Wüstefelds Abgang und das Versagen des Aufsichtsrates - der HSV demontiert sich weiter selbst
Ich bin platt. So viel Dilettantismus hätte ich auch dem HSV nicht zugetraut. Auf der einen Seite eine Pressekonferenz einzuberufen und auf der anderen Seite so viele Fragen…

Ich bin platt. So viel Dilettantismus hätte ich auch dem HSV nicht zugetraut. Auf der einen Seite eine Pressekonferenz einzuberufen und auf der anderen Seite so viele Fragen weiter unbeantwortet zu lassen - das ist der Nachweis fehlender Qualifikation für das Amt des Aufsichtsrates. Und so eloquent und rhetorisch fein ein Medienprofi wie Marcell Jansen da heute auch herumlavierte, allein die Tatsache, dass er den Vorwurf an den inzwischen zurückgetretenen Vorstand Dr. Thomas Wüstefeld wegen fälschlich angeeigneter akademischer Titel nicht beantworten konnte, ist ein Grund, diesem Aufsichtsrat das Vertrauen zu entziehen. Oder einfach von selbst zu gehen. Das aber werde er nicht machen, sagte Jansen heute in den 39 Minuten seiner selbst einberufenen Pressekonferenz. Und seine Kollegen werden auch nicht gehen. Sie sehen ihre Fehler schon gar nicht mehr.
Apropos: Wie fehlgeleitet muss man sein, eine solche Pressekonferenz selbst einzuberufen, obwohl man es noch immer nicht geschafft hat, die öffentlichen Vorwürfe gegen Wüstefeld zu klären? Wie kann man ernsthaft auf dem Podium sitzen und glauben, man käme um eine Antwort dieser Frage herum? Wie kann es sein, dass dieser Vorwurf von Wüstefeld noch immer nicht lückenlos entkräftet wurde? Alles Fragen, die unbeantwortet bleiben, die aber nahelegen, dass dieses Kontrollgremium seiner Aufgabe nicht gewachsen ist. Um es mal nett auszudrücken.
Nicht ganz so nett drücke ich es in meinem Kommentar im Video aus. Aber hört und seht selbst. Mich machen dieser Dilettantismus und diese Unbelehrbarkeit des Aufsichtsrates nur noch wütend. Aber hört und seht selbst.
Ich melde mich morgen wieder. Dann mit einem Spitzenspiel aus Hannover. Also mit Fußball. Tut auch mal wieder gut.
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