HSV News: Stadion-Rekord und wichtige Personalfragen vor Augsburg

HSV News: Stadion-Rekord und wichtige Personalfragen vor Augsburg

Moin zusammen,

die neue Woche ist bereits gestartet, am Wochenende spielt der HSV zu Hause gegen Augsburg. In dieser Woche ging es in einigen Bereichen schon wieder brisant her. Beginnen tun wir damit, dass heute der Vorverkauf für das Spiel gegen Hoffenheim startete. Rund eine Stunde nach dem Start könnte vermeldet werden, dass das Stadion mal wieder ausverkauft ist. Der HSV hatte bis jetzt in 14 Heimspielen eine Auslastung von 100 % Ähnliches wird gegen Augsburg der Fall sein. JE nachdem, wie viele Hoffenheim-Fans nach Hamburg kommen, wird es auch in diesem Spiel der Fall sein können. Gegen Freiburg ist zu erwarten, dass dort alle Karten verkauft werden, und so steuert der HSV auf eine Saison zu, in der jedes Heimspiel ausverkauft sein wird. Das wäre ein neuer Rekord. Auf ganz 57 000 wird man nicht kommen, da es ja in den Spielen gegen Bremen und St. Pauli weniger Plätze gab, aber dennoch ist das eine beachtliche Marke. Auch auswärts ist man weit dabei. Jegliches Auswärtskontingent war in diesem Jahr in Minuten vergriffen. Auch bei den letzten Spielen in Bremen, Frankfurt und Leverkusen wird das der Fall sein. Laut einer Tabelle von „diefalsche9“ begleiten den HSV im Schnitt knapp 6000 Fans zu den Auswärtsspielen.

Kaderplanung

Wir hatten ja bereits ein wenig über die Kaderplanung gesprochen, in den letzten Tagen kam so einiges zum Vorschein. Der HSV ist in engen Gesprächen mit Heuer Fernandes, auch bei Mickelbrencis werden Gespräche geführt. Zudem will der HSV auch den Vertrag mit Miro Muheim verlängern, dieser läuft ja zum Sommer 2027 aus. Bei Ransford Königsdörffer würde man ebenfalls gerne verlängern, hier ist die Tendenz aber eher, dass er den HSV im Sommer ablösefrei verlässt. Es gab ja mal Gerüchte rund um den VfB Stuttgart, aktuell gibt es aber keine Vereine, die offizielles Interesse an Königsdörffer gemeldet haben. Ich denke, das wird dann demnächst kommen, wenn es dann auch Richtung Sommer geht und der Vertrag dann endgültig nicht verlängert werden sollte. Ich bin gespannt, wohin es Königsdörffer hinziehen könnte. Momentan denke ich, es wird entweder ein mittelklassiger Verein in der Bundesliga oder das Ausland. Einen Verein wie Stuttgart kann ich mir zum aktuellen Zeitpunkt nicht vorstellen.

6er-Position

Hinsichtlich des Spiels gegen Augsburg sind einige Personalien noch fraglich, allen voran Nicolas Capaldo. Fest steht aber, dass Nicolai Remberg aufgrund seiner 10. Gelben Karte im Dortmund-Spiel am Samstag nicht spielen wird. Diese Position ist in diesem Fall defensiv zu ersetzen. Es gab ja zwei Spiele, in denen Remberg nicht auf der 8 gespielt hat, beide gingen mit 4:1 verloren. In Hoffenheim wurde er durch Meffert ersetzt, das klappte, sagen wir mal, nicht ganz so gut. In Köln rückte Remberg in die 3er-Kette, Vieira spielte neben Lokonga. Auch dort fehlte der defensive Zugriff im Zentrum. Also wird am Samstag eine defensive Variante gefordert sein. In Frage kommen Capaldo und Elfadli. Bei Capaldo könnte es sehr eng werden, ich denke, dass er zumindest nicht starten wird. Somit gehe ich aktuell davon aus, dass Efladli startet. Hoffen wir mal, dass Capaldo zumindest auf die Bank kann. Elfadli ist ja jemand, der gerne mal eine gelbe Karte einsammelt. Er könnte im zweiten Abschnitt dann in den letzten Minuten von Capaldo ersetzt werden.

Zuletzt eine Sache, die mich interessiert. Vielleicht habt ihr ja gestern die Worte von Julian Nagelsmann über Deniz Undav sowohl im Fernsehen als auch in der Pressekonferenz gehört. Dieser hat die Sachen ja ziemlich klar und deutlich angesprochen. Schreibt gerne mal rein, wie ihr diese Aussagen bewertet.

Tom

HSV Kaderplanung 2026: Wer bleibt, wer geht? Die Analyse

HSV Kaderplanung 2026: Wer bleibt, wer geht? Die Analyse

Moin zusammen,

ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber wenn das Ende der Saison naht, gibt es immer ein Thema, mit dem ich mich gerne beschäftige: die Kaderplanung. Einfach mal schauen, wer an Bord bleibt, wer mögliche Neuverpflichtungen sein könnten und wie der Kader in der neuen Saison aufgestellt ist. Damit wollen wir uns heute ein wenig beschäftigen. Heute geht es erstmal um den aktuellen Kader. In einem weiteren Blog schauen wir dann mal, was es für mögliche Neuverpflichtungen geben könnte. Vorab sei gesagt, dass es natürlich auch immer noch zweigleisig geplant werden muss. Ich denke, dass das vor allem auf die Leihspieler zutrifft. M. M. n. würden jegliche Leihspieler bei einem Abstieg nicht verpflichtet werden. Ich werde das Ganze hier in Defensive (Torhüter und Verteidiger), Mittelfeld (jegliche Zentrumsspieler) und Offensive (Flügel + Stürmer) unterteilen.

