27:6 Torschüsse: HSV verpasst Sieg gegen Gladbach

27:6 Torschüsse: HSV verpasst Sieg gegen Gladbach

Vorweg: Das war fußballerisch das beste HSV-Spiel dieser Saison – und genau deshalb fühlt sich dieses 0:0 vor ausverkauftem Haus gegen unterlegene Gladbacher fast wie eine Niederlage an. Denn der HSV hat diese Partie über weite Strecken nicht nur kontrolliert, sondern dominiert: aggressiv im Anlaufen, mit hohem Tempo, klaren Abläufen, mutigen Tiefenläufen und einer Intensität, die Gladbach in Halbzeit eins komplett überfordert hat. Wer dieses Spiel gesehen hat, weiß: Hier hätte der HSV einen Sieg verdient.

Die Zahlen sprechen eine Sprache, die lauter ist als jedes Stadionmikrofon. 27:6 Torschüsse, phasenweise sogar ein Verhältnis wie aus dem Trainingsbetrieb – 15:1 laut Statistik. Das ist nicht „ein bisschen überlegen“, das ist drückend. Und trotzdem steht am Ende eine Nullnummer, weil sich ein altes Problem erneut gezeigt hat: Der HSV hat Chancen – viele Chancen – aber er macht zu wenig daraus. Weil weiterhin ein Knipser fehlt – oder zu lange auf der Bank sitzen muss.

Gerade in der ersten Halbzeit spielte fast alles nur in eine Richtung. Königsdörffer prüfte Nicolas früh, Dompé setzte den Abpraller ans Außennetz, Capaldo hatte die Führung auf dem Fuß, Remberg und Muheim vergaben aus bester Position – und spätestens da war klar: Der HSV muss hier früh in Führung gehen. Stattdessen blieb Gladbach im Spiel, obwohl sie fußballerisch kaum stattfanden und sich Passfehler wie Aussetzer aneinanderreihten.

Und dann kommt der Punkt, der im Nachgang wehtut: Damion Downs. Der Junge ackert, läuft, presst, bietet Tiefe – alles gut und schön. Aber er ist eben auch kein Knipser, kein Strafraumkiller, kein klassischer Vollstrecker. Der HSV hat vorne nicht den Torjäger dazubekommen, sondern einen weiteren Läufer, der viel arbeitet – aber diese eine Szene, dieses eine eiskalte Ding, das fehlte erneut. Genau deshalb hätte es heute früher einen Plan B gebraucht. Und der heißt: Robert Glatzel.

Dass er erst so spät kam, war aus meiner Sicht der einzige echte Fehler, den Merlin Polzin heute gemacht hat. Glatzel hätte mindestens 15 Minuten früher eingewechselt werden müssen – nicht aus Romantik, sondern aus Logik. Wenn du so drückend bist, wenn du so viele Flanken und zweite Bälle in und um den Strafraum hast, dann brauchst du jemanden, der genau dort zuhause ist. Glatzel wurde am Ende natürlich frenetisch gefeiert – und hätte in den letzten Sekunden beinahe noch getroffen. Aber da war es eben schon zu spät.

Trotzdem: Dieses Spiel war ein Schritt nach vorn. Und zwar ein nicht so unwichtiger. Der HSV hat heute nicht nur „erstmal sicher stehen“ gedacht, sondern sich über weite Strecken getraut, das Spiel wirklich zu diktieren. Dominant, mutig, aktiv – gegen einen direkten Konkurrenten, unter turbulenten Rahmenbedingungen, in einem vollen Volkspark. Defensiv war das außerdem stabil, Heuer Fernandes musste im ersten Durchgang praktisch gar nicht eingreifen.

Unterm Strich bleibt deshalb ein bitteres Gefühl, aber auch eine klare Erkenntnis: So muss der HSV auftreten. Wenn du einen Gegner über 90 Minuten so im Griff hast und am Ende mit 27:6 Torschüssen vom Platz gehst, dann darfst du dich nicht mit einem Punkt zufriedengeben. Das war heute das beste HSV-Spiel der Saison – und es hätte drei Punkte geben müssen.

DIE EINZELBEWERTUNGEN:

Daniel Heuer Fernandes: Solch erste Halbzeiten werden ihn nicht stören. War da, als dann doch mal was auf seinen Kasten geflogen kam. Note: 3

Miro Muheim: Warum nicht immer so, wie in den ersten 45 Minuten? Note: 3

Nicolas Capaldo (bis 67.): Er hätte treffen müssen, verliert aber immer wieder die Übersicht, weil er so voller Adrenalin steckt. Andererseits ist genau dieses Adrenalin das, was ihn für den HSV so wertvoll macht. Siehe 54. Minute, als er im Vollsprint zurück einen gefährlichen Konter verhinderte. Sein Fehlen täte sehr weh – hoffen wir mal, dass es nichts Schlimmeres ist. Note: 3

Giorgi Gocholeishvilli (ab 67.): Er ackert und rackert, immer am Limit. Auch er ist offensiv einfach zu ineffizient.  Note: 3,5

