Vorstand, Trainer, Transferphase: Der HSV steht vor einem entscheidenden Winter

Vorstand, Trainer, Transferphase: Der HSV steht vor einem entscheidenden Winter

Der HSV steht nach 14 Spieltagen mit 15 Punkten da – und man muss ehrlich sagen: Das ist mehr, als dieser Kader nominell hergibt. Im Vergleich zur Bundesliga ist dieser Kader in seiner reinen Papierform eher im Bereich Platz 15 bis 18 anzusiedeln. Und man sollte sich von Marktwerten, die teils deutlich sinken – wie etwa bei Vieira –, nicht blenden lassen. Der HSV hat sich über Mentalität und Geschlossenheit ein kleines Polster erarbeitet, das so nicht selbstverständlich war. Dazu kommt das definitiv auch Volksparkstadion, das in engen Spielen wirklich noch einmal ein paar Prozentpunkte gibt. Trotzdem bleibt klar: Wenn im Winter nicht auf zwei oder drei Positionen gezielt und handfest nachgebessert wird, wird der Abstiegskampf brutal eng. Und das, obwohl das Trainerteam bei aller berechtigter Kritik schon jetzt sehr viel aus dieser Mannschaft herauspresst.

Ein gutes Beispiel dafür, wie man bei der Bewertung vorsichtig sein muss, ist auch Fabio Vieira. Er kam nicht als strategische Wunschlösung, sondern wurde dem HSV quasi „mit angeboten“, als man an Lokonga arbeitete. Das gehört auch dazu – sagen die Einen. Und das mag stimmen. Und natürlich ist Vieira ein nominell hochkarätiger Spieler. Niemand bestreitet, dass er Anlagen für europäische Klasse besitzt. Nur: In den letzten Jahren konnte er diese internationale Qualität zu selten zeigen. Das schmälert seine grundsätzlichen Fähigkeiten nicht, erklärt aber, warum ein Spieler dieses Profils am Ende bei einem Erstligaaufsteiger wie dem HSV landet. Es ist eben selten so wie damals bei Rafael van der Vaart, der aus familiären Gründen wechseln wollte und den der HSV monatelang intensiv umworben hat. Solche Ausnahmestorys darf man nicht als Maßstab nehmen.

Remberg und Vuskovic sind Volltreffer – aber es ist auch viel Durchschnitt dabei

Remberg ist dagegen ein starker Zugang mit viel Potenzial, und auch Vuskovic sowie der verletzte Omari gehören klar in den Bereich „echte Verstärkung“. Capaldo und Gocholeishvili heben die Mannschaft kämpferisch auf ein höheres Niveau. während der langsam stabiler werdende Torunarigha und Soumahoro eher unterdurchschnittlich performt haben. Offensiv findet der HSV quasi nicht statt. Glatzel ist verletzt, Selke weg und Königsdörffer ist alles, aber kein Torjäger. Der seinerzeit viel umjubelte Transfer von Yusuf Poulsen ist zumindest diskutabel zu diskutieren im Bezug auf seinen sportlichen Impact. Denn körperlich ist der Däne nicht stabil genug. Und der knapp drei Millionen Euro teure Alexander Rössing-Lelesit bringt eine fußballerisch überdurchscnittliche Anlage mit, es fehlt aber die Robustheit für den Erwachsenenfußball. Der Rest – die Torhüter mal ausgenommen – ist weiterhin eher Zweitliganiveau.

Vor diesem Hintergrund muss man 15 Punkte nach 14 Spielen klar als Erfolg werten. Und zwar unmissverständlich: wegen des Trainerteams, nicht trotz. Das Ergebnis wurde trotz einer Transferphase erreicht, die sportlich schlicht nicht gut umgesetzt wurde. Umso erstaunlicher ist es, dass sich nun Stimmen melden, die ausgerechnet diejenigen Verantwortlichen langfristig binden wollen, die für die sportliche Zusammenstellung verantwortlich sind und sich erst in der kommenden Winterphase beweisen müssen. Das ist das alte HSV-Muster: Nicht Leistung, nicht Analyse, nicht Qualität bestimmen die Diskussion, sondern Populismus und Netzwerke. Ein Aufsichtsrat, der sportlich kaum Expertise besitzt, wird immer dann aktiv, wenn Ruhe und Sachlichkeit wichtiger wären als Aktionismus. Und bezeichnend: Nach dem 1:4 in Hoffenheim spricht plötzlich niemand über eine Vertragsverlängerung mit Kuntz. Das wird aber reflexartig wieder sehr laut, sollte der HSV gegen Frankfurt gewinnen können. Wollen wir wetten?

Der HSV steht nach den 2 Bundesliga-Siegen in Folge mittlerweile auf Platz 13 der Bundesliga. Mit 15 Punkten aus 13 Spielen hat man für einen Aufsteiger eine gute Anzahl an Punkten geholt. Dabei holte man 13 der 15 Punkte allerdings zu Hause. Auswärts war man bisher nicht so erfolgreich. Lediglich 2 Punkte und 2 Tore sprechen Bände. Lediglich in Gladbach und in Berlin bei Union konnte man ein Unentschieden holen. Auch unabhängig von der Auswärtsfahrt in Sinsheim können sich die Spieler dabei auf den Support der HSV-Fans verlassen. Durchschnittlich fahren ca. 6750 HSV-Fans zu den Auswärtsspielen der Hamburger.

Das Traumtor von Luka Vuskovic als Weihnachtsgeschenk?

Bei Kuntz droht man das Leistungsprinzip auszuhebeln

Meine ganz klare Meinung ist: Es gibt derzeit keinen sachlichen Grund für eine vorzeitige Verlängerung. Kuntz hat einen laufenden Vertrag, der sich bei Klassenerhalt automatisch verlängert. Diesen Passus hat man m it Bedacht eingebaut. Und das war top! Genau so muss es sein. Dass man dieses vernünftige Vertragskonstrukt ausgerechnet jetzt, vor einer der wichtigsten Transferphasen der letzten Jahre, wieder kassieren und auflösen will, versteht kein Mensch, der nüchtern auf die Fakten schaut. Ja, Kuntz tritt kommunikativ stark auf und gibt dem HSV nach außen ein Gesicht. Aber sportlich schuldet er den Beweis, dass er einen Bundesliga-Kader zusammenstellen kann, der sich in dieser Liga behauptet. Die bisherige Verstärkung ist in Summe bestenfalls durchschnittlich. Und die Mär, er habe Polzin bewusst als Cheftrainer für die neue Saison vorgesehen, ist längst widerlegt. Er wollte einen anderen, einen erfahreneren Trainer – er bekam ihn schlichtweg nicht.

