Relegation als „Bonusspiele“ – HSV geht den Walter-Weg 

Relegation als „Bonusspiele“ – HSV geht den Walter-Weg 

Mutig sollen seine Spieler sein. Immer. Das wiederholt HSV-Trainer Tim Walter fast so gebetsmühlenartig wie den häufigsten Satz: „Wir bleiben bei uns.“ Wobei er letztgenannten inhaltlich heute ein Stück weit umging, als er davon sprach, dass seine Mannschaft das Momentum auf der eigenen Seite habe. „Wir haben das Momentum auf unserer Seite“, sagte der Coach des HSV und er meinte: Anders als die Berliner, die gleich mehrere Chancen auf die vorzeitige Rettung ungenutzt ließen, schaffte der HSV nach drei vierten Rängen in Liga 2 dank einer Aufholjagd erstmals noch den Sprung in die Aufstiegszone. „Wir haben die letzten fünf Spiele gewonnen und sieben Punkte aufgeholt“, sagte der HSV-Coach.

Der HSV verschafft sich beste Voraussetzungen

Der HSV verschafft sich beste Voraussetzungen

Wie sehr die Fans die Rückkehr des HSV auf die große Fußball-Bühne herbeisehnen, bekamen die Spieler und ihr Trainer Tim Walter auf der Rückfahrt von der Ostseeküste demonstriert. Auf einer Autobahnbrücke über die A1 hatten sich am Sonntagabend einige wenige Anhänger in Trikots und mit großer Rautenfahne hingestellt, winkten mit ihren Schals und jubelten dem blauen Mannschaftsbus zu, als dieser unter der Brücke durchfuhr. Nach der erfolgreichen Verteidigung des dritten Platzes durch das mühevolle 3:2 bei Hansa Rostock muss der HSV nur noch zwei Akte überstehen, um endlich wieder zum 18er-Ensemble der Bundesliga dazu zugehören und seinem Publikum Erstliga-Stücke im Volksparkstadion darzubieten. „Die zwei Bonusspiele haben wir uns redlich verdient“, sagte Walter über die Relegationspartien gegen den Bundesliga-16. Hertha BSC.

HSV sichert sich nach hartem Gang Rang drei und die Relegation

HSV sichert sich nach hartem Gang Rang drei und die Relegation

Der HSV steht in der Relegation zur Ersten Bundesliga und trifft dort am Donnerstag (18. Mai) und am 23. Mai auf Hertha BSC und Trainer Felix Magath. Das Team von HSV-Coach Tim Walter gewann beim FC Hansa Rostock nach einem sehr harten Kampf mit 3:2 und behauptete damit den dritten Rang in der 2. Liga. „Was wir für eine Saison spielen, ist richtig gut“, lobte HSV-Kapitän Sebastian Schonlau sein Team. Torjäger Robert Glatzel stimmte ein: „Unglaublich, unbeschreiblich!“

Was für ein geiles Saisonfinale für den HSV!

Was für ein geiles Saisonfinale für den HSV!

Teil 1 ist schon einmal genau so gekommen, wie es nicht besser hätte kommen können. Denn ich glaube, dass es gegen die charakterstarken, homogener wirkenden Stuttgarter deutlich schwerer noch geworden wäre, als es gegen die Hertha aus Berlin eh schon wird. Und wenn man den Verlauf des heutigen Showdowns noch dazurechnet, dann war das noch einmal ein richtig übler Nackenschlag für die arg gebeutelten Berliner, bei denen ich unweigerlich Parallelen zum Verlauf des HSV-Absturzes 2018 sehe. Denn auch in Berlin hat man sich großen Träumen und dementsprechend großen Geldern hingegeben – und ist bitter daran gescheitert. Inzwischen wirken fast alle Beteiligten – von Manager Fredi Bobic über die sehr teuren Spieler bis hin zu Felix Magath – so, als würden sie Dienst nach Vorschrift machen und dabei nullkommanull Pathos für Hertha BSC an sich in sich tragen. Und so eine Konstellation muss auf Dauer scheitern. Von daher ist das im Hinblick auf die Relegation ein weiterer, großer Hoffnungsschimmer. Für Werder Bremen…

Der HSV weiß genau, was auf ihn zukommt

Der HSV weiß genau, was auf ihn zukommt

Drei Tage hat es gedauert, bis der großen Freude über die Zuteilung von 5 EM-Spielen die große Ernüchterung folgt. Eine Ernüchterung, mit der wir rechnen musste. Denn schon als bekannt wurde, dass der HSV für den Verkauf seines Grundstückes an die Stadt 23,5 Millionen Euro erhalten hatte, war klar, dass der HSV damit erst einmal finanzielle Löcher stopfen musste – auch wenn der damalige Finanzvorstand Frank Wettstein anderes behauptete. Nach Informationen der „BILD“ fehlen dem schon mindestens zehn Millionen Euro für die Renovierung der Arena. Die Gesamtkosten für Instandhaltung und Modernisierung werden auf 18 Millionen Euro taxiert. In Hamburg sollen bei der EM vier Gruppenspiele und ein Viertelfinale ausgetragen werden.

HSV will Kiels Reese, und: der Suhonen-Schock

HSV will Kiels Reese, und: der Suhonen-Schock

Ich hatte mich in vielen Communitytalks schon festgelegt: Wenn man beim HSV eine positive Entwicklung erkennen kann, sollte man unbedingt weiter in dieser Konstellation arbeiten. Und dazu zählt nicht allein, dass man die Spieler, also die Mannschaft beisammenhält. Sondern dazu zählen vor allem auch die sportlichen Entscheider. Und entgegen der hier mehrheitlich vertretenen Meinung, man müsse mal wieder alle vom Hof jagen, behaupte ich, dass der HSV auf Sicht besser wird, wenn er Jonas Boldt, Michael Mutzel und Co. hält. Und das auch, weil sie verschiedene Fehler schon gemacht haben. Fehler, über die hier trefflich diskutiert und geschimpft wurde. Aber eben auch Fehler, die sie in Zukunft nicht mehr machen dürfen (und hoffentlich nicht mehr machen werden), die den Neuen aber noch unterlaufen, weil auch die Zeit brauchen werden, sich an den HSV und sein Umfeld zu gewöhnen.

Saisonanalyse: Tim Walter macht den HSV stärker

Saisonanalyse: Tim Walter macht den HSV stärker

Wie angekündigt werden wir uns hier nicht nur oberflächlich dem Pro und Contra bei Tim Walter widmen, sondern werden es faktisch von unseren Analysten-Freunden von Createfootball.com. beleuchten. Und zwar von allen Seiten. Und das auch unabhängig davon, ob der HSV am Ende direkt aufsteigt, über die Relegation aufsteigt, über die Relegation scheitert oder einfach nur Tabellenvierter wird.

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.