am Sonntag spielt der HSV nun also gegen RB Leipzig. Das Spiel wird um 19:30 Uhr im Volksparkstadion angepfiffen. Der HSV trifft am Sonntag auf den Tabellenfünften, der aus den ersten 23 Spielen 41 Punkte holen konnte. Aus den letzten 5 Spielen konnten die Leipziger allerdings nur 6 Punkte holen. Man verlor ein wenig den Anschluss an Dortmund und nun auch an Hoffenheim. Immerhin konnte man im direkten Duell gegen Dortmund einen Punkt holen, jedoch gab man auch dort ein 2:0 aus der Hand. Im Hinspiel gewann RB das Spiel knapp mit 2:1, der HSV war in diesem Spiel aber lange auf Augenhöhe. Man schaffte es am Ende allerdings nicht, genügend Offensivpower auf den Platz zu bekommen, und so gewann Leipzig das Spiel am Ende. Die Leipziger schafften es in diesem Spiel, vor allem die Tore zu den richtigen Zeitpunkten zu erzielen. Das 1:0 erzielte man kurz vor der Pause und das 2:1 legte man direkt nach dem 1:1 nach. Beide Male traf Baumgartner, der in dieser Saison wirklich gut in Form ist.
Personal des HSV
Beim HSV sind für das Spiel am Wochenende nur Alexander Roessing-Lelesiit und Albert Groenbaek nicht kaderfit Der Rest ist laut Merlin Polzin „heiß“ und bereit für das Spiel am Sonntag. Das trifft in diesem Fall auch auf Albert Sambi Lokonga zu, er wird eine Option von der Bank sein. Insofern wird es wieder einige treffen, die trotz guter Fitness auf der Tribüne Platz nehmen werden.
Ich denke, der HSV wird mit folgender Aufstellung starten:
Heuer Fernandes im Tor
Davor Torunarigha, Vuskovic und Capaldo
Links Muheim, rechts Jatta
Im Zentrum Vieira und Remberg
Vorne Otele, Poulsen und Königsdörffer.
Es gibt natürlich auch Varianten mit Omari oder Philippe. Je nachdem, mit welchem Selbstverständnis der HSV in dieses Spiel geht. In der Hinrunde hätte ich noch gesagt, dass der HSV sicher mit einem schnellen Stürmer starten wird, während neben Remberg eine weitere Absicherung aufläuft. Mittlerweile versucht der HSV aber auch, mehr mit dem Ball zu kreieren. Es stellt sich also die Frage, ob man selber auch offensiv kreieren will oder vorwiegend auf Umschaltmomente setzt. Es gäbe natürlich auch die Möglichkeit, mit Capaldo auf der 6 neben Remberg und Omari in der Innenverteidigung. Auch auf der rechten Schiene kann es immer sein, dass Gocholeishvili oder Mickelbrencis starten. All das werden wir Sonntag um ca. 18:30 Uhr erfahren.
beginnen tun wir den heutigen Blog mit der traurigen Nachricht, dass die HSV-Legende Horst Schnoor von uns gegangen ist. Schnoor wurde 91 Jahre alt und stand zwischen 1952 und 1967 über 500-mal im Tor des HSV. Er ist also zweifellos eine HSV-Legende und eine Persönlichkeit, die sich durchweg mit dem HSV identifizierte. Horst Schnoor wurde 10-mal Oberligameister, einmal deutscher Meister und einmal DFB-Pokal-Sieger. Satte 139-mal spielte Horst Schnoor dabei zu null und musste nicht hinter sich greifen. Zudem war er der erste HSV-Torwart, der in der 1963 gegründeten Bundesliga auflief. Schnoors Hand ist rund um den Uwe-Seeler-Fuß im Volksparkstadion verewigt. Horst Schnoor war wahrlich eine Identifikationsfigur, vor allem für viele Menschen, die schon in den 60ern und 70ern zum HSV kamen. In schöner Erinnerung verabschieden wir eine HSV-Legende und wünschen der Familie alles Gute.
