Pflichtaufgabe erfüllt: HSV schlägt Verl mit 0:3 im Pokal
Der HSV zieht nach einem 0:3 beim SC Verl in die nächste Runde ein. Nach schwacher erster Halbzeit sorgte ein starker Start in Durchgang zwei für die Entscheidung.

Moin zusammen,
der HSV hat sein Pokalspiel in Verl mit 0:3 gewonnen. NAch einer schwachen ersten Halbzeit reichen am Ende 10 Starke Minuten um das Spiel auf die eigene Seite zu ziehen.
Schwache erste Halbzeit mit positivem Ende
Der SC Verl startete mit hohem Pressing, was den HSV ziemlich überforderte. Im Aufbauspiel ging so gut wie gar nichts, der Ball landete am Ende immer wieder bei Tangvik, der ihn lang schlagen musste. Gegen den Ball wirkte das Anlaufen sehr unorganisiert, immer wieder waren die Abstände zwischen der Dreierkette und der Doppel-Sechs viel zu groß, sodass die Verler immer wieder in den direkten Raum vor der Abwehr kamen. Auch über die linke Seite, auf der Nandja für den angeschlagenen Torunarigha startete, kamen die Verler immer wieder zu Bällen ins Zentrum, die Abschlüsse waren aber meistens zu ungenau.
Wenn der HSV dann mal versuchte hochzuschieben, wurde man immer wieder mit langen Bällen überspielt, weil man nicht genug Gegnerdruck ausüben konnte. Ab der 35. Minute schaffte es der HSV, die Gastgeber weitestgehend vom Tor wegzuhalten, man kam zu etwas mehr Spielanteilen. In der 40. Minute gab es dann die erste richtige Torchance: Nach einem Gegenpressing sprang der Ball zu Adeline, der aus spitzem Winkel abzog, Schlieck konnte den Ball aber parieren.
Anschließend presste der HSV etwas geordneter und kam direkt in der nächsten Aktion zum 0:1. Groenbaek presste den Innenverteidiger, der sich den Ball zu weit vorlegte. Nach einem Pass von Daka lief Groenbaek dann auf das Tor zu und verwandelte. Danach schob der HSV geordnet höher und zwang Verl zu mehr unkontrollierten langen Bällen. Nach 46 Minuten war Halbzeit.
Schnelle Entscheidung nach der Pause
Die zweite Halbzeit ist relativ schnell zusammengefasst. Der HSV drückt zu Beginn einmal richtig auf die Tube und läuft hoch an. Direkt in der 46. Minute erhöht Groenbaek nach einer super Einzelaktion auf 0:2, in der 50. Minute legte Lemke nach einem Ballgewinn von Remberg nach. Nach dem 0:3 ist das Spiel dann entschieden, Verl versucht es noch einmal, kommt aber selten zu Torchancen. Der HSV hingegen nimmt einen Gang raus und verwaltet das Spiel. Es gibt noch einmal zwei Fernschüsse von Verl und ein paar Umschaltmomente vom HSV, allerdings nicht mehr viel Nennenswertes. Das Spiel endet mit 0:3.
Fazit
Der HSV gewinnt sein Pokalspiel am Ende im Ergebnis souverän mit 0:3. Doch vor allem in der ersten Halbzeit gab es viele Dinge, die nicht passten. Man presste nicht kontrolliert und ließ dem Gegner zu viel Platz. Die Lücken zwischen den Mannschaftsteilen waren zu groß, und so konnte Verl das Anlaufen des HSV immer wieder überspielen. Auch mit dem Ball fand man selten Lösungen. Im Zentrum gab es zu wenig Bewegung ohne Ball, Verl schaffte es immer wieder, den HSV so anzulaufen, dass Tangvik den Ball lang schlagen musste. In der eigenen Hälfte schaffte man es weitestgehend, den Ball vom Tor fernzuhalten, es gab aber trotzdem ein, zwei vernünftige Chancen für Verl.
