HSV vor Stuttgart: Neue Offensive mit Doppel-10?

HSV vor Stuttgart: Neue Offensive mit Doppel-10?

Moin zusammen,

die neue Woche ist gestartet, ich hoffe, ihr hattet ein schönes Osterwochenende. Wenn die neue Woche startet, hat man das Spiel vom Wochenende noch nicht ganz abgehakt und doch will man schon den Blick auf das nächste wichtige Spiel richten. Am Sonntag geht es nach Stuttgart. Übrigens möchte ich hier nochmal die Anstoßzeit anmerken. Sonntag 17:30 Uhr ist schon wirklich hart, vor allem bei der Strecke. Es ist klar, dass Stuttgart an diesem Spieltag auf einem Sonntag spielt, aber da die Wochen der Europa-League-Spiele schon vorher draußen sind, finde ich, dass man so etwas mal beachten kann. Mit der Bahn hast du so oder so keine Chance, vor 6:30 Uhr zu Hause zu sein, und auch mit dem Auto bist du, wenn du nach Abpfiff gut aus der Stadt wegkommst, nicht vor 2 Uhr daheim. Und das an einem Sonntag beziehungsweise dann schon Montag. Das finde ich schade. Aber das ist m. M. n. ein generelles Problem. Kaiserslautern spielt in Kiel an einem Freitag um 18:30 Uhr. Und dort geht es ja nicht mal um Einzelspiele und TV-Gelder, wie bei Stuttgart-HSV, da man sowohl Freitag als auch Sonntag in der Konferenz spielen könnte.

Thema Flanken

Jetzt aber genug damit, wir wollen uns wieder mit dem Wesentlichen beschäftigen. Das Spiel am Samstag hat mal wieder gezeigt, dass Glatzel auch in der Bundesliga gut performen kann. Er machte die hohen Bälle gut fest, leitete sie weiter und legte sie ab. So wie es ein Zielspieler machen muss, hat mir das sehr gut gefallen. Auch die erste Szene im 16er, wo Glatzel bei der Flanke erst den Schritt nach vorne antäuscht, um sich dann hinten abzusetzen. Leider erreicht er den Ball nicht, da er vom Verteidiger mit harten Mitteln davon abgehalten wird, das war aber alles regelkonform. In der zweiten Halbzeit kam Glatzel weniger zu diesen Aktionen und da fiel mir eine Sache auf, die mich wirklich geärgert hat. Und das sind die Flanken. Glatzel hat vor dem Tor eine Kernkompetenz und das ist das Kopfballspiel. Aber wie soll ein Glatzel ein Kopfballtor machen, wenn er halbhoch angeflankt wird? Da würde ich gerne mal eure Meinung hören. Aber jede Flanke, an die ich mich erinnern konnte, kam falsch. Wenn Glatzel vorne drinstand, wurde der Ball halbhoch auf das Knie des Augsburgers geschlagen. Wenn Glatzel mal nicht drinstand, sondern Vieira oder Königsdörffer, wurde das Ding 2 Meter in die Luft über den Kopf des Stürmers gehauen. Da kann man echt verzweifeln. Und dann tut mir auch jeder Stürmer vorne drin leid. Denn da hätte nicht mal Selke einen Kopfball bekommen. In meinem Verständnis von Fußball flankt man den Ball hoch, wenn der Zielspieler in Form von Glatzel bereitsteht. Und wenn z. B. Viera im 16er ist, flankt man den Ball entweder auf Höhe seines Kopfes oder man spielt den Ball mit vollem Druck flach in die Mitte bzw. in den Rückraum. Aber der HSV hat genau das Gegenteil gemacht. Da würde ich sowohl als Trainer als auch als Spieler im Zentrum kochen. Schreibt da gerne mal rein, wie ihr das gesehen habt.

Offensive mit zwei 10ern?

Ein Aspekt, den ich zunächst positiv aus diesem Spiel ziehe, ist das Debüt von Grønbæk. Die erste Aktion war misslungen, aber danach hat er sich wirklich gut gemacht. Er hat versucht, das Spiel an sich zu reißen und vor allem: Wenn er weggedrückt wurde, hat er weitergemacht und ist nicht hingefallen. Er hat versucht, sie durchzusetzen. Und dann dieser Schuss aus der Distanz. Junge, Junge, was wäre passiert, wenn der gesessen hätte? Da hat Dahmen gezeigt, warum er letzte Woche das Nationalmannschaftstrikot tragen durfte, geile Parade! Aber dennoch brachte mich dieses Debüt zu einer Idee, wie der HSV sich offensiv aufstellen könnte. Und zwar mit 2 10ern in Person von Grønbæk und Vieira. Beide sind technisch gut, beide haben einen satten Abschluss. Und wenn Grønbæk in den nächsten Spielen an diese 15 Minuten anknüpfen kann, kann das wirklich was werden. Denn dann hast du 2 Spieler hinter der Spitze, die das gezielte Auge haben, aber selber auch wissen, welchen Raum sie belaufen müssen, wenn der andere den Ball hat. Und sind wir mal ganz ehrlich: Alles andere hat da vorne auch nicht so gutgeklappt. Otele macht seine Sache hin und wieder ganz gut, das am Wochenende war aber auch nicht seine beste Leistung. Aktuell passt es mit Königsdörffer und Glatzel vorne ganz gut, die beiden harmonierten sowohl gegen Union als auch gegen Augsburg gut zusammen. Aber wenn einer von beiden kaputt ist, kann man meiner Meinung nach einfach mal Grønbæk reinschmeißen und ihn mit Vieira hinter der Spitze wirbeln lassen. Ich denke, das würde mit Glatzel als klaren Zielspieler am besten passen, aber das ist nur mein erster Gedanke. Ich würde so eine Option eher in Spielen wie in Bremen oder zu Hause gegen Hoffenheim bzw. Freiburg probieren, aber wer weiß, vielleicht nimmt sich das jemand zu Herzen und es wird am Sonntag direkt aufs Feld gebracht. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, dass sich da vorne was ändert, weil das Spiel in Stuttgart einfach ein komplett anderes ist. Stuttgart hatte im Hinspiel schon 60 % Ballbesitz und das, obwohl sie in der 1. Halbzeit überwiegend mit der zweiten Garde aufgelaufen sind. Da hat das mit Glatzel und der ersten Halbzeit gut funktioniert. Ich denke, das Rückspiel am Sonntag wird ein ganz anderes. Aber wer weiß, vielleicht macht genau dann ein Zielspieler wie Glatzel wieder den Unterschied. In seinen bisherigen Startelf Einsätzen hat er, ausgenommen von Mainz, geliefert.