Luka Vuskovic: Stark, clever, ein absoluter Führungsspieler mit seinen gerade einmal 18 Jahren. Allein das ist schon beeindruckend. Wenn er jetzt noch die Freistoßstärke seines Bruders hätte – es wäre gar nicht auszudenken… Dass die Bayern noch nicht Vollgas geben in Sachen Verpflichtung soll an Zweifeln bezüglich seines Tempos liegen. Das ist auf Champions-League-Niveau sicher auch berechtigt. Für den HSV ist er aber ein Sechser im Lotto – mit Superzahl. Note: 2

Jordan Torunarigha: Er hat immer mal einen Aussetzer drin – aber der Rest war in der ersten Halbzeit das Beste, was er bisher zeigen konnte.  Note: 2,5

Bakery Jatta (bis 84.): Er war taktisch die richtige Wahl. Sein Tempo war als Absicherung wertvoll, seine Robustheit wichtig. Problem bei ihm ist und bleibt das Spiel mit dem Ball. Zu oft verschleppt er gefährliche Angriffe, wie er nicht flankt, sondern noch. Mal kurz passen will (um eben nicht wie so oft hinter das Tor zu flanken). Note: 3,5

Guilherme Ramos (ab 85.): Sollte helfen, die Null zu verteidigen – das gelang.

Nicolai Remberg: Solange er im Zentrum dabei ist, hat der HSV Stabilität. Saustarkes Spiel im Zentrum – auch ohne Lokonga.  Dass er so nen Hammer-Schuss hat, ist hinlänglich bekannt – heute durften wir es endlich auch mal im Spiel sehen. Unfassbar wichtiger Bestandteil der HSV-Defensive Note: 2

Fabio Vieira: Wenn er am Ball ist, macht er gute Sachen. Auf der Zehn noch besser als über Außen. Dass Lokonga heute verletzt passen musste, war letztlich für den HSV kein Nachteil. Ich würde den HSV sehr gern sehr viel häufiger in dieser Konstellation sehen! Zumal ich mir sicher bin, dass Vieira – und sein Spiel war völlig in Ordnung! – gerade mal bei 70 % seines Leistungsvermögens ist. Note: 3,5

Jean-Luc Dompé (bis 79.): Immer wieder gefährlich – bis zum Abschluss. Dann hakte es bei ihm. Sowohl bei Flanken wie auch bei eigenen Abschlüssen. Note: 3,5

Alexander Rössing-Lelesiit (ab 79.): Spielzeit, um das Talent zu fördern – absolut richtig! Ihn heute in der Phase zu bringen: falsch! Dafür fehlt ihm einfach die Cleverness und das Auge für die wichtigen, richtigen Wege.

Ransford Königsdörffer (bis 67.): Er ackert für zwei, aber er trifft einfach nicht. Dass Downs heute mit Turnschuhen aufgelaufen ist, vermieste ihm einen Assist-Punkt in der ersten Halbzeit. Note: 4

Rayan Philippe (ab 67.): Lustloser Auftritt. Für mich eine absolute Frechheit, als Einwechselspieler nicht Vollgas zu gehen. Zumal die Gegner meistens schon müder sind als man selbst und er sein Tempo nutzen muss! Macht er aber nicht. Wieder nicht. Er ist angesichts seines Potenzials für mich bislang eine Riesen-Enttäuschung. Note: 5
Damion Downs (bis 79.): 
In Sachen Schuhwahl muss er noch mal in die Nachhilfe. So viel wie er rutschte heute kein anderer. Leider auch in entscheidenden Situationen wie beim Abpraller in der ersten Halbzeit. Torgefahr? Fehlanzeige. Er soll seine Eingewöhnungszeit fair bekommen – okay! Trotzdem hätte ich ihn heute zur Halbzeit gegen Glatzel getauscht. Schon allein, weil Downs bis auf ein paar ungestüme Foulspiele rein gar nichts hinbekam. Schwächster Hamburger zusammen mit Philippe. Note: 5

Robert Glatzel (ab 80.): Kam viel zu spät. Mit ihm über 30 Minuten oder sogar in der ersten Halbzeit hätte der HSV heute gewonnen. Da lege ich mich fest.

Merlin Polzin: Er macht sehr vieles sehr richtig. Taktisch wie personell. Auch heute wieder. Er hat bewiesen, dass sein Team auch dominant auftreten kann, was für den Rest der Rückrunde als taktisches Stilmittel sehr, sehr wichtig werden wird. Aber: Warum nicht viel früher Glatzel bringen, wenn man sieht, dass das Spiel so zugeschnitten in der Gladbacher Hälfte stattfindet? Das fehlende Anlaufen, was man Glatzel immer nachsagt, kann es nicht gewesen sein. Das hat Downs, der für mich der schwächste Hamburger war, auch nicht gezeigt. Von der Note 1 geht’s damit zur Note: 3,5

Schiedsrichter Robert Schröder (Hannover): So mag ich die Auslegung am liebsten: Lieber etwas mehr laufen lassen, als zu früh alles abzupfeifen. Endlich mal ein Schiri, der das Spiel nicht störte, sondern dabei half, dass es zu einem werden konnte. Starker Auftritt!  Note: 1

