HSV kurz vor Verpflichtung von Damion Downs: Chancen, Risiken und Einordnung

HSV kurz vor Verpflichtung von Damion Downs: Chancen, Risiken und Einordnung

Moin zusammen,

der HSV ist drauf und dran, Damien Downs aus Southampton auszuleihen. Laut Florian Plettenberg hat Downs seinen Medizincheck bestanden und es kann sein, dass er kurz nachdem dieser Blog hochgeladen wurde, offiziell verpflichtet wird. Downs wird wahrscheinlich gerade vom Medienteam des HSV abgelichtet und dann folgt zeitnah die Verkündung.

Der HSV leiht Downs aus, hat aber eine Kaufoption, die angeblich 10 Millionen Euro betragen soll. Laut Florian Plettenberg kann diese durch Boni auf 12 Millionen ansteigen.

Damion Downs ist 21 Jahre alt, US-Amerikaner und ist, wie ihr sicherlich alle wisst, vorwiegend Stürmer. Er kann gegebenenfalls aber auch auf den rechten Flügel ausweichen. Für das HSV-System ist das passend, denn in der Offensive rückt der rechte Flügel ja auch mal ganz gerne nach innen, während der Stürmer dann nach rechts schiebt.

Damion Downs passt vom Profil her zum System des HSV. Er ist zügig auf den Beinen und bringt mit 192 cm auch eine gewisse Größe mit. Einen genauen Tempowert habe ich für diese Saison leider nicht aus einer validen Quelle finden können. Laut Kicker lief Downs in der vorletzten Saison im Spiel gegen Augsburg 33,4 km/h. Somit hat der HSV sich hier tendenziell jemanden geholt, der sowohl im Umschaltspiel Tempo machen kann als auch bei Flanken präsent ist. Anders als Glatzel oder Selke ist Downs dabei eher der große, aber dennoch recht bewegliche Stürmer, der mehr über sein Tempo und Dribbling kommt als über ein sehr wuchtiges Kopfballspiel.

Eine große Auswahl gibt es nicht

Ich weiß, viele sehen den Transfer wahrscheinlich kritisch, und das kann ich auch nachvollziehen. Ein Stürmer, der in 11 Liga-Einsätzen 0 Tore gemacht hat, verspricht nicht auf Anhieb, dass er torgefährlich ist. Ich habe aber auch schon mehrfach betont, dass es im Winter für einen Aufsteiger sehr schwierig ist, jemanden zu finden, der Tore garantiert und der für den HSV erschwinglich ist. Einen Stürmer, der in der Hinrunde gut war, würde man wahrscheinlich nur aus der 2. Liga holen können. Da diese Stürmer da aber Stammspieler sind, müsste man sie kaufen und könnte sie nicht leihen. Ich habe auch hin und wieder über Isac Lidberg nachgedacht. Dieser hat allerdings einen Marktwert von 5 Millionen Euro. Das heißt, für ihn müsste man mindestens 4,5 Millionen, wahrscheinlich sogar deutlich mehr, bezahlen. Ähnliches bei Futkeu. Und dabei ist nicht garantiert, dass diese Spieler auch im System des HSV in der Bundesliga funktionieren.

Mmn hat der HSV hier eine vernünftige, erschwingliche Lösung gefunden. Man leiht mit Dows jemanden aus, der die Bundesliga kennt und vom Profil her ins HSV-System passt. Zudem musste man hier keine Transferablöse im Bereich von 4–5 Millionen bezahlen. Die Leihe wird sich sicherlich im Rahmen von ca. 1 Million Euro einpendeln.   Sollte Downs nicht funktionieren, läuft die Leihe aus und man schaut im Sommer weiter. Funktioniert Downs, hat der HSV eine Kaufoption von 10-12 Millionen und kann diese ziehen, um entweder auf Downs zu setzen oder ihn teurer weiterzuverkaufen.

Hinzu kommt, dass der HSV mit Glatzel eventuell schon seinen Stürmer für die Rückrunde im Kader hat. Bisher haben wir das Ganze nur 30 Minuten gesehen, aber es funktionierte eben sehr gut. Nichtsdestotrotz musste man aufgrund von möglichen Verletzungen jemanden finden, der Glatzel ersetzen kann, falls dieser verletzt ist. Königsdörffer konnte das in der Hinrunde nicht beweisen.

