das Nordderby ist vorbei und es wirkt irgendwie wie ein Knackpunkt in der Saison. Das Spiel war ab Anpfiff der 2. Halbzeit Grotte, keiner wollte das Spiel gewinnen, und da gab es auch noch die Szenen vor und nach dem Spiel. Wenn auf oder außerhalb des Platzes Personen finanziell zu schaden kommen oder ihre Gesundheit gefährdet wird, ist eine klare Grenze überschritten. Das gilt es in aller Deutlichkeit zu verurteilen. Hierzu hat der HSV in einem Interview mit Cornelius Göbel Stellung bezogen. Das Ganze könnt ihr hier lesen: Göbel: „Eine klare Grenze ist überschritten“ | HSV.de
Vuskovic und Lokonga raus- Was jetzt?
Spielerisch fehlt bei mir mittlerweile auch der Ansatz. Ich weiß nicht, was jetzt noch hilft. Es wird jetzt über einen neuen Trainer diskutiert, aber selbst da sehe ich irgendwie keine Idee, wie man jetzt ein Spiel gewinnen soll. Welcher Ansatz soll da noch helfen? Der Ansatz der ersten Halbzeit war m. M. n. richtig, man hat Bremen weitestgehend vom eigenen Tor weggehalten, einige gute hohe Ballgewinne gehabt und ist auch nach einem Standard mal gefährlich zum Tor gekommen. Der lange Ball auf Glatzel hat gut funktioniert, aber nachdem er den Ball abgespielt hat, passierte irgendwie nichts. Und in der zweiten Halbzeit fiel das Ganze dann aus einem mir nicht ersichtlichen Grund zusammen. Und wenn ich mir den HSV mit einem neuen Trainer vorstelle, weiß ich nicht, was der noch anders machen soll. Er hätte Katterbach und Gocholeishvili bringen können, aber ob das am Ende den Unterschied gegen Hoffenheim und Freiburg machen kann? Ich weiß es nicht. Ich denke, wir sind uns einig, dass die langen Bälle auf Glatzel in den letzten Spielen das Mittel sind, aber was passiert, nachdem Glatzel den Ball festmacht? In HZ 1 haben die Mitspieler nichts damit angefangen, in Halbzeit 2 hat er die Bälle zu lang gehalten. Und mir fehlt die Fantasie, wie da noch was gehen soll. Egal in welchem System.
Zudem kommt, dass Vuskovic jetzt doch noch schwerer verletzt sein soll. Auch bei Lokonga ist ein Einsatz am Wochenende fraglich. Damit ist die Abwehr fraglich und auch im Zentrum fehlt das Übergangsspiel. Zumindest wenn Vieira so spielt wie gestern. Und auch der Rest … puh. Da kommt auch einfach keine Energie mehr. Irgendwie muss da jetzt für die letzten Spiele irgendwann ein Sieg rausgeholt werden. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie muss das passieren. Ob es eines Trainingslagers bedarf oder etwas anderem, es braucht einen harten Cut, ab dem man sagt, wir starten jetzt von neu. Nach wie vor hat der HSV eine gute Position in der Tabelle mit 5 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Aber ein Polster heißt eben nicht, dass man rechnerisch durch ist. 3 Punkte braucht man noch und die müssen jetzt irgendwie geholt werden. Scheißegal wie, Hauptsache man holt die Punkte. Man kann nach der Saison analysieren, was schiefging, aber jetzt muss man die richtigen Entscheidungen treffen, die am Ende mindestens 3 Punkte aus 4 Spielen holen Ob es ein neuer Impuls auf der Bank ist oder eine neue taktische Herangehensweise. Ich bin tatsächlich das erste Mal in dieser Saison komplett ratlos.
Dieses Spiel sollte der Schritt sein. Der vielleicht entscheidende. Der Moment, in dem der HSV im Abstiegskampf ein Zeichen setzt, Haltung zeigt, sich rauszieht aus dieser gefährlichen Zone. Stattdessen steht nach 90 Minuten im Weserstadion wieder dieses Gefühl, das sich in den vergangenen Wochen viel zu oft breitgemacht hat: Es war zu wenig. Wieder einmal. Der HSV verliert das Nordderby bei Werder Bremen mit 1:3 – und es ist eine Niederlage, die ein Muster bestätigt. Weil sie offenlegt, was aktuell fehlt. Und weil sie zeigt, dass diese Mannschaft im entscheidenden Moment ohne entscheidende Spieler nicht stabil genug ist.