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

HSV: Heuer Fernandes – Capaldo (67. Gocholeishvili), L. Vuskovic, Torunarigha – Jatta (84. Ramos), Vieira, Remberg, Muheim – Königsdörffer (67. Philippe), Downs (79. Glatzel), Dompé (79. Rössing-Lelesiit)

Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Sander, Elvedi, Diks (88. Takai) – Scally, Reitz, Engelhardt, Netz – Honorat (69. Reyna), Neuhaus (69. Castrop) – Tabakovic (90.+2 Machino)

Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)       

Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)

Gelbe Karten: Torunarigha / Engelhardt, Diks

HSV News kompakt: Leverkusen-Nachholspiel terminiert, Suhonen vor Abschied und Transferkandidaten im Fokus

HSV News kompakt: Leverkusen-Nachholspiel terminiert, Suhonen vor Abschied und Transferkandidaten im Fokus

Moin zusammen,

Das Nachholspiel gegen Leverkusen wurde terminiert. Am 4. März wird das Spiel nachgeholt, die Tickets behalten ihre Gültigkeit. Wer nicht kann, kann sein Tagesticket kostenlos stornieren. Alle Infos dazu lest ihr hier: https://www.hsv.de/news/hsv-heimspiel-gegen-leverkusen-findet-am-4-maerz-statt

 Beim HSV kommt jetzt beim Thema Transfers wieder Bewegung rein. Anssi Suhonen soll laut dem Abendblatt kurz davor stehen, zu Odense BK zu wechseln. Der HSV würde im Gegenzug eine niedrige 5-stellige Summe bekommen. Dort würde Suhonen dann mit Fiete Arp zusammenspielen. Dass Suhonen den HSV verlässt, war abzusehen, aber eigentlich finde ich das schade. Vor allem in seiner Zeit unter Walter habe ich einiges in ihm gesehen. Leider war Suhonen die meiste Zeit verletzt und konnte sich nicht dementsprechend entwickeln. Aber gut, so ist das leider manchmal, wir können es ja nicht ändern. An der Stelle alles Gute für die Zukunft, leg Arp ein paar Dinger auf!

Kabar Stand und Torhüter-Position

Auch für Katterbach und Hefti stehen die Aussichten eher auf Abschied. Ein Spieler, der dafür kommen soll, ist Almugera Kabar von Borussia Dortmund. Die Ruhr Nachrichten berichteten gestern, dass der HSV in konkreten Gesprächen sei. Vereine wie der VfL Wolfsburg seien auch dran, der HSV sei aber sehr weit. Laut dem Abendblatt scheinen diese Gespräche aber noch nicht weit fortgeschritten. Es könne noch nicht die Rede von „konkreten Gesprächen“ sein.

Kabar ist in meiner Interpretation damit wohl auf der Liste des HSV, aber man ist noch nicht ganz so weit, wie es die Ruhrnachrichten berichteten. Dass der HSV einen Linksverteidiger sucht, nachdem die Perspektive von Katterbach anscheinend nicht aussichtsreich ist, ist dann logisch. Katterbach kam in dieser Saison noch nicht zum Einsatz in der Bundesliga. Mit einer potenziellen Verpflichtung von Kabar würde man den Konkurrenzkampf auf der linken Seite erhöhen und in die Zukunft investieren. Kabar ist erst 19 Jahre alt und was mit Muheim im Sommer passiert, ist noch nicht sicher. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2027. Es ist zwar aktuell nichts bekannt, aber sollte Muheim im Sommer mit zur WM fahren und dort performen, müsste man sich in Hamburg zumindest mit einem potenziellen Abgang beschäftigen. Das ist aktuell aber alles konjunktiv. Kurzfristig will man damit natürlich den Konkurrenzkampf links hinten erhöhen.

Auch auf der Torwart-Position muss der HSV zwangsläufig noch nachlegen. In den letzten Tagen war zu hören, dass Nicolas Kristof und Kevin Müller auf der Liste des HSV stehen. Vor allem das Gerücht um Kevin Müller spitzte sich zu, als Florian Plettenberg berichtete, dass es konkreter werden würde. Nun berichtete dieser aber, dass Müller kurz vor einem Wechsel zu Schalke stehe. Jetzt wird Müller also aller Voraussicht nach ins Ruhrgebiet wechseln und Schalke im Kampf um den Aufstieg unterstützen. Ob es dann Nicolas Kristof wird oder jemand anderes werden wir in naher Zukunft erfahren.

So viel zu den aktuellen Transfernews.

Was würdet ihr von Kabar halten und wen wünscht ihr euch beim HSV noch auf der Zugangsseite?

Tom

HSV vs. Gladbach Vorschau: Chancen, Statistiken und Prognose zum 18. Bundesliga-Spieltag

HSV vs. Gladbach Vorschau: Chancen, Statistiken und Prognose zum 18. Bundesliga-Spieltag

Moin zusammen,

das Spiel am Samstag kann stattfinden, das Stadion wird ab morgen Abend einwandfrei nutzbar sein.

Der HSV tritt am Wochenende anlässlich des 18. Spieltages der diesjährigen Bundesliga-Saison an. Aufgrund des Ausfalls des 17. Spieltages gegen Leverkusen ist das somit das erst 17. Spiel des HSV, während 14 der 17 anderen Mannschaften bereits 17 Spiele gespielt haben.