„RB“ Leipzig
Am Wochenende trifft der HSV nun auf Rasenballsport Leipzig. Der Verein kürzt sich selbst gerne mit „RB“ ab, da man mit diesen zwei Buchstaben sowohl den Schwesterclub aus Österreich als auch den Hauptsponsor, und zwar Red Bull, assoziiert. RB Leipzig wurde 2009 gegründet, um die Marke Red Bull weiter zu vermarkten. RB Leipzig ist kein eigens gegründeter Verein, da man das Startrecht des SSV Markranstädt übernahm, um direkt in der Oberliga anzufangen. Man versuchte es vorher bereits bei Fortuna Düsseldorf, dem FC ST. Pauli und 1860 München, doch diese widersprachen den Vorgaben der Investition. Rein rechtlich entspricht RB Leipzig den Statuten des DFB, man ist ein von Mitgliedern geführter Verein. Allerdings hat man in Leipzig um und bei 23 stimmenberechtigte Mitglieder, welche alle dem Red-Bull-Konzern sehr nahestehen. Somit ist der Verein rechtlich geführt wie alle anderen. Wie genau die Entscheidungen bei 23 stimmberechtigten Mitgliedern getroffen werden, kann jeder selber interpretieren.
Geld ist im Fußball immer präsenter geworden und es gibt vor allem in der Premier League viele Investoren. Der Unterschied ist allerdings, dass bei den Investoren immer noch der Erfolg des Vereines hinsichtlich des wirtschaftlichen Outputs der Vereinsmarke im Vordergrund steht. Bei RB Leipzig steht mMn rein die Vermarktung des Produkts Red Bull im Vordergrund und auf dieser Basis wurde der Verein gegründet. Jeder kann das für sich selber interpretieren und seine eigene Meinung haben.
Ich sehe das so: Fußballvereine wurden ursprünglich gegründet, um die Gesellschaft zum gemeinschaftlichen Sport zu motivieren. Aus diesem Grund ist auch der Hamburger Sportverein entstanden. Auch hier hat sich durch die Ausgliederung der Profifußballabteilung einiges geändert, doch der Grundgedanke bei der Gründung des Hamburger Sportvereins und dessen Ursprungsvereinen war der gesellschaftliche Sport. Das ist bei RB Leipzig anders. RB Leipzig wurde gegründet, um den Fußball und dessen Popularität auszunutzen, um ein Energy Drink wirtschaftlich zu vermarkten. Das widerspricht meinen Werten des Sports. Ich akzeptiere, dass der Verein in der Bundesliga spielt, aber ich unterstütze nicht die Art, wie dort der Fußball ausgenutzt wird. Und übrigens: Ich finde, die Red-Bull-Cola im Stadion schmeckt scheiße. Die habe ich zum Glück nur probiert und nicht selber gekauft.
der HSV hat heute eine weitere wichtige Personalentscheidung verkündet. Sebastian Dirscherl verlängert seinen Vertrag als „Leiter Scouting“. Dirscherl ist seit 2018 beim HSV tätig, seit 2023 ist er der Leiter des Scouting-Teams. Somit bindet der HSV eine weitere wichtige Personalie an den Verein und setzt somit die Arbeit des Scouting-Teams fort. Man verlängerte ja bereits den Vertrag von Claus Costa und nun wird auch sein wichtigster Partner im Scouting-Team verlängert. Schreibt gerne schonmal rein, wie ihr die bisherige Arbeit von Sebastian Dirscherl bewertet und wie ihr die Verlängerung findet. Die ganze News lest ihr hier: Leipzig fest im Blick: Personalupdate aus dem Volkspark | HSV.de
Personal für Leipzig
Zudem gab es heute zum Trainingsstart wieder ein Personalupdate. Am Wochenende steht Albert Sambi Lokonga eventuell wieder im Kader. Er trainierte heute noch individuell. Laut Merlin Polzin ist der Plan, dass er diese Woche wieder ins Training einsteigt, um am Wochenende dann eventuell für den Kader fit zu sein. Spielen wird er wohl noch nicht. Wichtig ist mMn vorrangig, dass Lokonga für die Spiele in Wolfsburg und gegen Köln vollkommen fit ist. Ich denke, so ähnlich denkt man auch beim HSV. Ich erwarte Lokonga spätestens gegen Leverkusen wieder im Kader, in der Startelf aber erst wieder in Wolfsburg. Zudem trainierte Poulsen individuell. Da ist es laut Polzin aber eher die Belastungssteuerung. Er sagte: „Er wird ab morgen wieder mit dem Team trainieren und am Wochenende zur Verfügung stehen.“ Das hört sich erstmal positiv an. Vielleicht könnte Poulsen gegen Leipzig wieder mehr Minuten bekommen oder vielleicht sogar starten.