Dabei begann alles in einem Rahmen, der genau das versprach, was ein Derby ausmacht: ein volles Stadion, eine brachiale Atmosphäre, eine Bremer Choreo, die den HSV symbolisch in den Untergang zieht, Pyro, Emotionen, Druck von allen Seiten. Genau die Bühne also, auf der du dich behaupten musst, wenn du in dieser Liga bleiben willst. Und der HSV? Der wirkte zunächst nicht unterlegen, aber auch nicht entschlossen genug. Bremen war griffiger, aktiver, ohne dabei wirklich zwingend zu werden. Der HSV lauerte, hatte durch Königsdörffer die erste große Chance – und genau das ist einer dieser Momente, die Spiele kippen können. Er nutzt ihn nicht. Und dann passiert das, was aktuell einfach zu oft passiert.
Werder trifft.
Stage köpft das 1:0 (37.), ein Treffer, der sich fast schon angedeutet hatte. Und der wieder einmal ofenlegte, dass der HSV auf den Außen nicht ligatauglich verteidigt. Weder rechts mit dem erneut erschütternden Mikelbrencis, noch links mit Muheim, der am Ende sogar verletzt vom Platz musste.
Aber okay, zunächst einmal antwortet der HSV. Schnell sogar. Glatzel mit einem überragenden Abschluss in den Winkel zum 1:1 (41.), ein Tor, das Qualität zeigt, das Hoffnung gibt, das eigentlich genau der Impuls sein müsste, dieses Spiel zu ziehen. Aber genau hier liegt das Problem: Der HSV schafft es nicht, diese Momente zu greifen.
Nach der Pause kommt Bremen wieder mit mehr Energie, mehr Klarheit – und wieder ist es Stage, der den Unterschied macht. Ein Traumtor aus 17 Metern in den Winkel, unhaltbar für Heuer-Fernandes – das 2:1 (57.). Und plötzlich kippt das Spiel komplett. Nicht, weil Bremen überragend wäre. Sondern weil der HSV nicht mehr die Mittel findet, zurückzukommen. Wenig Durchschlagskraft. Kaum klare Chancen. Ein harmloser Freistoß von Muheim als beste Möglichkeit – das ist zu wenig für ein Spiel, das über so viel entscheidet.
Und dann kommt das, was aktuell fast sinnbildlich für diese Mannschaft steht: der Kontrollverlust.
Otele, gerade erst eingewechselt, fliegt mit Rot vom Platz (79.). Eine Szene, die man diskutieren kann – aber die vor allem eines zeigt: fehlende Cleverness, fehlende Souveränität. Dafür zu viel Emotion, zu wenig Kontrolle. Und damit noch nicht genug. Auf der Bank eskaliert es später komplett. Rudelbildung, Provokationen, zwei weitere Rote Karten gegen HSV-Betreuer. Chaos statt Klarheit. Genau das ist das eigentliche Problem. Diese Unsouveränität zieht sich durch. Auf dem Platz. Neben dem Platz. In den entscheidenden Momenten. Und sie kostet den HSV Punkte.
Das 3:1 durch Puertas in der Nachspielzeit ist dann nur noch die Konsequenz (90.+1). Bremen nutzt einen Konter, macht den Deckel drauf. Und während Werder durchatmet und einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt macht, steht der HSV wieder da und muss sich fragen, warum es nicht reicht.
Die Antwort darauf ist unangenehm, aber offensichtlich: Weil diese Mannschaft aktuell nicht stabil genug ist. Weil sie es nicht schafft, in entscheidenden Phasen die Ordnung zu halten. Weil sie Spiele nicht kontrolliert, sondern sich zu oft treiben lässt – von Emotionen, von Rückschlägen, von Situationen.
Denn dieses Spiel war nicht einfach nur eine Derby-Niederlage. Es war ein Warnsignal. Ein ziemlich deutliches sogar. Der HSV steckt wieder voll drin im Abstiegskampf. Und wenn er nicht ganz schnell gegensteuert, wird es noch deutlich enger.
Es geht jetzt nicht mehr um schöne Ansätze oder einzelne gute Phasen. Es geht um Struktur. Um Disziplin. Um Kontrolle. Um genau das, was in Bremen gefehlt hat. Sonst wird aus „es war zu wenig“ sehr schnell „es reicht nicht“. Und dann wird es richtig gefährlich.
Nicolai Remberg: Es war ein vogelwildes Spiel. Wir haben verdient verloren. Unser Plan ist aufgegangen, Bobby lang zu schicken. Er hat ein überragendes Spiel gemacht, hat die Bälle gut festgemacht und wir wollten dann die zweiten Bälle aufsaugen. Das ist uns gut gelungen. In der zweiten Hälfte sind wir nicht gut nach vorn gekommen. Und dann ist es einfach nicht clever, dass wir uns immer wieder mit Roten Karten selbst schwächen. Der Platzverweis ist unglücklich, er wollte es nicht, aber er trifft ihn leider auch fies. Anschließend waren wir wieder ein Spieler weniger, und mussten hinterherrennen. Es ist jetzt eine Challenge für uns, aus der aktuellen Lage wieder gemeinsam herauszukommen. Wir werden jetzt die nächste Woche viel abbekommen, aber müssen dort gemeinsam durch. Jetzt zusammenzuhalten, ist die große Kunst.
