Vuskovic-Deal fast fix: Wie Mario Vuskovic den HSV-Transfer seines Bruders möglich macht
Heute stand das letzte öffentliche Training inklusive der Pressekonferenz vor dem Derby am Wochenende an.

Moin zusammen.
Heute stand das letzte öffentliche Training inklusive der Pressekonferenz vor dem Derby am Wochenende an.
Natürlich schaute man heute gespannt auf den Trainingsplatz, jedoch trainierten die Jungs auf dem hinteren Platz, so dass man nur erahnen konnte, was trainiert wurde.
Viel wichtiger für viele HSV-Fans war allerdings eine Meldung, die mittags durch das Internet trudelte. „Der HSV bekommt von Tottenham grünes Licht bei Vuskovic“, titelte Fabrizio Romano auf Twitter/X.
Eine wichtige Meldung, da die Position des Innenverteidigers damit beim HSV wohl geklärt wäre.
Noch ist der Deal nicht offiziell, aber Vuskovic ist heute zum Medical nach Hamburg unterwegs. Sollte dort nichts schiefgehen, wird Vuskovic nun also zum HSV wechseln. Allerdings ohne Kaufoption, das heißt, Vuskovic wird vorerst lediglich ein Jahr in Hamburg spielen.
Der Name Vuskovic ist ja beim HSV bekannt. Sein Bruder Mario ist beim HSV noch unter Vertrag, darf aber auf Grund einer Doping-Sperre nicht am Spiel- und Trainingsbetrieb teilnehmen.
Die Vorgeschichte mit Bruder Mario
Die ganze Geschichte ist etwas skurril und sicherlich hat da jeder sein eigenes Bild von. Beim HSV ist man sich aber sicher, dass Mario Vuskovic unschuldig ist.
Ich bin kein Fachanalyst, habe mich mit dem Thema aber mal ein wenig auseinandergesetzt. Was ich jetzt dazu schreibe, ist nur das, was ich verstanden habe. Wenn ihr euch da genau mit auskennt, berichtigt mich gerne in den Kommentaren. Mario Vuskovic soll EPO eingenommen haben. EPO erhöht die Anzahl der roten Blutkörperchen und damit wird die Ausdauerfähigkeit gesteigert. Allerdings wird EPO auch im eigenen Körper produziert. Und da kommen wir zum Problem. Um zu schauen, ob jemand nun EPO zu sich genommen hat, wird das getestete Blutbild zwischen zwei andere Blutbilder gelegt. Das eine zeigt ein Blutbild, welches klar positiv ist, und das andere ein Blutbild, welches klar negativ ist. Anhand der beiden Bilder wird das dritte Bild in diesem Fall von Vuskovic interpretiert. Das heißt, man kann gar nicht 100 % sagen, ob der Sportler EPO genommen hat oder nicht. Vuskovic selber hat sich einem Lügendetektortest unterzogen und auch sein Hautbild auf Einstichlöcher untersuchen lassen. Beide Ergebnisse geben keine Anhaltspunkte, dass Vuskovic gedopt haben könnte. Zudem soll es Fehler beim Verfahren und bei der Vorabbesprechung während des Doping-Tests gegeben haben.
Wie gesagt, ich bin, was Blutbilder angeht, kein Fachmann, habe mich aber mal erkundigt und mir ein paar fachmedizinische Berichte durchgelesen.
Ich selber denke, dass Vuskovic nicht gedopt hat, aber so richtig ist der Fall ja noch nicht aufgedeckt worden.
Vuskovic wird allerdings höchstwahrscheinlich noch bis November 2026 gesperrt bleiben.
HSV-Unterstützung sorgt für Aufmerksamkeit
Dass der komplette Verein und die Fans immer hinter Mario Vuskovic standen, bringt jetzt aber einen sehr positiven Effekt mit sich. Und zwar, dass sich Luka Vuskovic für den HSV entschieden hat. Luka Vuskovic gilt ja als eines der größten Innenverteidiger-Talente in Europa.
