am Wochenende spielt der HSV das Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen. Es geht nicht nur um die Vorherrschaft im Norden, sondern auch um ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Der SV Werder Bremen steht aktuell auf Platz 15 der Tabelle und hat 28 Punkte auf dem Konto. Aus den letzten 5 Spielen konnte man 6 Punkte holen. Mit einem Torverhältnis von –20 steht man im Abstiegskampf aber in der Kategorie verhältnismäßig gut da. Auf der anderen Seite steht der HSV mit 31 Punkten auf Platz 12. Aus den letzten 5 Spielen konnte man lediglich ein Spiel gewinnen und 5 Punkte holen. Vor allem das letzte Spiel in Stuttgart war eine absolute Vollkatastrophe.
Das Hinspiel im Volkspark endete mit 3:2 für den HSV. Das letzte Spiel im Weserstadion konnte der HSV mit 0:2 gewinnen. Damals gab es noch die Corona-Beschränkungen, das Stadion war nur teilweise gefüllt. Am Wochenende ist das Stadion natürlich wieder ausverkauft.
Die voraussichtliche Aufstellung von Bremen liest sich wie folgt:
Die Bremer werden von Ex-HSV-Trainer Daniel Thioune geleitet. Meistens läuft das Team mit einem 3er-Mittelfeld und 2 Flügeln vor einer 4er-Kette auf. Das liest sich dann entweder als 4-2-3-1 oder als 4-3-3. Anders als in den vorherigen Stationen von Thioune spielt Bremen dabei vor allem viel in die Tiefe. Vorher setzte Thioune immer gerne auf Flanken, aufgrund des Stürmerproblems in Bremen ist das aber schwierig. Keke Topp hat sich das Kreuzband gerissen und Milosevic ist noch sehr jung für sein Alter Alle anderen Stürmer sind eher für Tiefgang als für Flanken eingeplant. Auf der linken Seite könnte Mbangula wieder eine Rolle spielen. Der 10-Millionen-Mann ist in Bremen aber meistens eher außen vor. Dennoch ist ein Einsatz eines solchen Spielers natürlich immer möglich, auch von Anfang an. Wie bereits gesagt sind die Bremer vorwiegend darauf aus, die Tiefe zu attackieren. Man presst zudem hoch, um von dort hohe Ballgewinne und schnelle Umschaltmomente zu kreieren. Zudem baut Bremen gerne von hinten auf und schlägt den Ball selten lang. Also tatsächlich etwas ähnlich dem Spiel des HSV.
Personallage beim HSV
Das Personal des HSV sieht zunächst besser aus, als man es vorher gedacht hätte.
Sicher ausfallen werden Dompe, Roessing-Lelesiit und Poulsen. Vuskovic und Lokonga werden noch beobachtet, Jatta wird es wohl wieder in den Kader schaffen.
Ich bin ehrlich, ich gehe fest davon aus, dass Vuskovic und Lokonga spielen, und deshalb ergibt sich für mich folgende Startelf:
Heuer Fernandes im Tor
Davor Toruanrigha, Vuskovic und Capaldo.
Muheim links, Mickelbrencis rechts
Remberg und Lokonga auf der 6
Vieira auf der 10
Und vorne Königsdörffer und Glatzel.
Alles andere macht aus meiner Sicht wenig Sinn. Und auch auf der Pressekonferenz hörte es sich so an, als wenn zumindest Vuskovic spielen wird. Ich denke, das ist auch der wichtigste Baustein. Ein Lokonga kann man mit Vieira und Groenbaek m. M. n. besser ersetzen als ein Vuskovic.
Spielerisch geht es in diesem Spiel mehr als in jedem anderen darum, das Spiel mit Überzeugung anzugehen und jeden Zweikampf gewinnen zu wollen. Man muss Feuer ins Spiel bringen und kluge Entscheidungen treffen. Klar braucht man auch einen guten Plan, aber in einem Derby ist es entscheidend, den Gegner so unter Druck zu setzen, dass dieser Fehler macht. Fehler sind in diesem Spiel deutlich häufiger vorzufinden als in anderen Spielen. Dann muss man diese natürlich auch ausnutzen und das Tor machen. Andersrum geht es darum, so wenig Fehler wie möglich im eigenen Spiel zu haben. Und wenn mal einer passiert, muss man mit vollem Elan und 100 % Gier hinterhergehen und den Ball zurückerobern.