Daniel Heuer Fernandes: In der ersten Hälfte ist viel von dem aufgegangen, was wir uns vorgenommen haben: das Pressing überspielen, viele lange Bälle auf Bobby und zweite Bälle gewinnen. Das hat in der zweiten Hälfte nicht mehr so gut geklappt, weil der Gegner auch etwas umgestellt hat. Das 1:2 war ein Traumtor und dann ein Nackenschlag. Die Rote Karte erschwert es, das Spiel wieder auf unsere Seite zu ziehen. Es ist ärgerlich, das Derby in Unterzahl zu beenden. Acht Platzverweise in der kompletten Saison sind sicherlich viel. Diese Niederlage sitzt schwer. Es ist ein harter Schlag, aber wir werden bei uns bleiben und weitermachen. Es geht darum, das Spiel schnell abzuhaken und sich auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren. Es bleiben jetzt noch vier Spiele und wir wollen die Partien ziehen.
Robert Glatzel: Es ist ein verdienter Sieg für Werder. Es war trotz allem kein so schlechtes Spiel von uns. Wir haben alles reingehauen. Es war ordentlich, aber es fehlten bei uns etwas die klaren Torchancen. Es war ein hitziges Spiel und es ist sehr viel passiert. Bis zur Roten Karte war alles drin. Am Schiedsrichter lag es sicherlich nicht. Hätten wir vor dem Tor noch mehr Druck aufbauen können, wäre Werder vielleicht mehr ins Wanken geraten. So hat uns etwas der Punsh gefehlt. Für uns war es kein schönes Erlebnis heute, aber wir müssen es nüchtern betrachten. Wir haben noch alles selbst in der Hand.
Merlin Polzin: Glückwunsch an Daniel Thioune und Werder Bremen zum Derbysieg. Es ist für uns ein sehr emotionaler Nachmittag mit einer Mischung aus Enttäuschung, Unzufriedenheit und Wut. Es wird ein paar Tage nachwirken. Wir wollten mit aller Macht alles investieren, um der Bedeutung dieses Spiel gerecht zu werden. Das hat man gespürt. Es war ein intensives Spiel mit einem leistungsgerechten Unentschieden zur Halbzeit. Danach haben wir es leider nicht geschafft, in den entscheidenden Momenten da zu sein: Uns haben die Galligkeit und die Verständnis fürs Verteidigen im richtigen Moment gefehlt. Wir fangen bei uns an: Wir nehmen es, wie es heute passiert ist. Es ist heute ein harter Moment, aber wir werden uns für die letzten vier Spiele wieder aufrichten.
Daniel Thioune: Wir hatten inhaltlich viele Probleme in der ersten Hälfte, haben es gegen Robert Glatzel nicht gut gemacht. Dennoch muss ich ein Riesenkompliment ans Team aussprechen. Wir wussten über die Herausforderung des Spiels und die Kritik am „Nicht-Derby-Modus“ aus dem Hinspiel. Wie wir das Spiel angenommen haben, war großartig. Das Derby hatte alles: viel Energie, unfassbare Tore, Rote Karten und ganz viel Emotionen. Sowohl beim 1:1 als auch beim 2:1 war der Körpereinsatz sehr hart bis grenzwertig, das gleicht sich aus. In der zweiten Hälfte waren wir dann viel besser im Spiel und haben das Stadion, das uns richtig getragen hat, für uns genutzt. Und mit Jens Stage hatten wir einen Spieler auf dem Platz, der mit nur einer Trainingseinheit ganz viel einbringen kann. Er ist ein absoluter „Glue Guy“, der die Kabine zusammenhält. Wir sind ein glücklicher Derbysieger.
Es gibt Spiele, die sind wichtig – und es gibt Spiele, die eine ganze Saison in sich tragen. Dieses Nordderby gehört ohne jede Frage zur zweiten Kategorie. Wenn der HSV am Sonnabend um 15.30 Uhr im Weserstadion aufläuft, geht es nicht einfach nur um drei Punkte. Es geht um einen Moment, in dem sich Wochen, Monate, vielleicht ein ganzes Jahr bündeln. Um die eine Gelegenheit, aus einem nervenaufreibenden Abstiegskampf den entscheidenden Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Und genau das spüren sie alle. In der Kabine, auf dem Platz, im Umfeld. Dieses Spiel ist anders.
