HSV vor Leverkusen-Spiel: Personalprobleme erzwingen Umstellungen

HSV vor Leverkusen-Spiel: Personalprobleme erzwingen Umstellungen

Moin zusammen,

nachdem der HSV gestern sein Spiel gegen RB Leipzig verloren hat, kam heute die Diagnose über Capaldos Verletzung. Capaldo hat sich eine Bauchmuskelverletzung zugezogen. Capaldo wird wenige Wochen ausfallen. Ich denke, bei Capaldo wird es ähnlich wie bei Lokonga sein, dass er so bald wie möglich dann auch gleich wieder spielen wird. Zunächst wird Capaldo wohl von Omari ersetzt, Elfadli ist aber auch eine Option.

Potentielle Rotationen gegen Leverkusen

Auch Miro Muheim fällt für das Spiel gegen Leverkusen aufgrund einer Gelbsperre aus. Er hatte sich am Sonntag die 5. Gelbe abgeholt. Wer für ihn spielt, ist auch noch fraglich. Da das Spiel gegen Leverkusen ja schon direkt wieder vor der Tür steht, können wir schonmal einen Blick in Richtung der potentiellen Startelf werfen. Es wird sicherlich auch ein paar Rotationen geben, einige andere werden aber wohl wieder starten.

Ich denke, nach wie vor wird Heuer Fernandes im Tor starten.

In der 3er-Kette sehe ich auch keinen Grund, etwas zu tauschen. Ich denke, Vuskovic, Torunarigha und Omari werden starten. Wie gesagt, auch Elfadli könnte spielen. Wenn, würde ich ihn rechts erwarten.

Auf den Außenbahnen muss ja etwas geändert werden, die Optionen für Muheim sind eher gering. Man hat noch einen Noah Katterbach. Aufgrund der vergangenen Monate denke ich aber nach wie vor, dass Katterbach nicht startet. Vor allem, weil er in dieser Saison noch keine Spielpraxis in der Bundesliga hatte. Eventuell rückt er aber in den Kader. Ich kann mir vorstellen, dass Mickelbrencis auf links spielt, ähnlich wie gegen Bayern. Er hat zwar dann keinen Muheim hinter bzw. neben sich, aber das ist nun mal so. Auf rechts wird sich dann wieder etwas ändern und hier könnte Jatta starten. Auch Gocholeishvili ist eine Option, aber auch er bekam in letzter Zeit weniger Einsatzminuten.

Im Zentrum wird Remberg spielen, neben ihm wohl wieder Vieira, da Lokonga für Wolfsburg fit sein muss. Lokonga wird dann sicherlich wieder nach 60/70 Minuten kommen.

Auf links wussten ehrlicherweise weder Dompe noch Otele gegen Leipzig zu überzeugen. Hier könnte sich eine Chance für Philippe auftun.

Königsdörffer hat gegen Leipzig nur 67 Minuten gespielt. Ich denke, er wird auch wieder rechts starten. Die Frage ist dann nur, wer sein Nebenpart im Sturm wird.

Sicherlich könnte auch hier Downs wieder starten, da der HSV gegen Leverkusen ebenfalls vermehrt über Umschaltmomente kommen wird, aber natürlich ist auch Glatzel eine Option, eventuell auch Poulsen.

Schreibt doch gerne mal rein, wie ihr starten würdet.

Tom

Verdiente Niederlage- HSV muss sich dominanten Leipzigern geschlagen geben

Verdiente Niederlage- HSV muss sich dominanten Leipzigern geschlagen geben

Moin zusammen,

der HSV hat sein Heimspiel gegen RB Leipzig mit 1:2 verloren. Nach einem guten Start und der Führung schafft man es nicht, mit Leipzig mitzuhalten, die das Spiel übernehmen und am Ende auch drehen. Trotz eines gehaltenen Elfmeters von Heuer Fernandes steht man am Ende mit 0 Punkten da. Damit verliert der HSV sein erstes Heimspiel seit Oktober.

Starker Beginn, Leipzig wacht auf

Das Spiel begann nach 15 Sekunden mit einer Spielunterbrechung. Infolge der Ansetzung des Spiels auf Sonntag um 19:30 Uhr flogen als Protest Tennisbälle auf den Platz.

