Wie bereits angekündigt gehen wir heute mal direkt auf das Thema des Sportvorstandes ein. In den kommenden Tagen werden wir uns noch mit der fortlaufenden Kaderplanung beschäftigen und wer dafür zuständig ist, bzw. sein sollte, wird sowohl dort als auch hier heute explizit aufgegriffen. Da explizit in Konversationen aus dem Beitrag über Sebastian Kehl „HSV Update – Nationalspieler unterwegs – kommt Kehl nach Hamburg?“ angesprochen wurde, habe ich mir gedacht, dass ich die Punkte, die genannt wurden, mal aufgreife und meine Meinung zum Ganzen abgebe. Wir beginnen mit einer kurzen Beschreibung des Profils eines Sportvorstandes und gehen dann auf die von euch gebrachten Punkte ein.
Grundlage des Systems
Wir beginnen mal mit der grundsätzlichen Struktur beim HSV, zumindest ganz grob. Oben sitzt der Aufsichtsrat, der dafür verantwortlich ist, den Vorstand; den der AR installiert, um die Ziele des Vereins zu erreichen; zu beraten und zu überwachen. Beim HSV hatte man vor der Saison einen Vorstand aus Eric Huwer für das Thema Finanzen und Stefan Kuntz für das Thema sportliche Leitung. Der Sportvorstand ist dann dafür verantwortlich, dass die vorgegebenen Ziele des Aufsichtsrates eingehalten werden. Dabei leitet er die Aufgaben weiter an z. B. den Kaderplaner und das Trainerteam. Wenn etwas nicht funktioniert, muss er dafür sorgen, dass sportliches Personal entlassen wird oder Strukturen geändert werden. Das gilt auch für Spieler, die am Ende vertraglich ja ebenso Angestellte sind wie das Trainerteam. Das heißt, dass der Sportvorstand im Prinzip auch dafür zuständig ist, dass Spieler verpflichtet werden. Damit der Sportvorstand die richtigen Spieler holt, arbeitet er meistens eng mit Trainer und dem Kaderplaner zusammen. Am Ende soll ein erfolgreiches Team zusammengestellt werden, mit dem jeder glücklich ist.
Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, wie der Sportvorstand seine Position noch erweitert nutzen kann. Er kann z. B. durch internationale Beziehungen und sein nutzen um Personal an Land ziehen, welches den Kader, die Personalreihe oder das Nachwuchsleistungszentrum verstärkt.
Eine weitere Maßnahme, die heute üblich ist, ist, dass der Sportvorstand, vor allem wenn es brenzlig wird, selbstsicher auftritt und dem von ihm eingestellten Personal den Rücken stärkt bzw. dieses aus der Schusslinie nimmt. Dafür bedarf es natürlich bestimmter Attribute.
Die Rolle des Sportvorstandes hat Stefan Kuntz also innegehabt, bis es zum Auflösen des Vertrages Ende Dezember/Anfang Januar kam. Zunächst übernahm Claus Costa die üblichen Tätigkeiten im operativen Geschäft. Das macht er zum aktuellen Zeitpunkt immer noch, da der HSV bis jetzt keinen neuen Sportvorstand gefunden hat. Während der Transferperiode machte es eigentlich keinen wesentlichen Unterschied, ob nun Costa oder Kuntz die Transfers abwickelten. Am Ende schlug Costa die Spieler weitestgehend vor und Kuntz versuchte dann, die Transfers abzuwickeln. Nun schlug Costa die Transfers vor und wickelte sie eben auch ab. Ich bin nicht über jeden Verein informiert, aber ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass es üblich ist, dass ein Kaderplaner häufig die Ideen vorgibt und der Sportvorstand selbst eher selten aus Eigeninitiative Spieler holt. Deswegen machte es Sinn, nicht direkt nach dem Auflösen des Vertrages von Kuntz, einen neuen Sportvorstand zu installieren, sondern erstmal in Ruhe zu schauen, was der Markt hergibt.
Jetzt kommen wir aber in die Phase, in der die Kaderplanung zweigleisig geplant werden muss und in der auch die Kritik an egal welchen Stellen immer lauter wird. Und genau da kam der Einwand, dass es eben jetzt einen Sportvorstand benötige, der eben einem jungen Polzin den Rücken stärkt. Und das ist ein Punkt, dem ich zustimme. Von Polzin kann jeder halten, was er möchte, aber Fakt ist, dass er es geschafft hat, nach 27 Spielen mit 30 Punkten dazustehen. Dennoch ist die Kritik groß und das basiert maßgeblich auf einem Punkt. Die Personal Situation im Sturm mit Glatzel und Downs. Polzin hält an Downs fest, mit der Begründung, dass er für das defensiv ausgerichtete System besser sei. Dieses Argument klingt für viele schwammig, da man eben genau das nicht auf dem Platz sieht. Keiner weiß, wie die Situation mit einem Sportvorstand wäre, aber es bestünde die Möglichkeit, dass eben dieser den Rat an Polzin geben würde, Downs mal draußen zu lassen. Zudem sollte ein Sportvorstand in die vorläufige Kaderplanung eingebunden werden, da man einerseits mit zwei Meinungen meistens zum besseren Ergebnis kommt. Andererseits besteht ja auch immer die Möglichkeit, dass ein geplantes Spielerprofil durch die Beziehung des Sportvorstandes einfacher oder günstiger zum Verein kommt.