Die Vorzeichen könnten kaum intensiver sein. Hochrisikospiel, tausende Polizisten, rivalisierende Fanlager, die sich seit Jahrzehnten nichts schenken. Das Weserstadion wird brennen – emotional, laut, aufgeheizt. Pyrotechnik auf den Rängen, Druck auf dem Platz. Und mittendrin ein HSV, der zuletzt nicht immer die Stabilität hatte, die er braucht, um solche Spiele zu bestehen. Die Zahlen sind klar: In den vergangenen Wochen lief die Mannschaft weniger als der Gegner, verlor mehr Zweikämpfe, wirkte nicht mehr so durchsetzungsstark wie noch zuvor. Aber genau darin liegt auch die Chance dieses Spiels. Denn ein Derby verzeiht keine halben Sachen. Es zwingt dich, alles reinzuwerfen. Es ist der Moment, in dem du dich entscheiden musst.
Und als wäre diese Ausgangslage nicht schon besonders genug, bekommt dieses Nordderby noch eine zusätzliche Ebene. Auf den Trainerbänken stehen sich mit Daniel Thioune und Merlin Polzin zwei Männer gegenüber, die mehr verbindet als ein normaler sportlicher Wettbewerb. Vor 13 Jahren begann ihre gemeinsame Geschichte in Osnabrück, als Thioune einen jungen, akribischen Beobachter ansprach und ihn kurzerhand zu seinem Co-Trainer machte. Sieben Jahre arbeiteten sie Seite an Seite, entwickelten sich gemeinsam, stiegen auf – und wurden Freunde. Jetzt stehen sie sich in einem der emotionalsten Spiele des deutschen Fußballs gegenüber. „Am Wochenende sind wir keine Freunde“, sagt Thioune mit einem Lächeln. Und doch liegt genau darin die besondere Spannung: Zwei Trainer, die sich kennen, die sich lesen können – und die genau wissen, dass es diesmal um alles geht. Und das Beste: Beide äußerten sich vor diesem Spiel im höchsten Maße respektvoll über den jeweils anderen. So gehört sich das…
Doch so besonders diese Geschichte ist, am Ende entscheidet nicht die Vergangenheit, sondern das, was auf dem Platz passiert. Und da richtet sich beim HSV vieles auf eine Personalie: Luka Vuskovic. Offiziell wackelt der Abwehrchef, Knieprellung, kein Mannschaftstraining, große Zweifel. Sein Ausfall würde die Defensive empfindlich treffen – das hat das 0:4 in Stuttgart brutal gezeigt. Und trotzdem bleibt ein Gefühl: Wenn es irgendwie geht, wird er spielen. Vielleicht nicht von Beginn an, vielleicht nicht bei voller Belastung. Aber Luka Vuskovic ist nicht der Typ, der zu so einem Spiel anreist, um dann 90 Minuten auf der Bank zu sitzen. Dafür ist dieses Derby zu groß, dafür ist die Situation zu entscheidend. Ich bin überzeugt, dass er am Ende auf dem Platz stehen wird – weil genau dieser Wille und solche Spieler jetzt gebraucht werden.
Denn dieses Spiel verlangt genau diesen Charakter. Mehr Wucht, mehr Präsenz, mehr Entschlossenheit. Spieler wie Nicolai Remberg, der sich von Pfiffen nicht einschüchtern lässt, sondern sie als zusätzlichen Antrieb begreift. Spieler wie Albert Grønbæk, der trotz kurzer Zeit im Verein sofort verstanden hat, welche Bedeutung dieses Derby hat. Es geht nicht mehr um Taktik-Debatten oder Formkurven. Es geht um Haltung. Um die Bereitschaft, diesen einen Schritt zu gehen.
Und genau deshalb ist dieses Spiel so geil. Weil es mehr ist als ein Derby. Weil es für den HSV die Chance ist, sich selbst zu beweisen, dass er bereit ist, in der Bundesliga zu bleiben. Wenn der HSV dieses Spiel gewinnt, macht er einen entscheidenden, riesigen Schritt Richtung Klassenerhalt e vielleicht den entscheidenden. Und genau deshalb wird dieses Nordderby kein fußballerischer Leckerbissen, sondern ein Kampf. Laut, intensiv, emotional, vielleicht auch chaotisch. Aber genau auf dieser Bühne entscheidet sich, wer bestehen kann, wenn es darauf ankommt.
Der HSV hat jetzt die Chance, diese Antwort zu geben. Und diesmal gibt es wirklich keine zweite mehr. In diesem Sinne, bis morgen!!
am Wochenende spielt der HSV das Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen. Es geht nicht nur um die Vorherrschaft im Norden, sondern auch um ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Der SV Werder Bremen steht aktuell auf Platz 15 der Tabelle und hat 28 Punkte auf dem Konto. Aus den letzten 5 Spielen konnte man 6 Punkte holen. Mit einem Torverhältnis von –20 steht man im Abstiegskampf aber in der Kategorie verhältnismäßig gut da. Auf der anderen Seite steht der HSV mit 31 Punkten auf Platz 12. Aus den letzten 5 Spielen konnte man lediglich ein Spiel gewinnen und 5 Punkte holen. Vor allem das letzte Spiel in Stuttgart war eine absolute Vollkatastrophe.