Zudem steht am Wochenende Luka Vuskovic nach seiner Gelbsperre wieder auf dem Feld. Er hat heute Geburtstag. An dieser Stelle natürlich alles Gute, Luka!
Somit wird Torunarigha wohl wieder auf die linke Halbposition und Capaldo auf die rechte Halbposition gehen. Oder es besteht die Möglichkeit, dass Omari nach recht geht und Capaldo auf die Schiene rückt.
Tim Walter bei Holstein Kiel
Zudem hat heute ein ehemaliger HSV-Trainer eine neue Stelle gefunden. Tim Walter übernimmt das Traineramt bei Holstein Kiel und kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Ich weiß, Tim Walter wird hier sehr kritisch gesehen, aber ich persönlich fand die Zeit unter Tim Walter eigentlich ganz lustig, weil ich einer der wenigen war, der seine Art cool fand. Spielerisch war das nach vorne echt gut, aber defensiv, total unnötig, anfällig. Nach außen wirkte das ja immer ein wenig arrogant, aber er nahm mit seiner Art jeglichen Druck auf sich und hielt anderen Personen wie zum Beispiel Merlin Polzin den Rücken frei, so dass die in Ruhe arbeiten können. Nun wird Walter also seine „Fluid-Football“-Taktik bei Holstein Kiel auspacken. Ich bin gespannt, wie das funktioniert. Seinen 6er aus HSV-Zeiten hat er mit Meffert ja. Nach wie vor wird die Defensive dort aber wohl anfällig sein.
Wir schreiben den 13.04.1995: Dortmund ist im Meisterschaftskampf und liegt gegen Karlsruhe mit 0:1 hinten. Die Borussen brauchen dringend ein Tor. Also setzt Andreas Möller zu einer Schwalbe an. Schiedsrichter Habermann fällt drauf rein: Elfmeter! Dortmund gleicht aus, gewinnt am Ende das Spiel und die Meisterschaft mit einem Punkt Vorsprung.
14.12.2013: Hannover spielt gegen Nürnberg. In der 87. Minute steht Mame Diouf ca. 2 Meter im Abseits, erhält den Ball und erzielt ein Tor, welches als regulär gewertet wird. Das Spiel endet 3:3. Nürnberg steigt am Ende mit 1 Punkt Rückstand auf den 16. Tabellenplatz ab.
Saison 22/23: Dortmund spielt in Bochum. Es steht 1:1. Adeyemi wird von Suarez im Strafraum klar gefoult, normalerweise Elfmeter und gelb-rot. Doch Schiedsrichter Stegemann pfeift nicht. Dortmund holt nur einen Punkt und wird am Ende nur zweiter, da sie punktgleich mit den Bayern sind.
Wochenende, Topspiel: Leipzig führt mit 2:1 gegen Dortmund. Der BVB muss gewinnen, um irgendwie an den Bayern dranzubleiben. Adeyemi wird im Strafraum zu Fall gebracht, klarer Elfmeter, kein Pfiff. Am Ende spielt Dortmund 2:2, der Meisterschaftskampf ist damit so gut wie beendet.
All diese Situationen haben eines gemeinsam: Es sind Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, die am Ende maßgeblich über Meisterschaft oder Abstieg entscheiden.
