Meinung

Wollen wir nicht alle daran Spaß haben...?

Leute, auf ihr macht es mir leicht. Viele von Euch kommen hier immer wieder mal mit konstruktiver Kritik, die ich auch sehr gern annehme. Vieles davon ist sicher auch…

Wollen wir nicht alle daran Spaß haben...?

Leute, ihr macht es mir leicht. Viele von Euch kommen hier immer wieder mal mit konstruktiver Kritik, die ich auch sehr gern annehme. Vieles davon ist sicher auch berechtigt - einiges allerdings auch ganz sicher nicht. Berechtigt ist die Kritik, dass zuletzt etwas wenig über die Trainingseinheiten zu lesen war. Berechtigt deshalb, weil ich zeitlich bedingt in den letzten Wochen nur selten dem HSV-Training beiwohnen konnte. Daher habe ich darauf verzichtet, Informationen aus zweiter Hand hier einfließen zu lassen und mich hier auf andere Themen kapriziert. Aber: Das wird sich schon sehr zeitnah auch wieder ändern - wie so einiges anderes hier auch.

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Vorweg: Es macht mir trotz der sportlich lausigen Aussichten weiter Spaß, diesen Blog zu betreiben Noch kostet er mich Geld, aber ich habe mir immer geschworen, diesen Blog so lange in dieser Form auch so anzubieten, wie er mir Spaß macht. Denn das Allerschönste an diesem Blog ist, dass ich ihn komplett unabhängig betreibe. Niemand kann und darf mir reinreden. Daher ist dieser Blog übrigens auch weiter komplett kostenfrei, was sich bei beiden Vorgängermodellen hätte ändern sollen.

Umso tragischer ist es für alle diejenigen, die mir schon seit vielen Jahren treu zur Seite stehen, dass es hier tatsächlich Leute gibt, die diesen Blog zwar über viele Jahre kostenfrei nutzen - die sich aber immer wieder das Recht rausnehmen, mir zu erklären, wie ich meinen Job zu machen habe. Sie kritisieren nicht, sie verlangen etwas. Oder sie sprechen mir ab, Journalist zu sein. Wohlgemerkt Leute, die nachweislich überhaupt keine Ahnung haben, worauf es im Journalismus ankommt. 

Okay, das wiederum ist alles kein neues Phänomen. Sich hinter dem Rechner verstecken und anonym laut rumzupöbeln, das kenn ich. Mit dieser Art beschäftige ich mich schon seit vielen Jahren. Auch in den Vorgängerblogs gab es das ja immer wieder. Da das damals sogar bis hin zu der erzwungenen Auszeit meines Freundes und Blogvaters Dieter ging, habe ich mir seinerzeit die Frage gestellt, ob ich mir das alles antun wolle. Meine ganz schnell gefundene, klare Antwort: JA! Denn ich merkte damals schon, dass es mich nicht trifft, wenn Leute rumstänkern. Ich konnte und kann solche Querulanten samt ihrer Pöbeleien und Provokationen komplett ausblenden. Zum Problem für mich wird es nur, wenn es dazu führt, dass irgendwer in meinem direkten Umfeld darunter leiden muss. Dann werde ich böse. Dann werde ich zugegebenermaßen bissig. Wie meine eigene Familie werde ich nämlich auch alle Freunde beschützen, die hier ihre kostbare Freizeit opfern, um mit mir zusammen für Euch Content herzustellen.

Und genau diesen Punkt haben wir jetzt erreicht.

„Warum lässt du diese Leute bei Dir schreiben?“, wurde ich heute morgen von einem meiner Blogfreunde gefragt. Anbei war ein Screenshot mit einigen Kommentaren gepackt. Und der erste Reflex war meine Antwort, die im Wortlaut so rausging: „Weil es immer solche Leute gab und geben wird. Für die paar wenigen aber alle anderen zu bestrafen, wäre falsch. Der Blog ist letztlich auch nichts anderes als ein Querschnitt durch unsere Gesellschaft. Damit müssen wir umgehen können, daher tangieren mich Provokationen wirklich nicht mehr. Darauf muss man gefasst sein.“

Als dann aber wiederum die Replik kam, dass mein Blogfreund keinen Bock mehr habe, weiterzumachen, „wenn es immer wieder dieselben Leute sind, die so einen Scheiß schreiben“, habe ich beschlossen, zu reagieren. Die ersten zwei Sperrungen habe ich heute direkt persönlich vorgenommen. Es waren die ersten für mich. Denn ich wollte das eigentlich nie selbst machen. Ich wollte mir eben nie nachsagen lassen können, jemanden gesperrt zu haben. Aber meine Blogfreunde sind wichtiger. Ihnen schulde ich diese Loyalität. Denn im Gegensatz zu einigen anderen hier weiß ich ihre kostenfreie, engagierte Arbeit zu schätzen und werde einen Teufel tun, sie zu verärgern. Erst kommen sie, dann lange nichts. Dann noch mal nichts. Und dann irgendwann alle anständigen Userinnen und User. 