Schreibt doch gerne mal rein, was ihr von der Idee mit Grønbæk und Vieira haltet und wie der HSV in Stuttgart beginnen sollte.

Tom

Aluminium, Rot, Intensität – trotzdem nur ein Punkt für den HSV gegen Augsburg

Aluminium, Rot, Intensität – trotzdem nur ein Punkt für den HSV gegen Augsburg

Manchmal erzählt ein Spiel mehr als das Ergebnis. Dieses 1:1 gegen Augsburg gehört genau in diese Kategorie. „Aluminium, Platzverweis, wilde Schlussphase“ – selten hat eine Schlagzeile ein Spiel so treffend beschrieben wie heute im Volkspark. Und trotzdem bleibt am Ende dieses Gefühl: Da war mehr drin. Viel mehr.

Der HSV startete ordentlich in die Partie, hatte durch Otele früh die erste Chance und zeigte sofort, dass er dieses Spiel annehmen wollte. Aber Augsburg war vorbereitet, stand kompakt, spielte schnörkellos nach vorn und wartete auf genau den einen Moment. Und der kam. Eine Flanke, ein verlorenes Duell, ein Abpraller – und plötzlich steht Arthur Chaves genau da, wo er stehen muss. 0:1. Aus dem Nichts. Ein Gegentor, das sich nicht unbedingt angekündigt hatte, aber perfekt zu einer Phase passte, in der der HSV zwar bemüht war, aber noch nicht zwingend genug agierte.

Was danach folgte, war zunächst viel Ballbesitz, aber wenig Durchschlagskraft. Augsburg verteidigte clever, machte die Räume eng und zwang den HSV immer wieder zu Lösungen, die nicht ganz zu Ende gespielt wurden. Und doch kippte das Gefühl langsam. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurden die Aktionen klarer, gefährlicher. Muheim per Freistoß, Otele mit einer guten Gelegenheit, Glatzel nur knapp vorbei – das war mehr als nur ein kurzes Aufbäumen, das war ein erstes echtes Zeichen, dass dieses Spiel noch lange nicht entschieden ist.

Nach der Pause kam der HSV dann mit genau der Energie aus der Kabine, die man sich gewünscht hatte. Mehr Tempo, mehr Mut, mehr Zielstrebigkeit. Und dann ging es plötzlich ganz schnell: Ballgewinn, Umschalten, Kombination – und Königsdörffer schließt kompromisslos zum 1:1 ab. Das Stadion war da, das Spiel war offen, und alles deutete darauf hin, dass der HSV jetzt nachlegt. Spätestens als Vuskovic kurz danach per Kopf nur den Pfosten traf, war klar: Augsburg wackelt. Der HSV war dran. Ganz nah dran.

Und dann kam diese eine Szene, die alles veränderte. Muheim, letzter Mann, ein unglücklicher Moment, eine Notbremse – Rot. Ausgerechnet in der Phase, in der der HSV das Spiel komplett auf seine Seite gezogen hatte. Ausgerechnet dann, als man das Gefühl hatte, dass hier gleich das 2:1 fällt. In diesem Moment kippte die Erwartung im Stadion schlagartig. Viele dachten: Das wird jetzt ein reines Verteidigen.

Aber genau das passierte nicht. Und genau das macht dieses Spiel so besonders.

Natürlich hatte Augsburg in Überzahl seine Möglichkeiten, natürlich wurde der Druck größer. Gregoritsch aus kurzer Distanz an den Pfosten – das hätte das Spiel drehen können. Aber was danach folgte, war kein Einbruch, sondern ein Aufbäumen. Der HSV bekam plötzlich eine zweite Luft, befreite sich, wurde wieder mutig und suchte selbst den Weg nach vorne. Es war fast surreal zu sehen, wie die Mannschaft in Unterzahl wieder die Kontrolle übernahm, wie sie Chancen kreierte und Augsburg ins Wanken brachte.

Die Szene mit Zesigers Rückpass, der über Dahmen an die Latte sprang, war sinnbildlich für diese Phase. Kurz danach der Distanzschuss von Grönbaek, den Dahmen mit Mühe an den Pfosten lenkt. Dann die VAR-Situation, der kurze Moment des kollektiven Ausrastens im Stadion, als der Elfmeter gegeben wurde – und die Ernüchterung Sekunden später. Und trotzdem: Der Volkspark hat gebrannt. Weil alle gespürt haben, dass hier gerade etwas entsteht, das über ein normales 1:1 hinausgeht.

Der HSV war zu zehnt näher am Sieg als Augsburg in Überzahl. Und das sagt alles über dieses Spiel.

Muheim hat es nach Abpfiff treffend formuliert: Die Szene war unglücklich, aber das, was die Mannschaft danach gezeigt hat, war unglaublich. Genau das ist der Kern dieses Spiels. Diese Mannschaft lebt, sie hat eine Haltung, sie gibt sich nicht auf. Egal, was passiert.

