Analyse

Warum der HSV immer attraktiver für junge Talente wird

der HSV hat den Vertrag mit Shafiq Nandja verlängert und geht so weiter den Weg, den man in vergangener Zeit immer wieder gesehen hat. Deutlich mehr junge Spieler bekommen die…

Warum der HSV immer attraktiver für junge Talente wird

Moin zusammen,

der HSV hat den Vertrag mit Shafiq Nandja verlängert und geht so weiter den Weg, den man in vergangener Zeit immer wieder gesehen hat. Deutlich mehr junge Spieler bekommen die erste Kadernominierung und erhalten teilweise schon Einsatzminuten. Otto Stange kommt auf 288 Minuten, Fabio Balde sogar auf 440. Auch Nandja durfte nun die letzten beiden Spiele aufs Feld, Lemke wird in der nächsten Saison sicherlich auch Einsatzminuten bekommen. Zudem holt der HSV vermehrt junge Spieler, die sich beim HSV entwickeln sollen. Ein Beispiel ist Alexander Roessing-Lelesiit. Er durfte immer wieder ran, teilweise von Anfang an. Das ist eine Entwicklung die nicht nur den Eigengewächsen guttut, sondern auch Talente aus anderen Vereinen anlockt.

Die Entwicklung von Vuskovic liefert ein starkes Argument

Der HSV hat vor allem mit Vuskovic gezeigt, was ein junges, aufstrebendes Talent aus sich machen kann, wenn es beim HSV alles reinwirft und sich stetig verbessern will. Vuskovic hatte von vornherein Talent, hat sich aber in einer Saison von einem Talent zu einem jetzt schon richtig guten Spieler entwickelt. Auch Roessing-Lelesiit, den der HSV im Winter 2025 verpflichtete, hat teilweise aufblitzen lassen, was er draufhat. Und auch er hat viele Einsätze bekommen. Bis zum Januar 2026 kam er auf 11 Einsätze. Ohne seine Verletzung wären es sicherlich noch weitere Einsätze gewesen. Und das ist ein Bild, welches nach außen hin zeigt, dass auch andere junge Talente beim HSV die Chance bekommen, sich zu zeigen.

Das ist etwas, was auch für den Sommer interessant werden könnte. Denn auf den Flügelpositionen ist es manchmal eben gar nicht so schlecht, wenn man junge, aufstrebende Kicker hat, die noch nicht den großen Druck verspüren und einfach mal machen. Und bei diesen jungen aufstrebenden Talenten hat der HSV nun eben ein ganz klares Argument. Die Entwicklung von Vuckovic zeigt, dass sich ein talentierter Spieler in einer Saison beim HSV schnell entwickeln und etablieren kann.

Und auch die Einsatzzeiten der bereits erwähnten jungen Spieler zeigen zusätzlich, dass das eben keine Ausnahmen sind, sondern dass junge Spieler nun beim HSV Einsatzzeiten bekommen und auch deutlich mehr, wenn sie ihre Qualität beweisen. Und hier muss der HSV nun auch ansetzen. Es gibt vor allem in Akademien von den ganz großen Vereinen immer wieder Spieler, die schon richtig gut sind, in der ersten Mannschaft aber keine Einsatzzeiten bekommen. Beim HSV würden sie diese bekommen. Das ist etwas, das am Ende eine Win-Win-Situation sein könnte. Denn wenn diese jungen Spieler performen, bringen sie den HSV entweder in der sportlichen Entwicklung weiter, oder man holt diese Spieler sogar mit einer Kaufoption und der HSV hat am Ende dann sogar noch einen finanziellen Mehrwert aus diesen Spielern.

Der HSV muss neben der sportlichen Entwicklung auch versuchen, finanzielle Faktoren an die Elbe zu locken, damit man am Ende auch finanziell weiterkommt. Denn der HSV befindet sich mit der Bundesliga nun in einer Liga, in der gute Leistungen über die Saison am Ende auch richtig viel Ablöse bringen können. Vuskovic kam mit einem Marktwert von 12 Millionen Euro zum HSV, aktuell vor der WM liegt der Marktwert bei 60 Millionen Euro.

Talente-Entwicklung ist Teil der Zukunft des HSV

Natürlich ist nicht jeder Spieler so ein Ausnahmetalent wie Vuskovic, aber es gibt auch genügend Spieler, die eine Kategorie unter Vuskovic fallen. Diese Talente sind sportlich wahrscheinlich immer noch zu gut für den HSV. Da sie aber in ihrem Stammverein keine Einsatzminuten sammeln, holen sie sich anderswo Spielpraxis. Und dann kann man bei diesen Spielern gelegentlich mit Kaufoptionen bei Leihen oder mit Rückkaufoptionen bei Transfers arbeiten. Eine Personalie, die dieses Phänomen unterstreichen könnte, ist Andrej Vasiljevic. Auch er gehört ja angeblich zu den spannenden Talenten in Europa und wechselt nun nach Hamburg.

Auch er erhofft sich sicherlich, dass er ähnlich wie Otto Stange oder Fabio Balde immer mehr an die Profis herangeführt wird, um dann Einsatzminuten zu bekommen und sich zu zeigen.

Und alleine dieser Punkt liefert ja schon einen Mehrwert für den HSV. Denn Fabio Balde kam in dieser Saison immer wieder zum Einsatz und der HSV erhielt im Winter angeblich Angebote in Höhe von 5 Millionen Euro. Und das für einen Spieler, der nicht zum Stammpersonal gehörte. Und auch im Sommer sind wohl wieder einige Vereine interessiert. Ob die Abnehmer am Ende dann wirklich eine Summe von 5 Millionen Euro bezahlen oder es nur 2 Millionen sind, das werden wir sehen. Aber dieses Phänomen zeigt, wohin der Weg des HSV hinführen kann. Und zwar, dass man auch immer wieder junge Spieler einsetzt und gerne auch von anderen Vereinen an die Elbe holt, um am Ende vielleicht eine höhere Ablöse zu bekommen. Bestenfalls hat man jemanden, der auf lange Sicht ein wichtiger Bestandteil des HSV wird.

Man fing damit ja schon in der 2. Liga mit Spielern wie Onana an, aber ich finde, es entwickelt sich auch immer mehr dahin, dass noch mehr junge Spieler beim HSV Einsatzminuten bekommen. Es geht zwar immer noch mal mehr, aber man muss im Abstiegskampf natürlich auch immer schauen, wie viele junge Spieler man sich erlauben kann einzusetzen, da es am Ende ja nun doch um sehr viel geht. Aber ich denke, vor allem, was die Flügelpositionen in der Offensive angeht, kann der HSV auf diesem Konstrukt aufbauend vielleicht schon in diesem Sommer Talente nach Hamburg locken, die den HSV verstärken.

Tom

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