Und es brächte jemanden, der genau jetzt auftritt und die Entscheidungen von Polzin, mögen sie auch noch so irreführend sein, öffentlich unterstützt, einfach damit die Last, die nun ganz und alleine auf Polzin liegt, geringer wird. Denn genau das ist das, was das Profil eines Sportvorstandes ebenso wichtig macht. Das man nach außen Souveränität präsentiert, damit man intern ruhig arbeiten kann.
Ebenso wurde der Punkt angeführt, wer bei einer Entlassung von Polzin überhaupt den neuen Mann holen soll. Und auch das ist ein wichtiger Punkt. Denn Claus Costas Fokus liegt auf dem Scouting und dem Kader, nicht auf der Spielweise und wie diese zum Kader passt. Eine Trainerverpflichtung nun auch noch auf die Schultern von Costa zu packen, ergäbe m. Mn. wenig Sinn.
Fazit
Grundsätzlich finde ich die Idee richtig, nicht direkt nach Kuntz einen neuen Sportvorstand zu holen. In einer Phase, in der es sportlich nicht allzu schlecht lief, hat man versucht, die Ruhe im Verein zu wahren, um einerseits die sportliche Leistung und andererseits die Transferpolitik nicht zu gefährden. M. M. n. hat das weitestgehend geklappt. Sicherlich waren nicht alle Transfers gut, aber es hat eben kein großes Chaos gegeben. Am Ende wurden die Spieler geholt, die geholt werden sollten, und auch sportlich konnte der HSV im Januar einige Punkte einfahren. Das war in früheren Zeiten mal anders.
Nun ist man allerdings bereits Ende März und man ist immer noch nicht so weit, dass man in näherer Zukunft einen Sportvorstand vorstellt. Der Aufsichtsrat hat ja eine Firma engagiert, die potentielle Kandidaten suchen soll. Dieses Vorgehen kann jeder selber bewerten. Soweit ich informiert bin, ist die endgültige Liste potentieller Kandidaten aber immer noch nicht vollständig beim Aufsichtsrat angekommen, und das verschafft den Eindruck, dass das eben noch lange dauern könnte. Und das, obwohl man meiner Meinung nach schon jetzt im Zusammenspiel zwischen Trainerteam, Kaderplaner und Sportvorstand Spielerprofile suchen und auch gegebenenfalls ansprechen sollte.
Mal angenommen, der HSV wäre an Brandt oder Süle interessiert, wäre es jetzt schon an der Zeit, z. B. einen Kehl als Sportvorstand damit zu beauftragen, die beiden Spieler ranzuholen. Denn der HSV wäre zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich nicht der erste Verein, der bei Spielern mit auslaufenden Spielerverträgen anklopft. Das Ganze hier ist natürlich nur ein Beispiel und soll keine Verbindung zwischen dem HSV und Süle und/oder Brandt bzw Kehl schaffen.
Wenn wir mal zum BVB schauen, scheint als erste Amtshandlung eine Vertragsverlängerung von Schlotterbeck in Sicht. Auch dafür wäre ein Sportvorstand jetzt beim HSV eine gute Option. Sicherlich kann auch Costa die Verträge verlängern, aber eine zweifache Mannstärke wirkt da eben besser. Nehmen wir mal das Beispiel Königsdörffer. Egal, ob man seine Leistungen jetzt gut findet oder nicht, am Ende verliert man eventuell einen Spieler ablösefrei, für den man im Sommer bei Vertragsverlängerung eine Ablöse bekommen würde.
Der HSV versucht, das Ganze ruhig und besonnen anzugehen, aber man bewegt sich hier auf einem schmalen Grat, da man sowohl in der Kaderplanung als auch in der Außendarstellung und der Souveränität, die Ruhe in den Verein bringt, ein Risiko eingeht, welches man m.Mn. durch die Installation eines Sportvorstandes meiden könnte.
Nun seid ihr aber wieder gefragt und dürft weiter diskutieren. Wie steht ihr zu dem ganzen Thema? Sollte man jetzt schon einen Sportvorstand installieren oder hätte es schon direkt nach der Entlassung von Kuntz passieren müssen? Und vor allem: Wer soll es werden?
heute gibt es nur ein kleines Update, wir befassen uns in den nächsten tagen mal mit den bisherigen Ereignissen der Saison, aber das folgt. Heute wurde bekannt, dass Ransford Königsdörffer für die Nationalmannschat Ghanas nachnominiert wurde. Je nachdem wie der Trainer aufstellt, könnte es also sein, dass wir in beiden Spielen der deutschen Nationalmannschaft jeweils einen HSVer auf dem Platz sehen. Muheims Chancen stehen bei der Schweiz sicherlich besser, aber wer weiß, vielleicht kommt ja auch Königsdörffer zum Einsatz.
