das Wochenende war so semi-erfolgreich. Der HSV holt 2 Punkte zu wenig. Vor allem wenn man auf die Tabelle und den Spieltag schaut, ist das ganz klar eine weitere vergebene Chance. Vor allem, weil der HSV klar überlegen war. Das Problem ist, dass die Situation mit aktuell 4 Punkten vor dem 16er sicherer aussieht, als sie am Ende ist. Der HSV betritt nun die Phase der Wahrheit. Pauli, Heidenheim, Union, Mainz, Wolfsburg. Alles direkte Konkurrenten, auf die man bis Mitte März trifft. Und diese Phase hätte man direkt mit einem Erfolgserlebnis starten können, vielleicht sogar müssen. Sicherlich muss der HSV über jeden Punkt in der Bundesliga erfreut sein, aber wir reden auch immer vom Maximum, und wenn ihr mich fragt, hat der HSV in diesem Spiel nicht das Maximum geholt. Und ehrlicherweise glaube ich, dass die erste Aktion des Spiels ein Knackpunkt gewesen wäre. Königsdörffer verliert das Kopfballduell, setzt nach und schließt ab. Nicolas lässt den Ball klatschen und Downs rutscht aus. Wenn Downs den reinmacht, gewinnt der HSV m. M. n. dieses Spiel. Vielleicht sogar in gewisser Deutlichkeit. Nun stehst du da, mit einem Punkt, der vielleicht nicht schlecht ist. Gehtst aber in ein Derby, das nicht nur wegen der Rivalität, sondern nun auch wegen der Tabellenkonstellation brisant ist.
Ein Derby darfst du sowieso nicht verlieren, aber dieses Derby musst du gewinnen. Punkt. Ich bin dennoch vom Spielerischen überzeugt, denn bis zum 5er war das echt gut, aber am Ende zählt eben nicht, wie du spielst, sondern wie viele Punkte du holst. Und das waren 2 Punkte zu wenig.
Der HSV braucht Tore und Robert Glatzel
Der HSV steht auch nach 2 Spielen im neuen Jahr wieder vor demselben Problem. Man schießt zu wenig Tore. Und mein Bauchgefühl sagt mir, dass Robert Glatzel am Samstag in den ersten 60 Minuten vielleicht sogar 2 Tore gemacht hätte. Glatzel ist sicherlich noch nicht fit für 90 Minuten, aber ich plädiere dafür, Glatzel am Freitag von Anfang an spielen zu lassen. Glatzel ist dieser 9er, der dem HSV fehlt. Wenn er seine Leistung wie gegen Stuttgart abrufen kann, wird er ein wichtiger Mann am Freitag sein. Und: Es ist Robert Glatzel und es ist ein Derby. Glatzel war in den letzten 6 Stadtderbys, in denen er spielte, an 4 Toren direkt beteiligt. Im letzten Derby hätte er unter normalen Bedingungen einen Doppelpack gemacht. Vielleicht seht ihr das anders, aber wenn ich auf einen Stürmer im Stadtderby vertrauen müsste, gäbe es bei mir zwei Antworten: Mladen Petrić und Robert Glatzel. Also lasst den Jungen starten, ich bin überzeugt, dass er abliefert.
3 potenzielle Ausfälle- Trotzdem gibt es keine Ausreden
Der Kader wird wahrscheinlich ähnlich wie am Samstag aussehen. Poulsen und Lokonga trainierten heute individuell, auch Capaldo trainierte nicht mit der Mannschaft. Normalerweise spielen die Spieler unter Polzin erst von Anfang an, wenn sie 2–3 Einheiten komplett mit der Mannschaft trainiert haben, was bei Lokonga und Capaldo bis Freitag sehr eng wird. Zumindest kann der HSV die beiden Positionen adäquat ersetzen. Vieira hat das am Samstag super gemacht und auch Elfadli kann die Position von Capaldo rechts hinten gut ersetzen. Denn Elfadli war ja auch lange Zeit derjenige, der beim 3er-Aufbau ins Mittelfeld vorgerückt ist. Das machte ja Capaldo nun des Öfteren. Sicherlich bringt Capaldo zum Schluss hin nochmal eine überragende Aggressivität mit, aber mMn kann Elfaldi Capaldo 1 zu 1 ersetzen. Und wenn man die Energie von Capaldo braucht, kann man ihn ja auch reinbringen.
