Analyse

Kathleen Krüger übernimmt als HSV-Sportvorständin: Neuanfang in der Führung

Der HSV hat seine neue Sportvorständin vorgestellt. Kathleen Krüger soll den Verein langfristig strukturieren – ein notwendiger Schritt, um die kurzfristige Planung der letzten Jahre zu beenden.

Kathleen Krüger übernimmt als HSV-Sportvorständin: Neuanfang in der Führung

Ein neues Gesicht in der Führung

Moin zusammen,

heute wurde die neue Sportvorständin des HSV offiziell vorgestellt. Kathleen Krüger bildet ab sofort gemeinsam mit Eric Huwer den Vorstand. Die Veranstaltung begann mit einer Einführung durch die Aufsichtsratsmitglieder Michael Papenfuß und Henrick Köncke, die ihr Vertrauen in Krüger aussprachen. Im Anschluss übernahm Pressesprecher Philipp Langer die Vorstellung.

Fokus auf Struktur statt Tagesgeschäft

Was bei der Vorstellung direkt deutlich wurde: Kathleen Krügers Aufgabenbereich unterscheidet sich von dem ihres Vorgängers Stefan Kuntz. Während Kuntz primär öffentlich im Bereich der Lizenzmannschaft agierte, liegt Krügers Fokus auf der langfristigen Entwicklung und Strukturierung des Vereins – vom Nachwuchs bis hin zur ersten Mannschaft, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen.

Sie wird nicht so stark in das operative Transfergeschäft eingebunden sein wie frühere Sportvorstände. Die Transfers werden primär von Claus Costa und Sebastian Dirscherl geleitet, wobei Krüger erst am Ende der Abwicklung eingebunden wird. Dass sie dabei durchaus klare Kante zeigt, bewies sie direkt beim Thema Fabio Vieira: Der HSV sei aktuell nicht in der Lage, die von Arsenal aufgerufene Ablöse zu zahlen. Sollte der Preis bestehen bleiben, wird eine Verpflichtung wohl nicht zustande kommen.

Kathleen Krüger ist die Person, die den Bereich übernimmt, der beim HSV schon länger schiefläuft: die langfristige Planung.

Braucht es einen dritten Vorstand?

Einige Fans hätten sich jemanden gewünscht, der stärker in das Transfergeschäft eingreift. Auch wenn ich diesen Punkt nachvollziehen kann, spricht das nicht gegen Krüger. Sie ist die richtige Wahl, um das Konstrukt, das in den Jahren im Unterhaus oft von Saison zu Saison plante, endlich auf ein solides Fundament zu stellen. Dennoch halte ich eine dritte Person im Vorstand für sinnvoll, die sich explizit auf die reine Planung und Entwicklung der Lizenzmannschaft konzentriert. Dann hätten wir mit Eric Huwer (Finanzen), Kathleen Krüger (Strategie) und einer weiteren Person für das operative Sportgeschäft eine klare Aufgabenteilung.

Fazit

Alles in allem wirkte Kathleen Krüger kompetent und überzeugt von den Zielen in ihrem Aufgabenbereich. Sie hat definitiv das Zeug dazu, die strategische Entwicklung des gesamten Vereins voranzubringen. Wie gut ihre Arbeit in der Praxis greift, werden wir erst in einigen Monaten beurteilen können. Spekulationen sind zum jetzigen Zeitpunkt wenig sinnvoll; heute ging es erst einmal darum, einen ersten Eindruck zu gewinnen.

In diesem Sinne: Herzlich willkommen, Kathleen Krüger!

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Tom

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