Das Hinspiel im Volkspark endete mit 3:2 für den HSV. Das letzte Spiel im Weserstadion konnte der HSV mit 0:2 gewinnen. Damals gab es noch die Corona-Beschränkungen, das Stadion war nur teilweise gefüllt. Am Wochenende ist das Stadion natürlich wieder ausverkauft.
Die voraussichtliche Aufstellung von Bremen liest sich wie folgt:
Die Bremer werden von Ex-HSV-Trainer Daniel Thioune geleitet. Meistens läuft das Team mit einem 3er-Mittelfeld und 2 Flügeln vor einer 4er-Kette auf. Das liest sich dann entweder als 4-2-3-1 oder als 4-3-3. Anders als in den vorherigen Stationen von Thioune spielt Bremen dabei vor allem viel in die Tiefe. Vorher setzte Thioune immer gerne auf Flanken, aufgrund des Stürmerproblems in Bremen ist das aber schwierig. Keke Topp hat sich das Kreuzband gerissen und Milosevic ist noch sehr jung für sein Alter Alle anderen Stürmer sind eher für Tiefgang als für Flanken eingeplant. Auf der linken Seite könnte Mbangula wieder eine Rolle spielen. Der 10-Millionen-Mann ist in Bremen aber meistens eher außen vor. Dennoch ist ein Einsatz eines solchen Spielers natürlich immer möglich, auch von Anfang an. Wie bereits gesagt sind die Bremer vorwiegend darauf aus, die Tiefe zu attackieren. Man presst zudem hoch, um von dort hohe Ballgewinne und schnelle Umschaltmomente zu kreieren. Zudem baut Bremen gerne von hinten auf und schlägt den Ball selten lang. Also tatsächlich etwas ähnlich dem Spiel des HSV.
Personallage beim HSV
Das Personal des HSV sieht zunächst besser aus, als man es vorher gedacht hätte.
Sicher ausfallen werden Dompe, Roessing-Lelesiit und Poulsen. Vuskovic und Lokonga werden noch beobachtet, Jatta wird es wohl wieder in den Kader schaffen.
Ich bin ehrlich, ich gehe fest davon aus, dass Vuskovic und Lokonga spielen, und deshalb ergibt sich für mich folgende Startelf:
Heuer Fernandes im Tor
Davor Toruanrigha, Vuskovic und Capaldo.
Muheim links, Mickelbrencis rechts
Remberg und Lokonga auf der 6
Vieira auf der 10
Und vorne Königsdörffer und Glatzel.
Alles andere macht aus meiner Sicht wenig Sinn. Und auch auf der Pressekonferenz hörte es sich so an, als wenn zumindest Vuskovic spielen wird. Ich denke, das ist auch der wichtigste Baustein. Ein Lokonga kann man mit Vieira und Groenbaek m. M. n. besser ersetzen als ein Vuskovic.
Spielerisch geht es in diesem Spiel mehr als in jedem anderen darum, das Spiel mit Überzeugung anzugehen und jeden Zweikampf gewinnen zu wollen. Man muss Feuer ins Spiel bringen und kluge Entscheidungen treffen. Klar braucht man auch einen guten Plan, aber in einem Derby ist es entscheidend, den Gegner so unter Druck zu setzen, dass dieser Fehler macht. Fehler sind in diesem Spiel deutlich häufiger vorzufinden als in anderen Spielen. Dann muss man diese natürlich auch ausnutzen und das Tor machen. Andersrum geht es darum, so wenig Fehler wie möglich im eigenen Spiel zu haben. Und wenn mal einer passiert, muss man mit vollem Elan und 100 % Gier hinterhergehen und den Ball zurückerobern.
Fazit
Ich habe es ja bereits gesagt: Das ist eines der wichtigsten Spiele der Saison. Nicht nur vom Image, sondern auch von den Punkten. Und hier musst du einfach alles reinwerfen. Wenn du alles reinwirfst und am Ende gewinnen solltest, hast du eine Woche Zeit, dich zu regenerieren. Also alles reinwerfen und das Spiel voll annehmen. Das Stadion wird kochen, der Auswärtsblock ist logischerweise ausverkauft und wird alles tun, um den HSV nach vorne zu brüllen. Wenn jeder, der es mit dem HSV hält, alles gibt, sind hier am Ende Punkte drin.