Torhüter

Beginnen tun wir in der Defensive und das natürlich bei den Keepern. Momentan hat man mit Daniel Heuer Fernandes und Sander Tangvik zwei Spieler, die für die Position des ersten Torhüters in Frage kommen. Heuer Fernandes ist aktuell die Nummer 1 und Tangvik soll diese in Zukunft übernehmen. Aktuell läuft der Vertrag bei Heuer Fernandes aus. Sollte der HSV die Klasse halten, würde sich der Vertrag verlängern. Andernfalls würde man wohl versuchen, einen neuen Vertrag auszuhandeln. Ob Heuer Fernandes bei einem Abstieg bleibt, ist fraglich. Sollte der HSV die Klasse halten, wird wohl in der Vorbereitung der Kampf um den Stammplatz offen sein. Sollte der HSV ins Unterhaus müssen, denke ich, dass Tangvik direkt die neue Nummer 1 werden könnte. In Liga 1 würde das Duell offen sein, spätestens nach der Saison 26/27 wird dann wohl Tangvik auf die 1 rücken. Als Torwart 3 und 4 hat man dann noch Hannes Herrmann und Fernando Dickes. Auch Collin Poppelbaum würde tendenziell in Frage kommen. Ich denke, mindestens einer der 3 Nachwuchs-Keeper wird zur neuen Saison ausgeliehen, um Spielzeit zu bekommen.

Linke Seite

Für die Defensive zähle ich die Schienenspieler als Außenverteidiger, da sie m. M. n. nominell eher zu einer 5er- als zu einer 3er-Kette gehören.

Für die linke Defensivseite hat der HSV aktuell Miro Muheim und Noah Katterbach. Katterbach wird den HSV im Sommer sehr wahrscheinlich verlassen. Der HSV soll ja nach wie vor Interesse an Almugera Kabar vom BVB haben. Miro Muheim wird vorerst in den Kader eingeplant werden. Hier ist aber auch ein Verkauf im Sommer möglich, je nachdem, wie sich Muheim bei der WM präsentiert. Er wird diese wohl spielen und offensive Flügelverteidiger sind in der heutigen Zeit auf dem Markt häufig gefragt. Vor allem auf der linken Seite. Muheim hat noch einen Vertrag bis 2027. Sollte Muheim gehen, muss man hier auf jeden Fall noch einmal nachlegen. Ansonsten denke ich, dass man, falls Kabar kommen sollte, mit 2 Linksverteidigern zunächst gut aufgestellt ist, außerdem ist ja auch Louis Lemke jemand, der nächstes Jahr eventuell schon fest im HSV Kader stehen könnte.

Inneverteidigung

Für die Innenverteidiger-Position stehen aktuell Elfadli, Torunarigha, Omari und aktuell Nicolas Capaldo fest unter Vertrag des HSV. Vuskovic wird man wahrscheinlich nicht halten können, Aboubaka Soumahoro wird zurückkehren, er wäre auch eine Option, aber wohl eher nicht als Stammspieler. Alle Aufgezählten werden wohl beim HSV bleiben. Nur bei einem richtig guten Angebot könnte man beim HSV bei Capaldo ins Gespräch kommen, davon gehe ich aber aktuell nicht aus. Der HSV benötigt für die neue Saison auf jeden Fall noch einen adäquaten Ersatz für Vuskovic, ich denke es bedarf auch noch einen weiteren Innenverteidiger für die Breite.

Rechte Seite

Auf der rechten Schiene hat man aktuell Gocholsiehvili, Jatta und Mickelbrencis. Gocholeishvilis Leihe wird enden, Jatta bleibt und bei Mickelbrencis ist man aktuell in Vertragsverhandlungen. Ich denke dennoch, dass der HSV im Sommer nach einem neuen rechten Verteidiger Ausschau halten wird. M. M. n. ist man auf den Außenbahnen zu offensiv aufgestellt, es bedarf eines defensiv starken Rechtsverteidigers, der den Gegenpart zu Muheim auf der linken Seite bildet. Muheim und Mickelbrecis oder Muheim und Jatta ist mir zu offensiv. Vor allem, falls man nachdenken sollte, das System umzustellen auf eine 4er-Kette, braucht es zwingend einen neuen Rechtsverteidiger.