Dann ging es auch schon richtig los. Königsdörffer eröffnete das Spiel mit einem Schuss aus der Distanz. Der HSV presste sehr hoch und zwang Leipzig zu vielen langen Bällen. Leipzig kam in der 8. Minute das erste Mal zum Torabschluss. In der 11. Minute lief dann Downs tief, bekam den Ball und schloss ab. Vandevoort hielt. Die erste richtig gefährliche Aktion auf Seiten von RB gab es in der 13. Minute. Nach einem unnötigen Pass von Vuskovic und dem Ballverlust von Remberg spielte RB in die Tiefe und legte quer. Capaldo rettete im letzten Moment. Allerdings verletzte er sich dabei und wurde in der 18. Minute durch Omari ersetzt. In der 22. Minute kam der HSV dann zum 1:0. Nachdem Vieira den Ball im Zentrum abfing, leitete er den Konter über Königsdörffer ein. Dieser spielte den hinterlaufenden Micklbrencis an. Mickelbrencis legte den Ball in den Rückraum und dort stand Fabio Viera, der den Ball aus ca. 11 Metern im Tor versenken konnte.

Nach dem Tor wurde Leipzig deutlich aktiver und kam dann in der 36. Minute zum Ausgleich. Bei einer Flanke verschätzte sich Torunarigha. Am 2. Pfosten konnte Ridle Baku den Ball auf Romulo querlegen. Dieser legte den Ball mit dem Rücken zum Tor per Hacke ins Netz.

Der HSV kam noch 2-mal durch Umschaltmomente zum Zug, Leipzig hatte aber die gefährlichste Chance, nachdem Diamonde einen Ball quer in die Mitte auf Romulo legte. Die Flanke kam allerdings halbhoch und Romulo konnte nur unter Bedrängnis abschließen. Heuer Fernandes parierte. Danach war Pause.

Unnötiger Fehler leitet Niederlage ein

Die zweite Halbzeit startete denkbar schlecht für den HSV. Omari bekam in der 50. Minute auf außen unter Druck den Ball und spielte Vieira an, der einen Gegenspieler im Rücken hatte. Dieser spielte den Ball ins Zentrum, in die Füße der Leipziger. Die Leipziger spielten den Moment aus, Diamonde kam mit ein wenig Glück zum Abschluss und traf zum 1:2.

Leipzig nahm mehr und mehr das Heft des Handelns in die Hand. In der 60. Minute gab es dann Elfmeter für Leipzig. Nach einer Ecke fiel der Ball auf die Hand von Remberg. Hier gab es für Schiri Dankert keine andere Option, als auf den Punkt zu zeigen. Rómulo trat an, aber Heuer Fernandes hielt. Allerdings gab dieser gehaltene Elfmeter kaum Anlass, um die Energie nach vorne zu erhöhen. Leipzig hatte das Spiel nach wie vor im Griff und verwaltete.  

Die Leipziger versuchten es weiter in der Tiefe und kamen von dort, durch Pässe in den Rückraum, auch zu guten Chancen. Allerdings warfen sich die Hamburger defensiv in alles rein und schafften es, den Rückstand bei einem 1:2 zu halten. Diese Energie fehlte allerdings nach vorne. Lediglich in der Schlussphase kam der HSV nochmal nach vorne, doch richtig gefährlich wurde es nicht mehr. Nach ca. 97 Minuten pfiff Dankert das Spiel ab.

Fazit

Der HSV startete gut ins Spiel und kam verdient zur Führung. Danach schaffte man es heute aber selten, die Umschaltmomente effektiv zu nutzen.. Man stand weitestgehend tief und kompakt, fing aber an, unnötige Fehler zu machen. Leipzig wurde in der Folge immer dominanter und vor allem in der 2. Halbzeit brachte der HSV nicht mehr die notwendige Energie auf den Platz. Nach 7 Heimspielen ohne Niederlage muss man sich nun also Leipzig geschlagen geben. Das Spiel heute war vor allem in der 2. Halbzeit nicht gut, man war heute einfach unterlegen. Man muss aber auch die Qualität der Leipziger anmerken, die heute nach dem 1:0 ein gutes und dominantes Spiel gemacht haben. Der HSV war heute einfach nicht auf dem Level der Gäste und verliert damit verdient. Aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenten verliert der HSV an diesem Wochenende 2 Punkte auf den 16. Tabellenplatz. Am Mittwoch geht es bereits mit dem Nachholspiel gegen Leverkusen weiter.

