Da ja hier in den nächsten Jahren nicht mit einem aktuellen Beitrag zu rechnen ist, fänd ich es gerade für die jüngeren Member nett, wenn die alten Hoppelhäschen hier ein wenig von ihren Erlebnissen aus den wirklich guten alten Zeiten berichten würden.
Wo seid Ihr gewesen? Was habt Ihr gesehen? Auch Heimspiele zählen natürlich.
Und natürlich bitte nicht Eure Vokuhila-Fotos in schlimmen Trikots vergessen! Das Auge lacht gern mit!
An ein Spiel erinnere ich mich immer wieder gerne. Es war Anfang Mai 1979, kurz vor Beendigung meiner Wehrpflicht. Unser HSV hatte den 1.FC Köln 6:0(3:0) deklassiert. Was für eine tolle Mannschaft sich zu der Zeit entwickelt hat, u.a. mit Kevin Keegan, Felix Magath, Manni Kaltz, Jimmy Hartwig usw. das war schon außergewöhnlich. Wir wurden in dieser Saison dann auch Meister.
Kleine Randnotiz: In der 2. Hz. flogen auch noch Flohe und Neumann vom Platz.
Weniger gute Erinnerungen habe ich an eine der größten Enttäuschungen. Mitte Mai 1982 fand das UEFA-Cup Finalrückspiel im Volksparkstadion statt. Der HSV hatte mit viel Dusel die Finalspiele erreicht. Das Hinspiel ging 0:1 verloren und voller Hoffnung, dass der HSV das noch dreht, ging es ins Stadion. Und was soll ich sagen, wir verloren sang und klanglos 0:3 - eine erbärmliche Vorstellung. Als kleiner Trost wurden wir in der Saison wieder Meister.
Kleine Randnotiz: Wir hätten nach dem Sieg 1983 im Europapokal der Landesmeister die erste Deutsche Mannschaft sein können, die alle drei Europapokale gewinnt. Leider hat der HSV diesen Geschichtsbucheintrag 1982 vermasselt.
Das Runde muss ins Eckige - so einfach kann Fußball sein.
Nur der HSV!
Oh, sorry - das Kölner Spiel gehört natürlich nicht in diese Rubrik - obwohl es ein wunderschönes Erlebnis war 😀
Das Runde muss ins Eckige - so einfach kann Fußball sein.
Nur der HSV!
Ich erinnere mich vor allem an den Moment, in dem ich HSV-Fan wurde. Ich war damals 9 Jahre alt und es war im April 1980. Wir hatten das Landesmeister-Halbfinal-Hinspiel bei Real Madrid mit 0:2 verloren - aber dann wurden die Königlichen im Volkspark mit 5:1 weggefidelt. Ich weiß gar nicht mehr, ob es damals schon die Auswärtstorregel gab, aber es stand praktisch seit der Halbzeit schon 4:1 für den HSV und ein Gegentor hätte alles wieder umgeschmissen. Ich bin fast in den Fernseher gesprungen, als Memering in der Schlußminute das 5:1 machte.
Leider ging das Finale gegen Nottingham Forest (wo sind die eigentlich abgeblieben? Auch in Liga 2 oder noch tiefer?) dann 0:1 verloren, aber ähnlich wie Bayerns verlorenes Finale gegen Chelsea war es vielleicht nur Ansporn, den Pott dann 3 Jahre später gegen Juventus in die Hansestadt zu holen.
"Mir egal, wer hinter uns Fünfter wird!"
