Walter sieht HSV für den Schlussspurt bestens vorbereitet
Trainer Tim Walter erwartet von seinen Akteuren nach dem Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale auch im Zweitliga-Alltag wieder vollen Fokus. „Wir wollen jedes Spiel nutzen, um Dinge…

Trainer Tim Walter erwartet von seinen Akteuren nach dem Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale auch im Zweitliga-Alltag wieder vollen Fokus. „Wir wollen jedes Spiel nutzen, um Dinge voranzutreiben und immer besser zu werden. Das wollen wir jedes Mal auf den Platz bekommen - auch am Samstag“, sagte uns Walter heute auf der Pressekonferenz mit Blick auf das Verfolgerduell des Tabellenvierten beim Sechsten 1. FC Nürnberg (Sonnabend, 20.30 Uhr), bei dem der 1. FC Nürnberg genau das machen will, was Walter gebetmühlenartig auch immer wieder von seinen Spielern einfordert: Er will mutig auftreten. Gegen den HSV sei es entscheidend, „in allen Höhen des Spielfeldes gegen den Ball Druck“ zu erzeugen, um daraus Umschaltmomente kreieren zu können, verriet Nürnbergs Trainer Robert Klauß auf der Spieltags-PK. In welcher Formation der 37-Jährige seine Spieler gegen den HSV auflaufen lassen wird, wolle er erst kurzfristig entscheiden.
Jüngste Gelegenheit, den HSV zu analysieren, bot die Pokalpartie von Walter und Co. beim 3:2-Sieg über den Karlsruher SC am Mittwoch. „Hamburg spielt immer seine Art von Fußball, sehr unabhängig vom Gegner“, erklärte Klauß, „deswegen gab es da auch nichts Überraschendes.“ Von einem Fitness-Vorteil für seine Mannschaft will Klauß nach dem jüngsten HSV-Spiel über 120 Minuten allerdings nicht reden: „Nach einem Sieg sind die Beine nicht so schwer“. Eine Einschätzung, die Walter uns gegenüber heute bestätigte. „In der Kabine wirkten alle sehr gelöst und gut drauf.“ Themen, mit denen sich weder HSV-Trainer Walter noch dessen Kompagnon auf Nürnberger Seite beschäftigen will.Gleiches gilt für das Thema „Aufstieg“. Auch das will Klauß nicht annehmen. „Wir haben noch zehn Spiele und wer sich unsere Paarungen anschaut, der sieht, gegen wen wir noch spielen“, sagte der Trainer des Tabellensechsten mit Blick auf Gegner wie Heidenheim, Darmstadt, Werder Bremen, St. Pauli und Schalke 04.
Walter lenkt Fokus zu 100 Prozent auf den FCN
Gegen den HSV kann Klauß auf einen breiten Kader zurückgreifen. Weiterhin fraglich sind beim Tabellensechsten hingegen die Einsätze der Verteidiger Florian Hübner und Enrico Valentini. Beide sollen sich am Freitag aus der Corona-Quarantäne freitesten können. Ob sie rechtzeitig fit werden, ließ Klauß offen, während HSV-Trainer Walter auf immer neue Rückkehrer setzen kann. „Unser Kader wird nicht dünner – er wird irgendwie immer dicker.“ Womit er natürlich nur die Quantität meint. Denn die zuletzt eingewechselten Spieler aus der zweiten Reihe sind topfit – und sie bereiten viel Freude.
Trainer Tim Walter erwartet von seinen Akteuren nach dem Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale auch im Zweitliga-Alltag wieder vollen Fokus. „Wir wollen jedes Spiel nutzen, um Dinge voranzutreiben und immer besser zu werden. Das wollen wir jedes Mal auf den Platz bekommen - auch am Samstag“, sagte uns Walter heute auf der Pressekonferenz mit Blick auf das Verfolgerduell des Tabellenvierten beim Sechsten 1. FC Nürnberg (Sonnabend, 20.30 Uhr), bei dem der 1. FC Nürnberg genau das machen will, was Walter gebetmühlenartig auch immer wieder von seinen Spielern einfordert: Er will mutig auftreten. Gegen den HSV sei es entscheidend, „in allen Höhen des Spielfeldes gegen den Ball Druck“ zu erzeugen, um daraus Umschaltmomente kreieren zu können, verriet Nürnbergs Trainer Robert Klauß auf der Spieltags-PK. In welcher Formation der 37-Jährige seine Spieler gegen den HSV auflaufen lassen wird, wolle er erst kurzfristig entscheiden.