Ich denke, dass der HSV hier eine gute Lösung in der aktuellen Lage gefunden hat.

Nicht die Lösung, sondern die Vorgeschichte ist das Problem

Das Stürmerproblem wurde im Sommer in den Sand gesetzt, als man Selke nicht verlängerte und Königsdörffer als Stürmer einplante. Die Verletzungen von Poulsen sind unglücklich, wären in meinen Augen nach den letzten Jahren aber vielleicht sogar kalkulierbar gewesen.   Nun hat man den Salat und muss nach adäquaten Lösungen schauen, die die aktuelle Lage verbessern.

Downs ist für viele nicht die erste Wahl, wenn man sich die gesamte Saison anschaut. Aber der Transfermarkt gibt im Winter eben nicht das her, was er im Sommer hergibt. Und da liegt das Problem. Man hat es im Sommer versaut und versucht, es jetzt auszubügeln. Da schafft man es eben nicht, eine Lösung zu finden, die den HSV so verbessern würde, wie es im Sommer möglich gewesen wäre.

Downs strotzt sicherlich nicht vor Selbstbewusstsein, aber ich finde, jeder Spieler hat eine faire Chance verdient. Ich möchte hier einmal an die Saison von Königsdörffer erinnern. Nachdem er gleich im ersten Spiel doppelt traf und anschließend eine super Saison spielte. Klar, das ist alles eine Liga tiefer passiert, aber es geht mir hier gar nicht um die Qualität, sondern um das Selbstbewusstsein. Mal angenommen, Downs trifft am Wochenende in der 90. Minute zum 0:1 und der HSV holt 3 Punkte. Dann wäre die Hinrunde im Prinzip schon wieder vergessen, weil Downs in einer anderen Liga direkt mit einem Erfolgserlebnis gestartet ist.

Logischerweise kann das Ganze auch andersrum passieren, aber wir können ja schwer genau vorhersagen, was passiert. Deswegen appelliere ich dazu, Downs eine faire Chance zu geben und erst einmal abzuwarten, was passiert. Wenn er nach 3–4 Spielen 4 100-%ige Torchancen vergeben sollte, können wir immer noch diskutieren und kritisieren. Aber vorerst sollten wir ihm die Chance geben und hoffen, dass er uns am Ende mit zum Klassenerhalt schießt. Ändern können wir als Community die Transfers des HSV sowieso nicht.

Tom


Scholle im Tanke Talk

Für alle die am Mittwoch, den 07.01 um 19.30 noch nichts zu tun haben, habe ich ein Event an dem ihr gerne teilnehmen könnt. Scholle wird als Gast im Tanke Talk im Sportpub Tankstelle auf dem Kiez. Die genaue Adresse lautet Gerhardstraße 7, 20359 Hamburg. Weitere Gäste sind Laurine Warrelmann vom HSV-Fanprojekt und Co-Trainer Loic Fave ist auch dabei. Ich versuche es auch einzurichten dabei zu sein, also kommt gerne vorbei!


HSV startet ins neue Jahr: Kuntz-Aus, Transferbewegungen und Trainings-Update

HSV startet ins neue Jahr: Kuntz-Aus, Transferbewegungen und Trainings-Update

Moin zusammen,

zunächst wünsche auch ich euch ein frohes neues Jahr! Mögen all eure Wünsche in Erfüllung gehen.

Beim HSV setzte man in letzter Zeit immer mehr auf Kontinuität und Vermittlung von Werten, für die der gesamte Verein steht. Vorstand, Trainerteam, Mannschaft und Staff bilden ein Team und gehen gemeinsam den Weg. Umso überraschender kam die Meldung, dass der HSV und Stefan Kuntz nun getrennte Wege gehen. Das zerteilt zum einen das Gefüge, zum anderen ist der Zeitpunkt natürlich einer, der ungünstiger nicht hätte sein können. Die Wintertransferphase ist gemeinsam mit der anstehenden Sommertransferphase elementar für den fortschreitenden Weg des HSV und gibt den Weg.