ich hatte es ja bereits letzte Woche angesprochen, ein Schlag auf das Knie ist nicht so schnell verheilt, wie man denkt. Und Ähnliches wird wohl auch bei Luka Vuskovic der Fall sein. Er war heute erneut nicht im Teamtraining und gilt aktuell als fraglich für das Spiel am Samstag in Bremen. Das wäre natürlich ein extremer Verlust. Wir haben gesehen, wie das aussehen kann, wenn Vuskovic fehlt. Aber so ist das leider, es würde ja auch in der nächsten Saison in Betracht kommen, dass sich ein potenzieller Nachfolger mal verletzt. Leider steht nun das wichtigste Spiel der Saison an. Ich denke, alleine das ist ein Grund, um Vuskovic trotz noch kleinerer Schmerzen einzusetzen. Ich habe damals 2 Wochen pausiert, weil ich kein Risiko eingehen wollte, habe aber natürlich keine Ärzte gehabt, die mir täglich sagen konnten, wie hoch das Risiko nun wirklich für Folgeverletzungen ist. Ich denke, wenn Vuskovic bis Freitag auf 80 % Leistungsvermögen kommt, wird er auch spielen. Weiterhin war Lokonga heute im individuellen Training, sie werden aber wohl sehr bald zurückkehren. Dennoch ist die Frage, ob es für einen Startelfeinsatz langt.
Das restliche Personal sollte klar sein
Die Startaufstellung stellt sich m. M. n. aber trotzdem fast von selbst auf. Wir gehen da nach der Pressekonferenz am Donnerstag nochmal gesondert drauf ein, aber meiner Meinung nach ist es eigentlich klar, wer wo spielt.
Heuer Fernandes startet im Tor, davor Torunarigha, Vuskovic und Capaldo. Dann Lokonga und Remberg, links Muheim, rechts Mickelbrencis. 10 Vieira Doppelspitze Königsdörffer und Glatzel. Alles andere macht m. M. n. keinen Sinn. Und das haben wir auch in Stuttgart gesehen. Ich weiß nicht, was Groenbaek auf der 6 zu suchen hatte, und den Einsatz von Balde erschließt sich mir nach wie vor nicht.
Sollten Lokonga und Vuskovic ausfallen, würde Torunarigha wieder in die Zentrale rücken und Elfadli auf links. Im Zentrum würde Vieira neben Remberg auflaufen und Groenbaek auf der 10. Alles andere ist m. Mn. nicht tragbar. Meiner Meinung nach darf es am Wochenende keine Experimente geben. Glatzel und Königsdörffer haben zusammen am besten vorne funktioniert, Vieira ist nach Lokonga der beste auf der Spielmacherposition neben Remberg und nicht Groenbaek. Das haben wir, glaube ich, alle am Wochenende gesehen, als plötzlich 2 Spieler, die eigentlich von der Doppelsechs gestellt werden müssen, alleine vor der 3er-Kette stehen.
Das Spiel in Stuttgart war Müll, da müssen wir uns nicht drüber streiten, aber es gilt jetzt voller Fokus auf das Spiel in Bremen. Gerne können wir nach der Saison alle Fehler ansprechen, aber jetzt müssen wir schauen, dass der HSV das Ding irgendwie geschaukelt bekommt, damit man in der Liga bleibt. Alles andere ist momentan unwichtig und kann nach der Saison besprochen und behoben werden.
Cardoso wird Trainer der HSV Frauen
Zudem gibt es noch eine News bezüglich der Frauenmannschaft, die für viele interessant sein könnte. Rodolfo Cardoso übernimmt vorerst die Frauenmannschaft des HSV. 4 Spieltage vor Schluss stehen die Frauen auf Platz 12 der Liga mit 3 Punkten Vorsprung auf Platz 13, der den Abstieg bedeuten würde. Hier setzt man nun im Endspurt noch einmal auf den Trainer-Effekt. Im nächsten Spiel geht es mit Nürnberg gegen einen direkten Konkurrenten. Die Entscheidung kam für einige etwas aus dem Nichts, es schien eigentlich wenig dafür zu sprechen, dass die Entscheidung so kommt. Auch wenn man so richtig im Abstiegskampf ist, schien Brancao sicher im Sattel Doch nun wird Cardoso die letzten Spiele übernehmen und versuchen, die Frauen in der Liga zu halten.
Cardoso ist ja schon eine Ewigkeit beim HSV. Er war Spieler und auch schon Interimstrainer in der Bundesliga. Wir wünschen alles Gute und viel Erfolg für den Endspurt!
Man kann Spiele verlieren. Auch deutlich. Und ja, man kann in Stuttgart verlieren – gegen einen Gegner, der aktuell zu Recht von der Champions League träumt und der mit einer Qualität auftritt, die für den HSV in dieser Saison schlicht eine Nummer zu groß ist. Aber die Art und Weise dieses 0:4 wirft trotzdem Fragen auf. Nicht, weil der HSV chancenlos war – das war gegen diesen VfB fast erwartbar. Sondern weil man das Gefühl hatte, dass die Hamburger dieses Spiel nie wirklich priorisiert haben.