Es gibt aber 2 wesentliche Unterschiede. Alle 4 Situationen sind klare Fehlentscheidungen. Alles sind faktische Entscheidungen. Bei den ersten beiden Situationen gab es nur den Schiedsrichter, die letzten beiden Situationen werden vom Video Assistant Referee unterstützt. Und: Die ersten beiden Entscheidungen werden von allen als klar falsch eingestuft, bei den letzten beiden redet man vom „Interpretationsspielraum“.
Und hier kommen wir zum wesentlichen Problem der gesamten Sache. Dass ein Schiedsrichter Fehlentscheidungen trifft, ist menschlich. Kein Schiedsrichter ist eine Maschine, jeder übersieht mal etwas. Vor allem in der Dynamik des Spiels kann man einem Schiedsrichter häufig gar keinen Vorwurf machen, da es aus einigen Perspektiven einfach schwer zu sehen ist. Nico Kovac, Trainer von Borussia Dortmund, kommentierte Fall 4 am Wochenende bei Sky folgendermaßen: „Das kann man auch gar nicht sehen aus der Perspektive, vor der Benni Brandt steht, aber der im Studio hat die Bilder, die wir auch haben.“ Und damit trifft er den Nagel auf den Kopf.
Der VAR wurde eingeführt, um falsch getroffene Entscheidungen zu identifizieren und die Gerechtigkeit des Sports zu verbessern. Aber ist es wirklich gerechter, wenn dem BVB selbst mit Videoschiri jeweils Punkte nicht gegeben werden, die tendenziell zwei Meisterschaften kosten?
Der Videoschiri ist nicht von Grund auf schlecht, doch sein Einsatz ist weder einheitlich noch konsequent. Der Grundtenor ist, dass der VAR nur bei klaren Fehlentscheidungen eingreift. Nehmen wir beide Situationen von Adeyemi, greift der VAR bei beiden Situationen trotz klarer Fehlentscheidung nicht ein. Doch hier kommt dann eben das zum Greifen, was das ganze Regelwerk des Fußballs zerschießt: der Interpretationsspielraum. Im Fußball wird nicht jede Situation gleich bewertet. Der eine Schiedsrichter bewertet eine Situation anders als ein anderer Schiedsrichter.
Nehmen wir das Beispiel von Musiala und Cucurella bei der EM 2024. Musiala schießt aufs Tor, Cucurella spielt klar Hand und es gibt keinen Elfmeter. DFB-Schiedsrichter Patrick Ittrich argumentiert im Telekom-Studio, dass der Schiedsrichter hier Interpretationsspielraum hat, da Cucurella die Hand wegzieht. Diese Diskussion hätte es vor 10 Jahren nicht gegeben, weil es eben ein klares Handspiel ist. Aber das Schiedsrichterwesen entwickelt sich immer mehr dahin, die Schiedsrichter zu schützen, und daraus entwickelt sich ein Interpretationsspielraum, der nicht vorhanden sein sollte. Und dieser Interpretationsspielraum macht den VAR dann auch einfach überflüssig, denn im Grunde kann man alles so interpretieren, wie man will. Selbst Abseits ist nicht mehr klar. Nehmen wir mal das Beispiel Heidenheim gegen den HSV. Schimmer erzielt ein irreguläres Tor, weil er mit dem Arm im Abseits steht. Wer garantiert, dass er wirklich im Abseits stand, bzw ab wann zählt denn hier der Arm? Bei Demirovic ist die Auslegung dann wieder anders. Das macht es einfach undurchsichtig.
Hinzu kommt, dass der VAR auch nur bei bestimmten Situationen eingreifen darf. Und zwar nur, wenn es um eine rote Karte oder Regelverstöße in Bezug auf Elfmeter oder Tor geht. Bei einer möglichen gelb-roten Karte darf nicht eingegriffen werden.
Und da kommen wir auch zum Thema des HSV, denn am Ende treten all diese Dinge in vielen Spielen des HSV auf. Undurchsichtiges Abseits in Heidenheim, Interpretationsspielraum in Freiburg und in Berlin bei Union. Zudem zwei klare gelb-rote Karten, die nicht gegeben werden und auch vom Videoschiedsrichter nicht überprüft werden.