Anstehende Kaderplanung
Zudem geht es jetzt in die heiße Phase, was Verlängerungen beim HSV geht. Bei Mickelbrencis sind die Verhandlungen gestartet, hier könnte es in nächster Zeit eine Einigung geben. Bei Heuer Fernandes hängt das ganze ja auch vom Ausgang der Saison ab. Sollte der HSV die Klasse halten, gäbe es wohl eine Klausel im Vertrag, die eine Verlängerung beinhaltet. Auch bei Königsdörffer muss in den nächsten Tagen und Wochen geschaut werden, wie es weitergeht.
Außerdem gab es jetzt auch erste News zu den Leihspielern. Laut dem Abendblatt ist eine Verpflichtung von Philip Otele je nach weitere Leistungen möglich, bei Groenbaek muss man schauen, was er noch zeigen kann. Ich denke aber eher, dass es hier nichts wird, denn die anstehenden Spiele liefern eigentlich wenig Spielraum Groenbaek von Anfang an auf das Feld zu schicken, von der Bank wird es wohl schwierig einen großen Einfluss zu nehmen. Bei Downs und Gocholeishvili wird es, wie zu erwarten, wohl nicht zu einer festen Verpflichtung kommen. Downs zeigt keine Leistungen und Gocholeishvili ist seit einiger Zeit hinten dran. Auch bei Vieira wird die Kaufoption nicht gezogen, hier versucht man den Preis in einen angemessenen Rahmen zu verhandeln. Andernfalls würde man nach einem anderen Spielmacher Ausschau halten. Wir gehen auf die einzelnen Spieler in der Länderspielpause nochmal extern ein.
die neue Woche ist gestartet und trotz der anstehenden Länderspielpause ist wieder viel los. Zunächst kommen wir einmal zu den Spielern, die auf Länderspielreise sind. Philip Otele steht im Aufgebot der nigerianischen Nationalmannschaft, Miro Muheim spielt für die Schweiz gegen Deutschland. Giorgi Gocholeishvili läuft für Georgien auf, Vuskovic für Kroatien. Dazu gibt es noch 4 Spieler, die zu U-Nationalmannschaften eingeladen sind. Dazu zählen Hannes Hermann (Deutschland U20), Fabio Balde (Deutschland U20), Damien Downs (U21 Amerika) und Otto Stange, der bei der deutschen U19-Nationalmannschaft bei der Eliterunde zur U19-EM für Deutschland im Aufgebot steht.
Mein Fazit zu BVB-HSV
Zum Thema 27. Spieltag ist meine Meinung, dass in diesem Spiel gegen diesen BVB aus der 2. Halbzeit maximal defensivere Außenverteidiger geholfen hätten. Auf rechts hätte ich spätestens nach dem 1:2 Gocholeishvili, mit dem Risiko, dass man aus dem Halbfeld noch den einen oder anderen Freistoß gegen sich kassiert hätte, eingewechselt. Auf der anderen Seite hätte es m. M. n. auch noch eine defensivere Variante gebraucht, um die Flanken von außen zu verhindern. Aber die Möglichkeit hat man nicht, da man für links nur Muheim oder gegebenenfalls Katterbach hat, die beide ihre Stärken eher in der Offensive als in der Defensive haben. Ein Vieira hätte m. M. n. nicht den Ausschlag gegeben, dass man am Ende mehr aus dem Spiel holt. Er bekam offensiv kaum Bälle, wenn er sie bekam, wurde er von 3 Mann gepresst. Die restliche Zeit wurde er sowohl von den Dortmundern als auch vom HSV überspielt. Natürlich wechselt man dann aber nicht Damion Downs ein, der noch nie Impact auf das Spiel des HSV hatte. Ich hätte Stange gebracht, aber auch da bin ich mir nicht sicher, ob das am Ende etwas verändert hätte. Ebenso hätte ein defensiver Wechsel nicht weniger Druck rausgenommen, weil man dem BVB noch mehr Platz auf dem Feld gegeben hätte. Im Nachhinein wissen wir es ja irgendwie alle besser. Wir können ja leider nicht sagen, was passiert wäre, wenn Dinge anders gehandhabt worden wären.
Gesamtbetrachtet war der BVB m. M. n. in der 2. Halbzeit so überlegen, dass es nur wenige Szenarien gegeben hätte, in denen der HSV aus dem Spiel Punkte mitnimmt. Die Wechsel haben definitiv nicht geholfen und waren nicht gut, aber ich sage, dass das am Ende keinen Unterschied gemacht hätte. Einzig wenn man bis zur 80. Minute irgendwie die 0 gehalten hätte, wäre was gegangen, aber ob das selbst mit einem Vieira auf dem Platz gehalten hätte, bezweifle ich. Am Ende war Dortmund in der 2. Halbzeit zu gut und die Leistung des HSV insgesamt nicht gut genug, um dort gegenzuhalten.