Zentrum

Im Mittelfeld hat man eine starke Achse mit Remberg und Lokonga. Beide spielen eine richtig gute Saison und werden im Sommer potenziell von anderen Vereinen Anfragen erhalten. Sofern der HSV aber kein Angebot bekommt, das man aus finanzieller Sicht nicht ablehnen kann, werden beide auch in der nächsten Saison das Mittelfeld bilden. Davor hat man dann noch Fabio Vieira, der ja nur geliehen ist. Man versucht, Vieira im Sommer fest an die Elbe zu holen. Ich denke, aktuell kann man, sofern der HSV die Klasse hält, mit Vieira, Lokonga und Remberg rechnen. Zudem ist Capaldo jemand, der für das Mittelfeld eingeplant werden könnte. Auch Elfadli ist eine Option. Ich denke, dann ist man im Zentrum erstmal gut aufgestellt. Je nachdem, ob noch jemand geht, müsste man hier dann noch jemanden verpflichten. Zudem gibt es ja auch noch die Möglichkeit, dass Pherai aus Elversberg wiederkommt, aber ich denke, er würde im Sommer ein Verkaufskandidat werden.

Linker Flügel

Kommen wir nun zum Knackpunkt des Kaders, und zwar der offensiven Sturmreihe. Beginnen tun wir mit dem linken Flügel. Hier hat man momentan Jean-Luc Dompe, Philip Otele, Fabio Balde, Alexander Roessing-Lelesiit und Albert Groenbaek. Dompe ist fest unter Vertrag, könnte den HSV aber im Sommer durchaus verlassen. Er hat angeblich eine Ausstiegsklausel, deren Höhe nicht bekannt ist. Nach den Vorfällen und den gezeigten Leistungen ist ein Abgang m. M. n. wahrscheinlich und es sollte auch so geplant werden. Mit Fabio Balde und Roessing-Lelesiit hat man zwei junge Spieler im Kader, die in dieser Saison schon einige Male auf dem Platz standen. Ich denke, der HSV wird beide im Kader halten. Ein Plan könnte folgender sein: Roessing-Lelesiit als Backup für die linke Seite und Balde als Spieler, der sowohl für die linke als auch die rechte Seite in Frage kommt. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass einer der beiden in der neuen Saison auf Leihbasis zu einem anderen Verein geht. Albaert Groenbaek wird sehr wahrscheinlich nicht beim HSV bleiben, bei Otele sieht das Ganze schon anders aus. Ich denke, sofern der HSV die Liga hält, wird er im nächsten Jahr die erste Wahl für die linke Seite sein, dahinter dann Roessing-Lelesiit und/oder Balde.

Sturmzentrum

Im Sturmzentrum sieht es aktuell sehr dünn aus. Man hat zwar nominell viele Spieler, aber es bleiben nur wenige, mit denen man fest planen kann. Momentan hat man Poulsen, Glatzel, Königsdörffer, Stange und Downs, je nachdem auch noch Philippe. Glatzel wird nach dem Vorfall den HSV aller Voraussicht nach verlassen, Downs wird nicht beim HSV bleiben. Auch bei Königsdörffer ist die Zukunft ungewiss. Ich denke, es könnte durchaus dazu kommen, dass er den Verein ablösefrei verlässt. Auf Poulsen kann man sich leider nicht nachhaltig verlassen, ich bin gespannt, ob er über den Sommer hin bleibt. Sicherlich gibt es nach dieser Saison nicht viele Interessenten, aber es würde mMn durchaus in Frage kommen, Poulsen nach dieser Saison wieder abzugeben, wenn man einen Abnehmer findet. Somit hat man als verlässlichen Kaderspieler aktuell nur Otto Stange und eventuell Philippe. Stange wird bleiben, es sei denn, er bekommt ein Leihangebot aus einer ersten Liga, wo ihm ein Stammplatz garantiert wird, aber ich gehe aktuell davon aus, dass er fest eingeplant wird. Philippe hat in dieser Saison noch nicht viel gezeigt, auch hier ist sogar ein Verkauf mMn möglich, wenn es Interessenten mit adäquaten Angeboten gibt. Aktuell denke ich aber, dass Philippe bleiben wird. Im Sturm muss der HSV auf jeden Fall nachlegen, hier bedarf es trotz Otto Stange eines klaren Nummer-1-Stürmers. Stange könnte dann als Nummer 2 gesetzt sein, die potenziell die Nummer 1 wird, wenn er überzeugen kann. Dann kann man sich überlegen, noch einen dritten Stürmer zu holen, der auch auf einer anderen Position spielen kann, oder man nimmt Philippe als Nummer 3, der von der Außenbahn ins Zentrum rückt, wenn Not am Mann ist. Auch Otele ist m. M. n. jemand, der mal ins Zentrum rücken kann. Das ist aber genau wie bei Philippe nur der Fall, wenn Stürmer Nummer 1, 2 und eventuell auch 3 ausfallen.

Rechter Flügel

Kommen wir dann noch zur rechten Seite. Hier hat man Philippe und je nach System zunächst auch Vieira. Ich gehe aber davon aus, dass Vieira nächste Saison, bei einer Festverpflichtung, im Zentrum spielen wird. Emir Sahiti könnte eventuell zurückkommen, und Balde ist wie gesagt jemand, der sowohl links als auch rechts eingesetzt werden kann. Sahiti wird in der Kaderplanung der nächsten Saison wahrscheinlich keine Rolle spielen und entweder in Tel Aviv bleiben oder zu einem anderen Verein gehen. Somit hat man für die rechte Seite nominell erstmal nur einen Mann mit Philippe, dessen Ersatz Balde sein könnte. Ich denke aber, dass der HSV auch hier einen neuen Nummer-1-Flügel verpflichten wird und Philippe dann als Nummer 2 geplant ist. Bald könnte aber wie gesagt auch der Ersatz auf rechts werden.