Ich denke, wir können am Millerntor einen dominanten HSV erwarten, der das Spielgeschehen kontrolliert. Vielleicht nicht so sehr wie gegen Gladbach, aber zeitweise. Anders als im Hinspiel hat man nun mit Vieira einen Mann im Zentrum, der mit dem Ball was anfangen kann. Mit Glatzel hätte man dann auch einen Stürmer, der den Ball festmachen kann. Auch das fehlte im Hinspiel. Denn wie sich das Hinspiel entwickelt, war eigentlich im Vorhinein schon klar. Pauli stellt sich hinten rein und kontert und der HSV versucht, umzuschalten. Auf das Umschaltspiel war Pauli aber eingestellt und so dreht man den Spieß um und kontert den HSV eiskalt aus. Das ist eigentlich das Paradebeispiel dafür, wie es der HSV nicht machen darf. Aber das ist ja zum Glück Geschichte. Am Freitag werden die Karten neu gemischt und es wird Zeit, dass der HSV den ersten Bundesliga-Auswärtssieg seit 2018 holt. Und wo wäre dieser Auswärtssieg besser als am Millerntor? Ich habe ehrlicherweise keinen Bock mehr auf die Sprüche von den anderen. Und ihr wahrscheinlich auch nicht.
Vorweg: Das war fußballerisch das beste HSV-Spiel dieser Saison – und genau deshalb fühlt sich dieses 0:0 vor ausverkauftem Haus gegen unterlegene Gladbacher fast wie eine Niederlage an. Denn der HSV hat diese Partie über weite Strecken nicht nur kontrolliert, sondern dominiert: aggressiv im Anlaufen, mit hohem Tempo, klaren Abläufen, mutigen Tiefenläufen und einer Intensität, die Gladbach in Halbzeit eins komplett überfordert hat. Wer dieses Spiel gesehen hat, weiß: Hier hätte der HSV einen Sieg verdient.
Die Zahlen sprechen eine Sprache, die lauter ist als jedes Stadionmikrofon. 27:6 Torschüsse, phasenweise sogar ein Verhältnis wie aus dem Trainingsbetrieb – 15:1 laut Statistik. Das ist nicht „ein bisschen überlegen“, das ist drückend. Und trotzdem steht am Ende eine Nullnummer, weil sich ein altes Problem erneut gezeigt hat: Der HSV hat Chancen – viele Chancen – aber er macht zu wenig daraus. Weil weiterhin ein Knipser fehlt – oder zu lange auf der Bank sitzen muss.
Gerade in der ersten Halbzeit spielte fast alles nur in eine Richtung. Königsdörffer prüfte Nicolas früh, Dompé setzte den Abpraller ans Außennetz, Capaldo hatte die Führung auf dem Fuß, Remberg und Muheim vergaben aus bester Position – und spätestens da war klar: Der HSV muss hier früh in Führung gehen. Stattdessen blieb Gladbach im Spiel, obwohl sie fußballerisch kaum stattfanden und sich Passfehler wie Aussetzer aneinanderreihten.
Und dann kommt der Punkt, der im Nachgang wehtut: Damion Downs. Der Junge ackert, läuft, presst, bietet Tiefe – alles gut und schön. Aber er ist eben auch kein Knipser, kein Strafraumkiller, kein klassischer Vollstrecker. Der HSV hat vorne nicht den Torjäger dazubekommen, sondern einen weiteren Läufer, der viel arbeitet – aber diese eine Szene, dieses eine eiskalte Ding, das fehlte erneut. Genau deshalb hätte es heute früher einen Plan B gebraucht. Und der heißt: Robert Glatzel.