Kehl als neuer Sportchef?
Bleiben wir beim Thema BVB/HSV, kommen wir direkt zur nächsten Personalie. Sebastian Kehl wurde als Sportdirektor beim BVB entlassen, sein Nachfolger wird Ole Book aus Elversberg. Nun wird Sebastian Kehl beim HSV noch heißer gehandelt, es könnte in der Tat dazu kommen, dass Kehl das Amt des Sportdirektors beim HSV übernimmt. Das ist zum aktuellen Zeitpunkt aber noch alles Spekulation, es gibt auch Gerüchte über ein Engagement bei Tottenham. Ich habe mir mal die Transferhistorie von Sebastian Kehl angeschaut. Zum einen sind dort gute Transfers, zum anderen sind natürlich auch Flops dabei. Positiv sind sicherlich die Transfers von Schlotterbeck, Guirassy und im Nachhinein auch die Transfers von Maxi Beier und Felix Nmecha. Beier und Nmecha brauchten Anlaufzeit, ähnliches könnte auch bei Jobe Bellingham passieren. Zum aktuellen Zeitpunkt zählt der Transfer des Engländers aufgrund der Gebühr von über 35 Millionen Euro aber nicht zu einem guten Transfer. Weiterhin holte Kehl Waldemar Anton und auch Füllkrug, mit dem man am Ende Gewinn machen konnte. Auf der anderen Seite stehen Transfers wie Niklas Süle, das Versäumnis rund um Ian Maatsen im Verbund mit dem Yan-Couto-Transfer und auch der Transfer von Chukwueuemeka ist nach wie vor in der Kritik. Auch wurde immer wieder über die Personalie Modeste diskutiert. Am Ende war der BVB auch dank seiner Hilfe noch bis zum letzten Spieltag Tabellenführer, als man die Meisterschaft am 34. Spieltag wieder hergab. Ähnliches galt auch bei Haller, er war aber m. M. n. der ausschlaggebende Punkt, warum der BVB am Ende überhaupt noch Chancen auf den Titel hatte. Auch das Champions-League-Finale erreichte der BVB unter Kehl. Man schaffte es aber bis jetzt immer noch nicht, mit Schlotterbeck zu verlängern, und ich denke, man hätte diesen auch verloren, wenn Upamecano nicht bei Bayern verlängert hätte.
Insgesamt also ein durchwachsenes Bild. Wenn ich mir aber mal die gesamte Historie der Transfers unter Kehl anschaue, wirkt das auf mich doch positiver, als die kritischen Stimmen es hergeben, da ich da schon viele gute Transfers sehe. Dennoch verpasste man es z. B. bei Karim Adeyemi, ihn für gutes Geld nach England zu verkaufen. Auch wenn es zum Zeitpunkt des Angebots klug erschien, ihn nicht zu verkaufen, schaut man da hinterher sicherlich anders drauf. Am Ende hatte man in der Zeit einen Transferverlust von ca. 8 Millionen Euro. Man hat mit Adeyemi, Guirassy, eventuell Schlotterbeck und Nmecha aber mittlerweile auch Spieler mit großem Marktwert im Verein. Und natürlich die neue Küche für 11 Millionen Euro. Das ist natürlich kein Transfer eines Spielers, aber diese Anekdote darf hier nicht fehlen.
Schreibt doch gerne mal eure Meinungen zum Thema Kehl in die Kommentare.
Es gibt Spiele, nach denen bleibt mehr hängen als nur ein Ergebnis. Dieses 2:3 in Dortmund ist genau so eines. Aus HSV-Sicht fühlt es sich nicht wie eine Niederlage an – sondern wie zwei verlorene Punkte. Und wie eine Geschichte, die eigentlich ganz anders hätte enden müssen.
Der HSV hatte den Favoriten aus Dortmund in der ersten Halbzeit gut unter Kontrolle. Wach, mutig, defensiv stabil und klar im Kopf – genau so, wie man in einem Stadion wie diesem auftreten muss. Während der BVB fahrig wirkte und sich immer wieder in Umschaltsituationen überrumpeln ließ, spielte der HSV seine Chancen konsequent aus.
Das 1:0 war die Folge: schnell nach vorne, sauber ausgespielt, eiskalt abgeschlossen. Und auch danach blieb der HSV die bessere Mannschaft. Dortmund wirkte verunsichert, beinahe überrascht von der Klarheit und Konsequenz des Aufsteigers. Selbst als sich die nächste große Chance für die Gastgeber vom Punkt bot, blieb das Gefühl: Hier kippt nichts. Und tatsächlich – der Elfmeter ging vorbei.
Spätestens mit dem zweiten Treffer kurz vor der Pause war klar, wer dieses Spiel bislang bestimmt hatte. Der HSV führte verdient mit 2:0 – und hätte sogar noch höher führen können. Es war eine dieser ersten Halbzeiten, in denen alles zusammenpasst: Zugriff, Tempo, Haltung – und das Spielglück.