DIE EINZELBEWERTUNGEN:

Daniel Heuer Fernandes: sehr ruhig am Ball, leitet gut von hinten, manchmal Pässe, die die Mitspieler unter Druck setzen. Den Elfer hält er mal wieder super. 

Note 2

William Mickelbrencis: Die Vorarbeit war gut, und er macht viele Meter nach vorne. In diesem Spiel kam es aber mehr auf die Defensive an, und da ist er nach wie vor zu anfällig. Die Flanken kurz vor Schluss waren schlecht.

Note: 4

Nicolas Capaldo (bis 18.): Er war wieder sehr aktiv und rettete in der 14. Minute super. Aufgrund der geringen Spielzeit nur die Durchschnittsnote.

Note 3

Luka Vuskovic: Super Diagonalbälle, im Aufbau manchmal ein wenig wild und manchmal auch ein wenig unclever. Er gewinnt dennoch fast alle seine Duelle und ist der wichtigste Mann in der HSV-Abwehr.

 Note: 3-

Jordan Torunarigha: Er war heute teilweise deutlich weiter vorne als sonst und schaltete sich mehr ins Umschaltspiel ein. Allerdings war er dafür defensiv sehr anfällig. In der ersten Halbzeit sprang er 2-mal unter dem Ball durch, einmal verursachte er damit ein Gegentor. Er konnte heute nicht an seine Leistungen der letzten Wochen anknüpfen.

Note: 4–

Miro Muheim: Er schaffte es vor allem in Halbzeit 1, Diamonde in Schach zu halten, weil er nah dran war. Allerdings war Diamonde in der 2. Halbzeit deutlich auffälliger, was eher gegen Muheim spricht. Nach vorne war das in Halbzeit 1 okay, in Halbzeit 2 kam fast nichts mehr nach vorne.

Note 4

Fabio Vieira (bis 87.): Er versuchte, das Spiel zu machen, machte aber mehr draus, als er hätte machen müssen. Das Tor macht er super, sonst weitestgehend unauffällig nach vorne. Er verpasst manchmal gute Umschaltmomente, da er den Ball lieber auf links als auf rechts hat.

 Note: 4

Nicolai Remberg: Er gewann wie immer die meisten seiner Zweikämpfe und löste es im Spielaufbau clever. Dennoch war das am Ende zu wenig Output im Gesamten.

Note: 3-

Philip Otele (bis 67.): Er arbeitete anfangs defensiv gut mit, ließ aber relativ zügig nach. Man hatte das Gefühl, er ist platt. In Umschaltmomenten fehlte dann das Tempo.Sein Foul war einfach unnötig.

 Note: 5

Damion Downs: Er war etwas aktiver als sonst, aber ging auch in den entscheidenden Momenten nicht richtig hin. Zudem trifft er häufig die falsche Entscheidung. Das ist immer noch nicht das Wahre.

Note: 4–

Ransford Königsdörffer (bis 67.): Er wird immer besser, machte in der ersten Halbzeit nach vorne gut Tempo und setzt seinen Körper gut ein. Allerdings hatte er offensiv nicht den Impact der letzten Wochen.

Note: 4

Poulsen (ab 68.): Er versuchte, Energie zu bringen, am Ende kam das aber nicht in der Mannschaft an. In den Kopfballduellen hatte er heute nicht die Präsenz, allerdings kamen die Flanken auch nicht in die Box.

Note: 4

Dompe (ab 68.): Er brachte nicht den nötigen Schwung ins Spiel. Wenn er den Ball auf außen bekam, machte er es immer wieder langsam. Er ist mittlerweile auch zu ausrechenbar. Das war mal wieder nichts.

Note: 4–

Lokonga (ab 68.): Er gab endlich sein Comeback, konnte seine Qualitäten aufgrund der Dominanz der Leipziger nicht ausspielen. Er wird seine Momente wiederbekommen, heute war er unauffällig.

Note: 4

Rayan Philippe (ab 87.): Für ihn war wenig Zeit, in der Schlussphase bekam er selten den Ball, da das Spiel ab da auf lange Bälle ausgelegt war. Für ihn heute keine Note.