Aus familiären Gründen löste man den Vertrag beidseitig auf. An dieser Stelle wünsche ich Stefan Kuntz und seiner Familie alles Gute!

Beim HSV bahnte sich das angeblich an, also sollte man im besten Fall souverän damit umgehen können. Jetzt in der Transferphase einen neuen Sportvorstand zu installieren, würde wenig Sinn machen, da man, sofern man richtig gearbeitet hat, einen Plan aufgestellt haben sollte, der nun statt von Stefan Kuntz von einer anderen Person umgesetzt wird. Das Scouting-Team und Kaderplaner arbeiten weiterhin zusammen, also sollte das Ganze eigentlich genauso laufen wie mit Stefan Kuntz, nur dass die Aufgaben nun von jemand anderem übernommen werden.

Start ins neue Jahr

Der Trainingsstart lief anders als geplant. Denn aufgrund der Wetterverhältnisse musste man heute auf dem Kunstrasen hinter der Alexander-Otto-Akademie trainieren.

Mit auf dem Platz dabei waren auch wieder Bobby Glatzel, Warmed Omari und Jean-Luc Dompe. Sie trainierten allerdings individuell. Bei Dompe reicht es wohl für nächste Woche. Bei Glatzel wird es eng für Freiburg, Omari fällt definitiv noch aus. Fabio Balde verletzte sich heute im Training. Er erhielt eine Bandage am Knie. Es sah nach einem Zusammenprall aus. Aktuell gibt es noch keine Diagnose, sein Knie sah aber nicht so dick aus. Ich hoffe, dass es für Freiburg reicht.

Ansonsten war das Training nicht ausschlussreicher als sonst. Es wurde viel gespielt, und vereinzelnd wurden andere Übungen eingebaut. Morgen soll auf jeden Fall wieder auf Rasen trainiert werden. Sollte das nicht möglich sein, werden die Optionen geprüft, ob man woanders trainiert. Aktuell liegt der Fokus aber natürlich in Hamburg.

Meffert und Peretz- Der Stand

Zwei Spieler, die heute nicht dabei waren, sind Daniel Peretz und Jonas Meffert. Meffert ist für Gespräche freigestellt und wird wohl voraussichtlich nach Kiel wechseln.

Daniel Peretz hingegen wird morgen wieder auf dem Trainingsplatz erwartet. Bei ihm gab es heute Probleme bei der Anreise. Er wird aber, sofern nichts Weiteres passiert, morgen wieder auf dem Platz stehen. Aber wir alle wissen, wie das Fußballgeschäft abläuft. Aktuell deutet dennoch viel darauf hin, dass Peretz nach Southampton geht.

Das ist der aktuelle Stand. Wir schauen natürlich genau hin und melden uns, wenn etwas Neues passiert.

Tom

Vorstands-Hammer: HSV und Kuntz trennen sich

Vorstands-Hammer: HSV und Kuntz trennen sich

Spätestens mit dem Trainingsauftakt zum neuen Jahr ist auch beim HSV wieder der sportliche Alltag zurück. Noch bevor die Mannschaft erstmals auf den Platz ging, sorgte der Verein jedoch für eine Personalentscheidung, die – zumindest nach außen – wie ein Paukenschlag wirkte: Sportvorstand Stefan Kuntz hat seinen Vertrag mit dem HSV mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

Ganz aus dem Nichts kam dieser Schritt intern offenbar nicht. In Gesprächen und Hintergrundrunden war zuletzt durchaus thematisiert worden, dass sich bei der Personalie Kuntz perspektivisch etwas bewegen könnte. Gleichzeitig wurde aber auch über eine Verlängerung seines ursprünglich bis 2026 laufenden Vertrages diskutiert, entsprechende Gespräche befanden sich nach Clubangaben bereits auf einem guten Weg. Umso überraschender kommt nun der Zeitpunkt und die Konsequenz dieser Entscheidung – insbesondere vor dem Start in die Rückrunde, mitten in der Winter-Transferphase und nur wenige Monate nach dem gemeinsam gefeierten Bundesliga-Aufstieg.