Jüngste Gelegenheit, den HSV zu analysieren, bot die Pokalpartie von Walter und Co. beim 3:2-Sieg über den Karlsruher SC am Mittwoch. „Hamburg spielt immer seine Art von Fußball, sehr unabhängig vom Gegner“, erklärte Klauß, „deswegen gab es da auch nichts Überraschendes.“ Von einem Fitness-Vorteil für seine Mannschaft will Klauß nach dem jüngsten HSV-Spiel über 120 Minuten allerdings nicht reden: „Nach einem Sieg sind die Beine nicht so schwer“. Eine Einschätzung, die Walter uns gegenüber heute bestätigte. „In der Kabine wirkten alle sehr gelöst und gut drauf.“
Brisant: Sollte der HSV im Max-Morlock-Stadion verlieren, würde der FCN am HSV vorbeiziehen. Themen, mit denen sich weder HSV-Trainer Walter noch dessen Kompagnon auf Nürnberger Seite beschäftigen will.Gleiches gilt für das Thema „Aufstieg“. Auch das will Klauß nicht annehmen. „Wir haben noch zehn Spiele und wer sich unsere Paarungen anschaut, der sieht, gegen wen wir noch spielen“, sagte der Trainer des Tabellensechsten mit Blick auf Gegner wie Heidenheim, Darmstadt, Werder Bremen, St. Pauli und Schalke 04.
Die zweite Reihe wird immer wichtiger - und sie funktioniert
Gegen den HSV kann Klauß auf einen breiten Kader zurückgreifen. Weiterhin fraglich sind beim Tabellensechsten hingegen die Einsätze der Verteidiger Florian Hübner und Enrico Valentini. Beide sollen sich am Freitag aus der Corona-Quarantäne freitesten können. Ob sie rechtzeitig fit werden, ließ Klauß offen, während HSV-Trainer Walter auf immer neue Rückkehrer setzen kann. „Unser Kader wird nicht dünner – er wird irgendwie immer dicker.“ Womit er natürlich nur die Quantität meint. Denn die zuletzt eingewechselten Spieler aus der zweiten Reihe sind topfit – und sie bereiten viel Freude.
„Wir konnten zuletzt von der Bank aus zuletzt immer noch mal zulegen und unserem Spiel neuen Schwung geben, auch das ist eine Qualität“, freuen sich Walter und sein Sportdirektor Michael Mutzel unisono. Und das zurecht. Zuletzt gegen Karlsruhe brachten zuerst Giorgi Chakvetadze und später auch Ludovit Reis und vor allem Rückkehrer Josha Vagnoman frischen Schwung ins Spiel. Und gerade bei Vagnoman hoffe ich darauf, dass er auch in Nürnberg spielt – weil er sowohl für die Defensive wie auch die Offensive eine Alternative darstellt, die im Saisonschlussspurt noch ganz wichtig werden kann.
In Nürnberg muss der HSV Moritz Heyer ersetzen, der mit der 5. Gelben Karte (hat er gegen Werder bekommen) ausfällt. Gegen Karlsruhe durfte Jan Gyamerah dafür auf rechts beginnen – und machte seine Sache nicht gut. Seine Auswechslung war folgerichtig und könnte Vagnoman die Tür zur ersten Startelfnominierung seit fünf Monaten öffnen. Allerdings würde es sehr wohl auch zu Walter passen, wenn er gerade deshalb Gyamerah noch mal aufstellt, um ihm zu demonstrieren, dass er trotz dessen unklarer Vertragssituation – der HSV scheint eine Verlängerung derzeit nicht anzustreben - auf ihn vertraut.
