Vorstandsstreit erreicht Sport – jetzt wird’s gefährlich

Vorstandsstreit erreicht Sport – jetzt wird’s gefährlich

Ich war am Sonnabend nach Spielschluss zufrieden. Zufrieden mit diesem Spiel gegen den FC Heidenheim, weil es verdient gewonnen wurde. Nicht weniger – aber auch nicht viel mehr „Gegen eine wirklich sehr, sehr gute Mannschaft haben wir sehr gut Fußball gespielt“, resümierte Trainer Walter zufrieden und gab seinem Team zur Belohnung am Sonntag frei. „Das haben wir überragend gemacht“, bewertete der 46-Jährige das Defensivverhalten seiner Akteure, die nach der Pause in der Abwehr stärker gefordert waren und immerhin 15 Heidenheimer Eckbälle zu entschärfen hatten. Zum Vergleich: Der HSV hatte nur zwei Ecken. Kapitän Sebastian Schonlau meinte erfreut: „Wir waren richtig gut, vor allem gegen den Ball.“

Onana bringt HSV Millionen – aber jetzt geht’s um Heidenheim

Onana bringt HSV Millionen – aber jetzt geht’s um Heidenheim

Mit einem Ausflug auf die Alster haben sich die Spieler und Trainer auf das Top-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim eingestimmt. Mit Stand-up-Paddleboards ging es am Donnerstag durch die Kanäle der Hansestadt. Dass der HSV sowas macht, ist nicht neu. Trainer Tim Walter streut immer mal wieder teambildende Maßnahmen in sein Vorbereitungsprogramm, damit die Mannschaft schneller zu einer Einheit zusammenwächst. Und das ist angesichts der Zwietracht in den Gremien sicher eine angenehme Spiegelung. Zumal nach dem durchwachsenen Saisonstart (ein Sieg und einer Niederlage) mit dem Tabellenzweiten aus Heidenheim ein echtes Kaliber im Volksparkstadion aufschlägt. Rund 50.000 Fans werden erwartet. „Heidenheim hat es über die letzten Jahre bewiesen, dass sie immer wieder oben anklopfen“, lobte Walter die „Superarbeit»“ des nächsten Gegners, bei denen sein Trainerkollege Frank Schmidt seit 15 Jahren als Dauerbrenner im Amt ist. Zum Vergleich: Beim HSV waren im selben Zeitraum 17 Chef- und sechs Interims-Coaches beschäftigt.

Hoffentlich entschädigt der Sport wenigstens ein wenig

Hoffentlich entschädigt der Sport wenigstens ein wenig

Ich weiß, dass es lustig sein sollte. Und vielleicht ist Humor auch tatsächlich der letzte Weg, um mit diesem HSV-Theater umgehen zu können. Aber ich sehe den HSV auf dem besten Weg, sich massiv lächerlich zu machen. Der HSV sei ja immer gut dafür, dass dort etwas los ist, hatte Trainer Tim Walter heute auf einer Pressekonferenz rausgehauen, die auf mich sehr seltsam anmutete. Zuerst scherzte Trainer Tim Walter die ganze Zeit – vor allem mit Journalisten aus dem Plenum. Dann dieser Satz, dem Walter noch versuchte, einen sportlichen Bezug hinterher zu schießen. Klappte nur sehr bedingt.

Wüstefeld will mit Boldt weitermachen – und attackiert seinen Vorgänger Wettstein

Wüstefeld will mit Boldt weitermachen – und attackiert seinen Vorgänger Wettstein

90 Minuten Gespräch waren es. Und Dr. Thomas Wüstefeld hatte sich viel vorgenommen. Er begann zumindest deutlich forscher als der HSV in den letzten Zweitligaspielen und im Pokal am Sonnabend in Bayreuth. Wüstefeld nahm in der Runde mit den Journalisten den Zweikampf sofort auf und erklärte in voller Länge, warum es beim HSV aktuell so unruhig ist: Weil Geld fehlt. Nun ist dieser Umstand wahrlich nicht neu. Schon gar nicht beim HSV. In diesem Fall aber geht es um 20 Millionen Euro, die der HSV von der Stadt eigentlich schon bekommen, aber für andere Zwecke als die Stadionsanierung ausgegeben hat. Wüstefeld präsentierte uns heute seine Pläne für die nähere Zukunft.

Beendet diese Posse! Jetzt.

Beendet diese Posse! Jetzt.

Es war ein langer Ritt zurück. Anstrengend, mit Autoproblemen und mit viel Stau. Trotzdem sind wir alle wieder heil angekommen. Weil es gar keine Alternative gab, als weiterzufahren. Dabei habe ich mich immer wieder auch an den HSV erinnert gefühlt. Auch da geht es immer weiter. Irgendwie. Und eigentlich auch immer mit viel Ärger. Oft mit stotterndem Motor bis hin zum Verdacht auf wirtschaftlichen Totalschaden. Aber auch hier gilt: Es muss weitergehen. Auch jetzt, wo sich die zwei Vorstände aus verschiedenen Gründen nicht (mehr) riechen können. Die Frage, die sich in dieser Woche aber mehr denn je stellt: Kann man mit beiden zusammen zum Ziel kommen? Oder muss einer von beiden gehen? Oder gar beide?

3:1 in Bayreuth – HSV müht sich in Runde zwei des DFB-Pokals

3:1 in Bayreuth – HSV müht sich in Runde zwei des DFB-Pokals

Als der HSV endlich anfing, den Ball in den Sechzehner zu spielen, zu flanken oder zu dribbeln, wurde es gefährlicher. Plötzlich – und das war schon Mitte der zweiten Halbzeit – kam der HSV zu Torchancen. Ein Szenario, das auch HSV-Trainer Tim Walter die Augen öffnen sollte, endlich seinem Spiel dieses nicht allzu kreative Stilmittel als Alternative beizufügen, wenn die Ideen einfach nicht da sind. Also so wie heute, wo der HSV gegen tapfer kämpfende, aber eben auch deutlich unterlegene Bayreuther einfach den Weg zum Tor nicht fand, während man durch einen abgefälschten Freistoß 0:1 zurücklag. Dass der HSV am Ende trotzdem mit 3:1 gewann, lag an den Einwechselspielern, allen voran Doppeltorschütze Ransey Königsdörffer.

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.