken. Sonntag 17:30 Uhr ist schon wirklich hart, vor allem bei der Strecke. Es ist klar, dass Stuttgart an diesem Spieltag auf einem Sonntag spielt, aber da die Wochen der Europa-League-Spiele schon vorher draußen sind, finde ich, dass man so etwas mal beachten kann. Mit der Bahn hast du so oder so keine Chance, vor 6:30 Uhr zu Hause zu sein, und auch mit dem Auto bist du, wenn du nach Abpfiff gut aus der Stadt wegkommst, nicht vor 2 Uhr daheim. Und das an einem Sonntag beziehungsweise dann schon Montag. Das finde ich schade. Aber das ist m. M. n. ein generelles Problem. Kaiserslautern spielt in Kiel an einem Freitag um 18:30 Uhr. Und dort geht es ja nicht mal um Einzelspiele und TV-Gelder, wie bei Stuttgart-HSV, da man sowohl Freitag als auch Sonntag in der Konferenz spielen könnte.

Thema Flanken

Jetzt aber genug damit, wir wollen uns wieder mit dem Wesentlichen beschäftigen. Das Spiel am Samstag hat mal wieder gezeigt, dass Glatzel auch in der Bundesliga gut performen kann. Er machte die hohen Bälle gut fest, leitete sie weiter und legte sie ab. So wie es ein Zielspieler machen muss, hat mir das sehr gut gefallen. Auch die erste Szene im 16er, wo Glatzel bei der Flanke erst den Schritt nach vorne antäuscht, um sich dann hinten abzusetzen. Leider erreicht er den Ball nicht, da er vom Verteidiger mit harten Mitteln davon abgehalten wird, das war aber alles regelkonform. In der zweiten Halbzeit kam Glatzel weniger zu diesen Aktionen und da fiel mir eine Sache auf, die mich wirklich geärgert hat. Und das sind die Flanken. Glatzel hat vor dem Tor eine Kernkompetenz und das ist das Kopfballspiel. Aber wie soll ein Glatzel ein Kopfballtor machen, wenn er halbhoch angeflankt wird? Da würde ich gerne mal eure Meinung hören. Aber jede Flanke, an die ich mich erinnern konnte, kam falsch. Wenn Glatzel vorne drinstand, wurde der Ball halbhoch auf das Knie des Augsburgers geschlagen. Wenn Glatzel mal nicht drinstand, sondern Vieira oder Königsdörffer, wurde das Ding 2 Meter in die Luft über den Kopf des Stürmers gehauen. Da kann man echt verzweifeln. Und dann tut mir auch jeder Stürmer vorne drin leid. Denn da hätte nicht mal Selke einen Kopfball bekommen. In meinem Verständnis von Fußball flankt man den Ball hoch, wenn der Zielspieler in Form von Glatzel bereitsteht. Und wenn z. B. Viera im 16er ist, flankt man den Ball entweder auf Höhe seines Kopfes oder man spielt den Ball mit vollem Druck flach in die Mitte bzw. in den Rückraum. Aber der HSV hat genau das Gegenteil gemacht. Da würde ich sowohl als Trainer als auch als Spieler im Zentrum kochen. Schreibt da gerne mal rein, wie ihr das gesehen habt.

Offensive mit zwei 10ern?

Ein Aspekt, den ich zunächst positiv aus diesem Spiel ziehe, ist das Debüt von Grønbæk. Die erste Aktion war misslungen, aber danach hat er sich wirklich gut gemacht. Er hat versucht, das Spiel an sich zu reißen und vor allem: Wenn er weggedrückt wurde, hat er weitergemacht und ist nicht hingefallen. Er hat versucht, sie durchzusetzen. Und dann dieser Schuss aus der Distanz. Junge, Junge, was wäre passiert, wenn der gesessen hätte? Da hat Dahmen gezeigt, warum er letzte Woche das Nationalmannschaftstrikot tragen durfte, geile Parade! Aber dennoch brachte mich dieses Debüt zu einer Idee, wie der HSV sich offensiv aufstellen könnte. Und zwar mit 2 10ern in Person von Grønbæk und Vieira. Beide sind technisch gut, beide haben einen satten Abschluss. Und wenn Grønbæk in den nächsten Spielen an diese 15 Minuten anknüpfen kann, kann das wirklich was werden. Denn dann hast du 2 Spieler hinter der Spitze, die das gezielte Auge haben, aber selber auch wissen, welchen Raum sie belaufen müssen, wenn der andere den Ball hat. Und sind wir mal ganz ehrlich: Alles andere hat da vorne auch nicht so gutgeklappt. Otele macht seine Sache hin und wieder ganz gut, das am Wochenende war aber auch nicht seine beste Leistung. Aktuell passt es mit Königsdörffer und Glatzel vorne ganz gut, die beiden harmonierten sowohl gegen Union als auch gegen Augsburg gut zusammen. Aber wenn einer von beiden kaputt ist, kann man meiner Meinung nach einfach mal Grønbæk reinschmeißen und ihn mit Vieira hinter der Spitze wirbeln lassen. Ich denke, das würde mit Glatzel als klaren Zielspieler am besten passen, aber das ist nur mein erster Gedanke. Ich würde so eine Option eher in Spielen wie in Bremen oder zu Hause gegen Hoffenheim bzw. Freiburg probieren, aber wer weiß, vielleicht nimmt sich das jemand zu Herzen und es wird am Sonntag direkt aufs Feld gebracht. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, dass sich da vorne was ändert, weil das Spiel in Stuttgart einfach ein komplett anderes ist. Stuttgart hatte im Hinspiel schon 60 % Ballbesitz und das, obwohl sie in der 1. Halbzeit überwiegend mit der zweiten Garde aufgelaufen sind. Da hat das mit Glatzel und der ersten Halbzeit gut funktioniert. Ich denke, das Rückspiel am Sonntag wird ein ganz anderes. Aber wer weiß, vielleicht macht genau dann ein Zielspieler wie Glatzel wieder den Unterschied. In seinen bisherigen Startelf Einsätzen hat er, ausgenommen von Mainz, geliefert.

Schreibt doch gerne mal rein, was ihr von der Idee mit Grønbæk und Vieira haltet und wie der HSV in Stuttgart beginnen sollte.

Tom