Aufsichtsrat verteidigt späte Entscheidung – Kuntz stellt sich vor

Zuerst einmal: Der Aufsichtsrat hat eine Entscheidung getroffen. Gegen eine Weiterbeschäftigung von Jonas Boldt als Sportvorstand – aber vor allem für eine Beschäftigung von Ex-Europameister Stefan Kuntz. Vor allem aus Respekt, aber eben auch, weil ich sehr viele Dinge von Jonas Boldt in seinen fünf Jahren beim HSV als sehr positiv und für den HSV als sehr zuträglich empfunden habe, gilt es hier zu sagen:

Alles Gute, Jonas Boldt!

Und vielen Dank für die fünf intensiven Jahre, in denen sehr viel gelungen ist, sehr viel entwickelt wurde und sehr viel fortgeführt wurde. Der HSV ist finanziell in ruhigere Fahrwasser gekommen, was nicht zuletzt auch der finanziell bescheideneren Transferpolitik des HSV geschuldet war. Es wurden weniger Abfindungen gezahlt, es wurde Konstanz nicht nur gefordert, sondern auch vorgelebt. Und es wurde intern ein Arbeitsklima geschaffen, das dazu führte, dass der Großteil der Angestellten für einen Verbleib Boldts war.

Schlimmer geht’s immer! Kandidat Kuntz plaudert offen im TV über Gespräche mit dem HSV

Schlimmer geht’s immer! Kandidat Kuntz plaudert offen im TV über Gespräche mit dem HSV

Oh Mann, oh Mann! Immer, wenn man denkt, es geht nicht noch schlimmer – schafft es der HSV doch. Und nicht selten spielt der Aufsichtsrat samt seinen Entscheidungen darin eine gewichtige Rolle. In diesem Fall wird das Kontrollgremium von einem potenziellen Kandidaten fast schon lächerlich gemacht! Hintergrund: Vorstandskandidat Stefan Kuntz spricht schon offen im TV darüber, dass er als Vorstand beim HSV im Gespräch sei. Und das alles, bevor beim HSV irgendetwas entschieden wurde! Allein für diese Indiskretion ist er als neuer Vorstand schon nicht mehr tragbar – und der aktuelle HSV-Sportvorstand Jonas Boldt wird maximal geschwächt.

HSV siegt und feiert – obwohl es nichts zu feiern gibt

HSV siegt und feiert – obwohl es nichts zu feiern gibt

Der HSV hat sein letztes Saison Spiel mit 4:1 erfolgreich bestritten. Und dieser Sieg gegen alles andere als starke Nürnberger wurde nach Schlusspfiff von den Rängen gefeiert. Hätte man es nicht vorher gewusst, hätte man tatsächlich denken können, der HSV hätte etwas Großes erreicht. Das allerdings ist nicht der Fall. Der vierte Platz und damit das Sechste Scheitern im Kampf um den Wiederaufstieg ist vielleicht die bitterste aller Pleiten der letzten Jahre. „Wir wissen, dass wir unsere Ziele verfehlt haben. Und das ist enttäuschend“, sagte Laszlo Benes nach dem Spiel. „Aber es war uns sehr wichtig die Saison mit einem positiven Ergebnis abzuschließen und den Fans noch ein Erfolgserlebnis zu schenken.“

Innere Unruhen und andere Baustellen vor dem Saisonfinale des HSV

Innere Unruhen und andere Baustellen vor dem Saisonfinale des HSV

Das Gerücht, dass Hasan Salihamidzic auf dem Kandidatenzettel des HSV-Aufsichtsrates steht, waberte schon seit einiger Zeit. Das „Abendblatt“ berichtet zuletzt, dass der traditionell unentschiedene Aufsichtsrat den ehemaligen HSV- und Bayern-Profi als möglichen Nachfolger für Jonas Boldt in Erwägung gezogen haben soll – und es im Kontrollrat ein Veto gegeben haben soll. Und so scheint es jetzt auch zu sein. Problem bei dem Ganzen ist nur:  Zuerst einmal muss das Kontrollgremium des HSV klären, ob es überhaupt weitergeht mit Boldt oder nicht. Der amtierende Sportvorstand hatte sich am gestrigen Donnerstag dem Rat gegenüber erklärt und sein Konzept für die Saison 2024/25 vorgelegt. Eine Entscheidung für oder wider Boldt soll aber erst Mitte nächster Woche getroffen werden.

