Ausfall von Albert Groenbaek: Wer ersetzt den Dänen im HSV-Mittelfeld?
Albert Groenbaek fällt nach einer Oberschenkelverletzung bei der Nationalmannschaft erst einmal aus. Wir analysieren die Optionen für den HSV.

Moin zusammen,
der HSV muss ein weiteres Mal personell umplanen. Dieses Mal betrifft es die Offensive: Albert Groenbaek wird erst einmal verletzt ausfallen, angeblich bis zu fünf Wochen. Groenbaek hat sich bei der Nationalmannschaft am Oberschenkel verletzt.
Jetzt ist die Frage, wie das Ganze aufgefangen wird.
Adelines Chance oder Doppelspitze?
Man könnte den Dänen, der im letzten Bundesligaspiel zwei Tore auflegte, eins zu eins mit Martin Adeline ersetzen, allerdings konnte dieser in der bisherigen Zeit beim HSV noch nicht überzeugen. Zu wenig Kreativität, zu wenig Ballgewinne und für meinen Geschmack forderte er auch zu selten den Ball. Das ist für den Moment schade, ich würde Adeline aber noch lange nicht abschreiben. Ich denke, er braucht seine Zeit, kam er doch erst in diesem Sommer aus Frankreich zum HSV. Es ist seine erste Station im Ausland, dazu kommt, dass das System des HSV deutlich defensiver ausgelegt ist als das System, das der Franzose bei Troyes gespielt hat.
Ich denke, man konnte auch nicht zwingend erwarten, dass Adeline direkt in seiner ersten Saison klarer Stammspieler ist, das ist eine Investition in die Zukunft. Der 22-Jährige soll von Groenbaek und Vieira lernen und sich dann immer mehr in den Fokus spielen. Aber vielleicht ist dieser Ausfall jetzt tatsächlich mal die Chance, dass sich Adeline neben Vieira zeigt und seine ersten richtig guten Minuten auf den Platz bringt.
Adeline wäre dann derjenige, der eher gegen den Ball arbeitet, während Vieira für die Kreativität mit dem Ball sorgt. Eventuell könnte das Adeline sogar zugutekommen. Sollte Vieira sich klar auf der Spielmacherposition positionieren, könnte Adeline etwas mehr nach vorne rücken und eher als zweiter Stürmer agieren – das ist ja auch der Raum, in dem er sich in Troyes viel aufgehalten hat. Dort war er immer wieder direkt im gegnerischen Strafraum zu finden. Das könnte also tatsächlich eine Möglichkeit sein.
Blick auf Hoffenheim und mögliche Varianten
Eine weitere Möglichkeit ist dann natürlich die Doppelspitze, so wie es der HSV auch in der Rückrunde der vergangenen Saison häufig gespielt hat. Es stellt sich ja nach wie vor die Frage, wen Polzin im Sturm aufstellt; er hatte in dieser Bundesligasaison immer wieder gewechselt. Mal startete Daka, mal Moffi, auch Poulsen kam auf seine Minuten.
Hinsichtlich Hoffenheim gehe ich sogar von einer Doppelspitze aus, der Gegner wird wieder sehr hoch stehen. Dort hat Daka für mich sehr gute Chancen, weil er mit seinem Tempo immer wieder schnell hinter die Kette kommen kann. So kam der HSV in der letzten Saison in der ersten Halbzeit in Sinsheim zu einigen Chancen, und auch das Tor für den HSV fiel durch einen tiefen Ball hinter die Abwehrkette. Aufgrund der hohen Abwehrkette kann ich mir gegen Hoffenheim eine Doppelspitze aus Daka und Moffi vorstellen. Moffi, der die Bälle festmachen soll und selbst auch Tiefgang mitbringt, neben Daka, der der Mann für die ganz tiefen Bälle ist und diese erlaufen soll. Das klingt natürlich in der Theorie immer einfacher als auf dem Platz, aber aktuell macht das für mich am meisten Sinn.
Was wird aus Poulsen und Stange?
Eine Frage ist ja, wie man jetzt mit Poulsen umgeht. Die zweite Halbzeit gegen Köln war richtig stark. Nicht nur das Tor war wichtig, sondern auch die langen Bälle, die Poulsen häufig festgemacht hat. Zudem kreierte er selbst Chancen. Das war schon richtig gut. Aber Poulsen fehlt eben das Tempo für den Tiefgang, was gegen Hoffenheim sehr wichtig werden könnte. Deshalb würde ich Poulsen erst einmal wieder von der Bank bringen, je nachdem, wie der Spielverlauf ist.
Man hat mit Stange ja auch einen Jungen in der Hinterhand, der in der Vorbereitung richtig gut performt hat und so ein Spiel noch einmal verändern kann. Ich weiß, viele wollen Stange häufiger auf dem Platz sehen, ich auch. Ich würde in Sinsheim dennoch erst einmal mit Moffi und Daka starten und Stange und/oder Poulsen dann ab der 55. bis 60. Minute bringen. Als Starter sehe ich für Stange eher ein Spiel wie gegen Stuttgart oder in Paderborn bzw. die beiden Spiele gegen Frankfurt. Er hat sich seine Chance verdient und sollte dann auch mal mehr als Kurzeinsätze bekommen. Gegen Hoffenheim würde ich selber aber wie gesagt erst einmal mit Moffi und Daka starten.
Tom
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