Warum also nicht abwarten? Warum nicht offen und fair bewerten, wie die Wintertransferphase verläuft? Warum vorher schon Verträge anpassen, die ohnehin klare Mechanismen enthalten? Steigt der HSV ab, wird niemand Kuntz im Amt halten, das weiß jeder. Bleibt der HSV drin, verlängert sich der Vertrag automatisch. „Zeichen für Kontinuität“ sind in diesem Kontext nichts weiter als populistisches Gerede. Und andere Klubs, die um Kuntz buhlen, gibt es ebenso wenig wie die zeitliche Notwendigkeit, hier dem eigentlichen Vertrag vorzugreifen. Ganz abgesehen davon, dass man einhergehend auch noch mal das Gehalt steigern würde…

Der HSV muss im Winter besser sein als im Sommertransferfenster

Zur Wahrheit gehört auch: Dieser HSV-Kader hält die Klasse nicht einfach so. Es gibt viel Abstimmungsbedarf, strukturelle Lücken, fehlende Rollenprofile. Von einem Trainer, der seine erste Saison in der Bundesliga bestreitet, kann man nicht erwarten, jede schwierige Phase mit der Routine eines Altmeisters zu lösen. Aber Polzin gleicht fehlende Erfahrung durch Klarheit, Intensität und Nähe zur Mannschaft aus. Und genau das hat man in engen Spielen deutlich gesehen – gegen Stuttgart, gegen Dortmund, in Gladbach. Er ist ein Grund, warum der HSV heute noch gut im Rennen ist.

Was ich meine, der HSV hatte – und hat – eigentlich nur zwei Wege, um die Klasse zu halten: Entweder man stellt einen sportlich so starken Kader zusammen, dass ein erfahrener Trainer daraus verlässlich das Maximum herausholen kann. Oder – und das ist der zweite Weg – man akzeptiert, dass der Kader nicht auf diesem Niveau ist, investiert gezielt in Perspektive, auf Spieler im Leistungstief und auf Entwicklung. Dafür bedarf es nicht den Altmeister, der das Moderieren von Qualität beherrscht. Das bedarf eines Trainers, der selbst noch Schritte gehen und junge Spieler mitnimmt, ihnen Vertrauen gibt und gemeinsam mit ihnen wächst. Genau diesen Weg sehe ich derzeit beim HSV: ein junger Trainer, eine Mannschaft voller Entwicklungsspieler, eine klare Idee von Zusammenhalt und Mentalität. Das man hier noch Fehler einkalkulieren muss, die erfahrene Trainer nicht machen – logisch! Und eines darf man bei aller Sympathie und aller Anerkennung auch nicht übersehen: Die Zeichen der letzten Monate zeigen deutlich, dass der HSV offensiv nicht besser wird und hier zwingend nachbessern muss.


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HSV läuft elf Kilometer weniger als Hoffenheim – so funktioniert das nicht!

Und so sehr man dem HSV zugestehen muss, dass Mentalität und Zusammenhalt in dieser Saison vieles kompensieren: Es bleibt ein entscheidender Punkt, der nicht länger übersehen werden darf. Läuferisch ist der HSV im Ligavergleich schlicht zu schwach. Das Spiel in Hoffenheim hat es gnadenlos offengelegt – ein Laufdefizit von 11 Kilometern. Elf Kilometer! Das entspricht mal eben einem kompletten, sehr lauffreudigen Spieler, der gefehlt hat. Bedeutet: Hoffenheim war über 90 Minuten rechnerisch mit einem Mann mehr auf dem Platz. Katastrophale Bilanz in diesem Punkt: Der HSV ist statistisch das läuferisch schwächste Team der gesamten Liga!

Und diesen Punkt muss sich auch das junge Trainerteam gefallen lassen. Hier muss der HSV nachbessern. Man kann nicht dauerhaft darauf verweisen, dass man defensiv kompakt steht und deswegen nicht die großen Räume belaufen müsse. Siege rechtfertigen solche Statistiken mal. Dann wird von taktisch schlauem Fußball gesprochen. Aber sowas funktioniert eben nicht dauerhaft. Zumal ich es für ausgeschlossen erachte, dass der HSV als Aufsteiger weniger investieren muss, als die Topteams….
Populismus hilft auch hier niemandem. Und das bedeutet, im Winter gezielt die Qualität zu holen, die dem Kader offensiv schlicht fehlt. Dass das schwieriger ist als im Sommer, ist wohl allen klar.

Scholle

Auswärts wie ein Absteiger: HSV geht in Hoffenheim unter

Auswärts wie ein Absteiger: HSV geht in Hoffenheim unter

Dieser Auftritt in Hoffenheim war ein bitterer, aber ehrlicher Realitätscheck: Der HSV ist auswärts nicht nur tabellarisch die schwächste Mannschaft der Bundesliga. Punkt. Und wenn man weiß, dass wir selbst im eigenen Stadion trotz der zuletzt starken Leistungen nicht jedes Spiel gewinnen werden, dann wird klar, wie schwierig es wird, die Klasse zu halten, Komma, weil man einfach davon ausgehen muss, Komma, dass der HSV zu Hause nicht jeden Abend ein Feuerwerk abbrennen wird. Punkt. Das 1:4 in Sinsheim war jedenfalls deutlich zu wenig – und muss aufgearbeitet werden. Dringend.

15.000 HSV-Fans – und trotzdem zeigt die Mannschaft ihr Auswärtsgesicht

Die Szene war beeindruckend: Zwischen 12.000 und 15.000 HSV-Fans machten die PreZero Arena phasenweise zu einem gefühlten Heimspiel. Der Gästeblock bebte, die Farben waren blau-weiß-schwarz, die Mannschaft lief mit breiter Brust auf – noch getragen vom emotionalen Derbysieg gegen Werder.Doch schon nach wenigen Minuten wurde klar: Die Fans wollten etwas anderes sehen als das Team. Denn während die Anhänger das Stadion dominierten, dominierte Hoffenheim das Spiel.
Der HSV hingegen zeigte genau das Gesicht, das ihn auswärts seit Monaten zum Punktelieferanten macht: harmlos, fahrig, unaufmerksam und viel zu anfällig in der Defensive.

Der frühe Knockout – und keine echte Reaktion

Acht Minuten waren gespielt, da war die Partie praktisch schon angeknackst. Muheim verlor Prömel viel zu leicht aus den Augen, der bedankte sich per Kopf zum 1:0. Ein Standardfehler, der sich durch die gesamte Auswärtssaison zieht: fehlende Konsequenz, fehlende Aufmerksamkeit, fehlende Präsenz. Hoffenheim rannte weiter an, der HSV verteidigte irgendwo zwischen Zögern und Hoffen. Das 2:0 durch Kabak nach feiner Kombination – wieder mit Muheim und Vuskovic im direkten Umfeld – fiel folgerichtig. Erst kurz vor der Pause tauchten Königsdörffer und Baldé per Konter gefährlich auf, doch Oliver Baumann machte die Chancen zunichte. Der HSV hatte eine kurze Phase, aber nicht mehr. Es war die einzige Phase in einem ansonsten einseitigen Auswärtsspiel.

Ein kurzes Aufflackern – und dann der totale Einbruch

Zu Beginn der zweiten Halbzeit sah es kurz so aus, als hätte der HSV verstanden. Philippe kam, die Mannschaft presste aggressiver, Muheim prüfte Baumann aus der Distanz – der TSG-Keeper rettete stark. Doch wie so oft in fremden Stadien verpuffte der Druck nach zehn Minuten. Dann brach alles zusammen:

  • 3:0 Lemperle (65.) – Capaldo wird leicht gezogen, rutscht aus, dahinter ist die Defensive ist offen wie ein Scheunentor
  • 4:0 Asllani (72.) – Vuskovic verliert den Ball, Prass serviert, Hoffenheim bedankt sich

Es war ein Bild, das wir mittlerweile zu gut kennen: Der HSV gerät auswärts ins Wanken – und fällt dann um. Diese Mannschaft hat auswärts kein stabiles Fundament, keine defensive Ordnung, keine Ruhe am Ball, keinen Plan B. Und sie wirkt nach Gegentoren viel zu oft komplett verunsichert.