Dass er erst so spät kam, war aus meiner Sicht der einzige echte Fehler, den Merlin Polzin heute gemacht hat. Glatzel hätte mindestens 15 Minuten früher eingewechselt werden müssen – nicht aus Romantik, sondern aus Logik. Wenn du so drückend bist, wenn du so viele Flanken und zweite Bälle in und um den Strafraum hast, dann brauchst du jemanden, der genau dort zuhause ist. Glatzel wurde am Ende natürlich frenetisch gefeiert – und hätte in den letzten Sekunden beinahe noch getroffen. Aber da war es eben schon zu spät.
Trotzdem: Dieses Spiel war ein Schritt nach vorn. Und zwar ein nicht so unwichtiger. Der HSV hat heute nicht nur „erstmal sicher stehen“ gedacht, sondern sich über weite Strecken getraut, das Spiel wirklich zu diktieren. Dominant, mutig, aktiv – gegen einen direkten Konkurrenten, unter turbulenten Rahmenbedingungen, in einem vollen Volkspark. Defensiv war das außerdem stabil, Heuer Fernandes musste im ersten Durchgang praktisch gar nicht eingreifen.
Unterm Strich bleibt deshalb ein bitteres Gefühl, aber auch eine klare Erkenntnis: So muss der HSV auftreten. Wenn du einen Gegner über 90 Minuten so im Griff hast und am Ende mit 27:6 Torschüssen vom Platz gehst, dann darfst du dich nicht mit einem Punkt zufriedengeben. Das war heute das beste HSV-Spiel der Saison – und es hätte drei Punkte geben müssen.
DIE EINZELBEWERTUNGEN:
Daniel Heuer Fernandes: Solch erste Halbzeiten werden ihn nicht stören. War da, als dann doch mal was auf seinen Kasten geflogen kam. Note: 3
Miro Muheim: Warum nicht immer so, wie in den ersten 45 Minuten? Note: 3
Nicolas Capaldo (bis 67.): Er hätte treffen müssen, verliert aber immer wieder die Übersicht, weil er so voller Adrenalin steckt. Andererseits ist genau dieses Adrenalin das, was ihn für den HSV so wertvoll macht. Siehe 54. Minute, als er im Vollsprint zurück einen gefährlichen Konter verhinderte. Sein Fehlen täte sehr weh – hoffen wir mal, dass es nichts Schlimmeres ist. Note: 3
Giorgi Gocholeishvilli (ab 67.): Er ackert und rackert, immer am Limit. Auch er ist offensiv einfach zu ineffizient. Note: 3,5
Luka Vuskovic: Stark, clever, ein absoluter Führungsspieler mit seinen gerade einmal 18 Jahren. Allein das ist schon beeindruckend. Wenn er jetzt noch die Freistoßstärke seines Bruders hätte – es wäre gar nicht auszudenken… Dass die Bayern noch nicht Vollgas geben in Sachen Verpflichtung soll an Zweifeln bezüglich seines Tempos liegen. Das ist auf Champions-League-Niveau sicher auch berechtigt. Für den HSV ist er aber ein Sechser im Lotto – mit Superzahl. Note: 2
Jordan Torunarigha: Er hat immer mal einen Aussetzer drin – aber der Rest war in der ersten Halbzeit das Beste, was er bisher zeigen konnte. Note: 2,5
Bakery Jatta (bis 84.): Er war taktisch die richtige Wahl. Sein Tempo war als Absicherung wertvoll, seine Robustheit wichtig. Problem bei ihm ist und bleibt das Spiel mit dem Ball. Zu oft verschleppt er gefährliche Angriffe, wie er nicht flankt, sondern noch. Mal kurz passen will (um eben nicht wie so oft hinter das Tor zu flanken). Note: 3,5
Guilherme Ramos (ab 85.): Sollte helfen, die Null zu verteidigen – das gelang.