Fazit
Ich habe es ja bereits gesagt: Das ist eines der wichtigsten Spiele der Saison. Nicht nur vom Image, sondern auch von den Punkten. Und hier musst du einfach alles reinwerfen. Wenn du alles reinwirfst und am Ende gewinnen solltest, hast du eine Woche Zeit, dich zu regenerieren. Also alles reinwerfen und das Spiel voll annehmen. Das Stadion wird kochen, der Auswärtsblock ist logischerweise ausverkauft und wird alles tun, um den HSV nach vorne zu brüllen. Wenn jeder, der es mit dem HSV hält, alles gibt, sind hier am Ende Punkte drin.
ich hatte es ja bereits letzte Woche angesprochen, ein Schlag auf das Knie ist nicht so schnell verheilt, wie man denkt. Und Ähnliches wird wohl auch bei Luka Vuskovic der Fall sein. Er war heute erneut nicht im Teamtraining und gilt aktuell als fraglich für das Spiel am Samstag in Bremen. Das wäre natürlich ein extremer Verlust. Wir haben gesehen, wie das aussehen kann, wenn Vuskovic fehlt. Aber so ist das leider, es würde ja auch in der nächsten Saison in Betracht kommen, dass sich ein potenzieller Nachfolger mal verletzt. Leider steht nun das wichtigste Spiel der Saison an. Ich denke, alleine das ist ein Grund, um Vuskovic trotz noch kleinerer Schmerzen einzusetzen. Ich habe damals 2 Wochen pausiert, weil ich kein Risiko eingehen wollte, habe aber natürlich keine Ärzte gehabt, die mir täglich sagen konnten, wie hoch das Risiko nun wirklich für Folgeverletzungen ist. Ich denke, wenn Vuskovic bis Freitag auf 80 % Leistungsvermögen kommt, wird er auch spielen. Weiterhin war Lokonga heute im individuellen Training, sie werden aber wohl sehr bald zurückkehren. Dennoch ist die Frage, ob es für einen Startelfeinsatz langt.
Das restliche Personal sollte klar sein
Die Startaufstellung stellt sich m. M. n. aber trotzdem fast von selbst auf. Wir gehen da nach der Pressekonferenz am Donnerstag nochmal gesondert drauf ein, aber meiner Meinung nach ist es eigentlich klar, wer wo spielt.
Heuer Fernandes startet im Tor, davor Torunarigha, Vuskovic und Capaldo. Dann Lokonga und Remberg, links Muheim, rechts Mickelbrencis. 10 Vieira Doppelspitze Königsdörffer und Glatzel. Alles andere macht m. M. n. keinen Sinn. Und das haben wir auch in Stuttgart gesehen. Ich weiß nicht, was Groenbaek auf der 6 zu suchen hatte, und den Einsatz von Balde erschließt sich mir nach wie vor nicht.
Sollten Lokonga und Vuskovic ausfallen, würde Torunarigha wieder in die Zentrale rücken und Elfadli auf links. Im Zentrum würde Vieira neben Remberg auflaufen und Groenbaek auf der 10. Alles andere ist m. Mn. nicht tragbar. Meiner Meinung nach darf es am Wochenende keine Experimente geben. Glatzel und Königsdörffer haben zusammen am besten vorne funktioniert, Vieira ist nach Lokonga der beste auf der Spielmacherposition neben Remberg und nicht Groenbaek. Das haben wir, glaube ich, alle am Wochenende gesehen, als plötzlich 2 Spieler, die eigentlich von der Doppelsechs gestellt werden müssen, alleine vor der 3er-Kette stehen.
Das Spiel in Stuttgart war Müll, da müssen wir uns nicht drüber streiten, aber es gilt jetzt voller Fokus auf das Spiel in Bremen. Gerne können wir nach der Saison alle Fehler ansprechen, aber jetzt müssen wir schauen, dass der HSV das Ding irgendwie geschaukelt bekommt, damit man in der Liga bleibt. Alles andere ist momentan unwichtig und kann nach der Saison besprochen und behoben werden.