Und genau deshalb fühlt sich dieses Unentschieden so seltsam an. Auf dem Papier ist es ein Punkt, ein wichtiger Punkt im Abstiegskampf. Einer, der hilft, einer, der Stabilität gibt. Aber emotional bleibt dieses Gefühl, dass hier zwei Punkte liegen geblieben sind. Weil der HSV heute gezeigt hat, dass er mehr kann. Dass er Spiele ziehen kann. Sogar in Unterzahl.

Fazit:
Dieser Punkt kann am Ende Gold wert sein – wahrscheinlich sogar der, der reicht, um den direkten Abstieg zu vermeiden. Jetzt geht es darum, sich auch noch rechtzeitig vom Relegationsplatz abzusetzen. Denn wenn diese Energie bleibt, wenn diese Mentalität konserviert wird, dann ist da noch einiges drin.


DIE EINZELBEWERTUNGEN:

Daniel Heuer Fernandes: Er hatte nicht viel zu tun – und trotzdem war es häufiger gefährlich, als es ihm lieb war. Beim Gegentor chancenlos, danach mit Pfosten und etwas Glück den Punkt gesichert. Note: 3

William Mikelbrencis: Er hat seine Szenen – aber die ausschließlich offensiv. Defensiv ist er eine Vollkatastrophe! Wieder Schuld am Gegentor! Wie kann man nur so unfassbar schlecht verteidigen? Das ist Kreisklassen-Niveau! Er schaute nicht mal auf den Ball! Offensiv war das ne 3, defensiv eine 6 – ergo: Note: 4

Luka Vuskovic: Hatte seine Abwehr heute in der ersten Halbzeit nicht im Griff. In der zweiten Hälfte wurde auch er besser. Schade, dass sein Kopfball nur an den Pfosten ging. Note: 3

Jordan Torunarigha: Das war sehr ordentlich. Für mich war er heute der beste Defensivakteur beim HSV. Note: 2

Warmed Omari: Er ist noch weit entfernt von der Form, die er vor seiner langen Verletzungspause hatte. Zu langsam in seiner Entscheidungsfindung. Er ließ sich von Gregoritsch immer wieder verladen. Note: 4

Albert-Sambi Lokonga: Oha, das war erste Halbzeit gar nichts. Im Zentrum war der HSV so offen, wie lange nicht mehr. Zweite Halbzeit war es etwas besser. Note: 4

Miro Muheim: Fahriges Passspiel zu Beginn der Partie, aber er wurde besser. Ganz bitterer Stockfehler vor seiner Roten Karte, die im Zustandekommen dann noch mal bitterer war. Note: 5

Ransford Königsdörffer (bis 67.): Eine Frechheit, wie wenig er in der ersten Halbzeit mit nach hinten arbeitete. Noch schlimmer war, als er nach einem peinlichen Fehlpass abreißen ließ und es gefährlich wurde. Ich hätte ihn zur Halbzeit spätestens runtergenommen. Aber: Gut, dass ich nichts zu sagen habe! Das Trainerteam entschied sich anders und scheint ihm in der Pause mal deutlich gemacht zu haben, was für eine Sch…. das in der ersten Halbzeit von ihm war. Denn er wurde deutlich besser, lief mehr, kämpfte – und traf dann zum 1:1. Musste dann leider aus taktischen Gründen runter.  Note: 3

Albert Grönbæk (ab 67.): Was wäre das für ein Einstand gewesen, wenn der Distanzschuss drin gewesen wäre? Ein sehr spannender erster Auftritt…!! Note: 2,5

Philip Otele (bis 45.): Er ackert, er versucht viel – aber es kommt nichts dabei rum! Er ist einfach uneffektiv Note: 4

Rayan Philippe (ab 46. / bis 90.): Ihn erst einzuwechseln und dann wieder runterzunehmen, hätte Polzin sich sparen sollen. Dass der Franzose da irritiert war, kann ich gut nachvollziehen. Für diese taktische Auswechslung (um Zeit von der Uhr zu nehmen) hätten sich viele andere Spieler besser geeignet. Ansonsten war der Franzose gewillt – aber null effektiv. Note: 4 

Otto Stange (ab 90.): Durfte sich die Punktprämie noch abholen.
Robert Glatzel (bis 67.): 
War richtig gut im Spiel, machte Bälle fest, verteilte sie und war gefährlich. Er lieferte seinen Teil und war mit der Ablage auf Königsdörffer maßgeblich am Ausgleichstreffer beteiligt! Musste taktisch raus – was extrem schade war. Er war noch für einen Treffer gut…! Note: 2

Giorgi Gocholeishvilli (ab 67.): Der Einsatz und der Wille ist immer da. So einen Ersatzspieler will man in seinem Team haben. Aber: Er weiß zu oft nicht, wann er dribbeln und wann er besser passen sollte! Note: 3

Fabio Vieira: Er kann noch mehr – obwohl das heute nicht schlecht war. Dennoch, und da muss ich mich Stefan Schnoor anschließen – da muss noch mehr bei rumkommen.    Note: 3


STATISTIK ZUM SPIEL:

HSV: Heuer Fernandes – Omari, L. Vuskovic, Torunarigha – Mikelbrencis, Sambi Lokonga, Vieira, Königsdörffer (67. Gocholeishvili), Muheim – Glatzel (67. Grönbaek), Otele (46. Philippe, 90.+4 Stange)

FC Augsburg: Dahmen – Chaves, K. Schlotterbeck, Zesiger – Wolf, Fellhauer (80. Massengo), Rieder, Giannoulis – Kade (80. Ribeiro), Claude-Mauirce (90. Ogundu)– Gregoritsch 

Tore: 0:1 Chaves (23.), 1:1 Königsdörffer (60.) 

Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)

Schiedsrichter:  Deniz Aytekin (Oberasbach)

Gelbe Karten: Otele, Torunarigha / Rieder, Zesiger, K. Schlotterbeck

Gelb-Rote Karten: – / – 

Rote Karten: Muheim / – 



Richtungsweisendes Spiel: HSV kämpft gegen Augsburg um wichtige Punkte

Richtungsweisendes Spiel: HSV kämpft gegen Augsburg um wichtige Punkte

Moin zusammen,

am Samstag spielt der HSV anlässlich des 28. Spieltages der Bundesliga zu Hause um 15:30 Uhr gegen Augsburg. Das Spiel wird im Einzelspiel bei Sky übertragen. Die Konferenz, die diese Woche 6 Spiele beinhaltet, könnt ihr auf DAZN sehen. Tabellarisch trifft der Tabellen-12. auf den 10. Der HSV hat aktuell 30 Punkte. Die Fuggerstädter stehen mit 31 Punkten einen Punkt vor dem HSV. Aus den letzten 5 Spielen konnten die Augsburger 6 Punkte holen. Das letzte Spiel verloren sie zu Hause gegen den VfB Stuttgart mit 2:5. Die Augsburger haben sich, seitdem Manuel Baum wieder übernommen hat, gut entwickelt, stehen momentan aber dennoch mit der 3. schlechtesten Defensive da. Aktuell hat man eine Tordifferenz von –17.

Auf der anderen Seite hat der HSV aus den letzten 5 Spielen 4 Punkte geholt. Das letzte Duell in der Liga verlor man nach 2:0-Führung am Ende mit 3:2 in Dortmund. Defensiv steht der HSV deutlich besser da, man bekam lediglich 40 Gegentore. Das konnten bis jetzt nur 6 Mannschaften unterbieten. Das Spiel in der Hinrunde gewannen die Augsburger mit 1:0. In einem eher langweiligen Spiel behielten die Fuggerstädter am Ende die Oberhand und gewannen auch durchaus verdient. Dennoch soll sich das jetzt aus HSV-Sicht ändern.

FC Augsburg

Die voraussichtliche Aufstellung des FCA liest sich wie folgt:

Dahmen – Banks – Schlotterbeck – Chaves – Kade – Massengo – Jakic – Giannoulis – Kömür – Claude-Maurice – Gregoritsch

Gouweleeuw könnte als Kapitän wieder in die Mannschaft rücken.

Die Augsburger bestreiten ihr Spiel meistens in einem 3-5-2/3-4-2-1. Dabei ist natürlich vor allem der Name Michael Gregoritsch bei vielen bekannt. Der Österreicher spielte ja zu alten Erstliga Zeiten für den HSV. Einer der wichtigsten Spieler in der Offensive ist Claude-Maurice.   Er konnte in dieser Saison bereits 4 Tore erzielen und 6 weitere auflegen. Defensiv hat man mit Keven Schlotterbeck einen wirklich guten Innenverteidiger, ähnlich wie der Keeper Finn Dahmen, der ja in der letzten Woche bereits Thema im Blog war.

Die Augsburger begannen die Saison ja mit Sandro Wagner. Spätestens nachdem dieser am Anfang der Saison den Kader des FCA mit dem Kader des FC Bayern fast gleichgesetzt hat, fing es an zu bröckeln. Danach folgten einige schwache Leistungen, Wagner stand bereits vor dem Spiel gegen den HSV, welches ihm am Ende wohl noch eine längere Amtszeit verschaffte, in der Kritik. Im Dezember übernahm dann Manuel Baum, zuerst interimsmäßig, dann fest. Er stabilisierte die Augsburger deutlich und sammelte auch ordentlich Punkte ein. Mit dabei war ein Auswärtssieg beim FC Bayern, bis jetzt die einzige Niederlage der Bayern in dieser Bundesliga-Saison. Sonst konnte nur Arsenal London die Bayern schlagen und das in London. Also ein beträchtliches Ergebnis.  In den letzten Wochen flachten die Ergebnisse aber ein wenig ab, man verlor 3 Partien am Stück. Allerdings traf man mit Dortmund, Leipzig und Stuttgart dabei auch auf Platz 2, 3 und 4 der Bundesliga.

Personallage und möglicher Ansatz des HSV

Personal des HSV

Beim HSV fallen viele Spieler aus.

Capaldo, Roessing-Lelesiit, Poulsen, Dompe und Jatta sind verletzt. Remberg fehlt aufgrund der 10. Gelben Karte, die er sich gegen Dortmund geholt hat.

Wir haben ja bereits das Thema der Alternativen für Remberg angerissen. Unter der Woche brachten dann einige Berichte, vor allem aus der BILD-Zeitung, eine sehr offensive Variante rein, wie man Remberg ersetzen könnte. Und zwar mit Viera und Lokonga auf der Doppel-8 und Groenbaek auf der 10 hinter 2 Spitzen.   In der Pressekonferenz klang m. M. n. eher durch, dass Groenbaek von der Bank kommt, aber diese Möglichkeit besteht nach wie vor. Ich denke, es wird defensiver, aber ich wollte das hier auf jeden Fall einmal erwähnen, weil es eben eine sehr offensive Alternative wäre.

Ich gehe von folgender Aufstellung aus:

Heuer Fernandes im Tor.

Davor Toruarigha, Vuskovic und Omari.

Links Muheim, rechts Mickelbrencis.

Im Zentrum Elifadl und Lokonga.

Davor Vieira auf der 10.

Und in der Spitze Königsdörffer und Otele.

Die Dreierkette ergibt sich ja aus der Personallage, auf den Außen wird sich wohl nichts ändern.