Von Beginn an war klar, wohin die Reise geht. Stuttgart dominant, spielstark, mit Tempo und klarer Struktur. Der HSV dagegen tief, abwartend, im 5-3-2 auf Schadensbegrenzung bedacht. Das kann ein Plan sein – gerade auswärts, gerade gegen einen solchen Gegner. Aber dieser Plan braucht Intensität, Zweikampfhärte, Überzeugung. Und genau daran hat es über weite Strecken gefehlt.
Die ersten 30 Minuten waren sinnbildlich: Der HSV verteidigt, läuft hinterher, kommt kaum in Umschaltsituationen – und wenn sich mal eine Chance bietet, wird sie unsauber ausgespielt. Baldes Abschluss aus guter Position? In Richtung Seitenaus geschossen…! Königsdörffer? Ohne Durchschlagskraft. Phlippe? Bemühter als sonst – aber null Torgefahr. Und Stuttgart? Nutzt die Räume eiskalt. Stiller nach einem blitzsauberen Kombinationsspiel, Führich nach einem Hamburger Fehler – 0:2 zur Pause, und das völlig verdient.
Nach dem Seitenwechsel wurde es dann phasenweise richtig unangenehm. Stuttgart spielte sich in einen Rausch, der HSV kam kaum noch hinterher. Chancen im Minutentakt, Heuer Fernandes im Dauerstress – und der Einzige, der an diesem Nachmittag wirklich auf Bundesliga-Niveau dagegenhielt. Ohne ihn wäre das hier kein 0:4 geworden, sondern ein Ergebnis, über das man noch lange gesprochen hätte.
Dass zwei der vier Gegentore abgefälscht waren, passt fast ins Bild. Denn so kurios es klingt: Dieses 0:4 war am Ende noch schmeichelhaft. Wenn das Ergebnis das Beste ist, was man aus so einem Spiel mitnehmen kann, dann sagt das eigentlich schon alles.
Public Viewing in Bergedorf: Nordderby mit Ex-HSV-Kapitän Stefan Schnoor erleben
Das Restaurant Tellerturm im Bettenburg-Hotel (Oberer Landweg 27) erweitert sein Angebot und setzt künftig auch auf Live-Sport: Mit der neuen Sky Sports Bar entsteht in Nettelnburg ein Treffpunkt für alle Fußball-Fans aus dem Hamburger Osten. Ab sofort werden dort immer am Freitag und Samstag die Spiele der Fußball-Bundesliga live gezeigt.
Ein besonderes Highlight steht schon unmittelbar bevor: Am 18. April (Anpfiff: 15.30 Uhr) tritt der Hamburger SV beim großen Nordrivalen Werder Bremen an. Das Spiel aus dem Weserstadion wird im Rahmen eines Public Viewings live in der Sky Sports Bar im Restaurant Tellerturm auf einer Großbildleinwand und mehreren Fernsehern übertragen.
Für das Fußball-Event haben sich prominente Gäste angekündigt: Der frühere HSV-Kapitän Stefan Schnoor sowie der Journalist Marcus Scholz, bekannt durch den HSV-Blog „Moin Volkspark“. Gemeinsam begleiten sie das Nordderby mit fundierten Analysen und persönlichen Einblicken. Geplant sind kurze Talkrunden vor dem Anpfiff, in der Halbzeitpause sowie eine Analyse nach dem Spiel. Auch die Gäste vor Ort haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich aktiv einzubringen.
Ein weiterer Anlass macht das Public Viewing im Restaurant Tellerturm außergewöhnlich: Stefan Schnoor feiert an diesem Tag seinen 55. Geburtstag und möchte diesen gemeinsam mit zahlreichen HSV-Fans vor Ort begehen.
Das Restaurant Tellerturm lädt alle Fußball-Anhänger herzlich ein, dieses besondere Event in der neuen Sky Sports Bar zu erleben. Wer sich bis zum 16. April (18 Uhr) per E-Mail an events@tellerturm.de samt Personenzahl anmeldet, erhält eine entsprechende Tischreservierung sowie ein Getränk (wahlweise Bier, Softdrink oder Wasser) gratis. Für das leibliche Wohl wird natürlich ebenfalls gesorgt.
Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – lohnt sich ein zweiter Blick. Denn bei aller berechtigten Kritik darf man den Kontext nicht ausblenden. Der HSV ist personell angeschlagen in dieses Spiel gegangen. Vuskovic fehlt, Muheim gesperrt, Lokonga nicht fit – dazu einige Spieler, die offensichtlich nicht bei 100 Prozent waren. Und genau hier liegt vermutlich der eigentliche Schlüssel zu diesem Auftritt.