Hamburger SV International, bei diesen Worten kommt bei mir immer ein Bittersüßen Geschmack auf. Ich schreibe das Jahr 1985. Ein fünfzehn-jährige Junge aus Nimwegen, seit ungefähr 3 Jahre Fan vom Hamburger SV fährt mit seinem Vater nach Rotterdam. Er wird sein herzensverein zum ersten Mal in lebende leibe anschauen. Sein Vater hat zwei Karten gekauft für das erstrunde UEFA-Cup Spiel von Sparta Rotterdam gegen den Hamburger SV. Sie nehmen platz auf der Maas-Tribüne zwischen den Sparta Fans. Unter seine Jacke trägt der Bursche sein, übrigens in München gekauftes, HSV-Trikot. Seine Erwartungen an das Spiel sind klar, sein HSV wird dieses Spiel gewinnen und er wird der nächste Tag, in der Schule stolz die Häme seiner Mitschüler stellen. Voller Spannung sitzt der Junge neben seinen Vater. De HSV zieht in den Strafraum von Sparta ein und es folgt eine Grätsche von einer der Sparta Verteidiger. Der HSV-Spieler fällt und der Bursche springt von seinem Sitz und schreit „Elfmeter“. Sein Vater greift ihm am Arm und zieht im sofort runter. „Bisst du bescheuert?“ fragt sein Vater. Es bleibt beim 0-0 und bis zur 65. Minute lauft alles rund. Dann bekommt ein HSV-Spieler die Gelb-Rote Karte. Und zehn Minuten später erzielt Sparta das 1-0. Fünf Minuten folgt dann auch noch das 2-0, für die Gastgeber. Das erste Live-Spiel von seinem Verein geht unerwartet verloren. Es folgt eine lange Reise von Rotterdam nach Nimwegen, und einen noch längeren Schultag.
Wunderbar! Das sind die Geschichten, die wir hören wollen! Auch wenn Du danach eine sehr schwierige Kindheit hattest! 😉
Ja, das muss so laut!
Europapokalfinale in Amsterdam 1977 😍 als vor Kraft strotzender fast 18jähriger mit älterer " Klavierlehrerin " in die Volksparkstadionähnliche Olympiaarena gereist. Mein erstes internationales HSV- Spiel live und dann auch noch gewonnen 👍.
Nach dem Spiel abgefeiert und in der Nacht auf dem " Kutter " segeln gelernt 🤣 🤗.
5 Jahre später hatte ich auch eine "Klavierlehrerin". Aber segeln hätte ich mit der nicht lernen mögen. 😆
"Mir egal, wer hinter uns Fünfter wird!"
An ein Spiel erinnere ich mich immer wieder gerne. Es war Anfang Mai 1979, kurz vor Beendigung meiner Wehrpflicht. Unser HSV hatte den 1.FC Köln 6:0(3:0) deklassiert. Was für eine tolle Mannschaft sich zu der Zeit entwickelt hat, u.a. mit Kevin Keegan, Felix Magath, Manni Kaltz, Jimmy Hartwig usw. das war schon außergewöhnlich. Wir wurden in dieser Saison dann auch Meister.
Kleine Randnotiz: In der 2. Hz. flogen auch noch Flohe und Neumann vom Platz.
Weniger gute Erinnerungen habe ich an eine der größten Enttäuschungen. Mitte Mai 1982 fand das UEFA-Cup Finalrückspiel im Volksparkstadion statt. Der HSV hatte mit viel Dusel die Finalspiele erreicht. Das Hinspiel ging 0:1 verloren und voller Hoffnung, dass der HSV das noch dreht, ging es ins Stadion. Und was soll ich sagen, wir verloren sang und klanglos 0:3 - eine erbärmliche Vorstellung. Als kleiner Trost wurden wir in der Saison wieder Meister.
Kleine Randnotiz: Wir hätten nach dem Sieg 1983 im Europapokal der Landesmeister die erste Deutsche Mannschaft sein können, die alle drei Europapokale gewinnt. Leider hat der HSV diesen Geschichtsbucheintrag 1982 vermasselt.
Daran erinnere ich mich auch, in der Westkurve gestanden und völlig fassungslos gesehen, wie uns IFK Göteborg mit 0:3 nach Hause schickt.
Ganz schlimm war auch das 0 zu 5 zu Hause gegen AS St. Etienne. Ein gewisser Michel Platini (seitdem mein Idol, weil kein Spieler davor und danach hat mit so wenig Bewegung, so viel bewirkt). Wann genau das war, weiß ich nicht mehr.
Mein erstes Spiel vom HSV live: HSV gegen die Borussia aus Gladbach Haupttribüne 1978 1. Spieltag. Sonne pur. Mein Vater und ich HSV, meine Mutter Gladbach. Die ersten 120 Sekunden der HSV gefühlt nicht am Ball und dann hauen sie die Gladbacher 3 zu Null wech. Danach hat mein Vater mich immer mitgenommen in der Saison. Am Ende war der HSV Meister.
"segeln" ? - oder hast Du Dich bei der Klavierlehrerin "freigeschwommen" ?
Das Runde muss ins Eckige - so einfach kann Fußball sein.
Nur der HSV!