Tottenham holte Vuskovic bereits 2023 für knapp 11 Millionen Euro in die englische Hauptstadt. Dort soll Vuskovic in Zukunft Stammspieler werden. Momentan ist die Innenverteidigung in London aber breit besetzt und so soll Vuskovic erst einmal Spielpraxis sammeln. So wie es sich anhörte, sagte Vuskovic bereits vor dem Trainingsstart, dass er, sofern er ausgeliehen wird, nach Hamburg möchte.
Er sei sehr überzeugt vom Verein und den Fans. Vor allem weil alle immer hinter seinem Bruder Mario standen. Luka war selbst auch beim Aufstiegsspiel gegen Ulm im Stadion und feierte am Ende noch mit Marios Teamkameraden.
Deshalb sei es wohl von Anfang an klar gewesen, dass Vuskovic nach Hamburg wolle.
In den Medien tauchten immer wieder Berichte auf. Einige gaben an, dass der Deal schon so gut wie durch sei, während andere berichteten, dass es noch gar keine Einigung gäbe. Fest steht, dass man in Hamburg lange Zeit auf das Go aus London wartete. Bei Tottenham war man sich unsicher, ob man Vuskovic am Ende wirklich nach Hamburg verleihen wolle.
In dieser Thematik muss man auf jeden Fall festhalten, dass der HSV vor allem durch seine Unterstützung für Mario Vuskovic in die Poleposition gelangt ist.
Ich habe immer wieder erwähnt, dass der HSV für gewisse Werte wie Zusammenhalt steht. Und hier sieht man mal, was das am Ende auslösen kann. Es scheint also doch so zu sein, dass man als Verein und Fans etwas erwirken kann, wenn man fest zu seinen Werten steht.
Sicherlich geht es nicht nur darum, das ist klar. Aber es ist auf jeden Fall ein guter Grund, warum Vuskovic nun doch nach Hamburg kommt. Wäre diese ganze Geschichte mit Mario nicht passiert, wäre der HSV wohl nie auch nur in Gespräche mit Vuskovic gekommen.
Das sind am Ende einfach die schönen Geschichten, die der Fußball schreibt.
Einige fordern nun sogar, dass Luka mit der Nummer 44 auflaufen soll. Und nun stellt euch mal vor, er würde dann ein wichtiges Tor im Volkspark erzielen. Sicher ist wohl, dass Luka beim HSV von den Fans genauso ins Herz geschlossen wird wie sein Bruder.
Und ich bin ehrlich: Ich finde die Geschichte auch schön.
Ich war immer ziemlich skeptisch, was die Verhandlungen angeht, weil es bei Tottenham nun mal so ist, dass die Verhandlungen schwierig sind, aber nun, wo das Ding so gut wie durchzuschauen scheint, freue ich mich persönlich auf Luka Vuskovic.
Vuskovic bringt Qualität, ist aber auch jung
Qualitativ wird Vuskovic das Niveau anheben. Und vor allem bei offensiven Ecken hat der HSV nun eine Waffe. Vuskovic erzielte in der letzten Saison 7 Tore. Mit 1,93 m erinnert mich seine Statur in der Luft immer ein wenig an Vukotic von Darmstadt.
Allerdings sollten wir jetzt nicht erwarten, dass dort der beste Innenverteidiger der Bundesliga zum HSV wechselt. Vuskovic ist 18 Jahre alt. Sicherlich ein Innenverteidiger mit Qualität, aber er wird auch hier und da seine Fehler machen. Nicht, weil er nicht gut ist, sondern weil er jung ist. Und das ist auch okay. Er soll sich entwickeln und wird dem HSV helfen, er wird aber nicht der Abwehrchef sein, den einige erwarten.
Nichtsdestotrotz hat man mit Vuskovic hier einen großen Coup gelandet.
Ein Innenverteidiger mit so einer Qualität im Aufstiegsjahr ist schon eine Ansage.
Und am Ende finde ich, darf auch jeder Fan, der hinter Vuskovic stand, da mal auf die Schulter klopfen.
Denn wie gesagt, Vuskovic wird auch vom Verein überzeugt sein, aber er wird sicherlich auch immer im Hinterkopf haben, wie auch die Fans immer hinter Vuskovic standen und immer noch stehen.
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Tom
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