Und dann kam die zweite Hälfte. Und mit ihr eine Dynamik, die man in dieser Liga kennt – und die sich an diesem Abend brutal gegen den HSV richtete.
Dortmund erhöhte den Druck, schob an, wurde zwingender. Aber der Knackpunkt waren nicht nur die Minuten, sondern die Entscheidungen. Zwei Elfmeter gegen den HSV innerhalb kurzer Zeit – beide durchaus diskutabel, aber nicht unberechtigt. Aber vor allem:beide spielentscheidend. Plötzlich stand es nicht mehr 2:0, sondern 2:2. Und das Spiel war komplett gedreht, ohne dass der HSV wirklich eingebrochen wäre.
Was folgte, war ein klassischer Momentum-Kipppunkt. Dortmund witterte seine Chance, das Stadion war wieder da – und der HSV bekam kaum noch Entlastung. Die dritte Entscheidung, wieder im Strafraum, wieder gegen Hamburg, brachte dann die endgültige Wende.
Am Ende steht ein 2:3. Aber dieses Ergebnis erzählt nur die halbe Wahrheit.
Der HSV hat über weite Strecken gezeigt, dass er nicht nur mithalten kann – sondern ein Topteam auswärts kontrollieren kann. Dass er Spiele kontrollieren kann. Dass er reif ist. Und genau deshalb tut diese Niederlage so weh.
Denn sie fühlt sich nicht verdient an. Sie fühlt sich unnötig an. Die Wechsel waren diesmal mehr als unglücklich und haben dafür gesorgt, dass der HSV gar keine Entlastung mehr hatte. Sogar dazu, dass der HSV schlechter wurde. Dazu die drei Elfmeter für den Gegner, eine starke eigene Leistung – und trotzdem ohne Punkte. Das ist schwer zu schlucken.
Aber es ist auch ein Signal: Wenn der HSV diese Energie konserviert, wenn er diese erste Halbzeit zur Messlatte macht, dann wird er sich für solche Spiele bald belohnen.
An diesem Abend blieb nur das Gefühl, dass hier mehr drin war.
Deutlich mehr!
Für eine Einzel.kritik war ich zu emotional. Ich hole das aber morgen ganz ausgeruht und sachlich-fachlich nach. Gute Nacht!
Moin zusammen, heute wurde bekannt, dass der HSV ohne Robert Glatzel nach Dortmund fliegen wird. Aus disziplinarischen Gründen wurde der 32-Jährige aus dem Kader gestrichen. Eine disziplinarische Maßnahme, nachdem der Angreifer seinen Unmut über seine Situation in einem nicht autorisierten Interview kundtat. Die Frage dahinter: Kann sich der HSV das so erlauben? Scholle iund ich sind da durchaus unterschiedlicher Meinungen. Aber leset selbst:
Grundsätzlich kann ich die Konsequenzen nachvollziehen, immerhin hat Glatzel gegen die internen Leitlinien verstoßen. Dass das ganze mindestens eine Geldstrafe mit sich ziehen würde, war sicherlich auch Robert Glatzel klar, das genau ausmaß liegt am Ende in der Hand der Entscheider. Dennoch ist eine Suspendierung in dieser Phase für mich aus 2 Gründen die falsche Entscheidung.
Die Thematik um den Sturm herum ist in letzter Zeit immer höher gekocht, die Kritik wird lauter, der Druck von außen wächst. Nicht nur auf Trainer Polzin, sondern auf das gesamte offensive Konstrukt. Jedes Spiel, in dem offensiv wenig passiert, ist ein weiterer Tropfen in einem Fass, das bald zum Überlaufen droht. Nun steht man vor einem Spiel, in dem man so oder so zu wenig Chancen kommt, viele Tore wird der HSV morgen in Dortmund wahrscheinlich nicht erzielen. Eine Niederlage ist nicht ganz unwahrscheinlich. Und genau vor diesem Spiel verursacht man durch so eine Schlagzeile noch mehr Unruhe, als das Interview selbst schon reingebracht hat. Der Druck auf den Stürmern ist so oder so hoch, nach dieser Aktion, ist der HSV morgen fast gezwungen 2 oder 3 Tore zu machen, damit am Ende die Diskussion nicht noch mehr ausartet. Denn mal ganz unabhängig davon, ob Robert Glatzel morgen mehr Einfluss auf das Spiel gehabt hätte, als die Offensivkräfte, die morgen auflaufen, am Ende werden die Stimmen laut, dass es eben genau an diesen Stürmern gelegen hätte. Man baut sich mit dieser Aktion mMn einen neuen unnötigen Druck auf.
Der zweite Punkt, der für mich gegen dieses Verhalten spricht, ist der Fakt, dass man mit Robert Glatzel eine offensive Systematik schon vor Beginn des Spiels streicht. Wäre Poulsen fit, würde das ganze hier wahrscheinlich etwas anders aussehen aber jeder in Dortmund kann sich darauf einstellen, dass der HSV morgen rein die Tiefe sucht und das über 90. Minuten. Sollte der BVB früh in Führung gehen und sich dann, ähnlich wie in einigen anderen Spielen in diesem Jahr hintern reinstellen, hast du in diesem Falle eigentlich schon jegliche Offensiv Strategien des HSV verteidigt. Ich lasse mich gerne positiv überraschen, aber sollte der BVB morgen früh in Führung gehen, wird es für den HSV mMn noch schwerer als ohnehin schon. Vor allem weil die 5er-Kette des BVB in dieser Saison wirklich stabil steht.