Das sind einfach Dinge, die den Wettbewerb verzerren. Irgendwo gleicht sich das am Ende eventuell wieder aus, da man in dem einen Spiel etwas für sich und in dem anderen Spiel etwas gegen sich entschieden bekommt. Aber was, wenn diese Entscheidungen gegen dich, gegen Konkurrenten getroffen werden und die Entscheidungen für dich gegen Bayern oder Dortmund, wo du dann nicht 4:0, sondern nur 4:1 verlierst?
Fehler eines Schiedsrichters sind menschlich und ich sage nach wie vor, vor allem bei der Entscheidung rund um Mame Diouf 2013, dass so eben der Fußball ist. Es gibt manchmal einfach Fehlentscheidungen. Aber wenn man in Zeiten des VAR sogar per Video draufschauen kann, dürfen diese Fehler so nicht mehr passieren bzw. sie müssen verbessert werden. Das Foul von Vieira gegen Querfeld am 5. Spieltag beschreibt es perfekt. Schiedsrichter Aytekin kann das Foul aufgrund der Position und der Dynamik nicht ahnden, hat dafür aber einen VAR, der das ahnden kann und ahnden muss. Er sagt selbst im Nachgang, dass er das Foul aufgrund der Dynamik gibt, aber im Nachhinein eventuell anders entschieden hätte. Doch der VAR verbessert diese Situation nicht, weil es ja diesen Spielraum gibt.
Es braucht eine klarere Linie, nach der gepfiffen wird. Und es braucht dann auch einen VAR, der bei jeder wichtigen Situation eingreift. Ein Beispiel: Abseits ist, wenn der Angreifer mit dem Trikot am Arm im Abseits steht. Das Trikot darf dann (ohne Unterziehshirt) maximal bis zum Ellenbogen gehen. Dann kann jeder seine Armlänge am Trikot selber bestimmen und wir haben eine einheitliche Regel.
Auch bei der Linie der Leitung braucht es eine klare Vorgabe. Jeder Schiedsrichter sollte bei jedem Foul gleich pfeifen. Wenn der Spieler den Gegner oberhalb des Knöchels mit offener Sohle trifft, ist das rot und nichts anderes. Da kann es nicht sein, dass der eine Schiedsrichter eine lockerere Linie hat und nur Gelb gibt. Beim selben Foul sollte immer dieselbe Konsequenz folgen.
Und: Es braucht eine klare Regelung beim Eingriff des VAR. Wenn es wie beim HSV in Mainz um 2 klare gelb-rote Karten geht, muss der VAR eingreifen und den Schiedsrichter verbessern. Es kann nicht sein, dass Mainz in diesem Spiel mit 11 Mann weiterspielt.
Und auch bei Situationen wie die von Adeyemi muss der Schiedsrichter raus bzw. die Nachricht aufs Ohr bekommen, dass er da falsch lag. Wenn man diese technischen Hilfsmittel hat, muss man sie auch nutzen und darf sie nicht nur teilweise einsetzen.
Ich weiß, das war heute weniger HSV bezogen, aber das ist ein grundlegendes Problem, das den Fußball und in letzter Zeit vor allem den HSV betrifft. Deswegen wollte ich das hier mal loswerden. Schreibt doch gerne mal eure Meinung dazu in die Kommentare.
das Spielfazit kommt heute etwas später, da Scholle krank ist und ich erst heute morgen um 7 Uhr aus Mainz zu Hause angekommen bin. Dennoch wollen wir euch hier natürlich ein Spielfazit liefern und ich beginne mal damit, dass aufgrund der Umstände nicht wirklich viel mehr als ein Punkt drin war. Das Ganze begann mit der verspäteten Anreise des HSV aufgrund eines Staus in Mainz. Die Vorbereitung war etwas hektisch und am Ende wurde das Spiel um 20:40 Uhr, also 10 Minuten später als geplant, angepfiffen Zudem kam ein Schiedsrichter, der wieder einmal im Mittelpunkt stand, da er in einigen kritischen Aktionen sehr kritische Entscheidungen traf. Aber beginnen wir von vorne.
