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Vuskovic spricht nach Urteil: „Wahrheit und Gerechtigkeit bedeuten nichts mehr“

Kurz vor dem Ende der Transferperiode hat der HSV seinen Kader noch einmal erweitert und leiht Marco Richter vom Erstligisten FSV Mainz 05 bis zum Saisonende aus. Damit…

Vuskovic spricht nach Urteil:  „Wahrheit und Gerechtigkeit bedeuten nichts mehr“

Kurz vor dem Ende der Transferperiode hat der HSV seinen Kader noch einmal erweitert und leiht Marco Richter vom Erstligisten FSV Mainz 05 bis zum Saisonende aus. Damit reagieren Sportvorstand Stefan Kuntz und Co. auf die bisherigen Defizite und Ausfälle im Offensivbereich. Richter spielte in den Planungen des Mainzer Trainers Bo Henriksen keine Rolle mehr. Sein Vertrag bei den Mainzern läuft noch bis zum 30. Juni 2027. Der 26-Jährige war zuvor beim FC Augsburg und bei Hertha BSC, wo er mit Davie Selke zusammen kickte, aktiv. Kuntz kennt Richter aus seiner Zeit bei der U21.

Allzu viel Eingewöhnungszeit sollte Richter daher eher nicht brauchen.  Inwieweit Richter sofort zur Verstärkung werden kann, bleibt nach seiner langen Zeit ohne große Einsätze beim FSV allerdings noch abzuwarten. Fakt ist dagegen, dass dieser Transfer die Variabilität offensiv erhöht – und dass er besser nicht der letzte Transfer bleibt. Denn nicht erst am Tag nach dem vernichtenden Doping-Urteil für Mario Vuskovic muss man sich auf HSV-Seite zwingend nach einem weiteren, am besten sprintstarken Innenverteidiger umsehen.

Was ich zum Thema Vuskovic zu sagen habe, könnt Ihr im Kommentar hören und sehen. Und ohne hier zu spoilern, für mich ist der Fall nicht annähernd so einseitig gelagert, wie in vielen Kommentaren. Selbige kann ich absolut nachvollziehen, da Vuskovic ein sehr netter Typ ist, dem niemand was Böses will. Und Fakt ist auch, dass der gesamte Prozess Zweifel an der Bewertung der Anti-Dopingagenturen NADA und WADA hinterlässt.

Wie der HSV mit der neuen Situation umgeht, ist noch offen. Vuskovic selbst hingegen äußerte sich heute erstmals öffentlich: „Gestern habe ich diese frustrierende und unglaubliche Entscheidung erhalten, die nichts mit der Realität zu tun hat“, schreibt Vuskovic in einem sehr bewegenden Post bei Instagram. „Ich denke, wir leben in einer Welt, in der Wahrheit und Gerechtigkeit nichts mehr bedeutet. Deshalb möchte ich denjenigen eine Botschaft senden, die beschlossen haben, mein ganzes Leben zu gefährden: Ich habe nichts falsch gemacht und werde nicht aufhören zu kämpfen, bis ich meine Unschuld bewiesen habe. Ihr könnt euch sicher sein, dass ich erfolgreich sein werde und stärker denn je zurückkommen werde. Auch ich möchte mich von Herzen bei allen bedanken, die mich in diesen schwierigen Zeiten unterstützt haben.“ Dazu postete Vuskovic ein Video mit Spielszenen und Eindrücken aus seiner HSV-Zeit.

Dass Vuskovic sich der Unterstützung seiner Fans, des HSV und der Mannschaftskollegen erfreuen darf, war in den letzten Wochen und Monaten mehr als deutlich erkennbar. „Bleib stark, mein Freund“, schreibt beispielsweise Bakery Jatta, „wir sind bei dir.“ Weitere HSV-Profis, darunter etwa Noah Katterbach, teilten das Urteil in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag „#freevuskovic“.  Indizien dafür, dass der Zusammenhalt innerhalb des HSV-Teams mit Vuskovic ungebrochen ist. Ob das letztlich dazu führt, dass der HSV weiter mit Vuskovic zusammenarbeitet? Möglich. Ob der HSV den Vertrag weiterhin bezahlt? Unwahrscheinlich. Aber auch hierzu wollen sich alle Beteiligten in den nächsten Tagen oderWochen äußern.

In diesem Sinne, Euch allen einen schönen Abend!

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