Tomas Bobcek: Ist er die Lösung der HSV-Stürmersuche?
Die Stürmerfrage bleibt beim HSV das zentrale Thema. Während ein Kandidat wohl vom Markt ist, rückt ein anderer in den Fokus.

Moin zusammen,
die Stürmerfrage steht nach wie vor im Fokus, allerdings ist immer noch kein neuer Angreifer verpflichtet worden. Mindestens einen Stürmer braucht es; je nachdem, welches System gespielt werden soll, wäre ein zweiter Stürmer eine Option. Der HSV benötigt zwingend einen Akteur, der vor dem Tor eiskalt ist und sowohl ein solides Tempo als auch einen guten Körper mitbringt. Parallel dazu könnte in einem Doppelsturm ein kleineres, schnelles Profil den Gegenpart bilden – wie bereits besprochen, wäre Rayan Philippe eventuell dieses gesuchte Profil. Ich bin der Meinung, der HSV braucht auf jeden Fall einen robusten Stürmer und einen schnellen, wendigen, damit man sich auf jeden Gegner einstellen kann.
Elmin Rastoder wohl kein Thema mehr
Der erste der beiden Stürmer, die zumindest lose gehandelt wurden, war Elmin Rastoder. Er spielte in der vergangenen Saison für den FC Thun. Diese Leistungen erweckten Aufsehen, und auch Rastoder wurde bei einigen Vereinen, unter anderem dem HSV, gehandelt. Aber er wird es wohl nicht: Es scheint so, als würde Rastoder zu Panathinaikos Athen wechseln. Seine Statistiken sehen gut aus, und auch seine Highlights lassen sich sehen, wobei man sich bei einigen Toren tatsächlich fragen muss, was die gegnerische Abwehr beruflich macht. Rastoder wäre einer gewesen, den ich gerne beim HSV gesehen hätte. Er hat eine ordentliche Größe und ist dazu relativ schnell und beweglich. Eigentlich ein Stürmer, der beide von mir genannten Profile hätte abdecken können. Aber das Thema können wir wohl erst einmal abhaken.
Fokus auf Tomas Bobcek
Interessanter wird es dann wohl bei Tomas Bobcek. Er ist 1,85 Meter groß und bringt eine gute Physis mit. Zudem verfügt er über ein solides, wenn auch kein überragendes Tempo. Was auffällig ist, ist seine Durchsetzungsfähigkeit und sein Abschluss. Bobcek ist in dieser Saison Torschützenkönig in der polnischen Liga geworden. Während sein Verein Lechia Gdansk damit die beste Offensive der Liga stellte, hatten sie auf der anderen Seite die schlechteste Defensive, was am Ende zum Abstieg führte. Bobcek stach offensiv trotzdem positiv heraus: Er erzielte 20 Tore und legte sechs weitere auf. Zudem spielt er pro Spiel einen Schlüsselpass.
Was bei Bobceks Toren auffällig war, ist seine Präsenz im Strafraum. Er weiß, wo er stehen muss, trifft häufig die richtigen Entscheidungen und verfügt über ein richtig starkes Kopfballspiel – nicht nur, wenn er freisteht, sondern auch unter Gegnerdruck. Egal ob als Einzelspitze vor Gronebaek und Viera oder als Doppelspitze neben einem Philippe oder einem anderen Stürmer: Ich würde es unfassbar gut finden, wenn der Slowene an die Elbe wechselt.
Der Marktwert von Bobcek liegt aktuell bei 8 Millionen Euro; die Frage ist, ob er eine Ausstiegsklausel hat, die nach dem Abstieg greift. Fest steht, dass Bobcek Gdansk verlassen will. Laut einer polnischen Quelle soll der HSV aktuell in einer guten Position sein, es soll wohl auch schon ein Angebot unterbreitet worden sein. Ob das wirklich stimmt, können wir nicht bestätigen, aber fest steht: Mit Bobcek würde der HSV einen richtig guten Stürmer an Land ziehen.
Sportliche Grüße, Tom
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