Ein Ehrentreffer – und ein Sinnbild für den Nachmittag

Philippe erzielte nach 82 Minuten immerhin das 1:4 – ein ordentlich herausgespielter Treffer.
Doch der Elfmeter in der Nachspielzeit, als Philippe wegrutscht, sich selbst anschießt und den Ball über die Latte jagt, fasst diesen Nachmittag perfekt zusammen: Denn wenn es auswärts schlecht läuft, dann läuft beim HSV wirklich alles schief.

Auswärts schwächste Mannschaft der Liga – ein Risiko, das gefährlich werden kann

Der HSV bleibt nach sieben Auswärtsspielen:

  • als einziger Bundesligist ohne Sieg in der Fremde
  • mit nur 2 von 21 möglichen Auswärtspunkten
  • und einer Auswärtsbilanz, die eher nach Abstiegskampf als nach Bundesliga aussieht

Und genau hier liegt das Problem: Wenn du auswärts kaum punktest, musst du zu Hause nahezu perfekt sein.
Und das wird selbst im Volkspark – trotz der großartigen Atmosphäre und der oft überragenden Auftritte – nicht jede Woche gelingen. Der Auftritt heute in Hoffenheim war ein Schritt zurück in alte Muster. Und einer, der zeigt, wie dünn das Fundament dieser Mannschaft außerhalb Hamburgs aktuell ist.

Fazit:

Das war ein bitterer Rückfall – und ein deutliches Warnsignal. Der HSV hat in Hoffenheim schonungslos offengelegt, dass er auswärts die schwächste Mannschaft der Liga ist. Punkt. Leidenschaft, Mut und Struktur, die im Volkspark oft sichtbar sind, fehlen in fremden Stadien weiterhin viel zu häufig. Der Derbysieg hat daran nichts geändert, denn das Grundproblem bleibt bestehen: Diese Mannschaft muss endlich lernen, bundesligareif auswärts zu spielen.

Hoffenheim war in allen Belangen klar besser – wacher, zielstrebiger, entschlossener. Und der HSV? Deutlich zu wenig. Dieser Auftritt muss unbedingt aufgearbeitet werden, besser früher als später. Denn wer auswärts nicht liefert, bringt sich selbst in Gefahr. Und zwar in echte.

DIE EINZELKRITIKEN:

Daniel Heuer Fernandes: Wurde mächtig im Stich gelassen – hatte selbst einige Wackler. Daher Note: 4

Giorgi Gocholeishvili (bis 45.): Fing richtig gut an, hatte dann aber seine Seite defensiv  nicht mehr im Griff und verursachte Note: 5

Rayan Philippe: Unglaublich, mit wie wenig Engagement, Körpereinsatz und Wille er unterwegs ist. Als er seine Chance sah, zog er einmal durch und zeigte, was man eigentlich von ihm erwarten darf. Seine Einstellung stimmt einfach nicht. Deshalb trotz des Tores und ausdrücklich nicht wegen des verschossenen Elfers die eher noch schmeichelhafte Note: 5

Nicolas Capaldo (bis 88.): Beim Lemperle-Treffer war er zu leicht – ansonsten wie immer kämpferisch vorbildlich, aber zu oft zu wild. Note: 5

Soumahoro (ab 88.): Dabei.

Luka Vuskovic: Die Hoffenheimer Offensive war zu schnell, seine Direktion nicht ausreichend. Er selbst sah beim 0:2 und noch mehr beim 0:4 schlecht aus.  Note: 5

Jordan Torunarigha: In entscheidenden Momenten traf er falsche Entscheidungen und riss Löcher für die Hoffenheimer.  Note: 5

Miro Muheim: Was macht er da immer wieder (vor allem: nicht) bei Flanken? Wie kann man nur immer wieder so pennen wie heute vor dem 0:1? Auch beim 0:2 sah (aber nicht nur) er schlecht aus. Die erste Halbzeit war ne glatte 6, die zweite Halbzeit nur unwesentlich besser. Note: 6

Albert-Sambi Lokonga: Ging mit unter. Note: 5

Jonas Meffert (bis 67.): Erste Liga ist einfach zu schnell für ihn. Er weiß, wie und wo er defensiv stehen muss. Er ist aber mit Ball am Fuß einfach zu langsam. Auch deshalb spielt er fast jeden Ball zurück. Seine Leistung demonstrierte brutal, wie wichtig remberg bereits für den HSV ist. Note: 5

Daniel Elfadli (ab67.): Schön, dass er wieder gesund ist. Er wird dem HSV beld wieder mehr helfen.

Fabio Vieira: Den Willen kann man ihm nicht absprechen. Er versucht viel – aber er initiiert nichts Gefährliches. In der zweiten Halbzeit tauchte er ab, spielte dann den Pass zum 1:4 – und tauchte wieder ab.Note: 5

Fabio Baldé (bis 78.): War viel unterwegs, sehr fleißig und hat ein sehr gutes Tempo. Aber torgefährlich ist er noch nicht. Trotzdem war er gemessen an dem, was man erwarten darf, besser als seine Kollegen. Note: 4

Bakery Jatta (ab 78.): Läuft rum, als wüsste er gar nicht, was er machen soll.

Ransford Königsdörffer (bis 78.): 
Er ist einfach kein Torjäger. Im Gegenteil: Aktuell verhindert er mögliche Tore und ist ein echter Chancentod. Katastrophale erste Halbzeit! Wer sich so dämlich schon in der ersten Halbzeit eine Gelbe Karte einfängt, indem er zweimal in Folge nach Abpfiff den Ball wegschlägt, der bekommt schon dafür eine Note abgezogen. Bis zu seiner Auswechslung wurde es auch nicht besser. Note: 6

Yusuf Poulsen (ab 78.): Für mehr scheint es noch nicht zu reichen. 


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DAS SPIEL IM STENOGRAMM:

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Coufal (88. Gendrey), Hranac, Ozan Kabak, Hajdari – Avdullahu – Prömel (80. Hlozek), Burger – Kramaric (67. Asllani) – Lemperle (79. Bebou), Toure (67. Prass)

HSV: Heuer Fernandes – Capaldo (88. Soumahoro), Vuskovic, Torunarigha – Gocholeishvili (46. Philippe), Sambi Lokonga, Meffert (67. Elfadli), Muheim – Vieira, Königsdörffer (78. Poulsen), Balde (78. Jatta)

Tore: 1:0 Prömel (8.), 2:0 Kabak (31.), 3:0 Lemperle (65.), 4:0 Asllani (72.), 4:1 Philippe (82.)