Der Gegner lautet an diesem Wochenende Gladbach. Die Fohlen stehen mit 19 Punkten aktuell auf Platz 10. Das letzte Bundesliga-Spiel verlor man am gestrigen Abend mit 1:5 gegen Hoffenheim. Polanski wurde folgendermaßen zitiert: „Wenn man so eingeladen wird, dann hätte sogar der Polanski getroffen.“ Die Fohlen waren dementsprechend enttäuscht über die Niederlage und vor allem die Defensive. Aktuell hat man 29 Gegentore bekommen.

Dagegen steht der HSV aktuell mit 16 Punkten nach 16 Spielen auf Platz 14 der Tabelle. Hier hakt es nach wie vor offensiv. 17 Tore in 16 Spielen sprechen eine klare Sprache. Zumindest zu Hause konnte man sich bis jetzt gut präsentieren. In 8 Spielen konnte man zu Hause 14 Punkte holen und erzielte eine Tordifferenz von 13:9 Toren.

Das letzte Aufeinandertreffen fand am 1. Spieltag der Saison statt. Das Spiel damals ging 0:0 aus. Der HSV erzielte kurz vor Schluss ein irreguläres Abseitstor durch Mickelbrencis. Einige behaupten bis heute, der Ball wäre auch ohne den Kontakt von Mickelbrencis reingegangen. Man kann dem Franzosen in dieser Situation aber ehrlicherweise keinen Vorwurf machen.

Während der HSV mit diesem Ergebnis sehr gut leben konnte, fiel Gladbach in eine Krise, aus der man sich in letzter Zeit aber langsam herausarbeiten, konnte. Nichtsdestotrotz kann man dieses Spiel als Duell direkter Konkurrenten bezeichnen. 3 Punkte Unterschied bei einem Spiel weniger für den HSV bestätigen das.

So steht es um Gladbach

Die Gladbacher starteten denkbar schlecht in die Saison. Nach nicht mal 3 Spielen entließ man Cheftrainer Gerardo Seoane, welcher schon nach der Saison 2024/25 von vielen als sehr kritisch wahrgenommen wurde. Allerdings gab man ihm noch die Vorbereitung, was sich im Nachhinein wohl als Fehlentscheidung herausstellte. Übernommen wurde die Mannschaft von Eugen Polanski, welcher direkt mit einem späten 1:1 in Leverkusen startete, danach musste man sich zu Hause mit 4:6 Frankfurt geschlagen geben. Immerhin konnte man aus einem 0:6-Zwischenstand noch ein 4:6 rausholen. Der Befreiungsschlag gelang am 9. Spieltag, als man auswärts beim FC St. Pauli 4:0 gewinnen konnte und anschließend das Derby zu Hause gegen Köln für sich entschied. Danach liefen die Ergebnisse mal gut, mal schlecht. So findet man sich auf Platz 10 wieder.

Laut Kicker startet bei Gladbach voraussichtlich folgendes Personal: Nicosla – Sander – Elvedi – Diks – Scally – Engelhardt – Netz – Reitz – Neuhaus – Honorat – Tabakovic

Bei Gladbach fehlen Robin Hack, Ngoumou, Sippel und Tim Kleindienst.

Gladbach hat in der aktuellen Saison einen durchschnittlichen Ballbesitzwert von 46 %. Mit 183 Schüssen aufs Tor haben die Fohlen die drittwenigsten der gesamten Liga. Mit 5 zugesprochenen Elfmetern durfte Gladbach nach Bayern übrigens am häufigsten vom Elfmeterpunkt antreten. Auch bei den gewonnenen Kopfballduellen steht man mit 328 siegreichen Duellen oben im Ligavergleich. Was die Fairness angeht, steht Gladbach ganz oben in der Tabelle (2.). Man hat aktuell lediglich 21 gelbe und eine glatt rote Karte bekommen. Dennoch steht man mit 180 Fouls am Gegner relativ weit oben im Ligavergleich. Man könnte basierend darauf also ein zerfahrenes Spiel mit vielen kleinen, aber nicht harten Fouls erwarten.

Merlin Polzin sagte in der Pressekonferenz, dass Tabakovic der klare Zielspieler sei, die Gladbacher aber auch immer wieder gerne mit Honorat in die Tiefe kommen. Zudem lobte er die Kreativität und Gestaltung im Mittelfeld der Fohlen. Gegen den Ball sei eine gute Struktur zu erkennen.

HSV- Personal und mögliche Marschroute

Beim HSV sieht die Situation folgendermaßen aus:

Omari und Poulsen sind nach wie vor raus, Elfadli fehlt wegen der gelb-roten Karte.

Ich gehe von folgender Startaufstellung aus:

Heuer Fernandes im Tor ist klar.

Auch davor Torunarigha, Vuskovic und Capaldo ergibt sich.

Links Muheim, rechts Gocholeishvili.

Im Zentrum dann Remberg. Neben ihm wird wohl Vieira starten. Für Lokonga kommt ein Startelfeinsatz eventuell zu früh. Man schaut bei Lokonga ja sowieso immer genauer hin.