Nicolai Remberg: Solange er im Zentrum dabei ist, hat der HSV Stabilität. Saustarkes Spiel im Zentrum – auch ohne Lokonga. Dass er so nen Hammer-Schuss hat, ist hinlänglich bekannt – heute durften wir es endlich auch mal im Spiel sehen. Unfassbar wichtiger Bestandteil der HSV-Defensive Note: 2
Fabio Vieira: Wenn er am Ball ist, macht er gute Sachen. Auf der Zehn noch besser als über Außen. Dass Lokonga heute verletzt passen musste, war letztlich für den HSV kein Nachteil. Ich würde den HSV sehr gern sehr viel häufiger in dieser Konstellation sehen! Zumal ich mir sicher bin, dass Vieira – und sein Spiel war völlig in Ordnung! – gerade mal bei 70 % seines Leistungsvermögens ist. Note: 3,5
Jean-Luc Dompé (bis 79.): Immer wieder gefährlich – bis zum Abschluss. Dann hakte es bei ihm. Sowohl bei Flanken wie auch bei eigenen Abschlüssen. Note: 3,5
Alexander Rössing-Lelesiit (ab 79.): Spielzeit, um das Talent zu fördern – absolut richtig! Ihn heute in der Phase zu bringen: falsch! Dafür fehlt ihm einfach die Cleverness und das Auge für die wichtigen, richtigen Wege.
Ransford Königsdörffer (bis 67.): Er ackert für zwei, aber er trifft einfach nicht. Dass Downs heute mit Turnschuhen aufgelaufen ist, vermieste ihm einen Assist-Punkt in der ersten Halbzeit. Note: 4
Rayan Philippe (ab 67.): Lustloser Auftritt. Für mich eine absolute Frechheit, als Einwechselspieler nicht Vollgas zu gehen. Zumal die Gegner meistens schon müder sind als man selbst und er sein Tempo nutzen muss! Macht er aber nicht. Wieder nicht. Er ist angesichts seines Potenzials für mich bislang eine Riesen-Enttäuschung. Note: 5 Damion Downs (bis 79.): In Sachen Schuhwahl muss er noch mal in die Nachhilfe. So viel wie er rutschte heute kein anderer. Leider auch in entscheidenden Situationen wie beim Abpraller in der ersten Halbzeit. Torgefahr? Fehlanzeige. Er soll seine Eingewöhnungszeit fair bekommen – okay! Trotzdem hätte ich ihn heute zur Halbzeit gegen Glatzel getauscht. Schon allein, weil Downs bis auf ein paar ungestüme Foulspiele rein gar nichts hinbekam. Schwächster Hamburger zusammen mit Philippe. Note: 5
Robert Glatzel (ab 80.): Kam viel zu spät. Mit ihm über 30 Minuten oder sogar in der ersten Halbzeit hätte der HSV heute gewonnen. Da lege ich mich fest.
Merlin Polzin: Er macht sehr vieles sehr richtig. Taktisch wie personell. Auch heute wieder. Er hat bewiesen, dass sein Team auch dominant auftreten kann, was für den Rest der Rückrunde als taktisches Stilmittel sehr, sehr wichtig werden wird. Aber: Warum nicht viel früher Glatzel bringen, wenn man sieht, dass das Spiel so zugeschnitten in der Gladbacher Hälfte stattfindet? Das fehlende Anlaufen, was man Glatzel immer nachsagt, kann es nicht gewesen sein. Das hat Downs, der für mich der schwächste Hamburger war, auch nicht gezeigt. Von der Note 1 geht’s damit zur Note: 3,5
Schiedsrichter Robert Schröder (Hannover): So mag ich die Auslegung am liebsten: Lieber etwas mehr laufen lassen, als zu früh alles abzupfeifen. Endlich mal ein Schiri, der das Spiel nicht störte, sondern dabei half, dass es zu einem werden konnte. Starker Auftritt! Note: 1
Das Nachholspiel gegen Leverkusen wurde terminiert. Am 4. März wird das Spiel nachgeholt, die Tickets behalten ihre Gültigkeit. Wer nicht kann, kann sein Tagesticket kostenlos stornieren. Alle Infos dazu lest ihr hier: https://www.hsv.de/news/hsv-heimspiel-gegen-leverkusen-findet-am-4-maerz-statt
Beim HSV kommt jetzt beim Thema Transfers wieder Bewegung rein. Anssi Suhonen soll laut dem Abendblatt kurz davor stehen, zu Odense BK zu wechseln. Der HSV würde im Gegenzug eine niedrige 5-stellige Summe bekommen. Dort würde Suhonen dann mit Fiete Arp zusammenspielen. Dass Suhonen den HSV verlässt, war abzusehen, aber eigentlich finde ich das schade. Vor allem in seiner Zeit unter Walter habe ich einiges in ihm gesehen. Leider war Suhonen die meiste Zeit verletzt und konnte sich nicht dementsprechend entwickeln. Aber gut, so ist das leider manchmal, wir können es ja nicht ändern. An der Stelle alles Gute für die Zukunft, leg Arp ein paar Dinger auf!