Zuschauer: 30.150 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)

Gelbe Karten: Prömel / Königsdörffer, Capaldo, Sambi Lokonga

Bundesliga-Duell: Kann der HSV in Hoffenheim punkten? Alle Infos zum Spiel

Bundesliga-Duell: Kann der HSV in Hoffenheim punkten? Alle Infos zum Spiel

Moin zusammen,

am Samstag trifft der HSV auf die TSG aus Hoffenheim. Das Spiel wird um 15:30 Uhr angepfiffen. Vor Ort sollen ca. 15.000 Fans sein, die den HSV Unterstützen, also fast ein Heimspiel und das bei einer Anfahrt von mehr als 6 Stunden. Respekt! Schreibt doch gerne mal rein, ob ihr auch vor Ort seid. Falls ja, hier einmal die Info, dass die Fanszene zu einer Mottofahrt aufgerufen hat. Also nehmt gerne eure Balkenschals mit und unterstützt unseren HSV. Ich bin logischerweise auch vor Ort und habe richtig Bock. Hoffentlich geben die Jungs wieder 100 %, dann bin ich positiv gestimmt.

Mit Hoffenheim trifft der HSV am Wochenende auf den Tabellenfünften der Bundesliga. Die Kraichgauer haben 7 ihrer 13 Spiele gewonnen, aus den letzten 5 Spielen holten sie 10 Punkte. Vor allem auswärts waren die Männer aus Sinsheim stark, man verlor lediglich in Dortmund. Zu Hause musste man sich Bayern, Frankfurt und Köln geschlagen geben. Übrigens alles Spiele, in denen mehr als 10.000 Gästefans vor Ort waren. Die letzte Partie in Sinsheim verlor der HSV mit 2:0. Damals waren die Torschützen Adam Szalai und Serge Gnabry. Trainer damals war der heutige Nationaltrainer Julian Nagelsmann. Beim HSV saß damals Christian Titz auf der Bank. Zwei Spieler, die damals wie heute bei den Kraichgauern unter Vertrag stehen, sind Andrei Kramaric und Oliver Baumann.

Der HSV steht nach den 2 Bundesliga-Siegen in Folge mittlerweile auf Platz 13 der Bundesliga. Mit 15 Punkten aus 13 Spielen hat man für einen Aufsteiger eine gute Anzahl an Punkten geholt. Dabei holte man 13 der 15 Punkte allerdings zu Hause. Auswärts war man bisher nicht so erfolgreich. Lediglich 2 Punkte und 2 Tore sprechen Bände. Lediglich in Gladbach und in Berlin bei Union konnte man ein Unentschieden holen. Auch unabhängig von der Auswärtsfahrt in Sinsheim können sich die Spieler dabei auf den Support der HSV-Fans verlassen. Durchschnittlich fahren ca. 6750 HSV-Fans zu den Auswärtsspielen der Hamburger.

Das Traumtor von Luka Vuskovic als Weihnachtsgeschenk?

Hoffenheim- Ein schwerer Gegner

Mit Hoffenheim trifft der HSV auf das laufstärkste Team der Bundesliga. Zum aktuellen Zeitpunkt liefen die Sinsheimer 1604 Kilometer. Zudem hat man die meisten intensiven Läufe und die meisten Sprints der Liga gesetzt. Auch bei den Fouls am Gegner ist man die Nummer 1 der Bundesliga. Hoffenheim ist also eine intensive, lautstarke Mannschaft. Darüber definiert sich auch die Spielweise. Die Passquote liegt dabei allerdings nur bei 81 %. Die Sinsheimer versuchen dabei vorwiegend, den Gegner unter Druck zu setzen und vor allem die zweiten Bälle zu erobern. Im Offensivspiel kommt man häufig über die Außen. Von da versucht man entweder, die entscheidenden Schnittstellenpässe oder die Flanken zu spielen. Die Hoffenheimer leben von der Intensität und versuchen, den Gegner in Grund und Boden zu laufen. Wenn der Gegner aber lange den Ball hat und dominiert, haben auch die Sinsheimer ihre Probleme.

Hoffenheim startet nominell in einem 4-3-3, wobei die Räume dann durch unterschiedliche Besetzungen und Rotationen belaufen werden. Im Tor wird wohl Olli Baumann starten. Vor ihm besteht die 4er-Kette aus Bernardo, Hajdari, Hranac und Coufal. Das Zentrum wird von Avdullahu, Prömel und Wouter Burger belaufen. Die vordere 3er-Reihe stellen Lemperle, Toure und Asslani.

So siehts beim HSV aus

Kommen wir nun zum HSV. Personell sieht es folgendermaßen aus:

Glatzel, Roessing-Lelesiit und Omari sind nach wie vor verletzt, Elfadli wird nach Aussage von Merlin Polzin nicht von Anfang an spielen.

Somit denke ich, dass die 3er-Kette inklusive Heuer Fernandes genauso aussieht wie letzte Woche. Auf den Schienen erwarte ich Muheim und Gocholeishvili.

Polzin sagte auf der Pressekonferenz, dass er nach der Sperre von Remeberg direkt einen Plan hatte, wie man ihn ersetzt. Das lässt für mich darauf schließen, dass Lokonga am Samstag neben Meffert aufläuft.

Links wird, sofern fit, Dompe starten und spekulieren lässt sich dann auf rechts und im Sturm. Polzin versuchte es in letzter Zeit mit Philippe und Königsdörffer, aber bei beiden hakte es. Poulsen könnte die Chance von Anfang an bekommen, aber ich gehe davon aus, dass Poulsen wieder von der Bank kommt. Je nachdem, ob Polzin am Spiel von letzter Woche festhält oder nicht, kommen auf rechts Vieira bzw. Philippe in Frage. Je nachdem, ob Philippe im Sturm startet oder nicht, wird wohl Vieira dann auf rechts starten. Die Hoffenheimer sind anfällig, wenn der Gegner den Ball dominiert, also wäre es eventuell sinnvoll, mit Vieira auf rechts zu starten und ähnlich wie letzte Woche zu spielen. Dann wäre die Frage, ob Philippe oder Königsdörffer draußen bleibt.

Es kann aber auch sein, dass man wieder voll auf Umschaltspiel setzt und mit Köigsdörffer und Philippe vorne startet.

Schreibt gerne mal rein, wie ihr starten würdet!

Möglicher Spielansatz und Fazit

Spielerisch hat der HSV zwei Ansätze, die man verfolgen kann. Entweder versucht man, anders als sonst, mal das Spielgeschehen in die Hand zu nehmen und Hoffenheim hinten reinzudrücken. Andersrum kann man natürlich auch wieder auf das altbewährte Umschaltspiel setzen. Das hat bisher leider nicht so gut geklappt, deshalb würde ich persönlich mal die offensive Variante probieren. Ball dominieren, gegenpressen und den Gegner unter Druck setzen.

Wie auch immer man an die Sache rangeht, es geht darum, den gleichen Willen zu zeigen wie vorher.

Es klappt auch nicht immer alles, aber in diesem Spiel kann der HSV zeigen, dass er dieses Spiel unbedingt gewinnen will. Ob das am Ende klappt, hängt auch immer vom Gegner und Spielglück ab, aber die Jungs sollten, wie am Samstag, alles reinwerfen und jeden Zweikampf mit 100%igem Willen annehmen.