Cardoso wird Trainer der HSV Frauen
Zudem gibt es noch eine News bezüglich der Frauenmannschaft, die für viele interessant sein könnte. Rodolfo Cardoso übernimmt vorerst die Frauenmannschaft des HSV. 4 Spieltage vor Schluss stehen die Frauen auf Platz 12 der Liga mit 3 Punkten Vorsprung auf Platz 13, der den Abstieg bedeuten würde. Hier setzt man nun im Endspurt noch einmal auf den Trainer-Effekt. Im nächsten Spiel geht es mit Nürnberg gegen einen direkten Konkurrenten. Die Entscheidung kam für einige etwas aus dem Nichts, es schien eigentlich wenig dafür zu sprechen, dass die Entscheidung so kommt. Auch wenn man so richtig im Abstiegskampf ist, schien Brancao sicher im Sattel Doch nun wird Cardoso die letzten Spiele übernehmen und versuchen, die Frauen in der Liga zu halten.
Cardoso ist ja schon eine Ewigkeit beim HSV. Er war Spieler und auch schon Interimstrainer in der Bundesliga. Wir wünschen alles Gute und viel Erfolg für den Endspurt!
Man kann Spiele verlieren. Auch deutlich. Und ja, man kann in Stuttgart verlieren – gegen einen Gegner, der aktuell zu Recht von der Champions League träumt und der mit einer Qualität auftritt, die für den HSV in dieser Saison schlicht eine Nummer zu groß ist. Aber die Art und Weise dieses 0:4 wirft trotzdem Fragen auf. Nicht, weil der HSV chancenlos war – das war gegen diesen VfB fast erwartbar. Sondern weil man das Gefühl hatte, dass die Hamburger dieses Spiel nie wirklich priorisiert haben.
Von Beginn an war klar, wohin die Reise geht. Stuttgart dominant, spielstark, mit Tempo und klarer Struktur. Der HSV dagegen tief, abwartend, im 5-3-2 auf Schadensbegrenzung bedacht. Das kann ein Plan sein – gerade auswärts, gerade gegen einen solchen Gegner. Aber dieser Plan braucht Intensität, Zweikampfhärte, Überzeugung. Und genau daran hat es über weite Strecken gefehlt.
Die ersten 30 Minuten waren sinnbildlich: Der HSV verteidigt, läuft hinterher, kommt kaum in Umschaltsituationen – und wenn sich mal eine Chance bietet, wird sie unsauber ausgespielt. Baldes Abschluss aus guter Position? In Richtung Seitenaus geschossen…! Königsdörffer? Ohne Durchschlagskraft. Phlippe? Bemühter als sonst – aber null Torgefahr. Und Stuttgart? Nutzt die Räume eiskalt. Stiller nach einem blitzsauberen Kombinationsspiel, Führich nach einem Hamburger Fehler – 0:2 zur Pause, und das völlig verdient.
Nach dem Seitenwechsel wurde es dann phasenweise richtig unangenehm. Stuttgart spielte sich in einen Rausch, der HSV kam kaum noch hinterher. Chancen im Minutentakt, Heuer Fernandes im Dauerstress – und der Einzige, der an diesem Nachmittag wirklich auf Bundesliga-Niveau dagegenhielt. Ohne ihn wäre das hier kein 0:4 geworden, sondern ein Ergebnis, über das man noch lange gesprochen hätte.
Dass zwei der vier Gegentore abgefälscht waren, passt fast ins Bild. Denn so kurios es klingt: Dieses 0:4 war am Ende noch schmeichelhaft. Wenn das Ergebnis das Beste ist, was man aus so einem Spiel mitnehmen kann, dann sagt das eigentlich schon alles.
Public Viewing in Bergedorf: Nordderby mit Ex-HSV-Kapitän Stefan Schnoor erleben
Das Restaurant Tellerturm im Bettenburg-Hotel (Oberer Landweg 27) erweitert sein Angebot und setzt künftig auch auf Live-Sport: Mit der neuen Sky Sports Bar entsteht in Nettelnburg ein Treffpunkt für alle Fußball-Fans aus dem Hamburger Osten. Ab sofort werden dort immer am Freitag und Samstag die Spiele der Fußball-Bundesliga live gezeigt.
