Kittel soll kein Teilzeitheld mehr sein

Kittel soll kein Teilzeitheld mehr sein

Dass der HSV Simon Terodde vor dieser Saison an den FC Schalke 04 abgeben musste, hatten wir hier schon oft genug thematisiert. Darum wird es in diesem Artikel daher auch nicht gehen. Vielmehr stört mich die sehr oberflächliche Beurteilung seines positionellen Nachfolgers Robert Glatzel. „Das ist eben kein Knipser“ heißt es immer wieder über den Mann, der in sieben Spielen immerhin dreimal traf. Ein ordentlicher Wert, wenn auch ausbaufähig angesichts der Vielzahl an Torchancen, die noch ungenutzt geblieben sind. Martin Harnik hatte zuletzt versucht, Partei für Glatzel zu ergreifen und nannte den läuferischen Aufwand als einen der Gründe für die fehlende Genauigkeit im letzten Moment. Trainer Tim Walter widersprach umgehend.

David  beweist, dass es richtig ist, künftig mehr auf Eigengewächse zu setzen

David beweist, dass es richtig ist, künftig mehr auf Eigengewächse zu setzen

Als ich Jonas David vor etwas mehr als einem Jahr mal länger im Interview hatte, sprachen wir irgendwann über alles, außer über Fußball. Unter anderem auch über Schule, Ausbildung und Familie. Denn alle diese Themen spielten (und spielen) bei Jonas David eine große Rolle. Er wüsste ja nicht, wie lange seine Karriere als Fußballprofi andauern würde und wolle auf alles vorbereitet sein, sagte der damals knapp 20-Jährige, der seinerzeit einen extrem reifen Eindruck auf mich machte. Und den macht er auch heute noch, wo er endlich den Durchbruch zum Stammspieler beim HSV geschafft zu haben scheint.

Der HSV dürfte sein Stadion voll auslasten -Heyer ist fit

Der HSV dürfte sein Stadion voll auslasten -Heyer ist fit

Zwei Blogs an einem Tag, die Nachricht des Tages rechtfertigt es allemal. Obgleich diese Nachricht vielleicht noch ohne große positive Auswirkungen für den HSV bleibt. Hintergrund: Der HSV dürfte nach der jüngsten Senatsentscheidung das Volksparkstadion unter 2G-Bedingungen zwar wieder voll auslasten. Ob dies aber schon beim Heimspiel am Sonntag gegen den wieder erstarkten 1. FC Nürnberg geschieht, ist fraglich. Der Verein beschäftige sich zwar „intensiv mit den neuen Möglichkeiten“, allerdings könnte es zeitlich alles zu knapp werden. Denn bis zuletzt galt/gilt beim HSV die 3G-Regel, die auch Getesteten noch Zutritt gewährt. 2G sei aktuell logistisch noch nicht umzusetzen, hatte HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein schon vor einigen Wochen erklärt.

Der HSV darf sein Stadion wieder voll auslasten – wenn…

Der HSV darf sein Stadion wieder voll auslasten – wenn…

Die Stadt Hamburg hatte den HSV lange Zeit zappeln lassen – allerdings nicht, weil man den HSV weniger mag als beispielsweise den FC St. Pauli, sondern vielmehr, weil der HSV das Corona-Konzept zu Beginn dieser Serie nicht ausreichend umgesetzt hatte. Zudem durfte der FC St. Pauli sein Stadion prozentual höher auslasten als der HSV, weil man dort nach dem 2-G-Konzept agierte. Das heißt, dass nur Genesene und Geimpfte ins Stadion durften. Selbst der Antrag, einen Block komplett mit ungeimpften Fans nach Vorlage eines negativen Corona-Tests auszulasten, wurde dem Stadtrivalen von Seiten der Stadt abgelehnt. Und das bleibt es auch.

Tim Walters Geduld könnte sich jetzt bezahlt machen

Tim Walters Geduld könnte sich jetzt bezahlt machen

Der HSV hat das Derby im Weserstadion gewonnen. Und das nach einem wirklich packenden Spiel. „Tore, Platzverweise, Emotionen und ein Regel-Blackout – nach einem tristen Erstliga-Nachmittag sorgte das erste Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV in der 2. Liga für einen packenden Fußball-Abend und die nicht ganz neue Erkenntnis, dass es im Unterhaus in dieser Saison oftmals brisanter zugeht als im Oberhaus“ schrieb beispielsweise die Deutsche Presse-Agentur – und ich finde, sie hat damit Recht. Ebenfalls völlig okay war und ist, dass die HSV-Fans diesen Moment einmal auskosten – schließlich haben sie allesamt viel lange darauf warten müssen, mal wieder ein solches Spiel zu gewinnen. Aber spätestens heute, zwei Tage nach diesem Derbysieg, stellt sich dann wieder die Frage: Wo steht der HSV heute?

Brisanz im Nordderby? Der HSV muss auch so heiß sein…

Brisanz im Nordderby? Der HSV muss auch so heiß sein…

immerselben Dummschwätzer kann ich sogar nur noch müde lächeln. „Der HSV solle bluten“, hatte Tim Wiese rausgehauen, um seinen Freunden von der Presse einen Gefallen zu tun und vor allem: um sich selbst weiter anzubieten. Nichts ist schlimmer, als als Promi plötzlich kein Promi mehr zu sein. Aber selbst Wiese, der sich wirklich für nur sehr wenig zu schade ist, hatte in dem gesamten Gespräch den Eindruck nicht verhehlen können, dass das Derby eben nicht mehr so elektrisiert wie noch vor einigen Jahren auf Erstligaebene.

Es ist unwichtig, wer vorher  Favorit ist

Es ist unwichtig, wer vorher Favorit ist

Zwei 3:0-Siege in Serie, drei Spiele ohne Gegentor: Vor dem ersten Zweitliga-Nordderby gegen den HSV blickt Nordrivale Werder Bremen mit neuem Selbstbewusstsein auf diesen Fußball-Klassiker. „Nach den vergangenen Monaten hat sich die Stimmung etwas gedreht“, sagte Werder-Trainer Markus Anfang heute. „Wir haben jetzt die Chance, sehr viel Kredit zurückzuholen. Wir sind auf dem Weg, gemeinsam durch die Saison zu gehen“, so Anfang, der nachlegte: „Der HSV ist eine gestandene Zweitliga-Mannschaft und ist gereift.“ Vor allem aber ist der HSV selbst gewillt, mit dem Nordderby einen Schritt Wiedergutmachung herzustellen.

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.