Der HSV hat ein schweres Spiel vor der Brust. Allerdings muss man dieses Spiel nicht alleine bestreiten. Die 15.000 Hamburger werden alles geben, um die Jungs nach vorne zu schreien. Das sollte genug Energie freisetzen, um den gleichen Willen wie am Samstag zu zeigen. Ob das am Ende reicht, um gegen die Qualität der Sinsheimer anzukommen, wird sich zeigen, aber sofern der HSV mit Überzeugung und bedingungslosem Willen in dieses Spiel geht, hat er Chancen, Punkte mit nach Hamburg zu nehmen.

Tom


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Daniel Elfadli wieder in der Startelf?

Daniel Elfadli wieder in der Startelf?

Moin zusammen,

bisher hat Nicolai „Rambo“ Remberg jede Minute in der Bundesliga abgerissen. Nach dem Derby hat er sich leider seine 5. Gelbe Karte abgeholt. Etwas unnötig, aber sind wir mal ehrlich: Am Ende kamen da die Emotionen hoch und dann passiert sowas mal. Und vor den beiden letzten Spielen vermag man zu sagen, dass er lieber auswärts in Hoffenheim fehlt als gegen Frankfurt. Ob wir das danach noch sagen, werden wir sehen. Remberg hat eine erhebliche Leistungssteigerung gezeigt. Während man vor Saisonstart noch darüber diskutierte, ob er eventuell nur für die Bank kommt, muss man sagen, dass die 2 Millionen Euro zum aktuellen Zeitpunkt ein absolutes Schnäppchen sind. Nun muss Remberg ein Spiel aussetzen. Das ergibt die Chance für einen Rückkehrer.

Elfadli neben Lokonga?

Eigentlich war er hinten links gesetzt. Nun könnte Daniel Elfadli wieder auf der 8 eingesetzt werden. Elfadli war schon letztes Jahr ein wesentlicher Faktor und auch dieses Jahr spielt Elfadli wieder gut. Vor allem seine progressiven Vorstöße aus der Innenverteidigung heraus bringen dem HSV eine neue Qualität im Aufbauspiel. Elfadli läuft die Räume an und spielt dann den Pass in die entscheidenden Zonen. Und teilweise geht er bis ganz nach vorne mit. Am Samstag in Hoffenheim könnte er neben Lokonga die Doppel-8 bekleiden. Sicherlich ist Elfadli ein ähnlicher Spielertyp wie Lokonga, aber er hat auch letztes Jahr bewiesen, dass er die Rolle als 6er gut ausfüllen kann. Und so wie Elfadli bis vor seiner Verletzung spielt, kann Polzin ihn eigentlich nicht auf der Bank lassen, sofern Elfadli fit für 90 Minuten ist. So könnte Polzin das Duell um die linke Innenverteidigerrolle zumindest um ein Spiel strecken, denn auch Torunarigha zeigt momentan Leistungen, für die er eigentlich nicht auf die Bank gesetzt werden sollte. Vor allem am Samstag in Hoffenheim, wo der HSV tendenziell mehr verteidigen muss, könnte das Spiel Torunarigha entgegenkommen.

Mit Elfadli und Lokonga hätte man dann eine etwas offensivere Doppel-8, aber das ist vielleicht auch mal etwas anderes und kann dem Offensivspiel einen neuen Anreiz verleihen.

Es gibt natürlich auch noch andere Varianten, mit denen man Remberg am Wochenende ersetzen kann. Damit befassen wir uns aber morgen, wenn es um die potenzielle Startelf geht. Schreibt doch mal gerne rein, wie ihr diese Option mit Elfadli im Mittelfeld bewerten würdet und wen ihr gerne neben Lokonga auf der 8 seht.

Tom

Euphorie nach Bremen: HSV bereit für das nächste Ausrufezeichen?

Euphorie nach Bremen: HSV bereit für das nächste Ausrufezeichen?

Moin zusammen,

der heutige Tag und noch einige weitere stehen unter dem Motto „Derbysieger!“ Was für ein geiles Spiel! Dieses Spiel hatte wirklich alles. Eine krasse Atmosphäre, viele Tore und dann noch das Ding von Vuskovic. Hier muss ich meine Sichtweise von gestern verbessern. Vuskovic musste natürlich nicht nur den Fuß reinhalten. Das hat er richtig geil gemacht, sicherlich das Tor des Monats – und das könnt Ihr über unsere Freund von „Hands of God“ jetzt sogar als Weihnachtsgeschenk erwerben, wenn ihr etwas weiter unten im Blog den Link unter dem Bild anklickt!

An der Stelle Sorry für diese Formulierung, das war mein Fehler. Und ich bleibe bei meinem Punkt, dass der HSV viel gefährlicher bei Standards wird, wenn die Bälle aus solchen Positionen wie der Freistoß mit voller Kraft auf den zweiten Pfosten gezogen werden. So kann eine kleine Berührung den Ball entscheidend ins Tor abfälschen. Oder der Torwart lässt den Ball prallen und man staubt ab. Ich persönlich würde Freistöße rund um den 16er immer von einem Spieler schießen lassen, der den Ball mit seinem starken Fuß auf das Tor zieht und nicht vom Tor wegflankt.

Das hat der HSV gestern gemacht und schon trifft man. Auch wenn beim Tor der maßgebliche Kontakt klar von Vuskovic ausgeht, kommt der Ball überhaupt erst dahin, weil Vieira den Ball mit Kraft in den 16er haut. Muheim machte die kurze Zeit vorher bereits einmal. Der Ball ging etwas über das Tor, aber wäre der einen halben Meter tiefer gekommen, wäre auch der sehr gefährlich geworden.

Mit gleicher Intensität nach Hoffenheim

Wenn der HSV jetzt nach Hoffenheim fährt, ist er sicherlich nicht der Favorit. Die Hoffenheimer sind in dieser Saison gut drauf und stehen weit oben in der Tabelle. Der HSV kann hier aber sicherlich mithalten, wenn man mit vollem Fokus und voller Intensität rangeht. Und das ist mMn in dieser Saison das Zünglein an der Waage. Der HSV kann gegen jeden Gegner das Spiel lange offenhalten, wenn die Mannschaft alles reinhaut. Und den Kontrast zwischen halber und voller Intensität haben wir in dieser Woche knallhart aufgezeigt bekommen.

Gegen Kiel, wo keiner den extra Meter machen wollte, verliert man völlig unnötig und verschenkt ein Viertelfinale. Gegen Stuttgart und Bremen haut man alles rein und wird belohnt. SO einfach kann es gehen. Sicherlich kann es auch am Wochenende sein, dass der HSV verliert, weil man qualitativ schlechter ist. Das ist dann aber nichts, was man der Mannschaft oder dem Trainer vorwerfen kann, solange alle alles versucht haben, um das Spiel auf die HSV-Seite zu ziehen. So war es auch in Leipzig. Hier hat sich am Ende die Qualität durchgesetzt. Doch die Jungs haben 90 Minuten alles auf dem Platz gelassen und wurden am Ende dafür fast noch belohnt.