So das war jetzt mal meine Einschätzung wie der aktuelle Kader für die nächste Saison aufgestellt ist, ihr könnt ja mal gerne reinschreiben, was ihr anders seht oder anders machen würdet. In näherer Zukunft schauen wir uns dann mal an, wer potenziellen Neuzugängen sein könnten, ihr könnt ja schonmal Ideen reinschreiben, wen ihr gerne sehen würdet, dann könnte man diese Spieler in dem Blog mit einbauen. Aber bitte bleibt realistisch, Mbappé und Dembélé werden nächstes Jahr nicht beim HSV spielen.

Tom

HSV zwischen Zukunft und Risiko: Der Vasiljevic-Deal im Fokus

HSV zwischen Zukunft und Risiko: Der Vasiljevic-Deal im Fokus

Moin zusammen,

der HSV ist kurz davor, einen neuen Spieler zu verpflichten. Genauer geht es um Andrej Vasiljevic. Vasiljevic ist Mittwoch 16 Jahre alt geworden und gilt als ein großes Sturmtalent. Laut Berichten der Bild sollen auch Borussia Dortmund, RB Leipzig, Benfica Lissabon und Inter Mailand an ihm dran gewesen sein. Nun sollen aber nur noch wenige Details abgeklärt werden und der ungarische U-Nationalspieler würde ab Sommer einen Vertrag beim HSV unterschreiben. Dabei würde er vorerst noch in der Jugend spielen, soll aber relativ zügig auch in den Profikader gelangen. Das sollte dann auch relativ schnell passieren, denn der HSV zahlt insgesamt 1,5 Millionen Euro Ablöse plus mögliche Bonuszahlungen.

Finanzielles Risiko vor dem Umbruch im Sommer

Grundlegend ist es natürlich richtig, solche Talente bereits in einem jungen Alter zum HSV zu holen. Denn wenn dieser Junge sich so entwickelt, wie es prognostiziert wird, ist er in 2 Jahren schon um ein Vielfaches besser und würde zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht mehr zum HSV wechseln. Dafür ist das Scouting mittlerweile so weit, dass alle 18-Jährigen Supertalente eher zu Vereinen wie Borussia Dortmund oder RB Leipzig wechseln. Und auch das, dass eben genau diese Vereine an Vasiljevic dran waren, spricht dafür, dass der Junge ein wirklich aufstrebendes Talent ist. Sofern sein Charakter passt, ist das sicherlich einer, der mal groß rauskommen kann. Aber der HSV schwimmt momentan nicht in Geld und bezahlt 1,5 Millionen Euro für einen Spieler, der für die Startelf oder die Bank erst in der Saison 2027/28 in Frage kommt. Und da sind wir wieder beim Punkt, der Kalkulation. Ich nenne mal das Beispiel aus dem letzten Wintertransferfenster, als der HSV in der 2. Liga insgesamt 6 Millionen Euro für Alexander Roessing-Lelesiit und Aboubaka Soumahoro bezahlte. Sicherlich hat Roessing-Lelesiit Potenzial und seine Zeit wird kommen, aber eine konstante Verstärkung war er bisher eben nicht. Und Soumahoro scheint seine Leistungen nicht mal in der Ligue 2 abzurufen. Andernfalls wäre nicht jetzt schon bekannt, dass er im Sommer wieder zum HSV kommt. Vielleicht kalkuliert der HSV anders mit seinem Geld.

Sofern der HSV das mit dem Budget der neuen Saison gut kalkuliert, kann das definitiv was werden, aber zu diesem aktuellen Zeitpunkt wirkt es so, als würde man einen Spieler für 1,5 Millionen Euro verpflichten, während man im Sommer eigentlich genau dieses Geld benötigt, um einen guten Innenverteidiger und eine komplett neue Sturmreihe zu holen. Vielleicht findet der HSV einen weiteren Transfercoup für die Innenverteidigung, aber wenn ich mir das Profil, welches benötigt wird, und den aktuellen Markt anschaue, denke ich, dass der HSV mal mindestens 5, wenn nicht sogar 7–8 Millionen Euro auf den Tisch legen muss, damit man einen adäquaten Ersatz findet. Ich bin gespannt, wie das Ganze sich entwickelt, und hoffe, dass am Ende ein Sommertransfer nicht an diesen 1,5 Millionen Euro scheitert. Denn das ist definitiv ein Ding für die Zukunft, aber es garantiert auch keiner, dass dieser Mann den HSV am Ende weiterbringt.