Tom

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

Aufstellungen: 

HSV:

Heuer Fernandes – Torunarigha – Vuskovic – Capaldo (Omari, 18.) – Muheim – Mickelbrencis – Vieira (Philippe 87.) – Remberg– Königsdörffer (Lokonga, 67.) – Downs (Poulsen, 67.) – Otele (Dompe,  

Leipzig:

Vandevoort – Raum – Lukeba – Orban – Baku – Seiwald – Baumgartner – Gruda (Gomis, 72.) – Nusa (Banzuzi 72.) – Romulo (Harder, 90.) – Diamonde (Henrichs, 90.)

Tore: 1:0 Viera (22.), 1:1 Romulo (36.), 1:2 Diamonde (50.)

Zuschauer: 57.000

Schiedsrichter: Bastian Dankert

Gelber Karten: Orban (31.), Otele (45.), Romulo (63.), Muheim (81.), Poulsen (82.)

Bundesliga-Duell gegen Leipzig: So könnte der HSV starten

Bundesliga-Duell gegen Leipzig: So könnte der HSV starten

Moin zusammen,

am Sonntag spielt der HSV nun also gegen RB Leipzig. Das Spiel wird um 19:30 Uhr im Volksparkstadion angepfiffen. Der HSV trifft am Sonntag auf den Tabellenfünften, der aus den ersten 23 Spielen 41 Punkte holen konnte. Aus den letzten 5 Spielen konnten die Leipziger allerdings nur 6 Punkte holen. Man verlor ein wenig den Anschluss an Dortmund und nun auch an Hoffenheim. Immerhin konnte man im direkten Duell gegen Dortmund einen Punkt holen, jedoch gab man auch dort ein 2:0 aus der Hand. Im Hinspiel gewann RB das Spiel knapp mit 2:1, der HSV war in diesem Spiel aber lange auf Augenhöhe. Man schaffte es am Ende allerdings nicht, genügend Offensivpower auf den Platz zu bekommen, und so gewann Leipzig das Spiel am Ende. Die Leipziger schafften es in diesem Spiel, vor allem die Tore zu den richtigen Zeitpunkten zu erzielen. Das 1:0 erzielte man kurz vor der Pause und das 2:1 legte man direkt nach dem 1:1 nach. Beide Male traf Baumgartner, der in dieser Saison wirklich gut in Form ist.

Personal des HSV

Beim HSV sind für das Spiel am Wochenende nur Alexander Roessing-Lelesiit und Albert Groenbaek nicht kaderfit Der Rest ist laut Merlin Polzin „heiß“ und bereit für das Spiel am Sonntag. Das trifft in diesem Fall auch auf Albert Sambi Lokonga zu, er wird eine Option von der Bank sein. Insofern wird es wieder einige treffen, die trotz guter Fitness auf der Tribüne Platz nehmen werden.

Ich denke, der HSV wird mit folgender Aufstellung starten:

Heuer Fernandes im Tor

Davor Torunarigha, Vuskovic und Capaldo

Links Muheim, rechts Jatta

Im Zentrum Vieira und Remberg

Vorne Otele, Poulsen und Königsdörffer.

Es gibt natürlich auch Varianten mit Omari oder Philippe. Je nachdem, mit welchem Selbstverständnis der HSV in dieses Spiel geht. In der Hinrunde hätte ich noch gesagt, dass der HSV sicher mit einem schnellen Stürmer starten wird, während neben Remberg eine weitere Absicherung aufläuft. Mittlerweile versucht der HSV aber auch, mehr mit dem Ball zu kreieren. Es stellt sich also die Frage, ob man selber auch offensiv kreieren will oder vorwiegend auf Umschaltmomente setzt. Es gäbe natürlich auch die Möglichkeit, mit Capaldo auf der 6 neben Remberg und Omari in der Innenverteidigung. Auch auf der rechten Schiene kann es immer sein, dass Gocholeishvili oder Mickelbrencis starten. All das werden wir Sonntag um ca. 18:30 Uhr erfahren.

Schreibt doch mal rein, wie ihr den HSV erwartet.