Kabar Stand und Torhüter-Position
Auch für Katterbach und Hefti stehen die Aussichten eher auf Abschied. Ein Spieler, der dafür kommen soll, ist Almugera Kabar von Borussia Dortmund. Die Ruhr Nachrichten berichteten gestern, dass der HSV in konkreten Gesprächen sei. Vereine wie der VfL Wolfsburg seien auch dran, der HSV sei aber sehr weit. Laut dem Abendblatt scheinen diese Gespräche aber noch nicht weit fortgeschritten. Es könne noch nicht die Rede von „konkreten Gesprächen“ sein.
Kabar ist in meiner Interpretation damit wohl auf der Liste des HSV, aber man ist noch nicht ganz so weit, wie es die Ruhrnachrichten berichteten. Dass der HSV einen Linksverteidiger sucht, nachdem die Perspektive von Katterbach anscheinend nicht aussichtsreich ist, ist dann logisch. Katterbach kam in dieser Saison noch nicht zum Einsatz in der Bundesliga. Mit einer potenziellen Verpflichtung von Kabar würde man den Konkurrenzkampf auf der linken Seite erhöhen und in die Zukunft investieren. Kabar ist erst 19 Jahre alt und was mit Muheim im Sommer passiert, ist noch nicht sicher. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2027. Es ist zwar aktuell nichts bekannt, aber sollte Muheim im Sommer mit zur WM fahren und dort performen, müsste man sich in Hamburg zumindest mit einem potenziellen Abgang beschäftigen. Das ist aktuell aber alles konjunktiv. Kurzfristig will man damit natürlich den Konkurrenzkampf links hinten erhöhen.
Auch auf der Torwart-Position muss der HSV zwangsläufig noch nachlegen. In den letzten Tagen war zu hören, dass Nicolas Kristof und Kevin Müller auf der Liste des HSV stehen. Vor allem das Gerücht um Kevin Müller spitzte sich zu, als Florian Plettenberg berichtete, dass es konkreter werden würde. Nun berichtete dieser aber, dass Müller kurz vor einem Wechsel zu Schalke stehe. Jetzt wird Müller also aller Voraussicht nach ins Ruhrgebiet wechseln und Schalke im Kampf um den Aufstieg unterstützen. Ob es dann Nicolas Kristof wird oder jemand anderes werden wir in naher Zukunft erfahren.
So viel zu den aktuellen Transfernews.
Was würdet ihr von Kabar halten und wen wünscht ihr euch beim HSV noch auf der Zugangsseite?
das Spiel am Samstag kann stattfinden, das Stadion wird ab morgen Abend einwandfrei nutzbar sein.
Der HSV tritt am Wochenende anlässlich des 18. Spieltages der diesjährigen Bundesliga-Saison an. Aufgrund des Ausfalls des 17. Spieltages gegen Leverkusen ist das somit das erst 17. Spiel des HSV, während 14 der 17 anderen Mannschaften bereits 17 Spiele gespielt haben.