Links Dompe, rechts dann Philippe und im Zentrum Downs. Sollte Lokonga von Anfang an spielen, wird Vieira wohl auf rechts starten und Philippe von der Bank kommen.

Spielerisch erwarte ich in diesem Spiel einen dominanten Auftritt. Mit Ball nach vorne und gegen den Ball konsequent. Ich denke, der HSV versucht, in diesem Spiel den Ball zu dominieren und auch das Spiel zu kontrollieren. Mit Gladbach trifft man auf einen Gegner, der zwar aufgrund der letzten Jahr vorerst als Favorit scheint, wenn man sich aber die beiden Mannschaften anschaut, dann ist das meiner Meinung nach ein Duell auf Augenhöhe. Da der HSV zu Hause spielt, ist der HSV vielleicht sogar minimal im Vorteil.

Ich hoffe, dass der HSV das auch so umsetzt. Das Ganze muss aber nach wie vor aus dem Kampf und dem Willen gegen den Ball entstehen. Die Basis liegt auf der Defensive. Ich gehe dennoch davon aus, dass Gladbach sich tiefer staffeln wird. Dann macht es Sinn, dass der HSV den Ballbesitz kontrolliert und mit diesem dann hoffentlich auch was anfängt. Einfach Ballverluste müssen vermieden werden, die Kreativität muss sich entfalten.

Wichtig wird wie immer aber auch das Stadion sein. Der HSV ist immer noch ein Aufsteiger und jeder Gegner verlangt ihm alles ab. Die entscheidenden Prozente müssen am Ende auch von der Tribüne kommen. Die Atmosphäre hat in dieser Saison schon für einige geile Momente gesorgt, das muss am besten auch am Wochenende passieren. Dieses Stadion kann Gegnern das Leben schwer machen und das braucht es auch. Eine Atmosphäre, die den HSV lautstark unterstützt und am Ende am besten zu 3 Punkten schreit. Schaut euch mal die Tabelle und die nächsten Spiele an. Das könnte eine entscheidende Phase werden und es braucht alle zusammen, damit der HSV aus dieser Phase positiv hervorkommt.

Tom

HSV vs. Leverkusen abgesagt: Sicherheitsrisiko im Volkspark und neue Spekulationen um den Sportvorstand

HSV vs. Leverkusen abgesagt: Sicherheitsrisiko im Volkspark und neue Spekulationen um den Sportvorstand

Moin zusammen,

das Spiel des HSV gegen Bayer 04 Leverkusen, welches für den heutigen Dienstag um 20:30 Uhr angesetzt wurde, wurde abgesagt. Laut der Mitteilung des HSV habe das extreme Tauwetter am Mittag die Umstände verändert. Es heißt weiter: „Unter dem Schnee auf der Dachmembran sammelte sich an einigen Stellen des Stadions Tauwasser, das nicht abfließen konnte. Ein zur Einschätzung herbeigebetener Fachstatiker bewertete die Lage als Sicherheitsrisiko, woraufhin die Partie in Abstimmung mit der DFL und den Sicherheitsträgern vor Ort abgesagt werden musste.“

Die Mitteilung wurde gegen 18 Uhr rausgegeben, vorher hatte Sky bereits berichtet. Warum die Entscheidung so spät kam, kann ich nicht genau sagen. Allen, die sich bereits auf dem Weg ins Stadion befanden, wünsche ich natürlich eine gute und angenehme Rückreise.   Somit wird die Partie verschoben. Infos zu den Tickets gibt es aktuell nicht, ich gehe davon aus, dass diese ihre Gültigkeit behalten. Wie es aussieht, wenn man zum Nachholtermin nicht kann, werden wir bald erfahren.

Auch wann das Spiel stattfindet, ist noch nicht sicher. Aufgrund des Spielplans von Bayer Leverkusen wird dies aber wirklich schwierig. Momentan sind die Leverkusener noch in allen Wettbewerben vertreten. Sollte man in der Champions League in die Play-offs kommen, ist man wieder 2 Wochen raus. Mal rein hypothetisch besteht ja auch nach wie vor die Möglichkeit, dass Leverkusen ins DFB-Pokal- und Champions-League-Finale kommt. Dann wird es sehr eng. Sicherlich gibt es Wochen, die bespielbar sind, aber sollte es der Fall sein, wird es vor allem für die Leverkusener ein enger Spielplan.

Vielleicht wird das Spiel aber auch ganz spontan auf morgen gelegt. Das Wetter geht laut Wetterbericht über die Nacht nicht mehr unter 5 Grad, dann sollte bis morgen alles gut wegtauen. Die Leverkusener inklusive Schiri und Sicherheitspersonal sind wahrscheinlich eh vor Ort, also würde das vielleicht eine Möglichkeit sein. Das ist aber auch nur meine spontane Überlegung. Vielleicht gibt es ja auch andere Sachen, die da noch im Weg stehen. Falls ihr direkt Gegenargumente habt, schreibt sie gerne rein.

Neue Gerüchte um Sportvorstand- Sebastian Kehl?