HSV trauert um Horst Schnoor – brisantes Spiel gegen RB Leipzig steht an

HSV trauert um Horst Schnoor – brisantes Spiel gegen RB Leipzig steht an

Moin zusammen,

beginnen tun wir den heutigen Blog mit der traurigen Nachricht, dass die HSV-Legende Horst Schnoor von uns gegangen ist. Schnoor wurde 91 Jahre alt und stand zwischen 1952 und 1967 über 500-mal im Tor des HSV. Er ist also zweifellos eine HSV-Legende und eine Persönlichkeit, die sich durchweg mit dem HSV identifizierte. Horst Schnoor wurde 10-mal Oberligameister, einmal deutscher Meister und einmal DFB-Pokal-Sieger. Satte 139-mal spielte Horst Schnoor dabei zu null und musste nicht hinter sich greifen. Zudem war er der erste HSV-Torwart, der in der 1963 gegründeten Bundesliga auflief. Schnoors Hand ist rund um den Uwe-Seeler-Fuß im Volksparkstadion verewigt. Horst Schnoor war wahrlich eine Identifikationsfigur, vor allem für viele Menschen, die schon in den 60ern und 70ern zum HSV kamen. In schöner Erinnerung verabschieden wir eine HSV-Legende und wünschen der Familie alles Gute.

„RB“ Leipzig

Am Wochenende trifft der HSV nun auf Rasenballsport Leipzig. Der Verein kürzt sich selbst gerne mit „RB“ ab, da man mit diesen zwei Buchstaben sowohl den Schwesterclub aus Österreich als auch den Hauptsponsor, und zwar Red Bull, assoziiert. RB Leipzig wurde 2009 gegründet, um die Marke Red Bull weiter zu vermarkten. RB Leipzig ist kein eigens gegründeter Verein, da man das Startrecht des SSV Markranstädt übernahm, um direkt in der Oberliga anzufangen. Man versuchte es vorher bereits bei Fortuna Düsseldorf, dem FC ST. Pauli und 1860 München, doch diese widersprachen den Vorgaben der Investition. Rein rechtlich entspricht RB Leipzig den Statuten des DFB, man ist ein von Mitgliedern geführter Verein. Allerdings hat man in Leipzig um und bei 23 stimmenberechtigte Mitglieder, welche alle dem Red-Bull-Konzern sehr nahestehen. Somit ist der Verein rechtlich geführt wie alle anderen. Wie genau die Entscheidungen bei 23 stimmberechtigten Mitgliedern getroffen werden, kann jeder selber interpretieren.

Geld ist im Fußball immer präsenter geworden und es gibt vor allem in der Premier League viele Investoren. Der Unterschied ist allerdings, dass bei den Investoren immer noch der Erfolg des Vereines hinsichtlich des wirtschaftlichen Outputs der Vereinsmarke im Vordergrund steht. Bei RB Leipzig steht mMn rein die Vermarktung des Produkts Red Bull im Vordergrund und auf dieser Basis wurde der Verein gegründet. Jeder kann das für sich selber interpretieren und seine eigene Meinung haben.

Ich sehe das so: Fußballvereine wurden ursprünglich gegründet, um die Gesellschaft zum gemeinschaftlichen Sport zu motivieren. Aus diesem Grund ist auch der Hamburger Sportverein entstanden. Auch hier hat sich durch die Ausgliederung der Profifußballabteilung einiges geändert, doch der Grundgedanke bei der Gründung des Hamburger Sportvereins und dessen Ursprungsvereinen war der gesellschaftliche Sport. Das ist bei RB Leipzig anders. RB Leipzig wurde gegründet, um den Fußball und dessen Popularität auszunutzen, um ein Energy Drink wirtschaftlich zu vermarkten. Das widerspricht meinen Werten des Sports. Ich akzeptiere, dass der Verein in der Bundesliga spielt, aber ich unterstütze nicht die Art, wie dort der Fußball ausgenutzt wird. Und übrigens: Ich finde, die Red-Bull-Cola im Stadion schmeckt scheiße. Die habe ich zum Glück nur probiert und nicht selber gekauft.