Dahmen statt Heuer Fernandes- Die Statistik spricht dagegen

Ein Ding, was mich heute etwas verwundert hat, war die Nachnominierung von Finn Dahmen für die deutsche Nationalmannschaft. Jonas Urbig musste verletzt abreisen, es brauchte also einen neuen Torwart. Und dann wird eben Finn Dahmen nachnominiert. Und da frage ich mich, warum nicht Heuer Fernandes. Und das ist jetzt nicht nur wegen des HSV, sondern auch die Statistiken sprechen klar für Heuer Fernandes.   Er liegt bei der Paradenquote 7 % über Dahmen und auch die Gegentore sprechen klar für Heuer Fernandes. Dieser kassierte nur 40 Tore, während Dahmen 50 Mal hinter sich greifen musste. Noch klarer wird es bei dem Expected-Goals-against-Wert, der aussagt, wie viele Gegentore ein Verein hätte kassieren müssen. Bei Dahmen und Augsburg sind es 49,9 Expected Goals, also fast exakt der Wert der tatsächlichen Gegentore. Beim HSV liegt der Wert bei 48, also insgesamt 8 Tore über dem eigentlich kassierten Wert. Und auch mit dem Alter kann man hier m. M. n. nicht so wirklich gut argumentieren. Denn diese Nominierung wird meiner Meinung nach nur für den aktuellen Lehrgang sein, beide werden in Zukunft wohl erstmal nicht mitfahren. Denn für die zukünftigen Turniere stehen Noah Atobolu, Diant Ramaj, Mio Backhaus und allen voran natürlich Jonas Urbig bereit. Zudem ist Alex Nübel einer, der sicherlich noch 5 Jahre für die Nationalmannschaft in Frage kommt.

Ich möchte hier keinesfalls sagen, dass Finn Dahmen ein schlechter Keeper ist. Er ist sicherlich einer, der eine Nominierung verdient hat, vor allem, da er letzte Saison eine Serie an Spielen hatte, in denen er am Stück zu Null gespielt hat. Aber die Statistiken sprechen am Ende eben für Heuer Fernandes und das spricht wieder das Thema der Leistung im DFB-Kader an. Aber das ist ein externes Thema. Dass Nmecha beim DFB nicht Stamm spielt, finde ich nicht richtig. Vor allem wenn ich mir die letzten Wochen und auch seine 2. Halbzeit gegen den HSV anschaue. Meiner Meinung nach sollten Nmecha und Pavlovic auf der Doppelsechs spielen. Aber wer bin ich schon, die Nationalmannschaft zu bewerten. Fest steht, dass Heuer Fernandes meiner Meinung nach eine Nominierung für den DFB verdient hätte, vor allem nach der Saison, die er bisher spielt.

Tom

Fehlende Führung beim HSV? Die große Sportvorstand-Debatte

Fehlende Führung beim HSV? Die große Sportvorstand-Debatte

Moin zusammen,

Wie bereits angekündigt gehen wir heute mal direkt auf das Thema des Sportvorstandes ein. In den kommenden Tagen werden wir uns noch mit der fortlaufenden Kaderplanung beschäftigen und wer dafür zuständig ist, bzw. sein sollte, wird sowohl dort als auch hier heute explizit aufgegriffen. Da explizit in Konversationen aus dem Beitrag über Sebastian Kehl „HSV Update – Nationalspieler unterwegs – kommt Kehl nach Hamburg?“ angesprochen wurde, habe ich mir gedacht, dass ich die Punkte, die genannt wurden, mal aufgreife und meine Meinung zum Ganzen abgebe. Wir beginnen mit einer kurzen Beschreibung des Profils eines Sportvorstandes und gehen dann auf die von euch gebrachten Punkte ein.

Grundlage des Systems

Wir beginnen mal mit der grundsätzlichen Struktur beim HSV, zumindest ganz grob. Oben sitzt der Aufsichtsrat, der dafür verantwortlich ist, den Vorstand; den der AR installiert, um die Ziele des Vereins zu erreichen; zu beraten und zu überwachen. Beim HSV hatte man vor der Saison einen Vorstand aus Eric Huwer für das Thema Finanzen und Stefan Kuntz für das Thema sportliche Leitung. Der Sportvorstand ist dann dafür verantwortlich, dass die vorgegebenen Ziele des Aufsichtsrates eingehalten werden. Dabei leitet er die Aufgaben weiter an z. B. den Kaderplaner und das Trainerteam. Wenn etwas nicht funktioniert, muss er dafür sorgen, dass sportliches Personal entlassen wird oder Strukturen geändert werden. Das gilt auch für Spieler, die am Ende vertraglich ja ebenso Angestellte sind wie das Trainerteam. Das heißt, dass der Sportvorstand im Prinzip auch dafür zuständig ist, dass Spieler verpflichtet werden. Damit der Sportvorstand die richtigen Spieler holt, arbeitet er meistens eng mit Trainer und dem Kaderplaner zusammen. Am Ende soll ein erfolgreiches Team zusammengestellt werden, mit dem jeder glücklich ist.

Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, wie der Sportvorstand seine Position noch erweitert nutzen kann. Er kann z. B. durch internationale Beziehungen und sein nutzen um Personal an Land ziehen, welches den Kader, die Personalreihe oder das Nachwuchsleistungszentrum verstärkt.

Eine weitere Maßnahme, die heute üblich ist, ist, dass der Sportvorstand, vor allem wenn es brenzlig wird, selbstsicher auftritt und dem von ihm eingestellten Personal den Rücken stärkt bzw. dieses aus der Schusslinie nimmt. Dafür bedarf es natürlich bestimmter Attribute.