Der Gegner lautet an diesem Wochenende Gladbach. Die Fohlen stehen mit 19 Punkten aktuell auf Platz 10. Das letzte Bundesliga-Spiel verlor man am gestrigen Abend mit 1:5 gegen Hoffenheim. Polanski wurde folgendermaßen zitiert: „Wenn man so eingeladen wird, dann hätte sogar der Polanski getroffen.“ Die Fohlen waren dementsprechend enttäuscht über die Niederlage und vor allem die Defensive. Aktuell hat man 29 Gegentore bekommen.
Dagegen steht der HSV aktuell mit 16 Punkten nach 16 Spielen auf Platz 14 der Tabelle. Hier hakt es nach wie vor offensiv. 17 Tore in 16 Spielen sprechen eine klare Sprache. Zumindest zu Hause konnte man sich bis jetzt gut präsentieren. In 8 Spielen konnte man zu Hause 14 Punkte holen und erzielte eine Tordifferenz von 13:9 Toren.
Das letzte Aufeinandertreffen fand am 1. Spieltag der Saison statt. Das Spiel damals ging 0:0 aus. Der HSV erzielte kurz vor Schluss ein irreguläres Abseitstor durch Mickelbrencis. Einige behaupten bis heute, der Ball wäre auch ohne den Kontakt von Mickelbrencis reingegangen. Man kann dem Franzosen in dieser Situation aber ehrlicherweise keinen Vorwurf machen.
Während der HSV mit diesem Ergebnis sehr gut leben konnte, fiel Gladbach in eine Krise, aus der man sich in letzter Zeit aber langsam herausarbeiten, konnte. Nichtsdestotrotz kann man dieses Spiel als Duell direkter Konkurrenten bezeichnen. 3 Punkte Unterschied bei einem Spiel weniger für den HSV bestätigen das.
So steht es um Gladbach
Die Gladbacher starteten denkbar schlecht in die Saison. Nach nicht mal 3 Spielen entließ man Cheftrainer Gerardo Seoane, welcher schon nach der Saison 2024/25 von vielen als sehr kritisch wahrgenommen wurde. Allerdings gab man ihm noch die Vorbereitung, was sich im Nachhinein wohl als Fehlentscheidung herausstellte. Übernommen wurde die Mannschaft von Eugen Polanski, welcher direkt mit einem späten 1:1 in Leverkusen startete, danach musste man sich zu Hause mit 4:6 Frankfurt geschlagen geben. Immerhin konnte man aus einem 0:6-Zwischenstand noch ein 4:6 rausholen. Der Befreiungsschlag gelang am 9. Spieltag, als man auswärts beim FC St. Pauli 4:0 gewinnen konnte und anschließend das Derby zu Hause gegen Köln für sich entschied. Danach liefen die Ergebnisse mal gut, mal schlecht. So findet man sich auf Platz 10 wieder.
Laut Kicker startet bei Gladbach voraussichtlich folgendes Personal: Nicosla – Sander – Elvedi – Diks – Scally – Engelhardt – Netz – Reitz – Neuhaus – Honorat – Tabakovic
Bei Gladbach fehlen Robin Hack, Ngoumou, Sippel und Tim Kleindienst.
Gladbach hat in der aktuellen Saison einen durchschnittlichen Ballbesitzwert von 46 %. Mit 183 Schüssen aufs Tor haben die Fohlen die drittwenigsten der gesamten Liga. Mit 5 zugesprochenen Elfmetern durfte Gladbach nach Bayern übrigens am häufigsten vom Elfmeterpunkt antreten. Auch bei den gewonnenen Kopfballduellen steht man mit 328 siegreichen Duellen oben im Ligavergleich. Was die Fairness angeht, steht Gladbach ganz oben in der Tabelle (2.). Man hat aktuell lediglich 21 gelbe und eine glatt rote Karte bekommen. Dennoch steht man mit 180 Fouls am Gegner relativ weit oben im Ligavergleich. Man könnte basierend darauf also ein zerfahrenes Spiel mit vielen kleinen, aber nicht harten Fouls erwarten.