Strittige Szene zu Beginn- Mainz geht in Führung
Der HSV begann mit einer komplett umgestellten 3er-Kette. Torunarigha rückte für Vuskovic ins Zentrum, dafür ging Capaldo in den linken Halbraum, sodass Omari auf der rechten Seite spielen konnte. Davor besetzte Polzin den HSV wie gegen Union Berlin.
Das Spiel begann bereits in der 12. Minute mit einer strittigen Szene, als Silas Omari oberhalb des Knöchels traf. Schiedsrichter Robin Braun gab Gelb. Sicherlich eine vertretbare Entscheidung, hier kann man aber auch bereits die rote Karte zeigen. Vor allem, wenn man die Entscheidungen, die in dieser Saison beim HSV schon zu roten Karten geführt haben, betrachtet. Viel verehrender ist aber, dass Silas nach 2 weiteren Fouls immer noch auf dem Platz stehen darf.
Der HSV kam nach dieser Aktion besser ins Spiel und hatte 2 Chancen durch Omari und Glatzel. Dann übernahm Mainz wieder ein wenig, und in der 42. Minute war es dann besagter Silas, der das 1:0 für Mainz einleitete Mit einer Aktion auf der rechten Außenbahn spielte er Da Costa frei, welcher die Flanke in den Strafraum brachte.
Die Flanke findet auf Höhe des ersten Pfostens Nadiem Amiri, welcher den Ball sehr elegant ins lange Eck setzt. Für Heuer Fernandes nichts zu machen. Vieira verpasste es vorher, den Ball zu blocken. Die Flanke muss im Vorhinein verhindert werden.
Wieder Chaos, HSV kommt zurück
Zur Pause wurde Silas erwartungsgemäß ausgewechselt. Die zweite Halbzeit begann aber ähnlich wie die erste Halbzeit. Kohr sah bereits Ende der ersten Halbzeit die gelbe Karte und hielt in der 53. Minute voll auf Muheims Fuß drauf. Offene Sohle, klare gelbe Karte. Doch wieder durfte der Mainzer weiterspielen.
Der HSV begann, ein wenig das Spielgeschehen zu übernehmen, doch die nicht gegebenen roten Karten schienen ein wenig Wirkung zu zeigen. Der HSV hatte zwar den Ball, schaffte es aber selten, mit diesem effektiv nach vorne zu kommen. Zu viele technische Fehler und falsche Entscheidungen erschwerten die Kombinationen durch die kompakt stehende Defensive der Mainzer.
In der 62. Minute hatte dann Remberg eine gute Idee und spielte Capaldo an, welcher ca. 25 Meter vor dem Tor gefoult wurde. Den anschließenden Freistoß schoss Vieira. Er versuchte, den Ball unter die Mauer zu schieben, setzte aber zu hoch an und so wurde der Ball von der Mauer ins Tor abgefälscht, 1:1.
Dann plätscherte das Spiel wieder ein wenig dahin, Mainz versuchte es über Spielkontrolle, der HSV mit schnellen Gegenstößen. So richtig heiß wurde es erst wieder in der Schlussphase, als Sheraldo Becker in der 88. Minute einen Ball am 5-Meter-Raum direkt nahm und nur knapp verfehlte.
Der HSV versuchte, noch einen Konter zu setzen. Vieira bediente Gocholeishvili auf der Außenbahn. Dieser legte sich den Ball am Mainzer vorbei. Anstatt weiter zu rennen, ließ er sich aber fallen und holte einen Freistoß raus. Dieser brachte aber mal wieder nichts ein, da der Ball wieder in die Mitte gehoben wurde, anstatt mal den Ball mal mit 100 Sachen in Richtung des 2. Pfostens zu hauen.
Somit beendete Schiedsrichter Braun das Spiel nach 95 Minuten.