Eine Meldung, die aktuell reinkommt, ist, dass der HSV sich laut Florian Plettenberg auch mit Sebastian Kehl als Kandidaten für den Sportvorstand beschäftigt. In der Vergangenheit waren ja immer mehr Namen zu hören, darunter auch Oliver Bierhoff. Nun ist also auch Sebastian Kehl wohl ein Kandidat. Dann könnte sich der Staff schon mal auf eine neue Küche freuen. Spaß beiseite: Aktuell ist Sebastian Kehl noch bis 2027 bei Borussia Dortmund unter Vertrag. Transfers, die Kehl abgewickelt hat, waren z. B. Serhou Guirassy, Nico Schlotterbeck und Julian Ryerson. Aber auch Modeste und Niklas Süle waren dabei.

Zwei Sachen, die mir bei Kehl gar nicht gefallen haben, sind der Transfer von Jobe Bellingham für ca. 30 Millionen Euro plus Boni und die bis jetzt noch nicht stattgefundene Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck. Das heißt ja nicht, dass er das beim HSV auch so machen würde, aber ich denke, ihr stimmt mir alle zu, dass solche Entscheidungen beim HSV wenig hilfreich sind. Das ist zumindest meine Meinung.

Ich werfe hier mal den Namen Per Mertesacker in den Raum, der gerade seinen Abschied vom FC Arsenal verkündet hat. Dort arbeitete er im Jugendbereich. Sicherlich schwierig, aufgrund seiner Bremer Vergangenheit und der Erfahrung, aber das ist ein junger, kluger Typ mit guten Connections. Klar, das alleine reicht nicht, das ist mMn aber schon mal eine gute Grundlage.

Realistischer klingt dann schon die Meinung von Scholle und Stefan Schnoor, die erwähnten, dass man mal in Skandinavien schauen sollte. Dem stimme ich voll und ganz zu.

So zu dem Thema. Schreibt doch mal gerne rein, ob ihr heute geplant hattet, ins Stadion zu gehen, und wann ihr erfahren habt, dass das Spiel nicht stattfindet.

Tom

Dienstagabend im Volkspark: HSV braucht Leidenschaft und Perfektion gegen Leverkusen

Dienstagabend im Volkspark: HSV braucht Leidenschaft und Perfektion gegen Leverkusen

Moin zusammen,

Zunächst für euch die Info, dass der HSV-Aufsichtsrat ein Statement zur Causa Stefan Kuntz veröffentlicht hat. Dieses Statement könnt ihr hier lesen: https://www.hsv.de/news/statement-des-hsv-aufsichtsrates

Kommen wir jetzt zum Spiel. Am morgigen Dienstag tritt der HSV zur letzten Partie der Hinrunde in der Bundesliga gegen Bayer 04 Leverkusen an. Anpfiff ist um 20:30 Uhr im Volksparkstadion.

Der Gegner aus Leverkusen steht aktuell mit 29 Punkten auf Platz 4 der Bundesliga-Tabelle. Das letzte Spiel verlor die Werkself am Samstag mit 1:4 zu Hause gegen den VfB Stuttgart. Dennoch konnte man in dieser Bundesliga-Saison bereits 9 Siege einfahren. Im DFB-Pokal muss man gegen St. Pauli ran, in der Champions League liegt man mit 9 Punkten auf Platz 20. Man hat dabei noch minimale Chancen, unter die Top 8 zu kommen, auch ein direktes Ausscheiden ist noch möglich. Ein Ausrufezeichen setzte man, als man auswärts bei Manchester City gewann.

Die letzten beiden Partien zwischen dem HSV und Leverkusen gingen an die Werkself. In der letzten Partie am 17.02.2018 standen die Leverkusener ebenfalls auf Platz 4, während der HSV den 17. Platz belegte. Nun steht der HSV auf Platz 13 und wirkt gefestigter als damals. Vor allem zu Hause ist man stark, in der Heimtabelle steht der HSV mit 14 Punkten aus 8 Spielen auf Platz 7. Die Leverkusener stehen aber auch in der Auswärtstabelle gut da. Aus 7 Spielen konnte man 13 Punkte holen und verlor lediglich 2 Auswärtsspiele.

Bayer 04 Leverkusen

Die voraussichtliche Startelf aus Leverkusen liest sich wie folgt:

Flekken – Quansah – Andrich – Belocian – Arthur – Fernandez – Garcia – Grimaldo – Hofmann – Tillman – Schick

Leverkusen hat einige Spieler, die beim Afrika-Cup gespielt haben. Bis auf Ben Seghir sind aber alle rausgeflogen. Kofane, Tapsoba und Maza werden aber wohl noch nicht starten. Ein Einsatz von der Bank ist aber bei allen möglich bzw. je nach Spielverlauf auch zu erwarten. Auch für die Startelf wäre ein Einsatz möglich. Aufgrund der englischen Woche kann man da aber nichts Genaues vorhersagen.