Die Ansprache in der Halbzeit schien aber gesessen zu haben, denn die zweite Halbzeit war deutlich aggressiver. Der HSV presste geordneter, bekam mehr Bewegung rein und brachte den Ball so ins Rollen. Man kam anschließend auch zu den beiden Toren, die das Spiel relativ früh entschieden.
Alles in allem ist die Pflichtaufgabe erfüllt, man muss aber vor allem analysieren, was in der ersten Halbzeit schieflief. Man muss geordneter pressen und mit dem Ball Lösungen gegen das Pressing finden. Denn Ähnliches wird sicherlich auch am nächsten Samstag auf den HSV warten. Dort darf man den Ball nicht so häufig wieder hergeben, denn am Ende wird man gegen eine Dortmunder Mannschaft mehr gefordert werden als heute.
Die Noten
- Tangvik (Note: 3-): Er hatte selten Anspielstationen im Aufbauspiel, wenn er den Ball hatte gab es aber auch bei ihm ein paar kleine Unsicherheiten. Auf der Linie gut und sicher.
- Capaldo (Note: 3-): Er gewann seine Zweikämpfe, im Spielaufbau in der ersten Halbzeit etwas zu wenig, ansonsten ein solides Spiel.
- Bornauw (Note: 3-): Er machte vor allem defensiv seinen Job, das war gut. Mit dem Ball gibt es noch deutliches Steigerungspotenzial.
- Nandja (Note: 4): Er wirkte anfangs etwas überfordert, die Angriffe über die Flügel kamen meistens über seine Seite. In der zweiten Halbzeit wurde er vor allem im Zweikampfverhalten deutlich besser.
- Lemke (Note: 2-): Er konnte an die Vorbereitung anknüpfen, erzielte sogar ein Tor und einen Assist. Ab und zu zu lange mit dem Ball, aber für sein Alter ein gutes Spiel.
- Remberg (Note: 3): Er gewann wie immer seine Zweikämpfe, vor allem in der zweiten Halbzeit sehr aggressiv gegen den Ball. Mit dem Ball war das in Halbzeit eins zu wenig.
- Lokonga (Note: 4): Er war relativ unauffällig, hätte mehr den Ball fordern müssen, damit das Spiel von hinten raus besser gelingt.
- Jatta (Note: 4-): Er trifft nach wie vor häufig die falschen Entscheidungen, sowohl offensiv als auch defensiv. Er hat aber heute seltener das Tempo verschleppt. Dennoch braucht es auf der rechten Schiene einen Neuzugang.
- Groenbaek (Note: 2): Er ist der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel. Anfangs noch etwas unsichtbar, dann macht er den Unterschied aus.
- Adeline (Note: 4-): Das war irgendwie nicht so richtig viel. Es fehlte die Kreativität und auch gegen den Ball kam er zu selten in die Zweikämpfe. Trotz seiner Spielzeit weitestgehend unauffällig, vor allem neben Groenbaek.
- Daka (Note: 4): Er stand im ersten Durchgang immer sehr tief und versuchte im Spielaufbau zu unterstützen, fehlte dann aber in der gegnerischen Tiefe. Er muss vorne bleiben. Mit dem Ball heute unauffällig.
- Nadir (Note: 3-): Er bekam zwar wenig Spielzeit, machte dieses Mal aber einen deutlich besseren Eindruck als in den Vorbereitungsspielen. Er verteilte den Ball und traf meistens kluge Entscheidungen im Spiel mit dem Ball. Wenn er das so über ein ganzes Spiel macht, wäre das super.
- Stange (Note: 3-): Er versuchte viel, kam aber in eine Phase, in der das Spiel dahin schwappte. Er zeigte aber gute Ansätze, ich denke nach wie vor, dass er in dieser Saison durchaus viel Spielzeit bekommen kann.
- Poulsen (ohne Note): Kam sehr spät und konnte wenige Akzente setzen.
- Philippe (ohne Note): Gleiches wie bei Poulsen.
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