Analyse

Topspiel zum Start: HSV gastiert am Samstagabend in Dortmund

Der HSV reist zum Bundesliga-Auftakt am Samstagabend zu Borussia Dortmund. Vor dem Du beim Vizemeister blicken wir auf Personal, Taktik und die Lehren aus dem letzten Gastspiel im Signal Iduna Park.

Topspiel zum Start: HSV gastiert am Samstagabend in Dortmund

Moin zusammen,

am morgigen Samstag spielt der HSV auswärts bei Borussia Dortmund. Gestartet wird direkt mit einem Topspiel um 18:30 Uhr, das Spiel könnt ihr auf Sky anschauen. Ran geht es gegen den aktuellen Vizemeister, der in der letzten Saison lediglich 4 Spiele verloren und am Ende 73 Punkte holte. Das erste Pflichtspiel der Saison bestritt man am letzten Samstag zu Hause gegen den FC Bayern und verlor dieses mit 1:2.

Auf der anderen Seite steht der HSV mit 28 Punkten aus der vergangenen Saison und einem soliden Platz 13. Das erste Pflichtspiel konnte der HSV mit 3:0 in Verl im DFB-Pokal gewinnen.

Rückblick auf das letzte Duell

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams fand im Signal Iduna Park statt. Nach einer 0:2-Halbzeitführung für den HSV drehte der BVB das Spiel in Halbzeit 2. Während der HSV es in der ersten Halbzeit schaffte, die letzte Kette des BVB immer wieder unter Druck zu setzen und Konter zu fahren, gelang dies in der zweiten Halbzeit gar nicht mehr. Der BVB ließ hingegen, im Gegensatz zur ersten Halbzeit, den Ball laufen, zog die Ketten des HSV auseinander und spielte sich so in einen Rausch.

Mitverantwortlich für die Gegentore war aber auch der HSV selbst. Mikelbrencis warf einen Einwurf in die Füße des Gegners und köpfte anschließend eine Flanke im eigenen Strafraum zurück in die gefährliche Zone im Zentrum, wo dann ein Elfmeter entstand. Zudem verursachte der HSV einen weiteren Elfmeter, nachdem man einen Dortmunder im Strafraum ohne Grund auf die Füße trat.

Der BVB nach dem Sommerumbruch

Bei Borussia Dortmund gab es in diesem Sommer einen Umbruch. Man fokussierte sich in der vergangenen Saison vorrangig auf die Defensive, nun will man auch mit dem Ball kreieren. Dafür hat man auf dem Transfermarkt einiges getan und vor allem Spieler für das Spiel mit Ball geholt. Am prominentesten sind sicherlich die Verpflichtungen von Veerman, Karetsas und Konstantelias. Die beiden letztgenannten Griechen wurden für die beiden Halbpositionen hinter der Spitze verpflichtet und haben ihre Stärken im 1-gegen-1 und in der Kreativität. Veerman spielt eine Position weiter hinten und wird wohl die tiefe Spielmacher-Position einnehmen. Voraussichtlich werden auch alle drei direkt zum Einsatz kommen.

Die mögliche Aufstellung sieht folgende Namen vor: Kobel im Tor, Neuzugang Gadou zusammen mit Anton und Bensebaini in der Dreierkette. Hier ist es möglich, dass Reggiani oder Mane in die Dreierkette rücken, da Bensebaini eventuell noch angeschlagen ist. Auf der linken Schiene wird dann Svensson starten, rechts Ryerson.

Im Zentrum werden Veerman und Nmecha erwartet, hier könnte eventuell auch Bellingham für Veerman reinrücken, allerdings waren die letzten Vorbereitungsspiele von Bellingham nicht so gut. Auf den beiden Zehner-Positionen spielen dann Konstantelias auf der linken Seite und Karetsas auf rechts. Im Sturm Guirassy.

Schlotterbeck fehlt noch wegen der Verletzung bei der WM und auch Can ist in der Reha nach seinem Kreuzbandriss.

Personallage und mögliche Aufstellung beim HSV

Kommen wir nun zum HSV. Personell sind fast alle an Bord, es fehlen Muheim, Omari und Roessing-Lelesiit. Torunarigha ist wieder dabei.

Der HSV wird in der gleichen Formation wie der BVB auflaufen, ich erwarte folgende Aufstellung:

  • Heuer Fernandes im Tor
  • Davor Torunarigha, Bornauw und Capaldo
  • Auf der linken Schiene Lemke, auf der rechten Schiene Jatta
  • Auf der Doppel-Sechs Lokonga und Remberg
  • Auf der Doppel-Zehn Groenbaek und Adeline
  • Vorne im Sturm Patson Daka

Damit ändert sich nur die linke Innenverteidiger-Position im Vergleich zum Pokal. Ich denke nicht, dass Moffi direkt startet. Patson Daka hat eine gute Vorbereitung gespielt und das Spiel am Samstag wird auf schnelle Umschaltmomente ausgelegt sein, da ist Daka mit seiner Schnelligkeit prädestiniert, um zu starten.

Taktischer Ansatz für das Topspiel

Der Ansatz sollte am Wochenende mehr oder weniger der gleiche sein wie beim Spiel in der letzten Saison in der ersten Halbzeit: Das Zentrum kompakt halten, griffig in den Zweikämpfen sein und schnell umschalten. Dazu in den richtigen Momenten die Kette höher schieben und den Aufbau stören, um auch mal hoch den Ball zu gewinnen.