Bei Leverkusen ist natürlich enorm viel Qualität im Kader. Leverkusen wurde letztes Jahr Vizemeister. 2024 konnte man sogar die Meisterschaft holen. Viele Schlüsselspieler aus der Meisterschaftssaison haben den Verein verlassen. Nichtsdestotrotz trifft der HSV morgen auf eine enorm starke Mannschaft. Aufpassen muss man vor allem auf Patrick Schick und natürlich auf Grimaldo, dessen Standards die m. M. n. gefährlichsten der Liga sind. Der Junge hat vor allem bei direkten Freistößen eine überragende Schusstechnik. Man sollte es vermeiden, einen Freistoß in Tornähe zuzulassen, denn die Dinger sind fast so gefährlich wie ein Elfmeter. Aber auch unabhängig davon ist Leverkusen auf allen Positionen gut aufgestellt.

HSV- Viele klare Personalien, dennoch bleibet einiges offen

Beim HSV sieht es personell so aus, dass Elfadli aufgrund der Gelb-Rot-Sperre nicht zur Verfügung steht. Auch Omari, Poulsen und Anssi Suhonen werden aufgrund von Verletzungen nicht spielen können. Alle anderen sind kaderfit, das garantiert aber dann keinen Kaderplatz. Vor allem bei Glatzel bin ich gespannt, ob er es schon in den Kader schafft oder noch ein Spiel Pause bekommt.

Ich gehe von folgender Startaufstellung aus:

Heuer Fernandes im Tor.

Davor Capaldo, Vuskovic und Torunarigha, das scheint klar.

Links Muheim, rechts wird es spannend. Ich denke, es wird am Ende Gocholeishvili. Das ist aber nicht fakten- oder datenbasiert, sondern einfach so ein Bauchgefühl.

Im Zentrum werden Lokonga und Remberg starten, sofern da nichts dazwischenkommt. Die beiden sollten aber gesetzt sein.

Links denke ich, dass Dompe startet, im Zentrum Downs und auf rechts Philippe. Auch hier eher so ein Bauchgefühl. Sicherlich kann auch Vieira starten. Aber mit Philippe in der Startelf und Vieira von der Bank hat es gegen Stuttgart auch geklappt. Ähnliches würde dann auch für Dompe und Roessing-Lelesiit gelten. Hier ist die Situation auch ähnlich wie gegen Stuttgart, wobei Dompe wohl fitter ist als damals. Deshalb erwarte ich Dompe auf links. Und im Zentrum dann Downs. Er konnte in Freiburg wenig Akzente setzen, bekam aber auch selten die Chance dazu. Ich denke, er bekommt noch einmal die Chance von Anfang an.

Ein Auftritt wie gegen Dortmund und Stuttgart ist gefragt

Spielerisch hoffe ich auf einen ähnlichen Auftritt wie gegen Stuttgart und Dortmund. Defensiv griffig und im Umschaltspiel dann zügig nach vorne. Anders als am Samstag muss der HSV dann auch die Intensität wieder ins Spiel bringen. Im Normalfall hat der HSV das zu Hause immer gut hinbekommen, aber es muss dann auch der Anspruch sein, dass man mindestens genau das gleiche Pensum abliefert, denn das braucht der HSV, um in dieser Liga zu bestehen. 
Ein Faktor, den es morgen wieder braucht, ist das Stadion. Zusammen mit den Fans hat der HSV in diesem Jahr schon so einige Punkte geholt. Der Kessel muss brennen, vor allem bei den Temperaturen an einem Dienstagabend. Also schauen wir, was passiert. Ich hoffe natürlich wie immer auf einen positiven Spielausgang für den HSV.

Habt ihr Ergebnis-Tipps für das Spiel? Schreibt sie gerne rein.

Tom

HSV verliert durch umstrittenes Tor: Schiedsrichter kein Alibi für eigene Fehler und Defizite

HSV verliert durch umstrittenes Tor: Schiedsrichter kein Alibi für eigene Fehler und Defizite

Moin zusammen,

das Spiel von gestern wird noch immer kontrovers diskutiert. Immer mehr Leute äußern sich und es ergibt sich das klare Bild, dass vor allem das zweite Tor hätte abgepfiffen werden müssen. Hier wird immer der Vergleich mit dem Spiel in Köln gezogen, den finde ich aber ehrlicherweise nicht ganz so passend, denn das sind am Ende zwei verschiedene Schiedsrichter mit verschiedenen Linien und der Schiedsrichter gestern hat die Intensität anders bewertet als der Schiri in Köln. Das liefert meiner Meinung nach aber keine Grundlage, das Ding da abzupfeifen. Vor allem, weil es ein Kopftreffer ist und man dann eh abpfeifen muss.   So wird mir das auf jeden Fall immer erklärt. Schlimmer fand ich aber, dass im Vorhinein der Flankengeber überhaupt die Flanke schlagen durfte. Sofern ich das richtig in Erinnerung habe, nimmt dieser den Ball klar mit der Hand bzw. dem Arm an. Ohne diese Aktion wäre der Ball im Toraus gelandet. Aber da das nicht zur unmittelbaren Torerzielung gehört, wird es sich nicht angeschaut. Da gibt es auf jeden Fall Potenzial nach oben, was den Videoschiri angeht. Ich bin ja eh immer ein Fan von der Zeit ohne VAR gewesen. Denn ich sehe das so: Fehler sind menschlich, das passiert. Die Diskussion hätte es auch ohne VAR gegeben, aber sie ließe sich schlüssiger erklären als das, was da gestern passiert ist. Wenn der Schiri das in der Situation nicht sieht, okay, aber der Video-Schiri muss das überstimmen. Zumindest ist das meine Meinung. Denn selbst ich, der eigentlich immer die Fehler im Spiel und nicht beim Schiri sucht, finde es leicht skandalös, dass das Ding zählt.  