Ein besonderes Highlight steht schon unmittelbar bevor: Am 18. April (Anpfiff: 15.30 Uhr) tritt der Hamburger SV beim großen Nordrivalen Werder Bremen an. Das Spiel aus dem Weserstadion wird im Rahmen eines Public Viewings live in der Sky Sports Bar im Restaurant Tellerturm auf einer Großbildleinwand und mehreren Fernsehern übertragen.
Für das Fußball-Event haben sich prominente Gäste angekündigt: Der frühere HSV-Kapitän Stefan Schnoor sowie der Journalist Marcus Scholz, bekannt durch den HSV-Blog „Moin Volkspark“. Gemeinsam begleiten sie das Nordderby mit fundierten Analysen und persönlichen Einblicken. Geplant sind kurze Talkrunden vor dem Anpfiff, in der Halbzeitpause sowie eine Analyse nach dem Spiel. Auch die Gäste vor Ort haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich aktiv einzubringen.
Ein weiterer Anlass macht das Public Viewing im Restaurant Tellerturm außergewöhnlich: Stefan Schnoor feiert an diesem Tag seinen 55. Geburtstag und möchte diesen gemeinsam mit zahlreichen HSV-Fans vor Ort begehen.
Das Restaurant Tellerturm lädt alle Fußball-Anhänger herzlich ein, dieses besondere Event in der neuen Sky Sports Bar zu erleben. Wer sich bis zum 16. April (18 Uhr) per E-Mail an events@tellerturm.de samt Personenzahl anmeldet, erhält eine entsprechende Tischreservierung sowie ein Getränk (wahlweise Bier, Softdrink oder Wasser) gratis. Für das leibliche Wohl wird natürlich ebenfalls gesorgt.
Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – lohnt sich ein zweiter Blick. Denn bei aller berechtigten Kritik darf man den Kontext nicht ausblenden. Der HSV ist personell angeschlagen in dieses Spiel gegangen. Vuskovic fehlt, Muheim gesperrt, Lokonga nicht fit – dazu einige Spieler, die offensichtlich nicht bei 100 Prozent waren. Und genau hier liegt vermutlich der eigentliche Schlüssel zu diesem Auftritt.
Man hatte nie das Gefühl, dass der HSV heute ins letzte Risiko gehen wollte. Dass man bewusst Körner spart. Dass man Spieler schont. Und wenn das so war, dann ist das – bei aller Enttäuschung über die Leistung – absolut nachvollziehbar. Denn so hart es klingt: Dieses Spiel in Stuttgart war nicht das, das über den Klassenerhalt entscheidet.
Das Spiel in Bremen ist es.
Dort geht es um alles. Um Punkte, um Emotionen, um einen direkten Konkurrenten. Und genau dafür braucht der HSV seine besten Spieler in bestmöglicher Verfassung. Wenn also heute der ein oder andere Prozentpunkt an Intensität gefehlt hat, wenn man vielleicht einen Schritt zu spät kam, einen Zweikampf nicht mit letzter Konsequenz geführt hat – dann könnte das auch eine bewusste Entscheidung gewesen sein.
Das macht die Leistung nicht gut. Aber es macht sie erklärbarer.
Und vielleicht liegt genau darin der einzige „positive“ Aspekt dieses Spiels: Der HSV hat sich selbst unter Zugzwang gesetzt. Nach so einem Auftritt gibt es keine Ausreden mehr. Keine Grauzone. Kein „war gar nicht so schlecht“. Dieses Spiel schreit nach einer Reaktion.
In Bremen.
Dort muss der HSV zeigen, dass das heute ein Ausrutscher war. Dass man mehr kann, mehr will, mehr ist als das, was man in Stuttgart auf den Platz gebracht hat. Wiedergutmachung ist kein leeres Wort mehr – sie ist Pflicht.
Denn eines ist klar: So wie heute wird es im Abstiegskampf nicht reichen. Aber vielleicht war genau das die notwendige Erinnerung daran.
Daniel Heuer Fernandes: Wir sind in keiner Phase des Spiels in unsere Abläufe gekommen. Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt. Wir waren darauf eingestellt, dass sie viel Ballbesitz haben werden. Wir wollten kompakt stehen und dem Gegner wenig Räume lassen. Das ist uns heute nicht gelungen. Zudem haben uns die Momente gefehlt, im Ballbesitz mutig zu sein. Deshalb ist es eine verdiente Niederlage.