Tom

Personal-Update beim HSV: Lokonga und Poulsen vor Rückkehr

Personal-Update beim HSV: Lokonga und Poulsen vor Rückkehr

Moin zusammen,

der HSV hat heute eine weitere wichtige Personalentscheidung verkündet. Sebastian Dirscherl verlängert seinen Vertrag als „Leiter Scouting“. Dirscherl ist seit 2018 beim HSV tätig, seit 2023 ist er der Leiter des Scouting-Teams. Somit bindet der HSV eine weitere wichtige Personalie an den Verein und setzt somit die Arbeit des Scouting-Teams fort. Man verlängerte ja bereits den Vertrag von Claus Costa und nun wird auch sein wichtigster Partner im Scouting-Team verlängert. Schreibt gerne schonmal rein, wie ihr die bisherige Arbeit von Sebastian Dirscherl bewertet und wie ihr die Verlängerung findet. Die ganze News lest ihr hier: Leipzig fest im Blick: Personalupdate aus dem Volkspark | HSV.de

Personal für Leipzig

Zudem gab es heute zum Trainingsstart wieder ein Personalupdate. Am Wochenende steht Albert Sambi Lokonga eventuell wieder im Kader. Er trainierte heute noch individuell. Laut Merlin Polzin ist der Plan, dass er diese Woche wieder ins Training einsteigt, um am Wochenende dann eventuell für den Kader fit zu sein. Spielen wird er wohl noch nicht. Wichtig ist mMn vorrangig, dass Lokonga für die Spiele in Wolfsburg und gegen Köln vollkommen fit ist. Ich denke, so ähnlich denkt man auch beim HSV. Ich erwarte Lokonga spätestens gegen Leverkusen wieder im Kader, in der Startelf aber erst wieder in Wolfsburg. Zudem trainierte Poulsen individuell. Da ist es laut Polzin aber eher die Belastungssteuerung. Er sagte: „Er wird ab morgen wieder mit dem Team trainieren und am Wochenende zur Verfügung stehen.“ Das hört sich erstmal positiv an. Vielleicht könnte Poulsen gegen Leipzig wieder mehr Minuten bekommen oder vielleicht sogar starten.

Zudem steht am Wochenende Luka Vuskovic nach seiner Gelbsperre wieder auf dem Feld. Er hat heute Geburtstag. An dieser Stelle natürlich alles Gute, Luka!

Somit wird Torunarigha wohl wieder auf die linke Halbposition und Capaldo auf die rechte Halbposition gehen. Oder es besteht die Möglichkeit, dass Omari nach recht geht und Capaldo auf die Schiene rückt.

Tim Walter bei Holstein Kiel

Zudem hat heute ein ehemaliger HSV-Trainer eine neue Stelle gefunden. Tim Walter übernimmt das Traineramt bei Holstein Kiel und kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Ich weiß, Tim Walter wird hier sehr kritisch gesehen, aber ich persönlich fand die Zeit unter Tim Walter eigentlich ganz lustig, weil ich einer der wenigen war, der seine Art cool fand. Spielerisch war das nach vorne echt gut, aber defensiv, total unnötig, anfällig. Nach außen wirkte das ja immer ein wenig arrogant, aber er nahm mit seiner Art jeglichen Druck auf sich und hielt anderen Personen wie zum Beispiel Merlin Polzin den Rücken frei, so dass die in Ruhe arbeiten können. Nun wird Walter also seine „Fluid-Football“-Taktik bei Holstein Kiel auspacken. Ich bin gespannt, wie das funktioniert. Seinen 6er aus HSV-Zeiten hat er mit Meffert ja. Nach wie vor wird die Defensive dort aber wohl anfällig sein.

Tom

Interpretationsspielraum im Fußball: Warum der VAR seine Aufgabe verfehlt

Interpretationsspielraum im Fußball: Warum der VAR seine Aufgabe verfehlt

Wir schreiben den 13.04.1995: Dortmund ist im Meisterschaftskampf und liegt gegen Karlsruhe mit 0:1 hinten. Die Borussen brauchen dringend ein Tor. Also setzt Andreas Möller zu einer Schwalbe an. Schiedsrichter Habermann fällt drauf rein: Elfmeter! Dortmund gleicht aus, gewinnt am Ende das Spiel und die Meisterschaft mit einem Punkt Vorsprung.

14.12.2013: Hannover spielt gegen Nürnberg. In der 87. Minute steht Mame Diouf ca. 2 Meter im Abseits, erhält den Ball und erzielt ein Tor, welches als regulär gewertet wird. Das Spiel endet 3:3. Nürnberg steigt am Ende mit 1 Punkt Rückstand auf den 16. Tabellenplatz ab.