Fazit
Leistungstechnisch ist das 1:1 ein gerechtes Ergebnis, da beide Mannschaften die Momente verpassten, um ihre Überlegenheit in Zählbares umzuwandeln. Allerdings darf bzw. muss die Frage gestellt werden, was passiert, wenn der HSV das Spiel spätestens ab der 53. Minute in Überzahl spielt. Insgesamt war dies ein intensives Spiel mit vielen Fouls, vor allem auf Mainzer Seite. Nichtsdestotrotz darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass der HSV in diesem Spiel nicht auf dem Level war, um Mainz zu schlagen. Defensiv war das in Ordnung, auch wenn Omari zeitweise etwas überfordert wirkte. Nach vorne hin schaffte man es nicht, Umschaltmomente zu kreieren. Man fand sich am Ende wieder beim alten Problem, dass man die Angriffe lieber abbricht, als sie konsequent auszuspielen.
Allerdings ist das ein Punkt, den man als HSV mitnimmt. Der HSV bleibt weiter ungeschlagen in der Rückrunde und hat nun aus den letzten 3 Auswärtsspielen 5 Punkte geholt. Das ist im Verhältnis zur Hinrunde definitiv ein positiver Trend. Es war nicht das beste Auswärtsspiel des HSV, aber es ist am Ende ein Unentschieden, mit dem man einen Konkurrenten im Abstiegskampf auf Abstand hält. Nun folgen zwei Heimspiele, in denen der HSV trotz der Gegner (Leipzig & Leverkusen) versuchen wird, Punkte zu holen. Da ich gestern im Gästebbereich war und ehrlicherweise keine vernünftigen, gut argumentierten Noten vergeben kann, verzichte ich dieses Mal drauf. Schreibt gerne eure Einzelbewertungen in die Kommentare!
Abschließend noch einmal ein Dank an alle, die gestern wieder mitgefahren sind. Die Stimmung war wieder einmal einzigartig.
am morgigen Freitag geht es für den HSV nach Mainz. Um 20:30 Uhr wird angepfiffen, übertragen wird das Spiel auf Sky. Trotz der Tabellensituation treffen morgen 2 formstarke Mannschaften aufeinander. Mainz steht mit 21 Punkten auf Platz 14, hat aus den letzten 5 Partien aber 3-mal gewonnen. Seit der Übernahme von Urs Fischer konnte man sich stabilisieren und hat im Winter auch nochmal richtig nachgelegt. Vorne holte man Titz, Silas und Sheraldo Becker. Fürs Zentrum kam Ruoppi, Hyun-seok Hong kommt ebenfalls per Leihe aus Nantes. Für die Defensive zog man Potulski aus dem Nachwuchs hoch und lieh zudem Stefan Posch aus Como aus.
Auch der HSV ist aktuell in guter Form. Man verlor keines der letzten 5 Spiele, holte 9 Punkte und steht momentan mit 25 Punkten auf Platz 9 der Tabelle. Würden beide Teams 6 Punkte mehr haben, würde man von einem klassischen Mittelfeld-Duell sprechen, aber nach wie vor handelt es sich in diesem Duell um harten Abstiegskampf. Mainz hat lediglich 2 Punkte Vorsprung vor Platz 16 und auch der HSV würde bei einer Niederlage Puffer auf den Relegationsplatz verlieren.
In Mainz könnte man diesen Sieg sehr gut gebrauchen. Eine Niederlage und ein Unentschieden mit anderen schlechten Ergebnissen würden die Situation verschärfen. Beim HSV blickt man nach dem Sieg gegen Union Berlin sicherlich etwas entspannter auf das Spiel. Ein Sieg wäre schön und ist sicherlich auch der Anspruch des Teams, aber der HSV muss hier nicht auf Biegen und Brechen. Ein Punkt auswärts in Mainz wäre wie in fast jedem anderen Spiel ein Punktgewinn. Nichtsdestotrotz fährt der HSV nach Mainz, um einen Sieg zu holen.
Mainz 05
Die voraussichtliche Aufstellung von Mainz liest sich wie folgt: Batz – Posch – Kohr – Potulski – da Costa – Sano – Mwene – Lee – Amiri – Becker – Tietz.