Sollte Bensebaini tatsächlich fehlen, würden mit Gadou und Mane oder Reggiani zwei sehr junge Spieler in der Dreierkette starten. Was da passieren kann, haben wir letzte Saison gesehen, als der HSV immer wieder Reggiani attackierte und Kapital aus seinen Fehlern zog. Wichtig ist, dass man das Tempo über die ganze Zeit mitgehen kann. In der letzten Saison mangelte es vor allem in Halbzeit 2 an der Griffigkeit, Dortmund hatte alle Freiheiten, um den Ball hin und her zu schieben, so lange, bis die Außen komplett frei zum Flanken kamen. Das darf Samstag nicht passieren. Man muss über 90 Minuten kompakt stehen und verschieben, so dass Dortmund keine freien Männer vor dem eigenen Strafraum findet.

Mit dem Ball muss der HSV dann zügig umschalten. Da Dortmund sicherlich sehr hoch attackieren wird, ist hinter der letzten Kette des BVB viel Raum, der bespielt und belaufen werden muss. Das ist genau das, was Daka vom Profil her am besten können müsste – hoffen wir, dass er das auch so umsetzt.

Das Stadion ist natürlich ausverkauft und mit dabei sind mindestens mal 8000 HSV-Fans. Sicherlich wird es auch noch einige geben, die sich im neutralen Block Karten geholt haben. Ich wünsche allen Fans eine gute An- und Abreise und natürlich ein gutes Spiel. Es ist Samstag, 18:30 Uhr, Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund. Viel besser geht es eigentlich nicht. Also seid laut, habt Spaß und genießt das Spiel. Wir hoffen auf den bestmöglichen Ausgang für den HSV. Das, was möglich ist, haben wir in den beiden Spielen letzte Saison gesehen.

Tom

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Diskussion

3 Kommentare

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DU
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Tatortreinigervor 14 Min.· bearbeitet
Schon der nächste Blog? Scholle und Tom laufen ja fast so heiss wie der Transfermarkt. Auf X kursierten schon länger Gerüchte und gestern berichtete auch erstmals die belgische Tageszeitung „Het Laatste Nieuws“ darüber: der HSV bemüht sich um den in Belgien geborenen marokkanischen WM-Fahrer Zakaria El Ouahdi vom KRC Gent und hat jetzt bereits ein drittes Angebot abgegeben. Das HA "kann das Interesse des HSV bestätigen". Der nur 1,71 große Rechtsverteidiger kann auch auf der linken Seite verteidigen und besticht besonders durch seine Torgefährlichkeit: >> In der vergangenen Saison in Belgien erzielte er in 34 Spielen acht Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Das ist für einen Abwehrspieler eine starke Quote. Auch in der Europa League bewies er mit vier Toren in neun Spielen seine Torgefahr. << (HA) Das Rätsel allerdings - und dies ist nun meine Einschätzung: wie will der HSV den Mann bezahlen? El Quadhis Marktwert steht auf seinem Peak von 17 Millionen und der Vertrag läuft noch bis 2028. Das läuft wohl auf eine Leihe mit teurer Kaufoption hinaus? Wie auch immer: Der Spieler soll sich angeblich bereits mit dem HSV einig sein. Oder aber dies wird der Königstransfer für den Fall, dass der Vieira-Deal platzt? Im Mittelfeld sind wir zahlenmässig sehr reichlich besetzt...eine offensivstarke Top-Lösung auf der rechten Schiene könnte daher einen ähnlich großen Effekt haben wie die Verpflichtung von Vieria. Das Netz feiert Claus Costa bereits für die Transferperiode: https://x.com/Michael22122471/status/2093354400286724325/photo/1 Ich dagegen würde gerne erstmal das "Finale" abwarten.
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MeinVerein2021gerade eben· bearbeitet
Um Costa "zu feiern" müsste bis zum deadline day noch so einiges passieren. Also erstmal schauen, ob die Lücken geschlossen und die Tribünenplätze noch gdräumt werden.
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Aleksandervor 3 Min.
Tom, wie meinst du das: „Auf der anderen Seite steht der HSV mit 28 Punkten aus der vergangenen Saison und einem soliden Platz 13.“ Dir ist aber bewusst, und das ist wohl die beste Nachricht des Tages, dass alles von vorne beginnt und der HSV auf Augenhöhe mit Dortmund und mit gleicher Punktzahl in die Saison startet. Beim Anpfiff des Spiels am Samstag um voraussichtlich 18 Uhr steht es noch 0:0. Ich würde mir wünschen, dass der HSV das Spiel so lange wie möglich offen gestaltet, wir nicht zu viele eigene Torwartfehler kassieren und dass die Mannschaft, anders als im vergangenen Jahr bei einer Führung zur Halbzeit, nicht dem Trainer Polzin ausgeliefert wird. Spaß beiseite, ich freue mich auf möglichst viele neue Spieler im Einsatz und hoffe auf eine annehmbare Taktik des jungen Trainergespanns, die sie, so Gott will, auch in der ersten Bundesligasaison gelernt haben. Laut bin ich sowieso, und ich hoffe, dass etwas geht, auch wenn wir keinen Vuskovic und Vieira wie in den letzten zwei Bundesliga-Spielen zur Verfügung haben. Nur der HSV – und einen extra Hüpfer für Alex!
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