Die Rolle des Sportvorstandes hat Stefan Kuntz also innegehabt, bis es zum Auflösen des Vertrages Ende Dezember/Anfang Januar kam. Zunächst übernahm Claus Costa die üblichen Tätigkeiten im operativen Geschäft. Das macht er zum aktuellen Zeitpunkt immer noch, da der HSV bis jetzt keinen neuen Sportvorstand gefunden hat. Während der Transferperiode machte es eigentlich keinen wesentlichen Unterschied, ob nun Costa oder Kuntz die Transfers abwickelten. Am Ende schlug Costa die Spieler weitestgehend vor und Kuntz versuchte dann, die Transfers abzuwickeln. Nun schlug Costa die Transfers vor und wickelte sie eben auch ab. Ich bin nicht über jeden Verein informiert, aber ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass es üblich ist, dass ein Kaderplaner häufig die Ideen vorgibt und der Sportvorstand selbst eher selten aus Eigeninitiative Spieler holt. Deswegen machte es Sinn, nicht direkt nach dem Auflösen des Vertrages von Kuntz, einen neuen Sportvorstand zu installieren, sondern erstmal in Ruhe zu schauen, was der Markt hergibt.

Jetzt kommen wir aber in die Phase, in der die Kaderplanung zweigleisig geplant werden muss und in der auch die Kritik an egal welchen Stellen immer lauter wird. Und genau da kam der Einwand, dass es eben jetzt einen Sportvorstand benötige, der eben einem jungen Polzin den Rücken stärkt. Und das ist ein Punkt, dem ich zustimme. Von Polzin kann jeder halten, was er möchte, aber Fakt ist, dass er es geschafft hat, nach 27 Spielen mit 30 Punkten dazustehen. Dennoch ist die Kritik groß und das basiert maßgeblich auf einem Punkt. Die Personal Situation im Sturm mit Glatzel und Downs. Polzin hält an Downs fest, mit der Begründung, dass er für das defensiv ausgerichtete System besser sei. Dieses Argument klingt für viele schwammig, da man eben genau das nicht auf dem Platz sieht. Keiner weiß, wie die Situation mit einem Sportvorstand wäre, aber es bestünde die Möglichkeit, dass eben dieser den Rat an Polzin geben würde, Downs mal draußen zu lassen.   Zudem sollte ein Sportvorstand in die vorläufige Kaderplanung eingebunden werden, da man einerseits mit zwei Meinungen meistens zum besseren Ergebnis kommt. Andererseits besteht ja auch immer die Möglichkeit, dass ein geplantes Spielerprofil durch die Beziehung des Sportvorstandes einfacher oder günstiger zum Verein kommt.

Und es brächte jemanden, der genau jetzt auftritt und die Entscheidungen von Polzin, mögen sie auch noch so irreführend sein, öffentlich unterstützt, einfach damit die Last, die nun ganz und alleine auf Polzin liegt, geringer wird. Denn genau das ist das, was das Profil eines Sportvorstandes ebenso wichtig macht. Das man nach außen Souveränität präsentiert, damit man intern ruhig arbeiten kann.

Ebenso wurde der Punkt angeführt, wer bei einer Entlassung von Polzin überhaupt den neuen Mann holen soll. Und auch das ist ein wichtiger Punkt. Denn Claus Costas Fokus liegt auf dem Scouting und dem Kader, nicht auf der Spielweise und wie diese zum Kader passt. Eine Trainerverpflichtung nun auch noch auf die Schultern von Costa zu packen, ergäbe m. Mn. wenig Sinn.

Fazit

Grundsätzlich finde ich die Idee richtig, nicht direkt nach Kuntz einen neuen Sportvorstand zu holen. In einer Phase, in der es sportlich nicht allzu schlecht lief, hat man versucht, die Ruhe im Verein zu wahren, um einerseits die sportliche Leistung und andererseits die Transferpolitik nicht zu gefährden. M. M. n. hat das weitestgehend geklappt. Sicherlich waren nicht alle Transfers gut, aber es hat eben kein großes Chaos gegeben. Am Ende wurden die Spieler geholt, die geholt werden sollten, und auch sportlich konnte der HSV im Januar einige Punkte einfahren. Das war in früheren Zeiten mal anders.

Nun ist man allerdings bereits Ende März und man ist immer noch nicht so weit, dass man in näherer Zukunft einen Sportvorstand vorstellt. Der Aufsichtsrat hat ja eine Firma engagiert, die potentielle Kandidaten suchen soll. Dieses Vorgehen kann jeder selber bewerten. Soweit ich informiert bin, ist die endgültige Liste potentieller Kandidaten aber immer noch nicht vollständig beim Aufsichtsrat angekommen, und das verschafft den Eindruck, dass das eben noch lange dauern könnte. Und das, obwohl man meiner Meinung nach schon jetzt im Zusammenspiel zwischen Trainerteam, Kaderplaner und Sportvorstand Spielerprofile suchen und auch gegebenenfalls ansprechen sollte.

Mal angenommen, der HSV wäre an Brandt oder Süle interessiert, wäre es jetzt schon an der Zeit, z. B. einen Kehl als Sportvorstand damit zu beauftragen, die beiden Spieler ranzuholen. Denn der HSV wäre zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich nicht der erste Verein, der bei Spielern mit auslaufenden Spielerverträgen anklopft. Das Ganze hier ist natürlich nur ein Beispiel und soll keine Verbindung zwischen dem HSV und Süle und/oder Brandt bzw Kehl schaffen.

