HSV-Duell mit Mainz: Geduld und Wucht als Schlüssel
Am Sonntag empfängt der HSV den FSV Mainz 05 zum ersten Heimspiel der Bundesliga-Saison. Wir schauen auf den Gegner, die mögliche Aufstellung und einen Spielansatz

Moin zusammen,
am Sonntag um 15:30 Uhr tritt der HSV anlässlich des 2. Spieltages der Bundesligasaison zu Hause gegen den FSV Mainz 05 an. Übertragen wird das Spiel auf DAZN. Mit Mainz kommt der aktuelle Tabellenzehnte nach Hamburg — nach einem Spiel sagt das aber natürlich wenig aus. Die Mainzer haben in der vergangenen Woche zu Hause gegen den Aufsteiger aus Paderborn lediglich einen Punkt geholt. Hier hätte man sich mehr gewünscht und eventuell auch verdient, aber am Ende zählt das Ergebnis.
Auf der anderen Seite steht der HSV mit einer Niederlage zum Start auswärts in Dortmund. Hier ist man verdient mit null Punkten nach Hause gefahren, die erste Halbzeit war einfach nicht gut. Das letzte Aufeinandertreffen zwischen dem HSV und den Rheinhessen fand in Mainz statt, damals ging das Spiel 1:1 aus. In einem ausgeglichenen Spiel war das ein verdientes Ergebnis.
Der Gegner: Wie spielt Mainz 05?
Mainz wird wohl mit einer Dreierkette vor Zentner auflaufen. Davor werden aller Voraussicht nach Potulski, Da Costa und Gruber spielen. Auf der linken Schiene agiert Mwene, auf der rechten Schiene Caci. Die klare Sechs ist dann Sano, der die beiden Spielmacher Amiri und Lee auf der Achterposition absichert. Im Doppelsturm spielen dann Tietz und Becker. Königsdörffer wird wohl erst einmal auf der Bank sitzen.
Personalsituation beim HSV
Beim HSV sind die meisten Positionen klar, vorne gibt es noch Veränderungsmöglichkeiten. Roessing-Lelesiit und Omari fallen verletzt aus, der Rest ist im Kader. Dementsprechend wird Heuer Fernandes im Tor starten. Vor ihm verteidigen Torunarigha, Bomrauw und Capaldo. Links spielt Moeller Wolfe, rechts El Ouahdi.
Die Doppel-Sechs bilden Remberg und Lokonga. Die Doppel-Zehn besetzt links Groenbaek, rechts ist noch offen, ob Vieira fit genug ist — zumindest hört sich das immer so an. Meiner Meinung nach sollte er spielen: Wer im Kader steht und nicht verletzt war, sollte starten können. Zudem ist ein Vieira bei 90 Prozent trotzdem eine Hilfe für den HSV.
Im Sturm ist dann die Frage, ob Moffi oder Daka spielen, ich denke, darauf läuft es hinaus. Da Mainz gegen den Ball kompakt und mit der Dreierkette tief steht, ist ein robuster Stürmer ein gutes Gegenmittel. Wo wir gleich beim Spielansatz ansetzen können.
Taktischer Ansatz und Schlüssel zum Sieg
Der HSV wird voraussichtlich einiges an Ballbesitz haben, Mainz wird auswärts wohl erst einmal über Umschaltmomente kommen. Der HSV muss also die Ketten auseinanderziehen und die offenen Räume dann auch bespielen.
Mit Vieira und El Ouahdi hat man die rechte Seite verstärkt, Vieira muss aus dem Zentrum immer wieder den hoch aufgerückten El Ouahdi in der Tiefe finden. Da die Mainzer mit ihrem System vor allem die Mitte kompakt halten wollen, müssen die Außen viel eingebunden werden. Hier wird man zunächst ein Eins-gegen-Eins haben, bis einer aus dem Zentrum rausrückt. Der HSV muss also versuchen, vor allem El Ouahdi immer wieder in Eins-gegen-Eins-Duelle zu bringen, um über die Außen durchzubrechen.
Wenn man es durchs Zentrum versucht, muss man sich mit schnellen und wenigen Kontakten durch die Defensive kombinieren. Das Zentrum wird sehr eng sein, da könnte es schwierig werden, mit Lokonga, Vieira und Groenbaek ist das aber nicht unmöglich.
Enorm wichtig wird aber auch das Gegenpressing sein. Wenn man den Ball verliert, muss direkt Balldruck ausgeübt werden. Man muss die kontrollierten langen Bälle verhindern. Denn wenn Mainz mit einem langen Ball viele HSVer überspielt und den Ball zu Tietz oder Becker bekommt, kann es sehr schnell sehr unangenehm werden.
Wichtig ist meiner Meinung nach also, den Ball viel über die Außen laufen zu lassen und Eins-gegen-Eins-Duelle zu erzwingen, gegen den Ball aggressiv im Gegenpressing zu sein und die Umschaltmomente zu verhindern.
Schreibt doch gerne mal rein, wie ihr aufstellen und agieren würdet!
Tom
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