Da beide Außenverteidiger ihre Stärken eher offensiv als defensiv haben, gehe ich davon aus, dass Elfadli die Position von Remberg übernimmt. Mit Vieira, Lokonga, Groenbaek und den Außenverteidigern hat man dann kaum noch gute defensive Absicherungen und ich gehe deshalb den Weg mit Elfadli. Vieira auf der 10 ist klar und vorne drinnen Königsdörffer und Otele. Otele hat seine Sache in Dortmund gut gemacht, war leider früh platt. Königsdörffer ist dann die einzige wirkliche Alternative, wenn Glatzel nicht spielt, da Downs einfach keine Leistung bringt. Vielleicht hat ihm das Tor bei der U21 Selbstvertrauen gegeben, aber in so einem wichtigen Spiel ist dieses „Vielleicht“-Szenario einfach nicht tragbar.

Spielerisch ist z. B. Stuttgart vor allem in der Tiefe zu guten Angriffen gekommen. In der ersten Halbzeit haben die Schwaben 0:3 geführt und noch 2 dicke Chancen gehabt, viele davon, als Führich (linker Flügel) die Kette attackiert hat und dann Mittelstädt (linker Verteidiger) in der Tiefe bedient hat. Auch das sind Möglichkeiten, wie der HSV zu Chancen kommen kann. Ein Vieira oder Otele attackiert die Kette und schickt den Mitspieler dann in den Raum, um von da aus das Zentrum entweder direkt vor dem Tor oder im Rückraum zu attackieren. Die defensive 3er-Kette der Augsburger ist zwar defensiv stark, hat teilweise aber auch Tempodefizite, die der HSV ausnutzen muss.

Defensiv geht es genauso um den Raum. Hier muss der HSV diesen verteidigen, denn den attackieren die Augsburger gerne. Immer wieder lässt sich ein Spieler aus der vordersten Augsburger Kette fallen, um einerseits eine Anspielstation zu sein. Andererseits ist das primäre Ziel, einen Verteidiger rauszulocken, um den Raum dahinter zu öffnen, damit dieser attackiert werden kann. Das haben sie auch unter Wagner im Hinspiel gemacht. Dort hat das extrem gut geklappt, weil der HSV defensiv die Spieler nicht gut übergeben hat und weil man die Wege in die Tiefe nicht mitgegangen ist.   Hier muss der HSV also andere Lösungen als im Hinspiel finden. Entweder verteidigt man das Ganze in der Mannverteidigung oder man gibt die Spieler an den nächsten Verteidiger ab. Wichtig ist, dass man sowohl den Raum nicht öffnet als auch die Anspielstationen, die sich dann im Zentrum ergeben, so gut wie möglich wegverteidigt.

Fazit

Der HSV hat mit 30 Punkten nach wie vor eine gute Ausgangslage, das Programm wird aber nicht einfacher. In Dortmund hat man gezeigt, dass man phasenweise mithalten kann. Wenn ein Gegner von diesem Kaliber aber aufdreht, wird es enorm schwierig. Der HSV muss jetzt schauen, so schnell wie möglich noch 5 bis 7 Punkte zu holen, um sich aus dem Abstiegskampf bestmöglich rauszuhalten. Da wäre ein Sieg gegen Augsburg ein erster Schritt. Damit würde man nämlich nicht nur 3 Punkte gewinnen, sondern würde mit Augsburg erstmal eine weitere Mannschaft in der Tabelle hinter sich lassen. Dennoch wird das Spiel kein einfaches. Wie gesagt, die Augsburger sind ein Team, das sich richtig gut stabilisiert hat und vor allem in der Rückrunde viele Punkte gesammelt hat. Die letzten 3 Spiele liefen nicht ganz so gut, aber es ging eben auch gegen die obersten Mannschaften der Liga. In diesem Spiel muss der HSV wieder an sein Leistungsmaximum rankommen und alles reinwerfen. Das Spiel ist kein Selbstläufer und es ist vor allem richtungsweisend. Es braucht wieder die volle Überzeugung und Fans, die das Volksparkstadion ein weiteres Mal zu einem Hexenkessel machen Dann hat der HSV auf jeden Fall Chancen, Punkte zu holen.

Tom

Fehlende Führung beim HSV? Die große Sportvorstand-Debatte

Fehlende Führung beim HSV? Die große Sportvorstand-Debatte

Moin zusammen,

Wie bereits angekündigt gehen wir heute mal direkt auf das Thema des Sportvorstandes ein. In den kommenden Tagen werden wir uns noch mit der fortlaufenden Kaderplanung beschäftigen und wer dafür zuständig ist, bzw. sein sollte, wird sowohl dort als auch hier heute explizit aufgegriffen. Da explizit in Konversationen aus dem Beitrag über Sebastian Kehl „HSV Update – Nationalspieler unterwegs – kommt Kehl nach Hamburg?“ angesprochen wurde, habe ich mir gedacht, dass ich die Punkte, die genannt wurden, mal aufgreife und meine Meinung zum Ganzen abgebe. Wir beginnen mit einer kurzen Beschreibung des Profils eines Sportvorstandes und gehen dann auf die von euch gebrachten Punkte ein.

Grundlage des Systems

Wir beginnen mal mit der grundsätzlichen Struktur beim HSV, zumindest ganz grob. Oben sitzt der Aufsichtsrat, der dafür verantwortlich ist, den Vorstand; den der AR installiert, um die Ziele des Vereins zu erreichen; zu beraten und zu überwachen. Beim HSV hatte man vor der Saison einen Vorstand aus Eric Huwer für das Thema Finanzen und Stefan Kuntz für das Thema sportliche Leitung. Der Sportvorstand ist dann dafür verantwortlich, dass die vorgegebenen Ziele des Aufsichtsrates eingehalten werden. Dabei leitet er die Aufgaben weiter an z. B. den Kaderplaner und das Trainerteam. Wenn etwas nicht funktioniert, muss er dafür sorgen, dass sportliches Personal entlassen wird oder Strukturen geändert werden. Das gilt auch für Spieler, die am Ende vertraglich ja ebenso Angestellte sind wie das Trainerteam. Das heißt, dass der Sportvorstand im Prinzip auch dafür zuständig ist, dass Spieler verpflichtet werden. Damit der Sportvorstand die richtigen Spieler holt, arbeitet er meistens eng mit Trainer und dem Kaderplaner zusammen. Am Ende soll ein erfolgreiches Team zusammengestellt werden, mit dem jeder glücklich ist.

Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, wie der Sportvorstand seine Position noch erweitert nutzen kann. Er kann z. B. durch internationale Beziehungen und sein nutzen um Personal an Land ziehen, welches den Kader, die Personalreihe oder das Nachwuchsleistungszentrum verstärkt.

Eine weitere Maßnahme, die heute üblich ist, ist, dass der Sportvorstand, vor allem wenn es brenzlig wird, selbstsicher auftritt und dem von ihm eingestellten Personal den Rücken stärkt bzw. dieses aus der Schusslinie nimmt. Dafür bedarf es natürlich bestimmter Attribute.

Die Rolle des Sportvorstandes hat Stefan Kuntz also innegehabt, bis es zum Auflösen des Vertrages Ende Dezember/Anfang Januar kam. Zunächst übernahm Claus Costa die üblichen Tätigkeiten im operativen Geschäft. Das macht er zum aktuellen Zeitpunkt immer noch, da der HSV bis jetzt keinen neuen Sportvorstand gefunden hat. Während der Transferperiode machte es eigentlich keinen wesentlichen Unterschied, ob nun Costa oder Kuntz die Transfers abwickelten. Am Ende schlug Costa die Spieler weitestgehend vor und Kuntz versuchte dann, die Transfers abzuwickeln. Nun schlug Costa die Transfers vor und wickelte sie eben auch ab. Ich bin nicht über jeden Verein informiert, aber ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass es üblich ist, dass ein Kaderplaner häufig die Ideen vorgibt und der Sportvorstand selbst eher selten aus Eigeninitiative Spieler holt. Deswegen machte es Sinn, nicht direkt nach dem Auflösen des Vertrages von Kuntz, einen neuen Sportvorstand zu installieren, sondern erstmal in Ruhe zu schauen, was der Markt hergibt.

Jetzt kommen wir aber in die Phase, in der die Kaderplanung zweigleisig geplant werden muss und in der auch die Kritik an egal welchen Stellen immer lauter wird. Und genau da kam der Einwand, dass es eben jetzt einen Sportvorstand benötige, der eben einem jungen Polzin den Rücken stärkt. Und das ist ein Punkt, dem ich zustimme. Von Polzin kann jeder halten, was er möchte, aber Fakt ist, dass er es geschafft hat, nach 27 Spielen mit 30 Punkten dazustehen. Dennoch ist die Kritik groß und das basiert maßgeblich auf einem Punkt. Die Personal Situation im Sturm mit Glatzel und Downs. Polzin hält an Downs fest, mit der Begründung, dass er für das defensiv ausgerichtete System besser sei. Dieses Argument klingt für viele schwammig, da man eben genau das nicht auf dem Platz sieht. Keiner weiß, wie die Situation mit einem Sportvorstand wäre, aber es bestünde die Möglichkeit, dass eben dieser den Rat an Polzin geben würde, Downs mal draußen zu lassen.   Zudem sollte ein Sportvorstand in die vorläufige Kaderplanung eingebunden werden, da man einerseits mit zwei Meinungen meistens zum besseren Ergebnis kommt. Andererseits besteht ja auch immer die Möglichkeit, dass ein geplantes Spielerprofil durch die Beziehung des Sportvorstandes einfacher oder günstiger zum Verein kommt.

Und es brächte jemanden, der genau jetzt auftritt und die Entscheidungen von Polzin, mögen sie auch noch so irreführend sein, öffentlich unterstützt, einfach damit die Last, die nun ganz und alleine auf Polzin liegt, geringer wird. Denn genau das ist das, was das Profil eines Sportvorstandes ebenso wichtig macht. Das man nach außen Souveränität präsentiert, damit man intern ruhig arbeiten kann.

Ebenso wurde der Punkt angeführt, wer bei einer Entlassung von Polzin überhaupt den neuen Mann holen soll. Und auch das ist ein wichtiger Punkt. Denn Claus Costas Fokus liegt auf dem Scouting und dem Kader, nicht auf der Spielweise und wie diese zum Kader passt. Eine Trainerverpflichtung nun auch noch auf die Schultern von Costa zu packen, ergäbe m. Mn. wenig Sinn.

Fazit

Grundsätzlich finde ich die Idee richtig, nicht direkt nach Kuntz einen neuen Sportvorstand zu holen. In einer Phase, in der es sportlich nicht allzu schlecht lief, hat man versucht, die Ruhe im Verein zu wahren, um einerseits die sportliche Leistung und andererseits die Transferpolitik nicht zu gefährden. M. M. n. hat das weitestgehend geklappt. Sicherlich waren nicht alle Transfers gut, aber es hat eben kein großes Chaos gegeben. Am Ende wurden die Spieler geholt, die geholt werden sollten, und auch sportlich konnte der HSV im Januar einige Punkte einfahren. Das war in früheren Zeiten mal anders.