Der HSV ist führungslos – und es fehlen Entscheider

Der HSV ist führungslos – und es fehlen Entscheider

Ich liebe diese Gänsehautmomente. Bei den Welt- und Europameisterschaften schaue ich mir Last-Minute-Entscheidungen quasi in eine Endlosschleife an, um mich auf besondere Matches mental einzustimmen. Ich mag das! Auch die Aufholjagd der Kölner am Wochenende gegen Union habe ich mir noch mal angesehen, weil das Stadion nach dem Siegtreffer förmlich explodiert ist. So, wie das Volksparkstadion seinerzeit bei Luca Waldschmidts Last-Minute-Siegtreffer zum 2:1 am 34. Spieltag 2016 gegen den VfL Wolfsburg.

Oder eben so, wie das Volksparkstadion gefeiert hätte, hätte der HSV diese Saison sein Zeil erreicht. Aber: Das hat er nicht.

Dramatisch seelenloser Auftritt – der HSV am Tiefpunkt

Dramatisch seelenloser Auftritt – der HSV am Tiefpunkt

Der HSV hat alle Chancen auf den Aufstieg verspielt und mit diesem 0:1 beim SC Paderborn seine maßlos enttäuschende Saison mit einem Spiel „abgerundet“, das schlimmer kaum hätte sein konnte. So seelenlos wie dieser Auftritt beim 0:1 gegen Paderborner, die nicht einmal annähernd an ihre Leistungsgrenzen gehen mussten, um ungefährdet mit 1:0 zu gewinnen, war schon lange nichts mehr.  Dieses Spiel heute, in dem der HSV gewinnen musste, um sich wenigstens Restchancen auf den Aufstieg zu erhalten, war so schlimm, dass ich gern eine Menge Kraftwörter aneinander reihen würde im Zusammenhang mit den Spielern und den Verantwortlichen.

Baumgarts Reise in die Vergangenheit – Pherai fällt aus

Baumgarts Reise in die Vergangenheit – Pherai fällt aus

Es ist einfach nur ermüdend, beim HSV über die immer selben Probleme und Fehler zu sprechen. Auf dem Platz – aber daneben noch deutlich mehr. Trotzdem haben Mats und ich das heute noch mal gemacht und im Video festgehalten. Das wiederum eröffnet mir die Möglichkeit, mich hier vermehrt um den sportlichen Bereich zu kümmern. Zwei Tage vor dem Duell beim SC Paderborn, das für den HSV einem Finale gleichkommt, ist das sicher auch gerechtfertigt. Und auch wenn die nur noch sehr gering besuchten Pressekonferenzen durchaus schwindendes Interesse am HSV signalisieren, ist das hier mitnichten so. 

Derbysieger! HSV siegt im Stadtderby gegen Schiri und den FC St. Pauli

Derbysieger! HSV siegt im Stadtderby gegen Schiri und den FC St. Pauli

Die Fans des HSV reagierten nach dem Sieg ihrer Fußball-Helden im 111. Stadtderby gegen den FC St. Pauli schnell. Gleich nach dem Abpfiff zogen sie am Freitagabend in der Nordkurve ein Banner mit der Aufschrift „Die Stadt gehört uns“ hoch. Die HSV-Spieler versammelten sich vor der Nordkurve und tanzten, sprangen und lachten, als stünden sie kurz vor dem Aufstieg. „Jetzt kriegt man auch ein Gefühl für norddeutsche Emotionen“, meinte Trainer Steffen Baumgart. „Heute freuen wir uns wirklich. Der Sieg war verdient, die Jungs sind drangeblieben.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.