Denn eines ist ganz klar: Je älter die Saison ist, desto wichtiger werden Zusammenhalt, Fitness – und die Breite des Kaders. Letztere ist beim HSV überschaubar. Aber dafür funktionieren die Spieler, die da sind und vom Trainer reingeworfen werden. „Alle Jungs wollen, alle ziehen super mit. Was das betrifft, brachen wir uns jetzt keine Gedanken zu machen“, sagt Walter. Und ich behaupte: Gerade dieser Umstand, dass die zweite Reihe funktioniert, ist auch dem Trainer und seinem Team zuzuschreiben. Denn wer auch immer hier schon mal Mannschaftssport im Leistungsbereich gemacht hat, weiß, wie schwer es ist, die Spieler ruhig zu halten, die etwas hintendran sind.
Walter lobt das Zusammengehörigkeitsgefühl beim HSV
Vor allem dann, wenn man wie Walter versucht, möglichst wenig zu wechseln und bei der Startelf eine hohe Konstanz zu haben. Von daher wäre es ein cleverer Move vom Coach, wenn er es schafft, Gyamerah motiviert zu halten. Nach dem Pokalsieg konnte man schon sehen, dass einer der ersten Wege des Trainers der zu Gyamerah war, den er mit offenbar netten, motivierenden Worten bedachte, nachdem er diesen zuvor ausgewechselt hatte. Ebenso stellte sich Walter nach Schlusspfiff auch sofort vor den zuerst ein- und in der Verlängerung schon wieder ausgewechselten Faride Alidou.
Genau das macht uns stark. Das wir ein Zusammengehörigkeitgsgefühl haben. Wir sind ein gutes Team und das zeigen wir jede Woche. Jeder kennt seine Rolle - und jede Rolle ist wichtig." Walter ist sich sicher: Seine Mannschaft funktioniert als Einheit. Sie ist unbeugsam und widerstandsfähig – das hatte zuletzt auch Ex-HSV-Trainer und heutiger FCN-Boss Dieter Hecking den Kollegen der Mopo gesagt. Ebenso, dass der HSV nach dem Pokalerfolg im Elfmeterschießen über den Karlsruher SC gedanklich abgelenkt sein könnte. Ein Gedanke, der nicht abschließend zu widerlegen ist, obgleich Walter versucht, diese Aussage als kleines Psychospielchen abzutun: „Das ist ganz normal vor so einem Spiel“, sagte der 46-Jährige, das gehöre im Fußball dazu.
Stimmt. Entscheidend wird aber dennoch sein, wie der HSV diesmal in die Partie startet. Denn immer wieder verschlafenen ersten Halbzeiten hinterherzurennen ist zwar motivierend, wenn es von Erfolg gekrönt wird. Es ist aber zum einen für den Kopf extrem anstrengend – und zum anderen auch für die Beine. Und auf die wird es jetzt genauso ankommen. Hier und da mal ein paar Körner zu sparen, dürfte auch diesem fitten HSV guttun. Zumindest meine ich im Spiel gegen den KSC bei Spielern wie beispielsweise Sebastian Schonlau eine gewisse Müdigkeit erkannt zu haben.
Apropos Stärke: Der FCN setzt im Spiel gegen den HSV ein starkes Zeichen, wie ich finde: Der Club rechnet mit bis zu 25.000 Zuschauern (2200 davon kommen aus Hamburg) im Max-Morlock-Stadion. Diese sollen aus Solidarität nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine in den ukrainischen Landesfarben Gelb und Blau in die Arena kommen.
Bis morgen!
Scholle
P.S.: Wie die „Bild“ berichtet, will der HSV die eigentlich bis 2023 laufende Kaufoption für Verteidiger Mario Vuskovic dank der Pokalmillionen schon jetzt ziehen. Die Verhandlungen sollen bereits laufen. MoinVolkspark meint: Gute Idee!!
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