Zum besseren Verständnis: Intern kassiere ich immer wieder Kritik. Und ich teile auch aus. Oft sogar, aber eben immer im Sinne der Sache. So glauben wir, besser werden zu können. Sollte diese Kritik irgendwann unsachlich und beleidigend werden - völlig egal ob von innen oder von irgendwelchen Userinnen und Usern -, dann werde ich meine Freunde hier schützen. Das ist sicher!

Und noch etwas kann ich versprechen: Ich werde diesen Nörglern nie die Genugtuung zukommen lassen, dass sie mich beleidigt haben. Dumme Kommentare treffen mich nicht. Treffen können mich nur die, die mir wirklich wichtig sind. Und die wiederum bleiben sachlich, auch in der Kritik.

Nein, vielmehr werden wir zusehen, für die Zukunft ein Blogmodell zu finden, bei dem wirklich nur die dabei sind, die konstruktiv teilnehmen. Übrigens – und das nur mal  für alle diejenigen hier, die immer noch an die Mär glauben, wir würden hier alles nur auf „Klicks“ auslegen: Mir ist es letztlich SCHEISSEGAL, wie viele Teilnehmer dieser Blog hat, denn ich freue mich über jeden konstruktiven Gast. Und nur über diese! Aber dass dieser Blog wie im Moment der größte und erfolgreichste HSV-Blog ist, das ist eine schöne Bestätigung für uns als Team – aber es ist kein Hauptkriterium für uns. Für mich war es das sogar noch nie.

Ich will einfach nur einen Blog haben, der mir und all denen, die hier teilnehmen, Spaß macht. Und all denen, die hier offensichtlich keinen Spaß hat, werde ich selbstlos helfen. Auch versprochen. Wobei, wenn wir schon bei Spaß machen sind: Den gönne ich mir übers Wochenende. Morgen nach dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen wird es hier einen Blog samt Blitzfazit geben, und ich freue mich auf dieses Spiel! Ebenso wie auf den Sonntag, den ich frei machen werde. Familienzeit.

Achja, und noch ein Tipp: Ab sofort könnt Ihr an unserem Tippspiel teilnehmen. Zumindest alle die, die sich hier im Blog registriert haben. Unser Blog-IT-Fachmann Janik hat die Tipprunde jetzt nach langer Arbeit und einigen kleinen und größeren Bugs jetzt so angelegt, dass endlich nicht mehr geschummelt werden kann. Leider war das beim letzten Mal noch möglich und wurde auch genutzt. Daher haben wir der Gerechtigkeit halber alle noch einmal auf Null gesetzt und beginnen jetzt mit dem sechsten Spieltag unsere Tipprunde. Viel Spaß dabei!

Sandhausen kommt mutig in den Volkspark

Und bevor ich diesen Blog beende, wie versprochen noch ein paar letzte Updates zu morgen: Bis auf die Langzeitverletzten und Rekonvaleszenten Stephan Ambrosius, Josha Vagnoman und Anssi Suhonen (Muskelverhärtung) kann Trainer Tim Walter für morgen auf alle seine Spieler zurückgreifen. Wer von den beiden neuen  Youngstern – Mario Vuskovic oder Tommy Doyle – letztlich im Kader steht, ließ Walter heute noch offen. Ich erwarte daher folgende Startelf: Heuer Fernandes – Gyamerah, David, Schonlau, Leibold – Meffert – Jatta, Wintzheimer, Reis, Kittel – Glatzel. Besonders freuen tut mich, dass Robin Meißner wieder fit ist und sein Kader-Comeback gibt. Er ist aus meiner Sicht immer eine Alternative für die Offensive.  

Und zum SV Sandhausen gibt es zu sagen, dass Dennis Diekmeier wieder zur Verfügung steht nach einer langwierigen Muskelverletzung. „Er ist auf einem sehr guten Weg und hat auch im Testspiel, das wir in der Länderspielpause mit 3:0 bei der zweiten Mannschaft des SC Freiburg gewonnen haben, einen starken Eindruck hinterlassen“, so SVS-Trainer Gerhard Kleppinger am Diekmeier, auf zwei Stammkräfte verzichten muss: Julius Biadas und  Pascal Testroet.

Trotzdem wollen sich die Baden-Württemberger nicht verstecken. „Der HSV verfügt über eine riesige Qualität, aber wir wollen sie früh stören und dafür sorgen, dass sie nicht ins Spiel kommen“, sagte Kleppinger. „Unser Ziel ist es, Nadelstiche zu setzen.“ Für den Coach ist Tempo ein Rezept, um zum Erfolg zu kommen. Deswegen könnten die schnellen Flügelspieler Christian Kinsombi und der Hamburger Christian Conteh von Beginn an auflaufen.

Ich freue mich auf das Spiel. Und auf noch viele Jahre hier im Blog mit all denen, die sich hier wohl fühlen, die mitdiskutieren und sich konstruktiv einbringen wollen. Allen anderen sei gesagt: Versucht es doch auch mal! Sucht Euch irgendwo anders auch etwas, was Euch Spaß macht und arbeitet Euch daran ab! Ihr werdet merken, dass das viel mehr Spaß macht, als hier irgendwen provozieren zu wollen….

In diesem Sinne, bis morgen!

Scholle

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