Spielbericht

Zu viel experimentiert - HSV holt nur einen Punkt gegen guten SC Paderborn

Liebe Leute, heute ist alles ein wenig unter erschwerten Bedingungen. Und ja, damit meine ich zum einen den HSV, bei dem Trainer Steffen Baumgart heute viel veränderte…

Zu viel experimentiert - HSV holt nur einen Punkt gegen guten SC Paderborn

Liebe Leute, heute ist alles ein wenig unter erschwerten Bedingungen. Und ja, damit meine ich zum einen den HSV, bei dem Trainer Steffen Baumgart heute viel veränderte (experimentierte) und damit eine Halbzeit lang keinen großen Druck auf den SC Paderborn auszuüben wusste. Das änderte sich in der zweiten Hälfte, als der HSV bereits zurücklag. Aber zu mehr als zu einem Punkt und einem 2:2 reichte es leider nicht mehr. Auch, weil Baumgart erneut zu spät veränderte, was nicht mehr funktionierte. 

Aber mehr dazu im Blitzfazit, bei dem Ihr heute tapfer sein müsst. Denn ich musste es im Zug nach Köln aufnehmen, weil ich sonst zu spät bei der Geburtstagsfeier eines alten Freundes gekommen wäre. Von daher: Entschuldigt bitte die Ton- und Bildqualität – nach Düsseldorf wird es besser! Hoffentlich auch mit einem besseren Ergebnis, denn aktuell hat der HSV bereits 5 Punkte Rückstand auf den Tabellenersten – und das ist die Fortuna aus Düsseldorf. 

DIE EINZELKRITIKEN:

Matheo Raab: Auf der Linie ist er stark, am Fuß leider nicht gut genug. Das schreibe ich immer wieder, und das zeigt er immer wieder bei seinen Einsätzen. Heute hat er sogar fast das Spiel für den HSV verloren, als er beim Befreiungsschlag ungewollt dem Ex-HSVer Bilbija auflegte. Und hätte es Baumgart nicht eh schon gesagt, wäre spätestens jetzt klar, dass Heuer Fernandes direkt wieder als Nummer eins auf den Platz zurückkehrt, sobald er gesund ist. Note 5

Denis Hadzikadunic (bis 83): Solide erste Halbzeit mit kurzem Knockout. In der zweiten Halbzeit ohne grobe Fehler, aber in vielen Situationen gedanklich immer ein bisschen zu langsam. Das kann auch schiefgehen. Note: 4

Ludovit Reis (ab 83.): Nur noch dabei.

Sebastian Schonlau: Er sortiert und dirigiert. So gut, dass er sich selbst sehr viel Arbeit und Zweikämpfe erspart. Aber wenn er so spielt, dann muss er in den wenigen Zweikämpfen auch da sein. Beim 0:1 war er schlecht abgestimmt und ließ im Rückraum den Paderborner Schützen so frei, dass auch Muheim schlecht aussah, weil er zu spät  kam. Note: 4

Miro Muheim: Der beste Schütze – egal aus welcher Position. Heute war sein Fuß zunächst nicht so justiert wie sonst, aber das besserte sich. Defensiv ohne Probleme bis zum 0:1, am Ende aber einmal Retter in höchster Not. Note: 4

Jonas Meffert: Er hat seine Qualitäten, und die sind für diesen HSV in der Zweiten Liga unverzichtbar. Dabei bleibe ich. Aber von ihm darf man zumindest mal den Versuch erwarten, den Ball auch mal in die Spitze oder zumindest nach vorn gerichtet zu spielen, wenn er so viel Platz hat wie heute in der ersten Halbzeit.  Note: 4,5

Daniel Elfadli: Nach starkem Saisonbeginn wirkte er in der ersten Hälfte träge, wenn es schnell gehen müsste – und andersrum. Kurioserweise. In der zweiten Halbzeit wurde er besser. Note: 3

Adam Karabec: Er hatte beim FCK nach seiner Einwechslung mehr gute Szenen als heute über 65 Minuten. Und auch wenn er das 1:1 vorbereitete, war es nicht so gut, wie es sein könnte. Hoffe ich zumindest, denn ich sage das auch schon seit seinem ersten Spiel. Es sieht Note: 4

Ersin Sahiti (bis 70.): Er kann Dribblings – vor allem besser als heute in der ersten Halbzeit bei seinem Startelfdebüt, wo er einiges versuchte, aber selten durchkam. Da ist (hoffentlich!) noch eine ganze Menge Luft nach oben. Note: 4

Fabio Baldé (ab 70.): Kam zu spät.

Noah Katterbach (bis 70.): Er stand für mich extrem überraschend in der Startelf – machte seine Sache aber weitestgehend ordentlich. Leider fehlt ihm das Tempo (und vielleicht aktuell auch der Mut), um mehr in Eins-gegen-Eins-Situationen zu gehen. Bereitete mit seiner Flanke aber noch das Tor von Selke vor.  Note: 4

Jean Luc Dompé (ab 70.):  Kam zu spät, brachte Schwung – aber nicht genug, um das Spiel zu drehen.

Davie Selke (bis 83.): Er hat die Qualität, Spiele zu entscheiden. Deshalb wurde er geholt. Dass er aber das linke Bein nur hat, um nicht umzukippen, war mir neu. Dass er so tief runterkommt und den Ball trotzdem mit dem Kopf versenkt – Chapeau! Ich hätte ihn heute nicht vom Platz genommen, sondern auf einen zweiten Selke-Treffer gesetzt. Note: 3

Ransford-Yeboah Königsdörffer (ab 83.): Durfte ein wenig umherlaufen und hatte gefühlt keinen einzigen Ballkontakt. Kam viel zu spät (und für den falschen Spieler).

Robert Glatzel: Ohne Bälle in den Sechzehner ist er nur die Hälfte wert. Kommen die Bälle, trifft er auch. Leider einmal zuvor den Ball am Arm, sonst wäre er der große Matchwinner geworden. Note: 3

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

HSV: Raab - Hadzikadunic (83. Reis), Schonlau, Muheim - Sahiti (70. Balde), Elfadli, Meffert, Katterbach (70. Dompe), Karabec (70. Pherai) - Glatzel, Selke (83. Königsdörffer)

SC Paderborn 07: Boevink - Curda (80. Musliu), Götze, Brackelmann - Obermair, Bilbija, Castaneda, Zehnter - Kostons (68. Kostons), Michel (80.Kinsombi), Ansah (87.Grimaldi)

Tore: 0:1 Bilbija (46.), 1:1 Glatzel (54.), 1:2 Bilbija (60.), 2:2 Selke (67.)

Zuschauer: 57.000 (ausverlauft)

Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)

Gelbe Karten: Karabec (43.), Schonlau /78.), Muheim (81.) / Curda (27.), Obemair (62.) Brackelmann (74.)

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