Daniel Elfadli: Es war eine toughe Aufgabe. Stuttgart ist eine Top-Mannschaft: sehr flexibel im Angriff, viele Positionswechsel. Sie haben es gut gemacht, wir dagegen nicht. Wir haben den Gegner durch individuelle Fehler eingeladen. Ohne diese Fehler hätten wir vielleicht etwas mitnehmen können, so hatten wir etwa in der ersten Hälfte einige Aktionen nach vorne, die wir nicht nutzen konnten.
Merlin Polzin: Glückwunsch zu einem sehr verdienten Sieg an Sebastian (Hoeneß, Anm. d. Red.) und den VfB. Wenn du hier bestehen möchtest, dann brauchst du nicht nur ein Quäntchen Glück, sondern eine aggressive und kompakte Leistung und musst die wenigen Umschaltmomente erfolgreich ausspielen, um Nadelstiche zu setzen. Das haben wir leider nicht geschafft. Stuttgart war heute klar besser, das erkennen wir an. Ich habe der Mannschaft nach dem Abpfiff gesagt, dass der Tag heute bescheiden lief und wir auf diesem Level gegen so eine VfB-Mannschaft noch nicht mithalten können. Das konnten wir im Hinspiel mit einem Konter, viel Leidenschaft und unserer Bestbesetzung, aber wenn es normal läuft, laufen die Spiele eher wie heute. Wichtig ist, dass wir zu diesem Zeitpunkt der Saison wissen, dass wir so ein Spiel schnell abhaken und uns auf die Dinge konzentrieren müssen, die uns bis hierhin geführt haben. Wir müssen jetzt keinen aufrichten. Die Jungs sind voll da. Natürlich sind wir heute enttäuscht, aber wir wissen, dass nächste Woche ein geiles Spiel auf uns wartet.
Sebastian Hoeneß: Wir hatten in den ersten 20 Minuten noch ein paar unnötige Ballverluste, die Hamburg mit etwas mehr Zielstrebigkeit hätte bestrafen können. Ansonsten hatten wir aber sehr viel Druck in unserem Spiel und mit fortlaufender Spieldauer dann auch unsere Chancen. Es war ein verdienter Sieg, eine sehr gute Teamleistung. Wir sind sehr eingespielt, viele der Jungs spielen schon über ein, zwei oder noch mehr Jahre beim VfB, und das führt dann zu unseren Automatismen, die man heute gut gesehen hat. Die Mannschaft hat den Matchplan einfach sehr gut umgesetzt.
Der HSV tritt am Sonntag um 17:30 Uhr in Stuttgart an. Dabei trifft der HSV auf den Tabellenvierten, der nach wie vor um die Champions League mitspielt. Die Stuttgarter konnten dabei aus den letzten 5 Spielen 10 Punkte holen. Zuletzt verlor man zu Hause gegen Dortmund in der Nachspielzeit mit 0:2. Ein Spiel, das der VfB niemals verlieren darf, denn man war hier über weite Strecken sehr dominant.
Auf der anderen Seite steht der HSV aktuell auf Platz 12 der Bundesliga. Die letzten 5 Spiele ergaben 5 Punkte. Der HSV kämpft nach wie vor gegen den Abstieg, man hat aber gemeinsam mit dem VfB die beste Defensive der Rückrunde, wenn man auf die reinen kassierten Gegentore schaut.
Das Hinspiel ist eines, an das sich noch viele erinnern werden. Der HSV begann das erste Mal mit Glatzel im Sturm, der direkt traf und dann verletzt ausgewechselt werden musste. Stuttgart erzielte nach der Halbzeit den Ausgleichstreffer und nachdem der HSV rund um die 80. Minute eine rote Karte kassierte, übernahm der VfB das Spiel komplett. In der letzten Aktion gab es einen Freistoß für die Schwaben, den Stiller allerdings in die Füße von Capaldo spielte, der den Konter einleitete. Nach einem riesigen Sprint von Balde stand Vieira am Ende frei vor dem Tor und schoss den HSV in Unterzahl zum Sieg.