Nun ist man allerdings bereits Ende März und man ist immer noch nicht so weit, dass man in näherer Zukunft einen Sportvorstand vorstellt. Der Aufsichtsrat hat ja eine Firma engagiert, die potentielle Kandidaten suchen soll. Dieses Vorgehen kann jeder selber bewerten. Soweit ich informiert bin, ist die endgültige Liste potentieller Kandidaten aber immer noch nicht vollständig beim Aufsichtsrat angekommen, und das verschafft den Eindruck, dass das eben noch lange dauern könnte. Und das, obwohl man meiner Meinung nach schon jetzt im Zusammenspiel zwischen Trainerteam, Kaderplaner und Sportvorstand Spielerprofile suchen und auch gegebenenfalls ansprechen sollte.

Mal angenommen, der HSV wäre an Brandt oder Süle interessiert, wäre es jetzt schon an der Zeit, z. B. einen Kehl als Sportvorstand damit zu beauftragen, die beiden Spieler ranzuholen. Denn der HSV wäre zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich nicht der erste Verein, der bei Spielern mit auslaufenden Spielerverträgen anklopft. Das Ganze hier ist natürlich nur ein Beispiel und soll keine Verbindung zwischen dem HSV und Süle und/oder Brandt bzw Kehl schaffen.

Wenn wir mal zum BVB schauen, scheint als erste Amtshandlung eine Vertragsverlängerung von Schlotterbeck in Sicht. Auch dafür wäre ein Sportvorstand jetzt beim HSV eine gute Option. Sicherlich kann auch Costa die Verträge verlängern, aber eine zweifache Mannstärke wirkt da eben besser. Nehmen wir mal das Beispiel Königsdörffer. Egal, ob man seine Leistungen jetzt gut findet oder nicht, am Ende verliert man eventuell einen Spieler ablösefrei, für den man im Sommer bei Vertragsverlängerung eine Ablöse bekommen würde.

Der HSV versucht, das Ganze ruhig und besonnen anzugehen, aber man bewegt sich hier auf einem schmalen Grat, da man sowohl in der Kaderplanung als auch in der Außendarstellung und der Souveränität, die Ruhe in den Verein bringt, ein Risiko eingeht, welches man m.Mn. durch die Installation eines Sportvorstandes meiden könnte.

Nun seid ihr aber wieder gefragt und dürft weiter diskutieren. Wie steht ihr zu dem ganzen Thema? Sollte man jetzt schon einen Sportvorstand installieren oder hätte es schon direkt nach der Entlassung von Kuntz passieren müssen? Und vor allem: Wer soll es werden?

Tom

HSV zwischen Länderspielpause und Transferphase: Entscheidungen stehen an

HSV zwischen Länderspielpause und Transferphase: Entscheidungen stehen an

Moin zusammen,

heute gibt es nur ein kleines Update, wir befassen uns in den nächsten tagen mal mit den bisherigen Ereignissen der Saison, aber das folgt. Heute wurde bekannt, dass Ransford Königsdörffer für die Nationalmannschat Ghanas nachnominiert wurde. Je nachdem wie der Trainer aufstellt, könnte es also sein, dass wir in beiden Spielen der deutschen Nationalmannschaft jeweils einen HSVer auf dem Platz sehen. Muheims Chancen stehen bei der Schweiz sicherlich besser, aber wer weiß, vielleicht kommt ja auch Königsdörffer zum Einsatz.

Anstehende Kaderplanung

Zudem geht es jetzt in die heiße Phase, was Verlängerungen beim HSV geht. Bei Mickelbrencis sind die Verhandlungen gestartet, hier könnte es in nächster Zeit eine Einigung geben. Bei Heuer Fernandes hängt das ganze ja auch vom Ausgang der Saison ab. Sollte der HSV die Klasse halten, gäbe es wohl eine Klausel im Vertrag, die eine Verlängerung beinhaltet. Auch bei Königsdörffer muss in den nächsten Tagen und Wochen geschaut werden, wie es weitergeht.

Außerdem gab es jetzt auch erste News zu den Leihspielern. Laut dem Abendblatt ist eine Verpflichtung von Philip Otele je nach weitere Leistungen möglich, bei Groenbaek muss man schauen, was er noch zeigen kann. Ich denke aber eher, dass es hier nichts wird, denn die anstehenden Spiele liefern eigentlich wenig Spielraum Groenbaek von Anfang an auf das Feld zu schicken, von der Bank wird es wohl schwierig einen großen Einfluss zu nehmen. Bei Downs und Gocholeishvili wird es, wie zu erwarten, wohl nicht zu einer festen Verpflichtung kommen. Downs zeigt keine Leistungen und Gocholeishvili ist seit einiger Zeit hinten dran. Auch bei Vieira wird die Kaufoption nicht gezogen, hier versucht man den Preis in einen angemessenen Rahmen zu verhandeln. Andernfalls würde man nach einem anderen Spielmacher Ausschau halten. Wir gehen auf die einzelnen Spieler in der Länderspielpause nochmal extern ein.

Tom

HSV Update: Nationalspieler unterwegs – kommt Kehl nach Hamburg?

HSV Update: Nationalspieler unterwegs – kommt Kehl nach Hamburg?

Moin zusammen,

die neue Woche ist gestartet und trotz der anstehenden Länderspielpause ist wieder viel los. Zunächst kommen wir einmal zu den Spielern, die auf Länderspielreise sind. Philip Otele steht im Aufgebot der nigerianischen Nationalmannschaft, Miro Muheim spielt für die Schweiz gegen Deutschland. Giorgi Gocholeishvili läuft für Georgien auf, Vuskovic für Kroatien. Dazu gibt es noch 4 Spieler, die zu U-Nationalmannschaften eingeladen sind. Dazu zählen Hannes Hermann (Deutschland U20), Fabio Balde (Deutschland U20), Damien Downs (U21 Amerika) und Otto Stange, der bei der deutschen U19-Nationalmannschaft bei der Eliterunde zur U19-EM für Deutschland im Aufgebot steht.