Merlin Polzin sagte in der Pressekonferenz, dass Tabakovic der klare Zielspieler sei, die Gladbacher aber auch immer wieder gerne mit Honorat in die Tiefe kommen. Zudem lobte er die Kreativität und Gestaltung im Mittelfeld der Fohlen. Gegen den Ball sei eine gute Struktur zu erkennen.
HSV- Personal und mögliche Marschroute
Beim HSV sieht die Situation folgendermaßen aus:
Omari und Poulsen sind nach wie vor raus, Elfadli fehlt wegen der gelb-roten Karte.
Ich gehe von folgender Startaufstellung aus:
Heuer Fernandes im Tor ist klar.
Auch davor Torunarigha, Vuskovic und Capaldo ergibt sich.
Links Muheim, rechts Gocholeishvili.
Im Zentrum dann Remberg. Neben ihm wird wohl Vieira starten. Für Lokonga kommt ein Startelfeinsatz eventuell zu früh. Man schaut bei Lokonga ja sowieso immer genauer hin.
Links Dompe, rechts dann Philippe und im Zentrum Downs. Sollte Lokonga von Anfang an spielen, wird Vieira wohl auf rechts starten und Philippe von der Bank kommen.
Spielerisch erwarte ich in diesem Spiel einen dominanten Auftritt. Mit Ball nach vorne und gegen den Ball konsequent. Ich denke, der HSV versucht, in diesem Spiel den Ball zu dominieren und auch das Spiel zu kontrollieren. Mit Gladbach trifft man auf einen Gegner, der zwar aufgrund der letzten Jahr vorerst als Favorit scheint, wenn man sich aber die beiden Mannschaften anschaut, dann ist das meiner Meinung nach ein Duell auf Augenhöhe. Da der HSV zu Hause spielt, ist der HSV vielleicht sogar minimal im Vorteil.
Ich hoffe, dass der HSV das auch so umsetzt. Das Ganze muss aber nach wie vor aus dem Kampf und dem Willen gegen den Ball entstehen. Die Basis liegt auf der Defensive. Ich gehe dennoch davon aus, dass Gladbach sich tiefer staffeln wird. Dann macht es Sinn, dass der HSV den Ballbesitz kontrolliert und mit diesem dann hoffentlich auch was anfängt. Einfach Ballverluste müssen vermieden werden, die Kreativität muss sich entfalten.
Wichtig wird wie immer aber auch das Stadion sein. Der HSV ist immer noch ein Aufsteiger und jeder Gegner verlangt ihm alles ab. Die entscheidenden Prozente müssen am Ende auch von der Tribüne kommen. Die Atmosphäre hat in dieser Saison schon für einige geile Momente gesorgt, das muss am besten auch am Wochenende passieren. Dieses Stadion kann Gegnern das Leben schwer machen und das braucht es auch. Eine Atmosphäre, die den HSV lautstark unterstützt und am Ende am besten zu 3 Punkten schreit. Schaut euch mal die Tabelle und die nächsten Spiele an. Das könnte eine entscheidende Phase werden und es braucht alle zusammen, damit der HSV aus dieser Phase positiv hervorkommt.
das Spiel des HSV gegen Bayer 04 Leverkusen, welches für den heutigen Dienstag um 20:30 Uhr angesetzt wurde, wurde abgesagt. Laut der Mitteilung des HSV habe das extreme Tauwetter am Mittag die Umstände verändert. Es heißt weiter: „Unter dem Schnee auf der Dachmembran sammelte sich an einigen Stellen des Stadions Tauwasser, das nicht abfließen konnte. Ein zur Einschätzung herbeigebetener Fachstatiker bewertete die Lage als Sicherheitsrisiko, woraufhin die Partie in Abstimmung mit der DFL und den Sicherheitsträgern vor Ort abgesagt werden musste.“
Die Mitteilung wurde gegen 18 Uhr rausgegeben, vorher hatte Sky bereits berichtet. Warum die Entscheidung so spät kam, kann ich nicht genau sagen. Allen, die sich bereits auf dem Weg ins Stadion befanden, wünsche ich natürlich eine gute und angenehme Rückreise. Somit wird die Partie verschoben. Infos zu den Tickets gibt es aktuell nicht, ich gehe davon aus, dass diese ihre Gültigkeit behalten. Wie es aussieht, wenn man zum Nachholtermin nicht kann, werden wir bald erfahren.
