Der HSV braucht mehr Effizienz – und keiner weiß, wie…

Der HSV braucht mehr Effizienz – und keiner weiß, wie…

Dass sein Team schon wieder zu einem Abendspiel antreten muss, es stört ihn nicht. „Die Uhrzeit ist uns egal, Hauptsache wir gewinnen. Aber da müssen wir noch nachlegen“, sagte Tim Walter uns heute mit Blick auf das Gastspiel am Freitag (18.30 Uhr/Sky) beim SC Paderborn. Anders als zuletzt im vergangenen Samstag-Spätspiel gegen Fortuna Düsseldorf, als der HSV trotz früher Führung, langer Überzahl und klarer Überlegenheit nicht über ein 1:1 hinausgekommen war, erwartet er von seinem Team „mehr Effizienz“. Die fehlte bisher eindeutig: Trotz hohen Aufwands stehen für die Hanseaten bisher – bei sechs Unentschieden und einer Niederlage – lediglich drei Siege zu Buche. Die Frage, die sich mir dabei noch immer stellt ist: Wie erreicht er diese Effizienz?

Schonlau will am Freitag den Michel lahmlegen

Schonlau will am Freitag den Michel lahmlegen

Ich habe die letzten Spiele der Paderborner gesehen. Das ist bei mir irgendwie immer so: Spielt der HSV nicht, schaue ich zuallererst, was der FC St. Pauli macht. Aktuell, weil dort ein Cotrainer zusammen mit Timo Schultz am Wirken ist, den ich schon seit vielen Jahren intensiv verfolgt habe und für den ich mich riesig freue. Weil er sich diesen Erfolg hart erarbeitet hat. Über viele Jahre an der Basis beim ETV. Ich hatte sogar versucht, ihn mal zu uns nach Niendorf zu locken, um ihm hier eine übergeordnete Rolle in unserer Fußballabteilung zu geben. Aber er ist definitiv zu Höherem berufen – und deshalb sage ich hier auch voraus, dass wir Loic Favé in nicht allzu langer Zeit auch als Cheftrainer in der Bundesliga sehen werden.

Bierbecher, Kugelschreiber und Rassismus-Vorwürfe – HSV und DFB ermitteln mit Hochdruck

Bierbecher, Kugelschreiber und Rassismus-Vorwürfe – HSV und DFB ermitteln mit Hochdruck

mit höchstem Nachdruck“, so Vereinssprecher Philipp Langer heute auf Nachfrage zu den rassistischen Beleidigungen von Khaled Narey und Bakery Jatta am Sonnabend beim Spiel des HSV gegen Fortuna Düsseldorf. Und das ließ man heute auch noch einmal per Pressemitteilung vermelden. Hintergrund: Ein Fan hatte das Thema mit seinen Schilderungen angestoßen, inzwischen gibt es mehrere Zeugenaussagen, die untersucht werden. Zudem hat heute auch der Kontrollausschuss des Deutsche Fußball-Bundes auf die rassistischen Vorfälle reagiert und wird „Ermittlungen einleiten“. Das erklärte der Verband am Montag in einer Mitteilung. Dabei geht es im Übrigen auch um die Bierbecherwürfe und den Kugelschreiber, mit dem der Linienrichter getroffen wurde. Eine Geldstrafe ist dem HSV also in jedem Fall sicher.

Rassismus-Skandal überschattet schwachen HSV-Auftritt

Rassismus-Skandal überschattet schwachen HSV-Auftritt

Der Sportdirektor des HSV wusste, dass er heute nicht viel Positives erzählen konnte. Dennoch stellte sich Michael Mutzel wie fast immer nach den Spielen auch heute wieder der Journalistenrunde: „Wir haben zu viele Punkte verschenkt, das Spiel gestern war sinnbildlich für die ersten zehn Spieltage. Wir hatten ganz oft das Gefühl, dass mehr gegangen wäre. Das war gestern genau so. Daher ist das Tabellenbild nach zehn Spieltagen schon aussagekräftig. Positiv aus unserer Sicht ist, dass wir ein Stück weit selbst schuld daran sind. Wir waren zumeist feldüberlegen und haben einfach zu wenig daraus gemacht. Genau wie gestern.“

Trotz Überzahl nur 1:1 gegen Düsseldorf – dieser HSV ist noch nicht reif für die Spitze

Trotz Überzahl nur 1:1 gegen Düsseldorf – dieser HSV ist noch nicht reif für die Spitze

Tim Walter fordert immer wieder Mut von seinen Spielern. Und er bewies ihn heute selbst. Ich fand‘s sogar gut. Zugegeben. Zwei Spitzen, Kittel dahinter – das fand ich zumindest gut. Auch die Einwechslung von Ludovit Reis und Anssi Suhonen für die zuletzt schwächelnden David Kinsombi und Moritz Heyer waren okay. Wobei ich Heyer nicht runtergenommen hätte. Aber das war auch das Einzige, was ich vor diesem Spiel zu bemängeln hatte. Endlich mal mit zwei echten Spitzen antreten, das ist doch mal ein Fortschritt – dachte ich zumindest. Aber dann kam der Anpfiff und Robin Meißner fand sich plötzlich auf der rechten Außenbahn wieder. Schade eigentlich.

Eure Fragen – meine Antworten

Eure Fragen – meine Antworten

Vorweg: Wir werden diese Art der Kommunikation in den nächsten Wochen hier wiederholen, das steht fest. Denn obgleich es nicht zu viele unterschiedliche Frager:innen waren, gibt es mehr als genug Fragen, die ich beantworten durfte/sollte/wollte. Aber so war es ja auch geplant.

Lasst uns diskutieren!

Lasst uns diskutieren!

Das Beste gleich vorweg: Personell hat HSV-Trainer Tim Walter keine großen Sorgen. Außer den schon länger verletzten Josha Vagnoman, Stephan Ambrosius, Tom Mickel und Maximilian Rohr stehen ihm alle Spieler zur Verfügung. Ersatzkeeper Marko Johansson hatte zwar das Vormittagstraining vorzeitig beendet. „Es ist aber alles gut“, sagte Walter und gab Entwarnung. Die an der Länderspielwoche beteiligten Profis der Hanseaten seien allesamt „müde, aber in einem guten Zustand“ von ihren jeweiligen Nationalteams zurückgekehrt, berichtete der HSV-Coach. Mit anderen Worten: Das Topspiel – wenn man es trotz des Tabellenstandes so nennen darf – gegen Fortuna Düsseldorf kann kommen.

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.