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Vorstands-Hammer: HSV und Kuntz trennen sich

Spätestens mit dem Trainingsauftakt zum neuen Jahr ist auch beim HSV wieder der sportliche Alltag zurück. Noch bevor die Mannschaft erstmals auf den Platz ging, sorgte der…

Vorstands-Hammer: HSV und Kuntz trennen sich

Spätestens mit dem Trainingsauftakt zum neuen Jahr ist auch beim HSV wieder der sportliche Alltag zurück. Noch bevor die Mannschaft erstmals auf den Platz ging, sorgte der Verein jedoch für eine Personalentscheidung, die – zumindest nach außen – wie ein Paukenschlag wirkte: Sportvorstand Stefan Kuntz hat seinen Vertrag mit dem HSV mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

Ganz aus dem Nichts kam dieser Schritt intern offenbar nicht. In Gesprächen und Hintergrundrunden war zuletzt durchaus thematisiert worden, dass sich bei der Personalie Kuntz perspektivisch etwas bewegen könnte. Gleichzeitig wurde aber auch über eine Verlängerung seines ursprünglich bis 2026 laufenden Vertrages diskutiert, entsprechende Gespräche befanden sich nach Clubangaben bereits auf einem guten Weg. Umso überraschender kommt nun der Zeitpunkt und die Konsequenz dieser Entscheidung – insbesondere vor dem Start in die Rückrunde, mitten in der Winter-Transferphase und nur wenige Monate nach dem gemeinsam gefeierten Bundesliga-Aufstieg.

Nach Vereinsangaben bat Kuntz den Aufsichtsrat nach den Weihnachtsfeiertagen aus persönlichen familiären Gründen um eine sofortige Beendigung seiner Tätigkeit. Das Kontrollgremium entsprach diesem Wunsch. Der 63-Jährige erklärte selbst, dass es Situationen gebe, in denen andere Dinge wichtiger seien als Fußball, und bat darum, die Hintergründe zu respektieren. Weitere Details nannte er nicht.

Kuntz hatte sein Amt im Mai 2024 übernommen und den HSV in seiner ersten Saison direkt zurück in die Bundesliga geführt. Der Aufstieg im Sommer 2025 bleibt untrennbar mit seiner Amtszeit verbunden. Zuletzt überwinterte der HSV auf einem respektablen 13. Tabellenplatz. Der Vertrag von Kuntz hätte sich bei Klassenerhalt automatisch verlängert, unabhängig davon war man im Aufsichtsrat zuletzt bestrebt, frühzeitig Klarheit auf dieser Schlüsselposition zu schaffen.

Aufsichtsratschef Michael Papenfuß dankte Kuntz für dessen Arbeit und betonte, dass der Verein trotz des Abgangs handlungsfähig sei. Vorübergehend ist Eric Huwer alleiniger Vorstand, Sportdirektor Claus Costa übernimmt insbesondere mit Blick auf die laufende Transferperiode zusätzliche Verantwortung. Parallel dazu hat der Aufsichtsrat die Suche nach einem Nachfolger aufgenommen – ohne Zeitdruck, wie betont wird.

Aus Bloggersicht bleibt festzuhalten: Auch wenn intern offenbar nicht alles völlig überraschend war, ist dieser Schritt in seiner Tragweite und zu diesem Zeitpunkt ein klarer Einschnitt. Der HSV verliert einen Sportvorstand, der nicht nur sportlich, sondern auch kommunikativ und strukturell eine wichtige Rolle gespielt hat – gerade in einer Phase, in der nach Jahren des Scheiterns wieder Stabilität, Klarheit und Richtung entstanden sind.

Was diese Entscheidung konkret für die sportliche Ausrichtung, die laufende Transferperiode und die mittelfristige Struktur im Verein bedeutet, lässt sich heute noch nicht abschließend bewerten. Genau das werden wir hier auf MoinVolkspark tun, sobald wir mit Beteiligten sprechen konnten und weitere Einblicke in die Hintergründe und die nächsten Schritte gewonnen haben.

Eine Einordnung folgt.

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