Nach Vereinsangaben bat Kuntz den Aufsichtsrat nach den Weihnachtsfeiertagen aus persönlichen familiären Gründen um eine sofortige Beendigung seiner Tätigkeit. Das Kontrollgremium entsprach diesem Wunsch. Der 63-Jährige erklärte selbst, dass es Situationen gebe, in denen andere Dinge wichtiger seien als Fußball, und bat darum, die Hintergründe zu respektieren. Weitere Details nannte er nicht.

Kuntz hatte sein Amt im Mai 2024 übernommen und den HSV in seiner ersten Saison direkt zurück in die Bundesliga geführt. Der Aufstieg im Sommer 2025 bleibt untrennbar mit seiner Amtszeit verbunden. Zuletzt überwinterte der HSV auf einem respektablen 13. Tabellenplatz. Der Vertrag von Kuntz hätte sich bei Klassenerhalt automatisch verlängert, unabhängig davon war man im Aufsichtsrat zuletzt bestrebt, frühzeitig Klarheit auf dieser Schlüsselposition zu schaffen.

Aufsichtsratschef Michael Papenfuß dankte Kuntz für dessen Arbeit und betonte, dass der Verein trotz des Abgangs handlungsfähig sei. Vorübergehend ist Eric Huwer alleiniger Vorstand, Sportdirektor Claus Costa übernimmt insbesondere mit Blick auf die laufende Transferperiode zusätzliche Verantwortung. Parallel dazu hat der Aufsichtsrat die Suche nach einem Nachfolger aufgenommen – ohne Zeitdruck, wie betont wird.

Aus Bloggersicht bleibt festzuhalten: Auch wenn intern offenbar nicht alles völlig überraschend war, ist dieser Schritt in seiner Tragweite und zu diesem Zeitpunkt ein klarer Einschnitt. Der HSV verliert einen Sportvorstand, der nicht nur sportlich, sondern auch kommunikativ und strukturell eine wichtige Rolle gespielt hat – gerade in einer Phase, in der nach Jahren des Scheiterns wieder Stabilität, Klarheit und Richtung entstanden sind.

Was diese Entscheidung konkret für die sportliche Ausrichtung, die laufende Transferperiode und die mittelfristige Struktur im Verein bedeutet, lässt sich heute noch nicht abschließend bewerten. Genau das werden wir hier auf MoinVolkspark tun, sobald wir mit Beteiligten sprechen konnten und weitere Einblicke in die Hintergründe und die nächsten Schritte gewonnen haben.

Eine Einordnung folgt.

Scholle

Das war ein geiles Jahr – und es wird 2026 noch besser!

Das war ein geiles Jahr – und es wird 2026 noch besser!

Liebe HSV-Fans,
liebe alle!

Zum Start ins Jahr 2026 möchte ich euch allen von Herzen alles Gute, viel Gesundheit, Zuversicht – und natürlich auch sportlichen Erfolg für unseren HSV wünschen.

Aber bei allem Fußballfieber ist mir eines mindestens genauso wichtig: das Miteinander hier im Blog. Die Diskussionen, die Emotionen, das gemeinsame Hoffen, Leiden und Feiern – all das macht diese Community aus. Für 2026 wünsche ich mir, dass wir dabei noch respektvoller, fairer und aufmerksamer miteinander umgehen. Unterschiedliche Meinungen gehören dazu, genau das macht Austausch lebendig – der Ton macht den Unterschied.

Sportlich war 2025 ein Jahr, das wir so schnell nicht vergessen werden.
Der Trainerwechsel im vergangenen Winter war rückblickend der entscheidende Wendepunkt. Nach sieben langen Jahren des Scheiterns, der Enttäuschungen und der verpassten Chancen hat der HSV genau dort angesetzt, wo es am meisten gefehlt hatte: bei Klarheit, Vertrauen und Zusammenhalt. Aus einer verunsicherten Mannschaft wurde Schritt für Schritt wieder ein echtes Team. Der Aufstieg – riesengroß gefeiert, emotional, verdient – war am Ende nicht nur das Ergebnis von Taktik oder Transfers, sondern vor allem von Geschlossenheit. Dieser Geist trägt den Verein bis heute und ist spürbar – auf dem Platz, auf den Rängen und auch hier bei uns im Austausch.