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Soll heißen: Wenn der HSV alles reinhaut und Vollgas gibt, ist in jedem Spiel etwas möglich. Sofern die Bayern keinen schlechten Tag haben, nehmen wir die mal raus, aber gegen die anderen 16 Mannschaften kann der HSV immer Punkte holen. Und das sollte nun die Marschroute sein. Man hat gestern gesehen, was Spieler wie Lokonga oder teilweise auch Vieira für eine Qualität in das Spiel bringen können. Das können sie aber auch nur, wenn die anderen Spieler sich freilaufen und ihnen den Rücken freihalten.

Ich bin sehr gespannt auf das Spiel in Hoffenheim. Aber ich denke, wenn die Spieler über 90 Minuten alles reinhauen und die 10.000+x HSVer die Jungs nach vorne schreien, so wie gestern, ist für den HSV in Hoffenheim alles möglich.Was genau den HSV erwartet, besprechen wir im Laufe der Woche. Heute wollen wir nochmal den Derbysieg genießen, ehe es spätestens Mittwoch mit vollem Fokus in Richtung Hoffenheim geht.

Tom

Emotionale 180-Grad-Wendung gegenüber Mittwoch – starker HSV schlägt Werder verdient

Emotionale 180-Grad-Wendung gegenüber Mittwoch – starker HSV schlägt Werder verdient

Was für ein Unterschied innerhalb von nur vier Tagen! Nachdem der HSV am Mittwoch gegen Holstein Kiel ein sicher geglaubtes Pokal-Viertelfinale leichtfertig verschenkt hatte – zu wenig investiert, zu viel rotiert, zu harmlos in der Offensive –, zeigte die Mannschaft heute genau das Gesicht, das man sich von Beginn der Saison an gewünscht hatte: Leidenschaft, Mut, Aggressivität, Widerstandskraft und die unbedingte Bereitschaft, dieses Stadion und diese Fans mitzunehmen. Dieses umjubelte 3:2 im Nordderby gegen Werder Bremen war ein echtes Fußballfest , das ich zusammen mit Tom auf der Pressetribüne erleben durfte. Und es gibt allemal genug her, um ihn ebenso einen Spielbericht und Einzelbewertungen schreiben zu lassen. Zumindest kann ich nicht genug von diesem Spiel bekommen., zumal es ein erneuter Beweis dafür war, dass in diesem Volksparkstadion mit dieser Atmosphäre und einer solch geschlossenen, gierigen Spielweise alles möglich ist. Es war die emotionale und sportliche 180-Grad-Kehrtwende zu einem Pokalabend, der viele Fragezeichen hinterlassen hatte. Heute gab es Antworten. Lautstarke. Leidenschaftliche. Und verdiente.

Derby-Drama mit Happy End: Der HSV wirft sich zurück ins Spiel – und setzt ein Zeichen

Vor mal wieder ausverkauftem Haus entwickelte sich ein intensives, teilweise hitziges Derby. Beide Teams starteten nervös, der HSV jedoch engagierter – wenn auch wie zuletzt mit Problemen im Abschluss. Chancen gab es dennoch: Dompe, Vieira und Jatta sorgten für die ersten gefährlichen Momente. Doch kurz vor der Pause schlug Werder zu: Stage nutzte einen Fehler im Hamburger Aufbau und traf trocken zum 0:1 – ein ungeheuer bitterer Moment, weil der HSV zuvor das aktivere Team war.

Aber anstatt einzubrechen, passierte etwas, was man in den vergangenen Monaten nicht oft gesehen hatte: Der HSV kam mit Wut, Power und einer beeindruckenden Geschlossenheit aus der Kabine. Auf dem Platz standen plötzlich elf Spieler, die bereit waren, alles zu investieren. Die Leidenschaft, die im Pokalspiel schmerzlich vermisst wurde, war nun in jeder Aktion spürbar.

Jatta scheiterte zunächst noch am hervorragend reagierenden Backhaus, doch der HSV blieb dran – und wurde belohnt. Nach einem wilden Getümmel im Strafraum schob Lokonga den Ball mit einer herausragend ruhigen Aktion zum 1:1 über die Linie. Das Volksparkstadion explodierte – mal wieder! – und der HSV ebenfalls.

Nur zwölf Minuten später folgte das schönste Tor, des Tages das dieses Derby unsterblich macht: Vuskovic verwandelte eine Freistoßflanke per Hacke (!) zum 2:1. Ein Moment, der sicher noch eine ganze Weile als in Highlight-Video laufen wird. Werder antwortete zwar schnell durch Njinmah, doch dieser HSV ließ sich heute nicht stoppen. Mit unvergleichlicher Wucht drückten die Rothosen weiter und erzielten durch Kapitän Poulsen in der 84. Minute den umjubelten 3:2-Siegtreffer. Muheim flankte – Poulsen traf – das Stadion bebte. Ein Derbytor, wie es in diesem Stadion seit Jahren nicht mehr gefeiert wurde.

Ein Spiel, das zeigt, wie der HSV sein muss – immer

Dieser Sieg war nicht nur wichtig für die Tabelle, sondern ein Signal vor allem an die Mannschaft selbst: Der HSV kann solche Spiele gewinnen, wenn er genau diese Energie abruft. Aggressiv gegen den Ball, mutig im Anlaufen, konsequent in den Zweikämpfen und emotional getragen von den unfassbaren Fans. Ich muss ehrlich sagen, dass sich die Stimmung im Stadion gegenüber den herausragenden letzten Jahren noch al gesteigert hat. Auch, weil Stübi mit seiner mitreißenden Art der Stadionshow einfach alle von Beginn an abholt. Aber vor allem, weil die Fans merken, welche Bedeutung sie für solche Siege haben.

Werder war zweifellos ein stärkerer Gegner als die tapfer kämpfenden Kieler am Mittwoch, aber heute stand ein völlig anderer HSV auf dem Platz. Der HSV, der am Mittwoch Mut, Tempo und Zielstrebigkeit vermissen ließ, zeigte heute, wozu er in der Lage ist, wenn (fast) alle an ihre 100 Prozent kommen.

Ein Auftritt, der mahnte, aber gleichzeitig Hoffnung macht: Die Mannschaft besitzt das Potenzial, Bundesliga-Fußball zu spielen – wenn sie diese Leidenschaft auf den Platz bringt.

Nach dem Pokal-Frust: Ein Sieg, der die Seele auflädt

Während das Pokal-Aus gegen Kiel eine Mischung aus Mutlosigkeit, fehlender Struktur und riskanter Rotation war, zeigte der HSV heute ein Kollektiv, das sich wehrte, zurückkam, fightete und sich schließlich mit dem Derbysieg belohnte. Eine bessere Antwort hätte es nicht geben können.

Dieses Team hat heute gezeigt, wie es aussehen muss, wenn man die Klasse halten will – und wie es aussehen kann, wenn die Mannschaft emotional komplett am Anschlag spielt.

Dieses Nordderby war ein Fest!

Der HSV war leidenschaftlich, wild, mutig – und am Ende verdienter Sieger. Und vielleicht war dieser Abend mehr als „nur“ ein Derbysieg. Vielleicht war er aber auch einer dieser Momente, die eine Mannschaft über eine Saison hinweg tragen können, weil sie klar zeigen, wie es geht. Vor allem aber: Das es geht!