Gesamtbetrachtet kann ich eine Strafe des HSV diesbezüglich nachvollziehen. Man hat bestimmte Prinzipien, nach denen die Kultur im Verein gelebt wird und wer sich dagegen stellt erhält Konsequenzen. Vielleicht ist das auch einfach ein ungünstiger Zeitpunkt, aber bei der aktuellen Lage, wo es offensiv sowieso schon nicht läuft, und man nun auf einen Gegner trifft, der sich im gegnerischen Ballbesitz auch gerne mal sehr tief fallen lässt, hätte ich eine Geldstrafe, gerne auch im höheren Bereich bevorzugt. Wie gesagt, eine Strafe ist mMn richtig, das Ausmaß zu diesem Zeitpunkt aber eher nicht gelungen. Sofern das ganze intern keine Unruhe reinbringt, ist das eventuell sogar die richtige Entscheidung. Denn was wäre passiert, wenn Glatzel nach dem Interview morgen doch gespielt hätte? Würden andere Reservisten dann genauso vorgehen? Wir können das ganze natürlich nur von außen betrachten und da bringt das für mich Unruhe in den Verein. Nichtsdestotrotz werden wir schauen was morgen und in den nächsten Wochen passieren wird, wie das Thema intern behandelt wird, wissen wir nicht.
Tom
Glatzel sorgt für Unruhe – und trifft den falschen Zeitpunkt
Die Ausgangslage ist schnell erzählt: Beim 1:1 des HSV gegen Köln kam Robert Glatzel erneut nicht zum Einsatz. Während Poulsen verletzt fehlte, setzten die Verantwortlichen auf andere Optionen, Glatzel saß 90 Minuten auf der Bank. Inzwischen ist der langjährige Torjäger im internen Sturm-Ranking offenbar nur noch die Nummer fünf – eine Entwicklung, die für einen Spieler mit seiner Vergangenheit beim HSV alles andere als leicht zu akzeptieren ist.
Kurz darauf meldete sich der 32-Jährige in einem Interview mit der Hamburger Morgenpost zu Wort. Ein Interview, das nicht über den Verein lief und damit nicht den üblichen Abläufen entsprach. Beim HSV – wie im Profifußball generell – werden Gespräche mit Medien in der Regel abgestimmt und vor Veröffentlichung gegengelesen. Glatzel hat sich bewusst darüber hinweggesetzt und seinen Frust öffentlich gemacht. Inhaltlich ging es um seine geringe Einsatzzeit, um Gespräche mit Trainer Merlin Polzin und um sein fehlendes Verständnis für die aktuelle sportliche Situation.
Dass ein Spieler in so einer Lage unzufrieden ist, überrascht nicht. Im Gegenteil: Es wäre eher ungewöhnlich, wenn ein Stürmer mit dieser Vita und diesem Selbstverständnis die Situation einfach kommentarlos hinnimmt. 73 Tore in 115 Spielen sprechen für sich. Glatzel hat über Jahre geliefert, hat den HSV mitgetragen und geprägt. Dass er sich nun außen vor fühlt, ist menschlich absolut nachvollziehbar. Und vielleicht hätte eine klarere, frühere Kommunikation intern an der einen oder anderen Stelle sogar geholfen, die Situation zu entschärfen.
Und trotzdem bleibt ein entscheidender Punkt: der Zeitpunkt.
Der HSV befindet sich in der entscheidenden Phase der Saison. Zwei Monate vor Schluss geht es nicht mehr um langfristige Perspektiven oder persönliche Rollen, sondern ausschließlich um Punkte. Der Klassenerhalt ist greifbar, aber noch nicht gesichert. In genau dieser Phase muss sich alles dem einen Ziel unterordnen: die nötigen Punkte holen und die Liga halten. Jede Diskussion, jede Schlagzeile, jede Unruhe von außen lenkt im Zweifel genau davon ab.
Vor diesem Hintergrund wirkt das Interview wie ein unnötiger Störfaktor. Denn Glatzel ist kein junger Spieler, der aus der Emotion heraus handelt. Er kennt das Geschäft, er kennt die Dynamiken, er weiß, welche Wirkung öffentliche Aussagen in einer solchen Phase haben können. Deshalb darf man zumindest die Frage stellen, warum er diesen Weg genau jetzt gewählt hat. Warum nicht in ein paar Wochen? Warum nicht nach gesichertem Klassenerhalt? Warum nicht ausschließlich intern?
