Wahl beim HSV wird zur Farce - Beirat lässt nur einen Gegenkandidaten zum Team Jansen zu
„Dem Beirat gehören der Vorsitzende des Ehrenrates als geborenes Mitglied sowie ein Delegierter der Amateure und ein Delegierter der Fördernden Mitglieder an. Diese drei…

„Dem Beirat gehören der Vorsitzende des Ehrenrates als geborenes Mitglied sowie ein Delegierter der Amateure und ein Delegierter der Fördernden Mitglieder an. Diese drei Gremiumsmitglieder ergänzen den Beirat um bis zu zwei Ehrenmitglieder (Goldene Ehrennadel) mit ehrenamtlichen oder sportlichen Verdiensten oder ein vorgenanntes Ehrenmitglied und ein Mitglied, welches mindestens 5 Jahre Abteilungsleiter/in einer Amateurabteilung oder drei Jahre Vorsitzende/r eines HSV-Gremiums war. Kooptierte Gremiumsvorsitzende dürfen nicht mehr aktiv sein bzw. müssen bei Kooptierung ihr Amt niederlegen. Die Amtsdauer der delegierten und der kooptierten Mitglieder beträgt vier Jahre, ihr Amt endet mit der Neuwahl/Kooptation eines Nachfolgers. Der Beirat wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden.“
Beschreibung des Beirates in der Satzung des HSV
So heißt es in der Satzung des HSV. Vor allem aber hat der Beirat eine schwerwiegende Verantwortung zu tragen, da er dafür verantwortlich ist, die Kandidaten zuzulassen, die sich letztlich für die drei Posten im Präsidium des HSV e.V. zur Wahl stellen. Und das lief in der Vergangenheit schon alles andere als geräuschlos ab. Und es wird dieses Mal noch lauter werden, da die neue Zulassungsliste des Beirates gelinde gesagt ein Witz ist. Bis auf Ex-Präsidiumsmitglied Dr. Ralph Hartmann, als unablehnbar gilt, wurden alle Kandidaten abgelehnt. Also alle abgesehen vom Team Jansen.
Dass man sich auf den entstandenen Shitstorm mit dem Argument „es wird doch eine Einzelpersonenwahl“ beruft grenzt schon an Verarschung. Denn es wurde tatsächlich nur ein einziger Kandidat als Gegenpart zum Team Jansen zugelassen. Und der darf nicht wie gewollt gegen Papenfuß antreten, sondern gegen den als eh unschlagbar geltenden Bernd Wehmeyer. Auch hier wundert es, dass der Beirat die Kandidatur Hartmanns nicht gegen Papenfuß zuließ. Es wirkt fast so, als habe man versucht, möglichst viele Hindernisse für das Team Jansen im Vorfeld aus dem Weg zu räumen.
Beirat räumt Jansen-Gegner aus dem Weg
Somit bleibt der Beirat ein höchst umstrittenes Gremium. Letztes Mal schon hatte man mit den (Nicht-Zulassungen für viel Verwunderung gesorgt. Mit Rainer Ferslev beispielsweise hatte der mit seiner AG hoch verschuldete HSV einen Fachanwalt für Insolvenzrecht beispielsweise abgelehnt. Diesmal lehnte man gleich das gesamte Team um Ex-Manager Marinus Bester ab, weil eines der Mitglieder – der 23-jährige Philipp Wenzel – nicht den Vorgaben des Beirates entsprechen sollte. Fakt aber ist: Demokratisch ist das alles nicht mehr. Zumal nicht einmal der Beirat von den Mitgliedern demokratisch gewählt, sondern aus den Abteilungen delegiert bzw. kooptiert wird.
Und wenn man sich anguckt, wer alles kandidiert hat und wer zugelassen wurde, dann drängt sich ohne jeden Zweifel der Verdacht auf, dass hier stark Partei ergriffen wurde. Zumindest dürfte es im Interesse eines einzelnen Teams sein, dass nur ein einzelner als Gegenkandidat zugelassen wurde. Wobei ich auch klipp und klar festhalten möchte: Das Team Jansen wiederum kann selbst noch nicht einmal etwas dafür.
Denn ich bin mir sicher, dass weder Marcell Jansen noch seine Mitstreiter Bernd Wehmeyer oder Michael Papenfuß das eingefordert haben. Dafür sind sie eh zu hoch favorisiert, als dass sie das nötig hätten. Nein, hier hat das vor wenigen Jahren neu installierte Gremium genau das gemacht, was man durch sie vermeiden wollte: Eine Wahl zur Farce verkommen zu lassen. Und genau DAS ist diese (Nicht-)Wahl dank der fünf Beiräte geworden.
Nur Hamburger ins Stadion? Stadt macht sich lächerlich
Apropos Farce: Was sich die Hansestadt Hamburg da mit seiner Zuschauergenehmigung hat einfallen lassen ist schon nicht mehr mit „Farce“ beschrieben. Hier muss ich ganz ehrlich sagen, muss man von minderbemittelten Staatsangestellten ausgehen, die entweder gewürfelt haben, oder wirklich nicht von A bis B denken können. Dass nur Zuschauer aus Hamburg zugelassen werden sollen, ist fast schon diskriminierend. Oder anders: Es ist lächerlich, unsinnig, dumm etc. Hier erübrigt sich auch jeder weitere Gedanke, jedes weitere Wort dazu, da sich die Thematik so leicht und schnell überschauen lässt, dass mein 6-Jähriger einen besseren, vernünftigeren Beschluss gefasst hätte… Nur logisch und gut, dass sich der HSV hier schnell aus der Schusslinie bringt und diesem Beschluss so nicht zustimmt, sondern dagegen vorgeht.
Mehr als vernünftig war übrigens auch, was Joscha in seiner ersten Mission als HSV-Reporter aus dem Trainingslager berichtet hat. Heute ist er schon auf dem Rückweg, daher habe ich für heute und morgen wieder übernommen. Aber in der kommenden Woche wird er wieder für uns hier von seinen Erlebnissen und einem noch zu führenden Interview berichten. Und ich hoffe ganz stark, dass ich meinen Blog-Gefährten dazu bringen kann, genau da weiterzumachen, wo er aufgehört hat. Oder anders formuliert: Jedes lobende Wort Eurerseits – solange es ehrlich so gemeint ist – würde mir und uns hier helfen, den jungen Kollegen zu überzeugen. Also: Feuer frei…!!!
Starke Leistung, Joscha! Gute Besserung, Josha!
In diesem Sinne, sportlich gibt es bis auf eine leichte Verletzung bei Josha Vagnoman, der das Training mit bandagiertem Oberschenkel verlassen musste, heute nicht viel Neues. Von daher: Gute Besserung, Josha! Und Euch allen einen richtig schönen Sonnabendabend!
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