Wenn wir mal zum BVB schauen, scheint als erste Amtshandlung eine Vertragsverlängerung von Schlotterbeck in Sicht. Auch dafür wäre ein Sportvorstand jetzt beim HSV eine gute Option. Sicherlich kann auch Costa die Verträge verlängern, aber eine zweifache Mannstärke wirkt da eben besser. Nehmen wir mal das Beispiel Königsdörffer. Egal, ob man seine Leistungen jetzt gut findet oder nicht, am Ende verliert man eventuell einen Spieler ablösefrei, für den man im Sommer bei Vertragsverlängerung eine Ablöse bekommen würde.

Der HSV versucht, das Ganze ruhig und besonnen anzugehen, aber man bewegt sich hier auf einem schmalen Grat, da man sowohl in der Kaderplanung als auch in der Außendarstellung und der Souveränität, die Ruhe in den Verein bringt, ein Risiko eingeht, welches man m.Mn. durch die Installation eines Sportvorstandes meiden könnte.

Nun seid ihr aber wieder gefragt und dürft weiter diskutieren. Wie steht ihr zu dem ganzen Thema? Sollte man jetzt schon einen Sportvorstand installieren oder hätte es schon direkt nach der Entlassung von Kuntz passieren müssen? Und vor allem: Wer soll es werden?

Tom

HSV zwischen Länderspielpause und Transferphase: Entscheidungen stehen an

HSV zwischen Länderspielpause und Transferphase: Entscheidungen stehen an

Moin zusammen,

heute gibt es nur ein kleines Update, wir befassen uns in den nächsten tagen mal mit den bisherigen Ereignissen der Saison, aber das folgt. Heute wurde bekannt, dass Ransford Königsdörffer für die Nationalmannschat Ghanas nachnominiert wurde. Je nachdem wie der Trainer aufstellt, könnte es also sein, dass wir in beiden Spielen der deutschen Nationalmannschaft jeweils einen HSVer auf dem Platz sehen. Muheims Chancen stehen bei der Schweiz sicherlich besser, aber wer weiß, vielleicht kommt ja auch Königsdörffer zum Einsatz.

Anstehende Kaderplanung

Zudem geht es jetzt in die heiße Phase, was Verlängerungen beim HSV geht. Bei Mickelbrencis sind die Verhandlungen gestartet, hier könnte es in nächster Zeit eine Einigung geben. Bei Heuer Fernandes hängt das ganze ja auch vom Ausgang der Saison ab. Sollte der HSV die Klasse halten, gäbe es wohl eine Klausel im Vertrag, die eine Verlängerung beinhaltet. Auch bei Königsdörffer muss in den nächsten Tagen und Wochen geschaut werden, wie es weitergeht.

Außerdem gab es jetzt auch erste News zu den Leihspielern. Laut dem Abendblatt ist eine Verpflichtung von Philip Otele je nach weitere Leistungen möglich, bei Groenbaek muss man schauen, was er noch zeigen kann. Ich denke aber eher, dass es hier nichts wird, denn die anstehenden Spiele liefern eigentlich wenig Spielraum Groenbaek von Anfang an auf das Feld zu schicken, von der Bank wird es wohl schwierig einen großen Einfluss zu nehmen. Bei Downs und Gocholeishvili wird es, wie zu erwarten, wohl nicht zu einer festen Verpflichtung kommen. Downs zeigt keine Leistungen und Gocholeishvili ist seit einiger Zeit hinten dran. Auch bei Vieira wird die Kaufoption nicht gezogen, hier versucht man den Preis in einen angemessenen Rahmen zu verhandeln. Andernfalls würde man nach einem anderen Spielmacher Ausschau halten. Wir gehen auf die einzelnen Spieler in der Länderspielpause nochmal extern ein.

Tom

HSV Update: Nationalspieler unterwegs – kommt Kehl nach Hamburg?

HSV Update: Nationalspieler unterwegs – kommt Kehl nach Hamburg?

Moin zusammen,

die neue Woche ist gestartet und trotz der anstehenden Länderspielpause ist wieder viel los. Zunächst kommen wir einmal zu den Spielern, die auf Länderspielreise sind. Philip Otele steht im Aufgebot der nigerianischen Nationalmannschaft, Miro Muheim spielt für die Schweiz gegen Deutschland. Giorgi Gocholeishvili läuft für Georgien auf, Vuskovic für Kroatien. Dazu gibt es noch 4 Spieler, die zu U-Nationalmannschaften eingeladen sind. Dazu zählen Hannes Hermann (Deutschland U20), Fabio Balde (Deutschland U20), Damien Downs (U21 Amerika) und Otto Stange, der bei der deutschen U19-Nationalmannschaft bei der Eliterunde zur U19-EM für Deutschland im Aufgebot steht.