Saison 22/23: Dortmund spielt in Bochum. Es steht 1:1. Adeyemi wird von Suarez im Strafraum klar gefoult, normalerweise Elfmeter und gelb-rot. Doch Schiedsrichter Stegemann pfeift nicht. Dortmund holt nur einen Punkt und wird am Ende nur zweiter, da sie punktgleich mit den Bayern sind.

Wochenende, Topspiel: Leipzig führt mit 2:1 gegen Dortmund. Der BVB muss gewinnen, um irgendwie an den Bayern dranzubleiben. Adeyemi wird im Strafraum zu Fall gebracht, klarer Elfmeter, kein Pfiff. Am Ende spielt Dortmund 2:2, der Meisterschaftskampf ist damit so gut wie beendet.

All diese Situationen haben eines gemeinsam: Es sind Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, die am Ende maßgeblich über Meisterschaft oder Abstieg entscheiden.

Es gibt aber 2 wesentliche Unterschiede. Alle 4 Situationen sind klare Fehlentscheidungen. Alles sind faktische Entscheidungen. Bei den ersten beiden Situationen gab es nur den Schiedsrichter, die letzten beiden Situationen werden vom Video Assistant Referee unterstützt. Und: Die ersten beiden Entscheidungen werden von allen als klar falsch eingestuft, bei den letzten beiden redet man vom „Interpretationsspielraum“.

Und hier kommen wir zum wesentlichen Problem der gesamten Sache. Dass ein Schiedsrichter Fehlentscheidungen trifft, ist menschlich. Kein Schiedsrichter ist eine Maschine, jeder übersieht mal etwas. Vor allem in der Dynamik des Spiels kann man einem Schiedsrichter häufig gar keinen Vorwurf machen, da es aus einigen Perspektiven einfach schwer zu sehen ist. Nico Kovac, Trainer von Borussia Dortmund, kommentierte Fall 4 am Wochenende bei Sky folgendermaßen: „Das kann man auch gar nicht sehen aus der Perspektive, vor der Benni Brandt steht, aber der im Studio hat die Bilder, die wir auch haben.“ Und damit trifft er den Nagel auf den Kopf.

Der VAR wurde eingeführt, um falsch getroffene Entscheidungen zu identifizieren und die Gerechtigkeit des Sports zu verbessern. Aber ist es wirklich gerechter, wenn dem BVB selbst mit Videoschiri jeweils Punkte nicht gegeben werden, die tendenziell zwei Meisterschaften kosten?

Der Videoschiri ist nicht von Grund auf schlecht, doch sein Einsatz ist weder einheitlich noch konsequent. Der Grundtenor ist, dass der VAR nur bei klaren Fehlentscheidungen eingreift. Nehmen wir beide Situationen von Adeyemi, greift der VAR bei beiden Situationen trotz klarer Fehlentscheidung nicht ein. Doch hier kommt dann eben das zum Greifen, was das ganze Regelwerk des Fußballs zerschießt: der Interpretationsspielraum. Im Fußball wird nicht jede Situation gleich bewertet. Der eine Schiedsrichter bewertet eine Situation anders als ein anderer Schiedsrichter.

Nehmen wir das Beispiel von Musiala und Cucurella bei der EM 2024. Musiala schießt aufs Tor, Cucurella spielt klar Hand und es gibt keinen Elfmeter. DFB-Schiedsrichter Patrick Ittrich argumentiert im Telekom-Studio, dass der Schiedsrichter hier Interpretationsspielraum hat, da Cucurella die Hand wegzieht. Diese Diskussion hätte es vor 10 Jahren nicht gegeben, weil es eben ein klares Handspiel ist. Aber das Schiedsrichterwesen entwickelt sich immer mehr dahin, die Schiedsrichter zu schützen, und daraus entwickelt sich ein Interpretationsspielraum, der nicht vorhanden sein sollte. Und dieser Interpretationsspielraum macht den VAR dann auch einfach überflüssig, denn im Grunde kann man alles so interpretieren, wie man will. Selbst Abseits ist nicht mehr klar. Nehmen wir mal das Beispiel Heidenheim gegen den HSV. Schimmer erzielt ein irreguläres Tor, weil er mit dem Arm im Abseits steht. Wer garantiert, dass er wirklich im Abseits stand, bzw ab wann zählt denn hier der Arm? Bei Demirovic ist die Auslegung dann wieder anders. Das macht es einfach undurchsichtig.