Bei Mainz sind noch einige Spieler verletzt bzw. gesperrt. Meistens läuft man in einem 3-5-2 auf. Der Sturm ergibt sich dabei aus Philipp Tieitz als Zielspieler und einem schnellen Nebenpart, der entweder wie in der v. A. Becker oder eben Silas ist. Ein Spieler bei Mainz, der allen bekannt sein sollte, ist Dominik Kohr, welcher gerne mal für das ein oder andere harte Foul bekannt ist. Zudem trifft man in der 3er-Kette der Mainzer mit Posch auf jemanden, der im Sommer beim HSV gehandelt wurde und definitiv eine solide Qualität mitbringt.
Capaldo wohl fit- So könnte es der HSV angehen
Die Personallage beim HSV haben wir ja gestern schon angesprochen. Roessing-Lelesiit, Groenbaek, Lokonga und Vuskovic spielen definitiv nicht.
Capaldo konnte heute die gesamte Trainingseinheit mitmachen. Laut der MoPo kommt es nun darauf an, ob Capaldo grünes Licht gibt. Passiert das, wird er wohl starten. Und so wie ich den Jungen kenne, wird er alles tun, aber nicht absagen. Somit wird Capaldo morgen höchstwahrscheinlich starten. Die Frage ist dann nur, wie Polzin dahingehend auf die Sperre von Vuskovic reagiert.
Heuer Fernandes wird definitiv starten, links Torunarigha und im Zentrum wird dann wohl Elfadli beginnen. Je nachdem, ob Polzin Capaldo wieder hinten rechts bringt, könnte auch Omari in der Zentrale spielen. Ich gehe ehrlicherweise davon aus, dass Capaldo in der 3er-Kette neben Elfadli startet. Einige wünschen sich Capaldo auf der rechten Schiene. Die Idee finde ich auch sehr gut, weil dann auch Omari sicher spielen wird. Allerdings macht es in diesem Spiel aus meiner Sicht keinen Sinn, die komplette Defensive umzustellen. Deswegen denke ich, dass Capaldo morgen in der 3er-Kette startet.
Links wieder Muheim, rechts denke ich, wird Jatta starten.
Im Zentrum dann Vieira und Remberg, links Otele, rechts Königsdörffer und im Zentrum Glatzel. Aber sicherlich gibt es vorne auch die Variante mit Otele, Königsdörffer und Philippe. Wir werden sehen, was passiert.
Spielerisch gibt es sicherlich weniger Ballbesitzmomente als gegen Union, der HSV wird aber auch immer wieder solche Phasen haben. Wichtig ist, dass man die Umschaltmomente wieder gut ausspielt. Die Devise ist ja mehr oder weniger „Gib Vieira den Ball und lass ihn machen“. Er ist nun mal mit Abstand der beste Techniker beim HSV und sollte am besten in jedem Angriff der Dirigent sein. Vor allem, wenn man von hinten herausspielt. In den Umschaltmomenten gilt wieder mal schnell und unkompliziert Richtung Tor. Ich denke, egal wer vor dem Tor den Ball bekommt, er ist momentan in der Lage, den Ball zu versenken. Der HSV kommt mit ordentlich Rückenwind und Selbstvertrauen. Mit einem Sieg in Mainz würde man einen sehr großen Schritt machen und sich vorerst einen guten Puffer aufbauen. Der HSV war in den letzten Jahren eigentlich immer gut darin, diese Chancen zu vergeben, aber in dieser Saison ist das etwas anders. In Heidenheim holte man Big Points und auch der Sieg gegen Union war wichtig, aufgrund der anderen Ergebnisse Ich traue dem HSV also definitiv zu, morgen diese Chance zu ergreifen. Wichtig ist, dass man bei sich bleibt und sich auf sein Spiel konzentriert. Man muss sich über gewonnene Zweikämpfe ins Spiel kämpfen und durch sichere Pässe Vertrauen holen. Dann das eigene Spiel spielen und dann denke ich, ist hier definitiv was für den HSV drinnen.
Trotz der wirklich ungünstigen Spielansetzung wird der Auswärtsblock natürlich wieder rappelvoll sein und ich erwarte auch in den umliegenden Blöcken wieder viele HSVer. Ich wünsche allen, die fahren, eine gute Fahrt. Schreit unsere Jungs zum Sieg.