Mein Fazit zu BVB-HSV

Zum Thema 27. Spieltag ist meine Meinung, dass in diesem Spiel gegen diesen BVB aus der 2. Halbzeit maximal defensivere Außenverteidiger geholfen hätten. Auf rechts hätte ich spätestens nach dem 1:2 Gocholeishvili, mit dem Risiko, dass man aus dem Halbfeld noch den einen oder anderen Freistoß gegen sich kassiert hätte, eingewechselt. Auf der anderen Seite hätte es m. M. n. auch noch eine defensivere Variante gebraucht, um die Flanken von außen zu verhindern. Aber die Möglichkeit hat man nicht, da man für links nur Muheim oder gegebenenfalls Katterbach hat, die beide ihre Stärken eher in der Offensive als in der Defensive haben. Ein Vieira hätte m. M. n. nicht den Ausschlag gegeben, dass man am Ende mehr aus dem Spiel holt. Er bekam offensiv kaum Bälle, wenn er sie bekam, wurde er von 3 Mann gepresst. Die restliche Zeit wurde er sowohl von den Dortmundern als auch vom HSV überspielt. Natürlich wechselt man dann aber nicht Damion Downs ein, der noch nie Impact auf das Spiel des HSV hatte. Ich hätte Stange gebracht, aber auch da bin ich mir nicht sicher, ob das am Ende etwas verändert hätte. Ebenso hätte ein defensiver Wechsel nicht weniger Druck rausgenommen, weil man dem BVB noch mehr Platz auf dem Feld gegeben hätte. Im Nachhinein wissen wir es ja irgendwie alle besser. Wir können ja leider nicht sagen, was passiert wäre, wenn Dinge anders gehandhabt worden wären.

Gesamtbetrachtet war der BVB m. M. n. in der 2. Halbzeit so überlegen, dass es nur wenige Szenarien gegeben hätte, in denen der HSV aus dem Spiel Punkte mitnimmt. Die Wechsel haben definitiv nicht geholfen und waren nicht gut, aber ich sage, dass das am Ende keinen Unterschied gemacht hätte. Einzig wenn man bis zur 80. Minute irgendwie die 0 gehalten hätte, wäre was gegangen, aber ob das selbst mit einem Vieira auf dem Platz gehalten hätte, bezweifle ich. Am Ende war Dortmund in der 2. Halbzeit zu gut und die Leistung des HSV insgesamt nicht gut genug, um dort gegenzuhalten.

Kehl als neuer Sportchef?

Bleiben wir beim Thema BVB/HSV, kommen wir direkt zur nächsten Personalie. Sebastian Kehl wurde als Sportdirektor beim BVB entlassen, sein Nachfolger wird Ole Book aus Elversberg. Nun wird Sebastian Kehl beim HSV noch heißer gehandelt, es könnte in der Tat dazu kommen, dass Kehl das Amt des Sportdirektors beim HSV übernimmt. Das ist zum aktuellen Zeitpunkt aber noch alles Spekulation, es gibt auch Gerüchte über ein Engagement bei Tottenham. Ich habe mir mal die Transferhistorie von Sebastian Kehl angeschaut. Zum einen sind dort gute Transfers, zum anderen sind natürlich auch Flops dabei. Positiv sind sicherlich die Transfers von Schlotterbeck, Guirassy und im Nachhinein auch die Transfers von Maxi Beier und Felix Nmecha. Beier und Nmecha brauchten Anlaufzeit, ähnliches könnte auch bei Jobe Bellingham passieren. Zum aktuellen Zeitpunkt zählt der Transfer des Engländers aufgrund der Gebühr von über 35 Millionen Euro aber nicht zu einem guten Transfer. Weiterhin holte Kehl Waldemar Anton und auch Füllkrug, mit dem man am Ende Gewinn machen konnte. Auf der anderen Seite stehen Transfers wie Niklas Süle, das Versäumnis rund um Ian Maatsen im Verbund mit dem Yan-Couto-Transfer und auch der Transfer von Chukwueuemeka ist nach wie vor in der Kritik. Auch wurde immer wieder über die Personalie Modeste diskutiert. Am Ende war der BVB auch dank seiner Hilfe noch bis zum letzten Spieltag Tabellenführer, als man die Meisterschaft am 34. Spieltag wieder hergab.   Ähnliches galt auch bei Haller, er war aber m. M. n. der ausschlaggebende Punkt, warum der BVB am Ende überhaupt noch Chancen auf den Titel hatte. Auch das Champions-League-Finale erreichte der BVB unter Kehl. Man schaffte es aber bis jetzt immer noch nicht, mit Schlotterbeck zu verlängern, und ich denke, man hätte diesen auch verloren, wenn Upamecano nicht bei Bayern verlängert hätte.

Insgesamt also ein durchwachsenes Bild. Wenn ich mir aber mal die gesamte Historie der Transfers unter Kehl anschaue, wirkt das auf mich doch positiver, als die kritischen Stimmen es hergeben, da ich da schon viele gute Transfers sehe. Dennoch verpasste man es z. B. bei Karim Adeyemi, ihn für gutes Geld nach England zu verkaufen. Auch wenn es zum Zeitpunkt des Angebots klug erschien, ihn nicht zu verkaufen, schaut man da hinterher sicherlich anders drauf. Am Ende hatte man in der Zeit einen Transferverlust von ca. 8 Millionen Euro. Man hat mit Adeyemi, Guirassy, eventuell Schlotterbeck und Nmecha aber mittlerweile auch Spieler mit großem Marktwert im Verein. Und natürlich die neue Küche für 11 Millionen Euro. Das ist natürlich kein Transfer eines Spielers, aber diese Anekdote darf hier nicht fehlen.

Schreibt doch gerne mal eure Meinungen zum Thema Kehl in die Kommentare.

Tom