Glatzel selbst betont, er wolle kein Feuer legen oder sich über die Mannschaft stellen. Faktisch ist aber genau das passiert. Die Diskussion hat sich verschoben – weg von der sportlichen Situation, hin zu Personalfragen und Rollenverteilungen. Fans diskutieren nicht mehr nur über Punkte und Gegner, sondern über Glatzel, Downs und die Stürmerhierarchie. Das mag menschlich verständlich sein, hilft der Mannschaft in dieser Phase aber nicht.
Und genau hier liegt das Problem. Bei aller Sympathie für Glatzel und bei allem Verständnis für seine Lage: In dem Moment, in dem ein Spieler seine persönliche Situation öffentlich über das große Ganze stellt, wird es schwierig. Der Eindruck entsteht, dass individuelle Interessen über die mannschaftliche Aufgabe gestellt werden – und genau das kann sich ein Team im Abstiegskampf nicht leisten.
Dass das Trainerteam darauf reagiert hat, überrascht daher nicht. Für die Partie bei Borussia Dortmund am Sonnabendabend wurde Glatzel nicht nominiert – eine Entscheidung, die man als klares Signal und zugleich als gerechte Konsequenz werten kann. Nicht als Strafaktion im klassischen Sinne, sondern als Hinweis darauf, dass es in dieser Phase um Disziplin, Geschlossenheit und das Einhalten gemeinsamer Regeln geht.
Die Reaktion von Trainer Merlin Polzin insgesamt fällt entsprechend aus: Verständnis für die Emotion, aber klare Kritik am Vorgehen. Intern wurde das Thema angesprochen und aufgearbeitet. Sportlich wird sich dadurch zunächst wenig ändern – entscheidend bleibt weiterhin, was der Mannschaft insgesamt am meisten hilft.
Und genau darum muss es jetzt gehen. Der HSV hat in den vergangenen Wochen gezeigt, dass er konkurrenzfähig ist. Die Defensive steht, die Punkteausbeute ist ordentlich, die Ausgangslage ist stabil. Es wäre fahrlässig, diesen Weg jetzt durch Nebengeräusche zu gefährden.
Deshalb kann es nur eine klare Haltung geben: Dieses Thema intern klären, sauber aufarbeiten – aber die volle Konzentration auf die letzten Spiele richten. Alles andere kann und sollte warten.
Am Ende wird niemand mehr darüber sprechen, wer wann welches Interview gegeben hat. Entscheidend ist allein, ob der HSV die Klasse hält.
Und genau darauf muss jetzt der gesamte Fokus liegen.
heute war mal wieder viel los um den HSV. Bevor wir auf den Gegner eingehen, beginnen wir ein weiteres Mal mit dem Thema Robert Glatzel. Logischerweise wurde Trainer Merlin Polzin in der Pressekonferenz auf das Interview von Glatzel angesprochen und sagte dazu, dass es jedem Spieler zustehe, dass ein Spieler eine Perspektive auf das Geschehen habe wie Glatzel. Allerdings sei der Vorgang, so wie das Interview stattfand, nicht im Einklang mit den internen Regeln gewesen. Polzin sagte weiter, dass die Sache intern mit klaren Worten geklärt wurde. Bezüglich des Kaders hörte es sich zunächst so an, dass es darauf weniger Einfluss habe. Ob das wirklich so ist, werden wir in den kommenden Wochen sehen. Glatzel wird laut der BILD für dieses Interview eine Geldstrafe bekommen, da er sowohl Ablauf als auch Inhalt nicht mit dem Verein kommuniziert hat. Soweit ich weiß, sind das normale Auflagen. Glatzel konnte damit also wohl rechnen. Wie hoch die Strafe ist, ist noch nicht bekannt.
Borussia Dortmund
Kommen wir nun zum Gegner. Am Wochenende steht für den HSV wieder eine Auswärtsfahrt an. Dieses Mal geht es ins Westfalenstadion (mittlerweile Signal-Iduna-Park). Mit Borussia Dortmund trifft der HSV auf die beste Mannschaft der Rückrunde. Generell spielen die Dortmunder eine gute Saison, vor allem punktetechnisch. In der Liga verlor man nur 2-mal und das gegen den FC Bayern, der in dieser Saison übermächtig scheint. Aus den letzten 5 Spielen holten die Borussen 10 Punkte. Zuletzt gewann man zu Hause gegen Augsburg mit 2:0. Das Spiel zwischen dem HSV und Dortmund endete in der Hinrunde mit 1:1. Das Spiel war über lange Strecken offen, der BVB hatte mehr Spielanteile, konnte die kompakte Defensive des HSV aber schwer überwinden. Erst durch einen Volley von Chukuwuemeka ging der BVB in Führung, Ransford Königsdörffer konnte in letzter Sekunde per Kopf ausgleichen. Der BVB kam dort vermehrt über das Zentrum, aber der HSV machte dieses gut zu, war hartnäckig in den Zweikämpfen und machte es dem BVB schwer, zum Tor zu kommen.