Auch wann das Spiel stattfindet, ist noch nicht sicher. Aufgrund des Spielplans von Bayer Leverkusen wird dies aber wirklich schwierig. Momentan sind die Leverkusener noch in allen Wettbewerben vertreten. Sollte man in der Champions League in die Play-offs kommen, ist man wieder 2 Wochen raus. Mal rein hypothetisch besteht ja auch nach wie vor die Möglichkeit, dass Leverkusen ins DFB-Pokal- und Champions-League-Finale kommt. Dann wird es sehr eng. Sicherlich gibt es Wochen, die bespielbar sind, aber sollte es der Fall sein, wird es vor allem für die Leverkusener ein enger Spielplan.
Vielleicht wird das Spiel aber auch ganz spontan auf morgen gelegt. Das Wetter geht laut Wetterbericht über die Nacht nicht mehr unter 5 Grad, dann sollte bis morgen alles gut wegtauen. Die Leverkusener inklusive Schiri und Sicherheitspersonal sind wahrscheinlich eh vor Ort, also würde das vielleicht eine Möglichkeit sein. Das ist aber auch nur meine spontane Überlegung. Vielleicht gibt es ja auch andere Sachen, die da noch im Weg stehen. Falls ihr direkt Gegenargumente habt, schreibt sie gerne rein.
Neue Gerüchte um Sportvorstand- Sebastian Kehl?
Eine Meldung, die aktuell reinkommt, ist, dass der HSV sich laut Florian Plettenberg auch mit Sebastian Kehl als Kandidaten für den Sportvorstand beschäftigt. In der Vergangenheit waren ja immer mehr Namen zu hören, darunter auch Oliver Bierhoff. Nun ist also auch Sebastian Kehl wohl ein Kandidat. Dann könnte sich der Staff schon mal auf eine neue Küche freuen. Spaß beiseite: Aktuell ist Sebastian Kehl noch bis 2027 bei Borussia Dortmund unter Vertrag. Transfers, die Kehl abgewickelt hat, waren z. B. Serhou Guirassy, Nico Schlotterbeck und Julian Ryerson. Aber auch Modeste und Niklas Süle waren dabei.
Zwei Sachen, die mir bei Kehl gar nicht gefallen haben, sind der Transfer von Jobe Bellingham für ca. 30 Millionen Euro plus Boni und die bis jetzt noch nicht stattgefundene Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck. Das heißt ja nicht, dass er das beim HSV auch so machen würde, aber ich denke, ihr stimmt mir alle zu, dass solche Entscheidungen beim HSV wenig hilfreich sind. Das ist zumindest meine Meinung.
Ich werfe hier mal den Namen Per Mertesacker in den Raum, der gerade seinen Abschied vom FC Arsenal verkündet hat. Dort arbeitete er im Jugendbereich. Sicherlich schwierig, aufgrund seiner Bremer Vergangenheit und der Erfahrung, aber das ist ein junger, kluger Typ mit guten Connections. Klar, das alleine reicht nicht, das ist mMn aber schon mal eine gute Grundlage.
Realistischer klingt dann schon die Meinung von Scholle und Stefan Schnoor, die erwähnten, dass man mal in Skandinavien schauen sollte. Dem stimme ich voll und ganz zu.
So zu dem Thema. Schreibt doch mal gerne rein, ob ihr heute geplant hattet, ins Stadion zu gehen, und wann ihr erfahren habt, dass das Spiel nicht stattfindet.