Der VfB Stuttgart
Die voraussichtliche Aufstellung des VfB liest sich wie folgt:
Auch Führich wäre eine Möglichkeit, Karazor ist gesperrt. Wahrscheinlich spielt der VfB mit einer 3er-Kette, vor allem, wenn es gegen den HSV geht. Laut dem Kicker ist aber auch eine 4er-Kette möglich.
Alleine von den Namen liest sich das schon echt gut. Undav, Stiller, El Kahnnouss, das ist richtig viel Qualität dabei Auch die Schienen mit Leweling und Mittelstädt sowie Chabot und Nübel. Das ist eine Mannschaft, die aufgestellt wurde, um in der Europa League weit zu kommen. Das wäre auch durchaus möglich gewesen, gegen Porto hat man aber ein wenig Pech gehabt. Und auch von der Bank kommt richtig Qualität. Tiago, Thomas, Führich, Darvich. Alles Spieler, die richtig Spielwitz reinbringen können.
Personallage und Ansatz beim HSV
Beim HSV sieht die Personallage düster aus. Vuskovic wird fehlen, ebenso wie Jatta, Poulsen, Roessing-Lelesiit, Dompe und auch Lokonga. Bei Capaldo wird es aber wohl reichen. Ich gehe aber nicht davon aus, dass er startet.
Dadurch ergibt sich die Defensive eigentlich von selbst, sofern Capaldo nicht startet.
Heuer Fernandes im Tor
Davor Elfadli, Toruanrigha im Zentrum und Omari rechts
Mickelbrencis links auf der Schiene, Gocholeishvili rechts
Remberg und Vieira auf der 6 bzw. 8.
Vorne wird es dann nochmal spannend. Auf der Pressekonferenz hörte es sich eher danach an, dass der HSV in diesem Spiel voll auf Tempo geht. Deswegen erwarte ich vorne Otele, Königsdörffer und Ohilippe.
Es kann natürlich auch sein, dass der HSV wieder in einem 3-5-2 aufläuft und dann Groenbaek und Glatzel vorne reinbringt, aber da gehe ich erstmal nicht von aus. Beide erwarte ich eher wieder in Bremen.
Spielerisch ist der Ansatz jedem klar. Es geht rein ums Umschaltspiel. Und anders als in anderen Spielen denke ich, dass das dieses Mal auch dabei bleiben wird. Ich erwarte eine dominante Stuttgarter Mannschaft, die 60–65 % Ballbesitz haben wird. Anders als im Hinspiel werden bei den Schwaben die meisten Stammspieler starten und die werden den HSV hoch anlaufen und den Ball dominieren wollen. Der HSV muss also versuchen, den Ball im Zentrum zu erobern, um dann direkt in die Tiefe zu spielen. Ohne Schnickschnack, das Gegenpressing überspielen und in die Tiefe kommen. Dabei wird der HSV sicherlich nicht nur hinten drinstehen, sondern ähnlich wie in Dortmund auch hin und wieder Pressingphasen einbauen. Dann muss man die vorhandenen Chancen nutzen und defensiv gut stehen Mit Vuskovic fällt der wichtigste Mann aus, Demirovic ist sicherlich einer, der daraus einen Nutzen ziehen will. Ich denke aber, dass ein Torunarigha das bewältigen kann, wenn er an die Leistung in Mainz anknüpft, als er Vuskovic im Zentrum ersetzte. Das machte er damals richtig gut.
Fazit
Machen wir uns nichts vor, das wird ein enorm schwieriges Spiel. Das war es ohnehin schon, aber die Ausfälle machen es eben nicht leichter. Zudem geht es für Stuttgart um die Champions League und es ist ein Heimspiel. Das wird richtig schwierig. Und ich denke, alles, was der HSV hier punktemäßig mitnehmen kann, ist ein Riesenerfolg. Nichtsdestotrotz spielt man ein Fußballspiel, um zu gewinnen. Mit dabei werden wieder um die 6-7 Tausend HSVer sein. Ich denke, es wird ein stimmungsvolles Duell, das hoffentlich spannend bleibt und am Ende ein positives Ergebnis für den HSV bereithält.