Und genau dieser Gedanke des Zusammenhalts führt mich wieder zurück zu euch, zu dieser Community.
Besonders stolz bin ich auf das, was hier in den letzten Wochen passiert ist: wie viele sich für Olli eingesetzt haben, wie selbstverständlich Hilfe angeboten wurde und wie groß die Bereitschaft war und ist, seiner Familie beizustehen. Das war stark. Und genau darum geht es mir hier in diesem Forum.

Diese Art von Hilfsbereitschaft, dieses ehrliche Interesse am Menschen hinter dem Nickname, dieses gute, gesunde Miteinander – das ist mehr wert als jeder Tabellenplatz. Das ist Gemeinschaft. Und darauf dürfen wir wirklich stolz sein.

Lasst uns das mitnehmen ins neue Jahr.
Gemeinsam. Menschlich. HSV.

Kommt gut rein in 2026 – ich freue mich auf alles, was wir zusammen erleben werden.

Scholle

Transfergerüchte beim HSV: Welches Stürmerprofil wird gesucht?-  Meffert wohl vor Wechsel

Transfergerüchte beim HSV: Welches Stürmerprofil wird gesucht?- Meffert wohl vor Wechsel

Moin zusammen,

ich hoffe, ihr hattet schöne Feiertage. Die meisten von euch haben ja sicherlich bis zum 1. oder 2. frei. An diejenigen, die morgen und/oder übermorgen arbeiten müssen, wünsche ich angenehme Arbeitstage. Bei uns geht es ja auch so langsam Richtung Ende des Jahres. In den nächsten Tagen geht es ja wahrscheinlich vorwiegend um die Stürmerdiskussion. Einige Namen wurden ja schon reingeschmissen, aber so richtig konkret wurde es bis jetzt nicht. Damien Downs scheint nicht so heiß, er wird wohl nicht an die Elbe wechseln. Auf einigen wenigen Kanälen wurde der Name Gabriel Jesus genannt, die Begründung stützte sich aber eher auf die Verbindung zu Sambi Lokonga und Vieira. Jesus hat nach wie vor einen großen Vertrag bei Arsenal und einen Marktwert von 20 Millionen Euro. Daher würde nur eine Leihe infrage kommen. Aufgrund der Stürmerkonstellation bei den Gunners wird das aber wohl auch nichts. Ich bin nach wie vor nicht so ganz sicher, was für ein Stürmerprofil der HSV sucht. Wahrscheinlich einen großen Stürmer mit Tempo, aber im Prinzip hat man den großen Stürmer mit Glatzel. Also eventuell kommt auch nur ein reiner Konterspieler in Frage. Ich denke, man hat auf dieser Liste der 30 Stürmer eventuell mehrere Profile stehen. Das ist aber auch nur mein aktueller Gedanke. Anhand der bald reinkommenden Gerüchte wird das aber dann wohl klarer. Ich hoffe, dass der Stürmer zeitnah vorgestellt wird, denn am besten steigt er so schnell wie möglich ins Teamtraining ein. Der „Vorteil“ diese Saison ist, dass es keine explizite Wintervorbereitung gibt. Man steigt also nur ins normale Teamtraining ein. Dennoch wäre es sinnvoll, dass der bzw. die neuen so schnell wie möglich mittrainieren, damit sie das Team und das Spielsystem kennenlernen. Mit den Stürmern befassen wir uns aber dann genauer, wenn es konkreter wird.

Meffert wohl vor Abgang

Eine Meldung, die heute reinkam, ist, dass Jonas Meffert sich offenbar für einen Wechsel entschieden hat. Laut der Morgenpost habe er sich zu diesem Schritt entschieden. Nun ist die Frage, ob Meffert schon im Winter geht oder erst im Sommer. Mefferts Vertrag läuft im Sommer aus, dann wäre er ablösefrei zu haben. Holstein Kiel hat sich in den letzten Wochen intensiver mit Meffert beschäftigt, ein Wechsel stand schon im Raum.