Die voraussichtliche Aufstellung des BVB liest sich wie folgt:
Die Dortmunder kommen natürlich mit ordentlich Qualität. Es gäbe auch noch weitere Spieler wie Brandt, Bensebaini oder Chukuwuemeka, die potentiell in die Startelf rücken könnten. Die Dortmunder spielen in dieser Saison nicht immer überzeugenden Fußball, aber sie ziehen die Spiele am Ende häufig. Im Schnitt holen die Dortmunder 2,22 Punkte pro Spiel. Hochgerechnet würde das am Ende zu 75–76 Punkten führen. Richtig gut ist vor allem die Defensive der Dortmunder. Mit 26 Gegentoren hat man nach Bayern (25 Gegentore) die wenigsten der Liga kassiert. Mit Kobel hat man auf der Linie einen richtig guten Rückhalt. Man hat aber auch in einigen Spielen wie z. B. gegen Heidenheim gesehen, dass Dortmund trotzdem verwundbar ist.
Personallage des HSV
Beim HSV sieht die Personallage folgendermaßen aus:
Alexander Roessing-Lelesiit, Bakery Jatta, Yussuf Poulsen und Nicolas Capaldo sind nicht dabei, der Rest ist fit für den Kader.
Auf einzelne Positionen ging Polzin auf der Pressekonferenz wenig ein. Ich stelle mir die Aufstellung folgendermaßen vor:
Im Tor wie immer. Heuer Fernandes
Davor, Torunarigha, Vuskovic und Omari.
Im Zentrum Remberg und Lokonga.
Links Muheim, rechts Mickelbrencis.
Vorne Otele, Königsdörffer und Vieira.
Ich denke, die Defensive ergibt sich aus dem letzten Spiel, da funktionierte das ganz gut. Auch das Zentrum ist klar, ebenso wie Vieira für die Offensive.
Fraglich ist dann nur, wie Polzin vorne plant. Ich denke, Otele wird spielen, da er mehr nach hinten arbeitet. Neben ihm dann Königsdörffer. Natürlich besteht auch immer die Chance, dass Downs spielt, aber ich denke, dass Otele nach seiner Krankheit wieder startet, und zwischen Downs und Königsdörffer würde ich in diesem Falle im Moment immer mit Königsdörffer gehen. So hat man, wie bereits Dienstag erwähnt, auch die Möglichkeit, zwischen 3-4-3 und 3-5-2 zu wechseln, je nachdem, ob Dortmund den Fokus ihres Offensivspiels auf das Zentrum oder die Außen legt. Zudem sind Otele und Königsdörffer m. M. n. die beiden, die da vorne am ehesten die Tiefe bespielen können. Glatzel ist nach dem Vorfall und den Aussagen von Polzin wohl kein Kandidat für die Startelf und auch bei meiner Nachfrage nach Philippe hörte es sich eher danach an, dass dieser nicht startet. Somit gibt es für vorne nur noch Dompe, Downs, Königsdörffer und Otele. Aufgrund der defensiven Ausrichtung macht für mich nur Otele Sinn und daneben Königsdörffer, da Downs bis jetzt, sagen wir mal, sehr wenig gezeigt hat.
Auf den spielerischen Ansatz bin ich ja Dienstag schon eingegangen. Kurz gesagt: Der HSV muss versuchen, schnell in die Tiefe zu kommen. Das ist gegen Dortmund, die mit der letzten Kette teilweise bis 5 Meter vor die Mittellinie aufrücken, möglich, vor allem, wenn man es schafft, im Zentrum den Ball zu gewinnen. Dann muss es aber auch sehr schnell gehen. Ich denke, lange Ballbesitzphasen führen in diesem Spiel nicht zum Erfolg. Dafür ist die Dortmunder Defensive einfach zu gut und zu stabil. Wenn man das Spiel lange offen hält, sorgt man für Beunruhigung im Stadion und beim Gegner. Das sollte ähnlich wie im Hinspiel das Ziel sein, damit man entweder schon mitten im Spiel oder ganz am Ende entscheidend zuschlagen kann.
Fazit
Das Spiel in Dortmund wird eines der schwierigsten in der restlichen Saison. Und ich habe schon viele gehört, die sich nur darum streiten, wie hoch das Spiel am Ende ausgeht. Ich persönlich denke, es macht keinen Sinn, ein Spiel vorher abzuschreiben. Wenn man mit der Einstellung reingeht, kann die Mannschaft auch gleich zu Hause bleiben und die Geldstrafe plus Niederlage hinnehmen.
Auch wenn die Qualität der Dortmunder deutlich höher ist als die des HSV, ist das Spiel dadurch noch nicht verloren. Man sollte dort mit einem guten Plan und Überzeugung in das eigene Spiel hinfahren und alles versuchen.
Mit dabei sind auch wieder mal mindestens 8.000 HSV-Fans, die die Mannschaft unterstützen werden, und dass man gegen Dortmund Punkte holen kann, haben wir ja im Hinspiel gesehen. Ich freue mich jedenfalls auf das Spiel und wünsche allen, die mit nach Dortmund fahren, eine gute Reise. Schreit unsere Jungs nach vorne.