DIE EINZELBEWERTUNGEN:

Daniel Heuer Fernandes: Er musste zweimal (chancenlos) hinter sich greifen und war ansonsten wie zuletzt fehlerfrei.  Note: 3

Nicolas Capaldo: Fataler Ballverlust vor dem 0:1. Ansonsten wie immer sehr zweikampfstark und enorm aktiv. Trotz des bitteren Fehlpasses hat er sich in der restlichen Zeit eine gute Note „erkämpft“. Note: 2

Luka Vuskovic: Schwache erste Halbzeit mit viele Wacklern und einfachen Ballverlusten. Schade, dass er ausgerechnet im Nordderby seine bislang schwächste Leistung ablieferte – aber umso geiler, dass er dann so einen Treffer beisteuerte und sich am Ende wieder fing, als es darauf ankam. Stand lange auf einer Fünf – am Ende wurde es noch die Note: 3

Jordan Torunarigha: Er wird immer besser, weil sicherer. Rettete nach einer Viertelstunde stark als letzter Mann gegen Werders Topp und bügelte im er wieder Fehler der Kollegen aus. Bester Mann in der Defensive! Das war heute richtig gut! Einziger Wehrmutstropfen war der verlorene hohe Zweikampf vor dem 2:2. Ansonsten: Herzlich Willkommen, Herr Torounarigha! Sie sind endlich angekommen! Note: 2

Aboubaka Soumahoro (bis 59.): Überraschende Nominierung. Mal Links hinten, mal zentral im Mittelfeld, aber immer zu viel rückwärts. Er nahm mit seinen andauernden Rückpässen vielen Angriffen das Tempo. Nach so langer Pause muss man ihm Eingewöhnung zugestehen – aber das war heute (noch) nichts. Ich erspare ihm eine schwache Note.

Miro Muheim (ab 60.): So geht das! Endlich mal durchgezogen und sehr stark das 3:2 vorbereitet! Deutlich stärker als sein Vorgänger.  Zeiget eine gute Reaktion auf seine offenbar disziplinarische Denkpause heute. Note: 2

Albert Lokonga: Sensationelle Grätsche als Rettungsaktion in der 30. Minute, auch ansonsten sehr präsent. Sensationelle Ruhe am Ball – perfekt zu sehen bei seinem stark gemachten Treffer zum 1:1. Note: 2

Fabio Vieira (bis 82.): Auch wenn das noch ausbaufähig ist – seine Position ist die auf der Zehn. Das zeigte er heute wieder. Note: 3
Yusuf Poulsen (ab 82.):  
Was für eine Einwechslung. Sekunden auf dem Platz und den Siegtreffer zu 3:2 erzielt! Sensationell! Mehr konnte man nicht erwarten!

Nicolai Remberg: Er ist aus dem Zentrum nicht mehr wegzudenken. Ein absoluter Vorkämpfer und Stabilisator. Bekommt irgendein Kollege einen ab – er rächt ihn! Was für ein geiler Typ, der auch noch richtig gute kicken kann! So einen will jeder in seinem Team haben!  Note: 1

Jean-Luc Dompé (bis 90.): Er ist der einzige Außenstürmer beim HSV, der wirklich Gefahr bringt. Leider fehlt zumeist der Abnehmer für eine Flanken. Note: 2

Fabio Baldé (ab 90.): Durfte auf dem Platz mitjubeln!

Bakery Jatta (bis 82.): Ewigkeiten hat er gar keine Rolle gespielt, jetzt wird er gegen Kiel eingewechselt, trifft und darf im Nordderby von Beginn an ran. Defensiv war das okay – aber er sollte offensiv Schwung bringen, und das gelang ihm zu selten. Wobei auch klar ist: Kann er sein Tempo nicht einbringen, hat er nahezu null Mehrwert. Machte es in der zweiten Halbzeit besser. Note: 3,5

Giorgi Gocholeishvili (ab 83.): Kann er nicht ein paar Prozente seines Adrenalins an Philippe weitergeben? Er hat eh mehr als genug davon! So wünscht man sich Einwechselspieler – war sofort on fire!

Rayan Philippe (bis 59.): Jetzt durfte er endlich im Zentrum ran – und dann so eine erste Halbzeit. Das ist einfach zu wenig, Herr Philippe! 50 Prozent reichen einfach nicht! Ganz schwach. Note: 5

Ransford Königsdörffer (ab 60.): So geht das, Herr Philippe!!Er brachte schon in seinen ersten drei Minuten mehr Schwung rein, als Philippe zuvor über eine ganze Stunde. Gute Vorarbeit beim 1:1 von Lokonga. Er war ein wesentlicher Faktor, dass der HSV dieses Spiel noch gewonnen hat! Note: 2



Tom’s Bewertung des Spiels

Das Spiel beginnt mit Bremern, die versuchen, das Spiel zu übernehmen. Der HSV wirkt etwas unsicher, kommt aber ab der 10. Minute besser rein. Vor allem nach schnellen Ballverlagerungen schafft es der HSV, endlich schneller nach vorne zu spielen. Die Boxbesetzung passt allerdings nicht. In der 16. Minute endet ein Weitschuss von Capaldo in einem Konter, in dem Keke Topp 1-gegen-1 gegen Torunarigha ist, doch Torunarigha verteidigt die Situation gekonnt weg. Danach übernimmt der HSV dann auch die Spielführung. Sie schaffen es immer wieder, Dompe freizubekommen, der auch gute Flanken schlägt. In der 22. Minute spielt Dompe eine überragende Flanke, allerdings verpasst Rayan Philippe knapp und der Ball segelt ins Aus.

Der Schockmoment folgte in der 45. Minute. Capaldo verliert im Aufbauspiel an der Seitenlinie den Ball, und plötzlich steht Stage im Zentrum völlig frei. Remberg kommt nicht mehr hinterher und so zieht der Bremer aus knapp 20 Metern ab und verwandelt zum 0:1.

HSV kämpft sich rein und kommt zur Führung

In der 2. Halbzeit kam Bremen mit Rückenwind aus der Kabine und versuchte, sich in der Hälfte des HSV festzusetzen. Doch von Minute zu Minute kämpfte sich der HSV zurück und bekam in der 54. Minute auch die erste richtig gute Torchance. Dompe flankte Richtung zweiter Pfosten, wo Jatta auftauchte. Backhaus, im Tor der Bremer, konnte allerdings parieren.

In der 59. Minute brachte Polzin dann Königsdörffer und Muheim. Und prompt fiel das 1:1, nachdem Königsdörffer im Bremer Strafraum den Ball gut abschirmte. Lokonga behielt unter Druck die Ruhe, schlug noch einen Haken und schloss ab. 
Der HSV versuchte, direkt weiterzumachen, kam aber nicht zu entscheidenden Situationen. In der 75. Minute war es dann Vuskovic, der nach einem Freistoß von Vieira mit der Hacke traf. Vieira haute den Ball endlich mal scharf in den 16er und so konnte Vuskovic seine Hacke nutzen, und netzte überragend ein.