Meffert selber kommt wenig zum Einsatz, er ist nur Ersatzspieler. Und selbst wenn jemand im Zentrum ausfällt, ist Meffert nicht immer die erste Wahl. Normalerweise bietet sich für Meffert in der Bundesliga nur die Chance, wenn Remberg ausfällt. Dieser hat aber bisher alle Spiele über die volle Distanz bestritten. Lediglich in Hoffenheim fehlte er, gelbgesperrt.

Meffert ist eigentlich der typische Abräumer hinter zwei 8ern. In der Defensive läuft er die entscheidenden Räume zu und haut dazwischen. Im Aufbauspiel verteilt er den Ball und verlagert das Spiel. Diese Position ist aber mehr auf ein Mittelfeld mit 3 Spielern ausgelegt. Für die Doppel-8 braucht es mehr Schnelligkeit im Umschaltspiel. Man merkte im Hoffenheim-Spiel extrem, dass Remberg fehlte. Er ist aggressiv, gewinnt die meisten seiner Zweikämpfe und hat sich auch im Spielaufbau extrem verbessert. Vielleicht kann Meffert das auch, aber aufgrund der Leistungen von Remberg bekommt er eben kaum Chancen. Neben Remberg bedarf es dann eines Spielgestalters. Das ist eher weniger die Position von Meffert. Zudem ist auch Lokonga ein elementarer Bestandteil des Systems, auch er ist momentan nicht zu ersetzen.

Es liegt also am Ende vielleicht sogar mehr an seiner Konkurrenz als an Meffert selber. Viele von euch haben hier Mefferts Leistung immer etwas anders gesehen als Scholle, der sich ja häufig für Meffert ausgesprochen hat. Da hat sicherlich jeder seine Argumente. Was mir bei Meffert aber sehr gefallen hat, sind die Räume, die er zugelaufen hat. Das fällt im Fernsehbild immer weniger auf, aber wenn man im Stadion genau hinschaut, war Meffert häufig derjenige, der die Pässe in die entscheidenden Zonen mit einem Lauf verhinderte, so dass der Gegner abdrehen musste, um neue Optionen zu suchen. Sicherlich hat auch Meffert Verbesserungspotential. Dennoch war er in der 2. Liga ein wichtiger Bestandteil. Schließlich machte Meffert in der Aufstiegssaison 29 zweitliga-Spiele für den HSV.

Deswegen ist es natürlich schade, dass Meffert den HSV jetzt wohl verlässt. Aber so hart es klingt, ist das eben Fußball. Und Meffert will sicherlich auch nochmal spielen und nicht die ganze Zeit auf der Bank sitzen.

Aber bis es noch nicht offiziell ist, kann sich ja auch immer noch was ergeben.

Wir werden sehen, was passiert.

Tom

In eigener Sache – unsere Hilfe wird gebraucht!

In eigener Sache – unsere Hilfe wird gebraucht!

Bevor ich zum eigentlichen Anlass dieses Textes komme, möchte ich Euch allen von Herzen ruhige, erholsame und vor allem gesunde Weihnachtsfeiertage wünschen. Danke, dass Ihr diesen Blog lest, begleitet, teilt und mit Leben füllt. Dass er in seinem Umfang, in seiner Bedeutung und vor allem in seiner Gemeinschaft weiter wächst, ist alles andere als selbstverständlich – und es zeigt, wie viel Kraft in Zusammenhalt und gegenseitigem Respekt steckt.

Gerade in Zeiten, die für viele von uns fordernd und manchmal auch belastend sind, ist diese Form von Gemeinschaftlichkeit unglaublich wertvoll. Sie gibt Halt, Austausch, manchmal Ablenkung – und im besten Fall auch das Gefühl, nicht allein zu sein. Dafür bin ich Euch, dafür sind wir Euch sehr dankbar.

So sehr wir hier gemeinsam über den HSV, Spielerbewertungen, Aufstellungen und Bundesliga-Punkte diskutieren – es gibt im Leben aber immer wieder Momente, in denen all das in den Hintergrund treten muss. Momente, in denen klar wird, dass es Dinge gibt, die schlicht wichtiger sind als Tabellenplätze und Ergebnisse.