die News für das Spiel in Stuttgart werden nicht unbedingt besser. Nachdem Muheim für das Spiel gesperrt ist, und Capaldo aufgrund seiner Verletzung zumindest mal nicht als Startelfkandidat in Frage kommt, ist jetzt auch fraglich, ob Vuskovic am Wochenende auf dem Platz steht. Der Kroate hatte am Dienstag einen Schlag auf das Knie bekommen und sollte für Mittwoch trainingsfrei bekommen. Allerdings konnte er auch heute nicht mittrainieren. Ich weiß natürlich nicht genau, wie die Prellung bei Vuskovic aussieht, ich hatte ähnliches aber auch erst vor einer kurzen Zeit, bei mir hat das dann doch ca. 1 Woche gedauert, bis ich wieder voll einsatzfähig war. Sicherlich herrschen bei den Profis auch andere Bedingungen und Vuskovic würde wahrscheinlich auch mit 80% Kraft spielen, aber die Problematik könnte tatsächlich ernst für Sonntag werden.
Möglicher Ersatz, falls Vuskovic ausfällt
Nehmen wir mal an, dass Vuskovic ausfallen würde, würde sich die Defensive im Grunde von selbst aufstellen. Toruanrigha würde zentral spielen, ähnlich wie in Mainz. Elfadli dann links und rechts Omari. Mickelbrencis auf links und Gocholeishvili auf rechts. Auf die genaue Aufstellung gehen wir morgen nach der Pressekonferenz nochmal ein, ich denke dann sollten wir Gewissheit haben, ob Vuskovic spielt und wie es mit Capaldo aussieht. Er konnte heute wieder am Teamtraining teilnehmen und könnte somit ein Kandidat für die Bank am Sonntag sein. Ganz wichtig ist auf jeden Fall, dass Capaldo und Vuskovic nächste Woche in Bremen wieder fit sind. Nach wie vor musst du versuchen in jedem Spiel 3 Punkte zu holen, aber ich glaube wir sind uns alle einig, dass eine Niederlage in Stuttgart deutlich weniger wehtut als eine Niederlage in Bremen. Ich bin gespannt, was wir morgen zu hören bekommen.
Verlässt Glatzel den HSV?
Zudem gab es unter der Woche nun auch direkte Gerüchte über einen Abgang von Robert Glatzel im Sommer. Es war ja irgendwie eine Wahrscheinlichkeit, dass es so kommen würde, aber nun scheint es so, als wenn sich das Ganze verdichtet. Glatzel hat am Samstag ein weiteres Mal unter Beweis gestellt, dass er im Sturm einen Unterschied machen kann. Das er mit der Art und Weise, wie seine Spielzeit behandelt wird, unzufrieden ist, ist auch klar und verständlich. Es wäre mMn in mehrere Hinsichten schade. Einerseits war Glatzel immer ein Spieler, mit dem sich viele Fans identifizieren konnten, was er für eine Fanbase hinter sich hat, haben wir in den vergangenen Wochen gesehen. Sicherlich waren nicht alle Kritiker „Fans“ von Glatzel, aber er ist nach wie vor einer der Fanlieblinge. Das merkt man auch immer wieder im Stadion, wo sein Name nach wie vor, mit am lautesten geschrien wird. Zudem ist Glatzel mMn auch immer noch ein Stürmer, der in ein System mit einem offensiveren Ansatz passen würde. Und ich weiß einige von euch sehen das anders, aber ich gehe davon aus, dass der HSV in der nächsten Saison einen offensiveren Ansatz verfolgen wird, sofern man die Klasse hält. Vieira wird bei einer Festverpflichtung seine Freiheiten auf der offensiven 10er Position bekommen und dann braucht es eben einen Stürmer, der die Bälle vorne reinmacht. Und das kann Glatzel eben ganz gut. Auf Bundesliga Niveau vielleicht nicht so konstant wie in der 2. Liga, aber das kann man anhand von 4 Startelfeinsätzen mMn nicht bewerten.