Hinzu kommt, dass der VAR auch nur bei bestimmten Situationen eingreifen darf. Und zwar nur, wenn es um eine rote Karte oder Regelverstöße in Bezug auf Elfmeter oder Tor geht. Bei einer möglichen gelb-roten Karte darf nicht eingegriffen werden.

Und da kommen wir auch zum Thema des HSV, denn am Ende treten all diese Dinge in vielen Spielen des HSV auf. Undurchsichtiges Abseits in Heidenheim, Interpretationsspielraum in Freiburg und in Berlin bei Union. Zudem zwei klare gelb-rote Karten, die nicht gegeben werden und auch vom Videoschiedsrichter nicht überprüft werden.

Das sind einfach Dinge, die den Wettbewerb verzerren. Irgendwo gleicht sich das am Ende eventuell wieder aus, da man in dem einen Spiel etwas für sich und in dem anderen Spiel etwas gegen sich entschieden bekommt. Aber was, wenn diese Entscheidungen gegen dich, gegen Konkurrenten getroffen werden und die Entscheidungen für dich gegen Bayern oder Dortmund, wo du dann nicht 4:0, sondern nur 4:1 verlierst?

Fehler eines Schiedsrichters sind menschlich und ich sage nach wie vor, vor allem bei der Entscheidung rund um Mame Diouf 2013, dass so eben der Fußball ist. Es gibt manchmal einfach Fehlentscheidungen. Aber wenn man in Zeiten des VAR sogar per Video draufschauen kann, dürfen diese Fehler so nicht mehr passieren bzw. sie müssen verbessert werden. Das Foul von Vieira gegen Querfeld am 5. Spieltag beschreibt es perfekt. Schiedsrichter Aytekin kann das Foul aufgrund der Position und der Dynamik nicht ahnden, hat dafür aber einen VAR, der das ahnden kann und ahnden muss. Er sagt selbst im Nachgang, dass er das Foul aufgrund der Dynamik gibt, aber im Nachhinein eventuell anders entschieden hätte. Doch der VAR verbessert diese Situation nicht, weil es ja diesen Spielraum gibt.

Es braucht eine klarere Linie, nach der gepfiffen wird. Und es braucht dann auch einen VAR, der bei jeder wichtigen Situation eingreift. Ein Beispiel: Abseits ist, wenn der Angreifer mit dem Trikot am Arm im Abseits steht. Das Trikot darf dann (ohne Unterziehshirt) maximal bis zum Ellenbogen gehen. Dann kann jeder seine Armlänge am Trikot selber bestimmen und wir haben eine einheitliche Regel.  

Auch bei der Linie der Leitung braucht es eine klare Vorgabe. Jeder Schiedsrichter sollte bei jedem Foul gleich pfeifen. Wenn der Spieler den Gegner oberhalb des Knöchels mit offener Sohle trifft, ist das rot und nichts anderes. Da kann es nicht sein, dass der eine Schiedsrichter eine lockerere Linie hat und nur Gelb gibt. Beim selben Foul sollte immer dieselbe Konsequenz folgen.

Und: Es braucht eine klare Regelung beim Eingriff des VAR. Wenn es wie beim HSV in Mainz um 2 klare gelb-rote Karten geht, muss der VAR eingreifen und den Schiedsrichter verbessern. Es kann nicht sein, dass Mainz in diesem Spiel mit 11 Mann weiterspielt.

Und auch bei Situationen wie die von Adeyemi muss der Schiedsrichter raus bzw. die Nachricht aufs Ohr bekommen, dass er da falsch lag. Wenn man diese technischen Hilfsmittel hat, muss man sie auch nutzen und darf sie nicht nur teilweise einsetzen.

Ich weiß, das war heute weniger HSV bezogen, aber das ist ein grundlegendes Problem, das den Fußball und in letzter Zeit vor allem den HSV betrifft. Deswegen wollte ich das hier mal loswerden. Schreibt doch gerne mal eure Meinung dazu in die Kommentare.

Tom