Man hatte nie das Gefühl, dass der HSV heute ins letzte Risiko gehen wollte. Dass man bewusst Körner spart. Dass man Spieler schont. Und wenn das so war, dann ist das – bei aller Enttäuschung über die Leistung – absolut nachvollziehbar. Denn so hart es klingt: Dieses Spiel in Stuttgart war nicht das, das über den Klassenerhalt entscheidet.
Das Spiel in Bremen ist es.
Dort geht es um alles. Um Punkte, um Emotionen, um einen direkten Konkurrenten. Und genau dafür braucht der HSV seine besten Spieler in bestmöglicher Verfassung. Wenn also heute der ein oder andere Prozentpunkt an Intensität gefehlt hat, wenn man vielleicht einen Schritt zu spät kam, einen Zweikampf nicht mit letzter Konsequenz geführt hat – dann könnte das auch eine bewusste Entscheidung gewesen sein.
Das macht die Leistung nicht gut. Aber es macht sie erklärbarer.
Und vielleicht liegt genau darin der einzige „positive“ Aspekt dieses Spiels: Der HSV hat sich selbst unter Zugzwang gesetzt. Nach so einem Auftritt gibt es keine Ausreden mehr. Keine Grauzone. Kein „war gar nicht so schlecht“. Dieses Spiel schreit nach einer Reaktion.
In Bremen.
Dort muss der HSV zeigen, dass das heute ein Ausrutscher war. Dass man mehr kann, mehr will, mehr ist als das, was man in Stuttgart auf den Platz gebracht hat. Wiedergutmachung ist kein leeres Wort mehr – sie ist Pflicht.
Denn eines ist klar: So wie heute wird es im Abstiegskampf nicht reichen. Aber vielleicht war genau das die notwendige Erinnerung daran.
Daniel Heuer Fernandes: Wir sind in keiner Phase des Spiels in unsere Abläufe gekommen. Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt. Wir waren darauf eingestellt, dass sie viel Ballbesitz haben werden. Wir wollten kompakt stehen und dem Gegner wenig Räume lassen. Das ist uns heute nicht gelungen. Zudem haben uns die Momente gefehlt, im Ballbesitz mutig zu sein. Deshalb ist es eine verdiente Niederlage.
Daniel Elfadli: Es war eine toughe Aufgabe. Stuttgart ist eine Top-Mannschaft: sehr flexibel im Angriff, viele Positionswechsel. Sie haben es gut gemacht, wir dagegen nicht. Wir haben den Gegner durch individuelle Fehler eingeladen. Ohne diese Fehler hätten wir vielleicht etwas mitnehmen können, so hatten wir etwa in der ersten Hälfte einige Aktionen nach vorne, die wir nicht nutzen konnten.
Merlin Polzin: Glückwunsch zu einem sehr verdienten Sieg an Sebastian (Hoeneß, Anm. d. Red.) und den VfB. Wenn du hier bestehen möchtest, dann brauchst du nicht nur ein Quäntchen Glück, sondern eine aggressive und kompakte Leistung und musst die wenigen Umschaltmomente erfolgreich ausspielen, um Nadelstiche zu setzen. Das haben wir leider nicht geschafft. Stuttgart war heute klar besser, das erkennen wir an. Ich habe der Mannschaft nach dem Abpfiff gesagt, dass der Tag heute bescheiden lief und wir auf diesem Level gegen so eine VfB-Mannschaft noch nicht mithalten können. Das konnten wir im Hinspiel mit einem Konter, viel Leidenschaft und unserer Bestbesetzung, aber wenn es normal läuft, laufen die Spiele eher wie heute. Wichtig ist, dass wir zu diesem Zeitpunkt der Saison wissen, dass wir so ein Spiel schnell abhaken und uns auf die Dinge konzentrieren müssen, die uns bis hierhin geführt haben. Wir müssen jetzt keinen aufrichten. Die Jungs sind voll da. Natürlich sind wir heute enttäuscht, aber wir wissen, dass nächste Woche ein geiles Spiel auf uns wartet.
Sebastian Hoeneß: Wir hatten in den ersten 20 Minuten noch ein paar unnötige Ballverluste, die Hamburg mit etwas mehr Zielstrebigkeit hätte bestrafen können. Ansonsten hatten wir aber sehr viel Druck in unserem Spiel und mit fortlaufender Spieldauer dann auch unsere Chancen. Es war ein verdienter Sieg, eine sehr gute Teamleistung. Wir sind sehr eingespielt, viele der Jungs spielen schon über ein, zwei oder noch mehr Jahre beim VfB, und das führt dann zu unseren Automatismen, die man heute gut gesehen hat. Die Mannschaft hat den Matchplan einfach sehr gut umgesetzt.