Leider gibt es genau jetzt einen solchen Moment. Einen Moment, in dem das echte Leben mit voller Wucht zuschlägt. Und genau so ein Fall ist der Anlass für die folgenden Zeilen.

Ich möchte Euch deshalb bitten, den nachstehenden Text mit Aufmerksamkeit zu lesen – und vielleicht kurz innezuhalten und zu überlegen, was jede und jeder von uns im Rahmen der eigenen Möglichkeiten tun kann, um zu helfen. Manchmal ist es weniger, als man denkt, was dennoch genau das ist, was gebraucht wird.

Ich danke Euch allen im Voraus für Eure Offenheit, Euer Mitgefühl und Eure Unterstützung und wünsche Euch und Euren Familien Gesundheit, Zuversicht und Glück – und natürlich unserem HSV den Klassenerhalt. Bitte schenkt dem folgenden Text Eure Aufmerksamkeit.

Manchmal trifft ein Schicksal Menschen, die es wirklich nicht verdient haben.
Und manchmal trifft es ganze Familien – Familien, die man kennt, schätzt, gern hat. Genau das ist hier passiert.

Die Familie meines Freundes Oliver Bäätjer hat in den vergangenen Monaten mehr aushalten müssen, als man sich vorstellen kann. Olli war für viele von uns ein vertrauter Mensch: warmherzig, humorvoll, immer da, immer derselbe liebenswerte Mensch, der allen hilft. Ein leidenschaftlicher HSV-Fan mit Fahne im Garten und mit einer immer jungen Leidenschaft dem HSV verschrieben ,Ein HSVer durch und durch, mit dem wir unzählige Spiele geteilt haben – Siege, Niederlagen, Hoffnungen. Niemand von uns hätte je gedacht, dass hinter diesem ansteckenden Lächeln ein so schweres Schicksal verborgen sein könnte.

Hinter Nicole und ihren Töchtern Mayenne und Catrice liegt eine lange Zeit des Hoffens und Bangens. Eine Zeit, die emotional unendlich viel Kraft gekostet hat – und die finanziell eine enorme Belastung war, weil Olli über das normale Maß hinaus intensiv gepflegt werden musste. Und nun, nach seinem plötzlichen und völlig unerwarteten Tod, stehen diese drei tapferen Frauen vor einer Realität, die kaum zu greifen ist. Vor Sorgen, die sie nicht einfach wegorganisieren geschweige denn allein schultern können.

Ich habe lange überlegt, ob und wann ich so einen Schritt gehe. Ob ich wirklich öffentlich um Hilfe bitten soll. Auch Nicole war zunächst dagegen. Aber je mehr Zeit vergeht, desto klarer wird: Diese Hilfe wird gebraucht. Und sie ist nichts anderes als ein Akt der Nächstenliebe – für eine Familie, die sie mehr als verdient hat.

Ich möchte daher alles tun, was in meiner Macht steht, um Nicole, Mayenne und Catrice in dieser unfassbar schweren Situation beizustehen. Deshalb bitte ich Euch heute um Unterstützung.

Damit jede Hilfe direkt dort ankommt, wo sie gebraucht wird, wird das Konto von Ollis Witwe als Spendenkonto genutzt:

Nicole Bäätjer
IBAN: DE28200300000618814222
Verwendungszweck: HSV-Fans helfen

Jeder Beitrag – ganz gleich, ob groß oder klein – hilft. Jeder Euro geht eins zu eins direkt an die Familie. Vielleicht gelingt es uns gemeinsam, wenigstens ein kleines Stück der Last von ihren Schultern zu nehmen. Vielleicht können wir ihnen ein wenig Luft zum Atmen schenken in einer Zeit, in der alles zu viel ist.

Ganz unabhängig davon, was am Ende dabei herauskommt, danke ich Euch von Herzen für Eure Aufmerksamkeit, Euer Mitgefühl – und für jede Form der Unterstützung.

Danke.

Scholle