heute wurde die endgültige Sperre für Miro Muheim bekannt gegeben. Der Linksverteidiger wird aufgrund der Notbremse gegen den FC Augsburg für ein Spiel gesperrt und ist damit gegen Bremen wieder spielberechtigt. Heute wollen wir mal schauen, wie der HSV Muheim ersetzt. Zudem wird Nicolas Capaldo laut dem Abendblatt auch in Stuttgart wahrscheinlich nicht spielen. Er ist nach wie vor im Individualtraining und trainiert nicht mit der Mannschaft. Polzin sagte ja vor ca. 2 Wochen, dass die anfänglich starke Entwicklung der Verletzung stagnierte. Die Hoffnung war bei allen Beteiligten, dass es nach der Länderspielpause wieder ins Mannschaftstraining gehen kann. Aus dem wird aber vorerst wohl nichts. Bei Jatta sieht es schon besser aus, er trainierte heute mit und ist bereit für einen Kaderplatz am Sonntag. Somit ergeben sich sowohl für die linke als auch die rechte Außenbahn-Position mehrere Möglichkeiten.
Die offensichtliche Varainte
Beginnen tun wir mit der offensichtlichsten, und das ist, dass Mickelbrencis auf die linke Seite rückt und Gocholeishvili rechts beginnt. Als Muheim im Hinspiel gegen Bremen nicht startete, versuchte man es ja mit Soumahoro. Der ist ja bis Ende der Saison kein Teil des Kaders mehr. Somit ist diese Möglichkeit die wahrscheinlichste. So hat man dann auch mal einen Außenverteidiger, der seine Qualitäten eher offensiv hat, und einen, der eher defensiv orientiert ist. Auf der rechten Bahn könnte man aber auch wieder mit Jatta starten. Dadurch, dass er heute schon komplett mittrainieren konnte, würde er für Sonntag auch als Startelf-Kandidat gelten. Es gäbe also auch die Möglichkeit von Mickelbrencis und Jatta.
Was passiert mit Lemke?
Oder eben eine komplett neue Variante, und zwar Louis Lemke. Lemke wird beim HSV als großes Talent gesehen, stand in dieser Saison bereits gegen Bayern im Kader. Allerdings konnte er noch keine Spielminute auf Bundesliga-Niveau erlangen. Lemke ist aber auch erst 16 Jahre. Es gäbe natürlich die Möglichkeit, ihn einfach mal reinzuschmeißen und zu schauen, was passiert.
Allerdings halte ich diese Möglichkeit eher für unwahrscheinlich und wenn ich Trainer wäre, würde ich das auch nicht machen. Lemke würde in diesem Spiel wahrscheinlich gegen Jamie Leweling, einen der besten Außenspieler der Liga, verteidigen müssen. Dieser ist nicht nur am Ball und im Tempo gut, sondern hat mit 1,84 Meter einen richtig guten Körper. Das ist schon mehr oder weniger die beste Kombination aus Fähigkeit und Körperbau, was da auf Lemke zukommen würde. Das wäre für den ersten Profieinsatz schon eine richtig krasse Aufgabe. Zudem geht es nach wie vor um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Auch wenn der Schein der Tabelle vielleicht trügt, der HSV braucht so schnell wie möglich die letzten Punkte, um sich über die Ziellinie zu retten. Das alles wäre im Gesamtpaket schon richtig viel Druck und m. M. n. zu früh. Sollte der HSV es schaffen, sich vor dem letzten Spieltag rechnerisch zu retten, würde ich es bevorzugen, Lemke mal spielen zu lassen. Vorher erscheint es mir richtig, wenn die Jungs spielen, die bereits Erfahrung in dieser Liga gemacht haben. Ein Mickelbrencis hat es z. B. über weite Strecken geschafft, Michael Olise zu verteidigen. Klar, da spielten auch die Komponenten von Muheim gegen den Ball eine Rolle, aber Olise war gegen den HSV im Rückspiel weitestgehend unauffällig. Dennoch denke ich, dass Lemke durchaus die Chance hat, in den Kader zu rutschen. Je nachdem wie das Spiel verläuft bestünde in den letzten Minuten die Chance auf einen Kurzeinsatz.
Ich denke, der HSV wird am Sonntag mit Mickelbrencis auf links starten. Rechts würde ich jetzt vorerst mal sagen, dass Gocholeishvili beginnt. Aber Jatta ist da natürlich auch eine Möglichkeit.
Schreibt doch mal rein, wen ihr am Sonntag auf der Außenbahn erwartet.