Der Schiri war schlecht, darf aber kein komplettes Alibi sein

Aber gut, wir müssen das akzeptieren, und ich bin eher der Typ, der dann gerne die Dinge anspricht, die der HSV von selbst verbessern kann. Und da gab es gestern wieder ein paar. Denn der HSV hat sicherlich auch durch Hilfe des Schiris Nachteile gehabt, man hat aber Fehler gemacht, die man in Zukunft abstellen muss. Zum einen die Passivität in der ersten Halbzeit. Kompaktstehen ist gut, aber wenn man trotz kompakter Defensive immer wieder den gegnerischen 8er vor der 5er-Kette freistehen lässt, ist da was falschgelaufen. Ähnlich wie der Ball, der zum Elfmeter führt. Der darf da einfach nicht so gespielt werden. Da muss man früher zupacken, den Pass unterbinden oder notfalls den Gegner auch mal foulen. Das hat der HSV in vielen Spielen in diesem Jahr gut gemacht. Gestern gelang das weniger. Das kann mal passieren, darf aber eben nicht zur Gewohnheit werden. Der zweite Fehler, der meiner Meinung nach am Ende das Spiel kostet, ist, dass beim HSV Spieler, die gelb-rot gefährdet sind, zu lange auf dem Platz bleiben. Gestern war es Elfaldi, der nach 35 Minuten mit Pech schon runtergeht, gegen Stuttgart war es Roessing-Lelesiit und in Köln wurde auch Vieira in der Halbzeit gesagt, dass er sich nichts mehr erlauben darf. Beide gelben Karten sind vielleicht nicht unbedingt gelbe Karten, aber man provoziert es teilweise und riskiert damit, dass man einen Mann weniger ist. Gegen Stuttgart hätte es eine weitere Rangelei oder ein normales Foul im Zentrum zu gelb-rot geführt, in Köln würde man eventuell die gelb-rote Karte von Vieira nachvollziehen können, wenn Pherai nicht 2 Minuten vorher runter gemusst hätte.

Der HSV muss in Zukunft solche Spieler früher vom Platz nehmen, dafür ist die Intensität gegen den Ball einfach zu hoch. Und gestern, in einem Spiel, in dem man in der zweiten Halbzeit erwartbar ähnlich viel gegen den Ball arbeitet wie in Halbzeit 1, ist das Risiko meiner Meinung nach zu hoch, um Elfadli in Halbzeit 2 auf den Rasen zu schicken. Torunarigha ist in letzter Zeit auch gut drauf, und in diesem Spiel hätte Torunarigha Elfaldi adäquat ersetzen können, da der HSV eben viel mehr gegen den Ball arbeitete und Elfadlis Aufbauqualitäten nicht wirklich zur Geltung kamen. Ich möchte hier einmal anmerken, dass die Junges auf dem Platz vor allem nach der gelb-roten Karte alles gegeben haben und sich mit voller Intensität gewehrt haben. Das muss auch weiterhin so bleiben, das gefällt mir. Man hat wenig Spiele, in denen das Spiel schon frühzeitig beendet ist. Bis auf das Spiel in München und in Hoffenheim schaffte man es weitestgehend jedes Spiel offen zu halten. Und das ist vor allem für den Zusammenhalt des Teams eine wichtige Sache, denn auch wenn es gestern nicht gelang: Der HSV kann vor allem zu Hause immer zuschlagen. Und das ist ein wichtiges Detail, welches vor allem zum Ende der Saison noch wichtig werden kann.

Fazit

Der HSV hat gestern durch ein irreguläres Tor verloren, die Schiedsrichterleistung darf aber kein Alibi sein, mit dem man alles in diesem Spiel gutredet. Man muss die Fehler vor dem 1:1 und in den ersten 35 Minuten analysieren und daraus Schlüsse ziehen. Diese muss man dann am Dienstag positiv umsetzen. Es bringt jetzt nichts, sich noch über das Spiel oder den Schiedsrichter aufzuregen. Aufgrund der englischen Woche heißt es jetzt: Mund abwischen und voller Fokus Richtung Dienstag. Denn auch wenn der Gegner mit Leverkusen ziemlich groß klingt, muss der HSV alles raushauen und auch am Dienstag versuchen, die 3 Punkte zu holen. Das, das ist das einzige, um das es geht.

Info

Nachdem am heutigen Sonntag ein Bericht der BILD-Zeitung veröffentlicht wurde, indem HSV-Mitarbeiterinnen Stefan Kuntz sexuelle Belästigung vorwerfen, hat dieser sich dazu geäußert und weist die Vorwürfe zurück. Er hat eine Anwaltskanzlei eingeschaltet, um dagegen vorzugehen. Weitere Informationen sind aktuell nicht bekannt. Aus diesem Grund beziehen wir dazu keine Stellung. Sollte es nähere Information geben, werden wir nochmal auf das Thema eingehen