Doppelschlag auf dem Transfermarkt: Vieira kehrt zurück und El Ouadhi kommt
Nach dem holprigen Saisonstart verstärkt der HSV und den Kader noch einmal massiv: Fabio Vieira kommt fest aus Arsenal, zudem wechselt Zakaria El Ouadhi vom KRC Genk an den Volkspark.

Moin zusammen,
nach dem ernüchternden Saisonstart legt der HSV noch einmal personell nach und verpflichtet zwei Spieler für zwei Positionen, auf denen es zuletzt gar nicht gut aussah. Nachdem Adeline auf der rechten Halbraumposition nicht überzeugen konnte und Jatta auf rechts bei uns mit der Note 6 benotet wurde, holt der HSV jetzt mit Vieira einen klaren Spielmacher und zudem einen Spieler für die rechte Bahn.
Die Rückkehr von Fabio Vieira
Nach langem Hin und Her sind sich der HSV und Arsenal nun einig geworden. Fabio Vieira wird, sofern er den Medizincheck besteht, zum HSV zurückkehren. Dieses Mal nicht per Leihe, sondern per Festverpflichtung. Dabei soll der Vertrag, wie schon vor einigen Monaten bekannt geworden, vier Jahre gehen. Der Vertrag mit der Spielerseite war ja schon länger ausgehandelt worden, die Probleme bestanden zwischen Arsenal und dem HSV. Arsenal wollte, verständlicherweise, ungern von der Kaufoption abweichen, die bei 20 bis 22 Millionen Euro lag. Da der Vertrag von Vieira im Sommer 2027 ausgelaufen wäre, musste Arsenal ihn in diesem Sommer verkaufen. Andere Interessenten gab es wenige, vor allem, weil wohl Vieira selbst immer wieder betonte, nur nach Hamburg zu wollen.
Der HSV wird laut der BILD 9 Millionen Euro Sockelablöse plus Boni zahlen, andere berichten von 12 Millionen. Die Ablöse liegt also klar unter der vereinbarten Kaufoption und auch unter dem Marktwert von Transfermarkt. Der Transfermarkt-Marktwert ist aber natürlich kein festgeschriebener Wert, an dem man sich orientieren muss.
Nun bekommt der HSV also den zweiten Kreativspieler neben Albert Grønbæk. Fabio Vieira wird die Offensive durch seine Kreativität und seinen Spielwitz auf ein anderes Level heben. Vieira war schon in der letzten Saison maßgeblicher Bestandteil des Offensivspiels des HSV. Nun hat er mit Albert Grønbæk noch jemanden direkt neben sich, mit dem er kombinieren kann und der ebenfalls eine gute fußballerische Qualität mitbringt. Was die beiden im Zusammenspiel zeigen können, hat man beim 1:2 in Frankfurt gesehen, als Vieira nach seinem Pass in die Tiefe startete und den Ball von Grønbæk im perfekten Moment serviert bekam. Ich bin gespannt, wie die beiden harmonieren, wenn sie im Spiel nebeneinander spielen – in der letzten Saison kam Grønbæk ja überwiegend über die linke Schiene.
Zakaria El Ouadhi verstärkt die rechte Schiene
Auch für die rechte Schiene holt der HSV nun endlich einen neuen Mann. Auch hier muss noch der Medizincheck bestanden werden, die Modalitäten sind geklärt. Genauer handelt es sich um Zakaria El Ouadhi vom KRC Genk. Hier soll die Ablöse laut der BILD 10 Millionen Euro plus Boni betragen.
Der marokkanische Nationalspieler spielte in der letzten Saison beim KRC Genk 34 Spiele, alle von Beginn an. Sein Tempo liegt bei ca. 35,5 km/h. Er spielte in Genk den offensiven Außenverteidiger in einer Viererkette. Auf seinem Konto stehen dabei 8 Tore und 4 Vorlagen sowie eine Passquote von 86 %. Pro Spiel konnte El Ouadhi ca. 5 Bälle zurückerobern, seine Zweikampfquote liegt bei 51 %. Er spielte 1,4 Schlüsselpässe pro Spiel und kreierte 7 Großchancen.
Der 24-Jährige wechselte aus Brüssel zu Genk und hat sich seit seiner Ankunft im Jahr 2023 zu einem wichtigen Spieler entwickelt. 2025 durfte er sein Debüt im Nationaldress der marokkanischen Nationalmannschaft feiern, bisher spielte er dort aber erst viermal. Sein Konkurrent auf dieser Position ist mit Achraf Hakimi wohl einer der besten Außenverteidiger der Welt.
Fazit und Blick auf die restliche Transferphase
Der HSV verstärkt sich also auf den Positionen, auf denen es zwangsläufig notwendig war. Dass der Transfer auf der rechten Seite so lange dauerte, ist ungünstig, am Ende bekommt der HSV mit El Ouadhi aber wahrscheinlich einen Spieler, der über dem Niveau ist, was zu erwarten war. Wenn El Ouadhi beim HSV so spielt, wie er es laut den Berichten in Genk getan hat, ist das ein sehr guter Transfer.
Ich denke jedoch weiterhin, dass der HSV noch einen weiteren Schienenspieler holen sollte, der sowohl links als auch rechts spielen kann. Ein Backup für El Ouadhi muss auf jeden Fall her, und als dritte Option für links, falls beide dort ausfallen, kann das auch nicht schaden.
Der HSV ist mit den Transfers aber noch nicht ganz durch. Angeblich soll Muheim nun doch ein Abgangskandidat sein, dann müsste man auf der linken Seite auf jeden Fall noch einmal einen Spieler holen. Emir Sahiti wird wohl nach Hannover wechseln, Pherai ist vor allem nach dem Vieira-Deal ein Abgangskandidat. Es kann also noch einiges bis morgen um 18 Uhr passieren. Mit Vieira und El Ouadhi hat der HSV den Kader auf jeden Fall verstärkt. Ob es dann noch Verstärkung auf den Schienenpositionen gibt, werden wir sehen — die nächsten 24 Stunden werden sicherlich interessant.
Tom
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