Der prompte Gegentreffer- doch der HSV gibt nicht auf

Kurze Zeit später fiel dann aber auch direkt das 2:2. Nach einem Fehler im Umschaltspiel kamen die Bremer über die rechte Seite. Remberg, der seinen Gegenspieler im Rücken verlor, konnte nicht mehr eingreifen und so war es Njinmah, der den Ball am Ende über die Linie drückte.

Nun war das Spiel offen und es gab kleinere Möglichkeiten auf beiden Seiten. Den entscheidenden Treffer erzielte schlussendlich Yussuf Poulsen, der kurz vorher eingewechselt worden war. Nachdem Muheim sich im Zentrum überragend gegen 3 Bremer durchgesetzt hatte, behielt er die Übersicht und Poulsen schoss mit seinem ersten Ballkontakt das Tor.

Danach begann der HSV die Defensivschlacht. Alle hauten alles rein, zu Kontern kam man nicht mehr. Aber auch die Bremer hatten wenige Aktionen. Lediglich eine Aktion in der 90. Minute gab es, als Gocholsieshvili im Strafraum mit der Hand am Ball war. Eine strittige Situation, in der man sicherlich auch auf Elfmeter entscheiden kann. Doch Stegemann ließ weiterspielen, für ihn war die Entfernung zum Ball zu gering.

Nach 96 Spielminuten war es dann endlich geschafft, und der HSV schaffte es erstmal seit 2017 wieder, gegen Bremen zu gewinnen.

Fazit

Der HSV erkämpft sich einen 3:2-Derbysieg, der am Ende deutlich knapper war, als er hätte sein müssen. In der ersten Halbzeit konnte man die Vorteile nicht nutzen. Hinzukam, dass die Bremer sehr effizient agierten und die Tore zu den richtigen Zeitpunkten erzielten. Doch der HSV gab sich in diesem Spiel nie auf, kämpfte sich immer wieder zurück und wurde am Ende belohnt. Die vorher angesprochene Verbindung zwischen Stadion und Spieler wurde über 90 Minuten geschaffen und so rang der HSV die Bremer am Ende nieder. Der HSV war über die meiste Spielzeit das bessere Team und so ist der Derbysieg am Ende auch verdient. Jeder einzelne Spieler nahm den Kampf heute an und im Verbund schaffte es der HSV, die gemeinsame Stärke in einen Sieg umzuwandeln.

DIE EINZELBEWERTUNGEN:

Daniel Heuer Fernandes: Heuer Fernandes hatte wenig zu tun. Einen Ball nach der Halbzeit parierte er sehr gut, bei den Gegentoren kann er wenig machen. Eventuell kann er beim 0:1 einen kleinen Schritt nach links machen, der Fehler lag aber im Vorhinein. Note:  3

Nicolas Capaldo: Er arbeitet viel und gewinnt fast jeden Zweikampf. Er gibt jedes Spiel alles und das spiegelt sich auch in seiner Leistung wieder. Das erste Gegentor muss er aber auf seine Kappe nehmen, da darf er den Ball nie so hergeben. Note: 2,5

Luka Vuskovic: Heute bis zum tor etwas schwächer. Defensiv war er wieder gut und verteidigte das meiste weg. Allerdings hatte er wieder einige Fehler im Aufbau. Nach seinem Tor kam er zurück zu seiner alten Leistung. Note: 3

Jordan Torunarigha: Er war defensiv der beste Mann. Vor allem das 1-gegen-1 mit Topp verteidigt er super. Sein Aufbauspiel ist nach wie vor ausbaufähig, aber er wird immer besser. Note: 2

Aboubaka Soumahoro:  

Er spielte inverser, um die Bremer im Zentrum zu binden. Spielte die meisten Bälle zurück, um sich Sicherheit zu holen. Er hat Talent und er wird noch kommen, aber heute war seine Leistung leider nicht so gut. Note: 4,5

Albert-Sambi Lokonga: Er spielte heute sein bisher bestes Spiel für den HSV. Er bringt die Ruhe rein und leitet mit Remberg zusammen den Spielaufbau. Zudem ist er vor dem Tor gut und ackert auch defensiv. Heute gewann er viele wichtige Zweikämpfe Note: 1,5

Nicolai Remberg: Remberg ist der wichtigste Mann im HSV-System. Er arbeitet alles ab holt jeden Ball aus der Luft und verlagert super. Heute hat er bei beiden Toren nicht gut ausgesehen, das restliche Spiel aber wieder überragend. Note: 2,5

Jean-Luc Dompé:

 Er kann wieder der alte werden, ihm fehlt leider der Abnehmer im Zentrum. Seine Flanken waren heute sehr gut, mit einem Stoßstürmer hätte er heute vielleicht 2 Vorlagen gehabt. Note:3

Fabio Vieira:

Er konnte sich vorne mehr einbringen und löste enge Situationen gut auf. Auch die Vertiekalität bringt er mit rein. Er war ein gut aber nicht auffällig. Note: 3


Rayan Philippe: 
Er machte heute zu wenig aus der Chance im Sturm. Man hat bei ihm manchmal das Gefühl er will nicht. Er hätte 3,4 gute Situationen einleiten können zog aber nicht durch. Sonst war er sehr unauffällig Note: 4

Königsdörffer(59.):

Er arbeitete viel und konnte seine Qualitäten heute auch endlich mal wieder einbringen. Erst ist in den wichtigen Situationen leider vom Pech verfolgt. Häufiges Pech ist manchmal aber auch ein Qualitätsproblem Note: 3

Bakery Jatta: Er wuselte sich durch konnte in der ersten Halbzeit seine Stärke des Tempos weniger ausspielen. Das wurde dann in der zweiten Halbzeit besser Note: 3

Poulsen(82.):

Erster Kontakt, entschiedenes Tor. Das muss ein Stürmer machen. Danach versuchte er die Angriffslinie zu koordinieren. Machte all das was er machen konnte Note: 2

Muheim (59.):

Endlich setzte er sich offensiv wieder so durch wie wir es kennen. Super aktion vor dem 3:2. Defensiv ist leider nach wie vor anfällig, ihm fehlt manchmal das richtige Timing und Stellungsspiel. Note: 3

Balde (90.): Kam zum Schluss, hatte kaum Aktionen Note Keine Note

Gocholeishvili (82.):

Hatte auch wenig Zeit, bringt aber immer eine gewisse Grund Aggressivität mit. Das war heute wichtig. Note: 3

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

HSV: Heuer Fernandes – Capaldo, L. Vuskovic, Torunarigha – Jatta (82. Gocholeishvili), Sabi Lokonga, Remberg, Soumahoro (60. Muheim) – Vieira (82. Poulsen), Philippe (60. Königsdörffer), Dompe (90.+2 Balde)

SV Werder Bremen: Backhaus – Sugawara, Pieper, Coulibaly, Friedl – Lynen, Stage – Puertas (79. Boniface), Schmidt, Grüll (87. Mbangula) – Topp (68. Njinmah)

Tore: 0:1 Stage (45.), 1:1 Sambi Lokonga (63.), 2:1 Vuskovic (75.), 2:2 Njinmah (78.), 3:2 Poulsen (84.)

Zuschauer: 56.300 (ausverkauft)      

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

Gelbe Karten: Vuskovic, Remberg / Stage, Topp, Grüll, Friedl, Coulibaly, Schmid