Mein Fazit zu BVB-HSV

Zum Thema 27. Spieltag ist meine Meinung, dass in diesem Spiel gegen diesen BVB aus der 2. Halbzeit maximal defensivere Außenverteidiger geholfen hätten. Auf rechts hätte ich spätestens nach dem 1:2 Gocholeishvili, mit dem Risiko, dass man aus dem Halbfeld noch den einen oder anderen Freistoß gegen sich kassiert hätte, eingewechselt. Auf der anderen Seite hätte es m. M. n. auch noch eine defensivere Variante gebraucht, um die Flanken von außen zu verhindern. Aber die Möglichkeit hat man nicht, da man für links nur Muheim oder gegebenenfalls Katterbach hat, die beide ihre Stärken eher in der Offensive als in der Defensive haben. Ein Vieira hätte m. M. n. nicht den Ausschlag gegeben, dass man am Ende mehr aus dem Spiel holt. Er bekam offensiv kaum Bälle, wenn er sie bekam, wurde er von 3 Mann gepresst. Die restliche Zeit wurde er sowohl von den Dortmundern als auch vom HSV überspielt. Natürlich wechselt man dann aber nicht Damion Downs ein, der noch nie Impact auf das Spiel des HSV hatte. Ich hätte Stange gebracht, aber auch da bin ich mir nicht sicher, ob das am Ende etwas verändert hätte. Ebenso hätte ein defensiver Wechsel nicht weniger Druck rausgenommen, weil man dem BVB noch mehr Platz auf dem Feld gegeben hätte. Im Nachhinein wissen wir es ja irgendwie alle besser. Wir können ja leider nicht sagen, was passiert wäre, wenn Dinge anders gehandhabt worden wären.

Gesamtbetrachtet war der BVB m. M. n. in der 2. Halbzeit so überlegen, dass es nur wenige Szenarien gegeben hätte, in denen der HSV aus dem Spiel Punkte mitnimmt. Die Wechsel haben definitiv nicht geholfen und waren nicht gut, aber ich sage, dass das am Ende keinen Unterschied gemacht hätte. Einzig wenn man bis zur 80. Minute irgendwie die 0 gehalten hätte, wäre was gegangen, aber ob das selbst mit einem Vieira auf dem Platz gehalten hätte, bezweifle ich. Am Ende war Dortmund in der 2. Halbzeit zu gut und die Leistung des HSV insgesamt nicht gut genug, um dort gegenzuhalten.

Kehl als neuer Sportchef?

Bleiben wir beim Thema BVB/HSV, kommen wir direkt zur nächsten Personalie. Sebastian Kehl wurde als Sportdirektor beim BVB entlassen, sein Nachfolger wird Ole Book aus Elversberg. Nun wird Sebastian Kehl beim HSV noch heißer gehandelt, es könnte in der Tat dazu kommen, dass Kehl das Amt des Sportdirektors beim HSV übernimmt. Das ist zum aktuellen Zeitpunkt aber noch alles Spekulation, es gibt auch Gerüchte über ein Engagement bei Tottenham. Ich habe mir mal die Transferhistorie von Sebastian Kehl angeschaut. Zum einen sind dort gute Transfers, zum anderen sind natürlich auch Flops dabei. Positiv sind sicherlich die Transfers von Schlotterbeck, Guirassy und im Nachhinein auch die Transfers von Maxi Beier und Felix Nmecha. Beier und Nmecha brauchten Anlaufzeit, ähnliches könnte auch bei Jobe Bellingham passieren. Zum aktuellen Zeitpunkt zählt der Transfer des Engländers aufgrund der Gebühr von über 35 Millionen Euro aber nicht zu einem guten Transfer. Weiterhin holte Kehl Waldemar Anton und auch Füllkrug, mit dem man am Ende Gewinn machen konnte. Auf der anderen Seite stehen Transfers wie Niklas Süle, das Versäumnis rund um Ian Maatsen im Verbund mit dem Yan-Couto-Transfer und auch der Transfer von Chukwueuemeka ist nach wie vor in der Kritik. Auch wurde immer wieder über die Personalie Modeste diskutiert. Am Ende war der BVB auch dank seiner Hilfe noch bis zum letzten Spieltag Tabellenführer, als man die Meisterschaft am 34. Spieltag wieder hergab.   Ähnliches galt auch bei Haller, er war aber m. M. n. der ausschlaggebende Punkt, warum der BVB am Ende überhaupt noch Chancen auf den Titel hatte. Auch das Champions-League-Finale erreichte der BVB unter Kehl. Man schaffte es aber bis jetzt immer noch nicht, mit Schlotterbeck zu verlängern, und ich denke, man hätte diesen auch verloren, wenn Upamecano nicht bei Bayern verlängert hätte.

Insgesamt also ein durchwachsenes Bild. Wenn ich mir aber mal die gesamte Historie der Transfers unter Kehl anschaue, wirkt das auf mich doch positiver, als die kritischen Stimmen es hergeben, da ich da schon viele gute Transfers sehe. Dennoch verpasste man es z. B. bei Karim Adeyemi, ihn für gutes Geld nach England zu verkaufen. Auch wenn es zum Zeitpunkt des Angebots klug erschien, ihn nicht zu verkaufen, schaut man da hinterher sicherlich anders drauf. Am Ende hatte man in der Zeit einen Transferverlust von ca. 8 Millionen Euro. Man hat mit Adeyemi, Guirassy, eventuell Schlotterbeck und Nmecha aber mittlerweile auch Spieler mit großem Marktwert im Verein. Und natürlich die neue Küche für 11 Millionen Euro. Das ist natürlich kein Transfer eines Spielers, aber diese Anekdote darf hier nicht fehlen.

Schreibt doch gerne mal eure Meinungen zum Thema Kehl in die Kommentare.

Tom