Meinung

Versagt! Dieser HSV ist und bleibt nur zweitklassig

„Ich habe nicht gemerkt, dass die Mannschaft dieses Spiel wo wollte, wie wir es hätten nehmen müssen. Da müssen wir alles hinterfragen und sehen, woran das liegt.“ Das sagte…

Versagt! Dieser HSV ist und bleibt nur zweitklassig

„Ich habe nicht gemerkt, dass die Mannschaft dieses Spiel wo wollte, wie wir es hätten nehmen müssen. Da müssen wir alles hinterfragen und sehen, woran das liegt.“ Das sagte Horst Hrubesch sichtlich desillusioniert nach dem 2:3 beim VfL Osnabrück, der damit nach 13 Spielen das erste Mal wieder zuhause gewinnen konnte. Der HSV war mal wieder ein Serienbrecher. Aber zurück zu Hrubesch, der mit seinen Worten eine klare Botschaft sendete: Diese Mannschaft hat nicht den Charakter, den es braucht, um Erfolg zu haben. Und so ist es leider auch.

Ich werde den heutigen Blog leider nicht sachlich schreiben können. Daher lasse ich das auch und beschreibe nur kurz, wie unfassbar beschämend dieser Augenblick ist. Nicht für mich – aber für jeden einzelnen, der heute für den HSV auf dem Platz stand. Denn wäre ich ein Konkurrent der Osnabrücker im Abstiegskampf, ich würde es Wettbewerbsverzerrung nennen, was der HSV da angeboten hat. Was ein Bakery Jatta in der ersten Halbzeit gezeigt hat, glich einem Offenbarungseid.  Selbst der SC Paderborn, für den es nun wirklich um gar nichts mehr ging, war aggressiver als dieser HSV, der seinerseits gewinnen MUSSTE!

Nein! Das war charakterlos. Das war unerträglich schlecht. 

19 Punkte in bislang 16 Rückrundenspielen – das darf nicht passieren. Und deshalb habe ich auch absolut keinen Bock, heute noch aufzuschreiben, was „sportlich“ auf dem Platz passiert ist. Stattdessen erkenne ich heute vollständig an, dass der HSV ein Zweitligist ist und das komplett zurecht auch bleibt. Auch, weil Hrubesch heute einen ganz entscheidenden Fehler gemacht hat: Er hat Gideon Jung gebracht. Dass der überhaupt im Kader stand war schon der erste Fehler. Ihn dann aber mit seiner „Null-Bock“-Verweigerungshaktung auch noch zu bringen – Katastrophe. Aber egal wie unterirdisch Jungs Zweikampfverhalten (Lächerlich, wie er bei den Gegentoren hingeht!) ich wäre zu nett, wenn ich jetzt nur Jung an dieser Stelle nennen würde. Denn heute haben alle versagt. Leider auch das Trainerteam. 

Die Einzelbewertungen lasse ich mir aber nicht nehmen. 

Ulreich: Fehler- und schuldlos an den Gegentoren. Aber mit seinen Unsicherheiten über die sicher auch ein ganz entscheidender Faktor, weshalb der HSV nicht aufsteigt.

Gyamerah: Fiel mir das erste Mal auf, als er ausgewechselt wurde.

Leistner: Als Säulenspieler und Innenverteidiger muss er hinten den Ton angeben und seine Mannschaft sortieren. Das ist ihm in keiner Phase des Spiels gelungen. Hier muss der HSV zur neuen Saison dringend nachbessern. 

Heyer:  Hippelig, unsouverän, schwach.

Leibold: Der Mannschaftskapitän hat sich komplett versteckt heute. Und nach 30 Minuten schien er schon keine Luft mehr zu haben. Unfassbar! Trotz des Tores war er nach Jung und auf Augenhöhe mit Jatta und Terodde für mich der schwächste Mann auf dem Platz. Alle Osnabrücker mit einberechnet.

Onana: Er wollte, grätschte und machte wenigstens mal Tempo. Das war längst nicht gut heute, aber er war noch einer der besseren – und verletzte sich. Mit seiner Auswechslung (bzw. der folgenden Einwechslung)  ging das Spiel endgültig verloren.

Kinsombi: Neben Onana und Meißner einer von Dreien, die wollten. Dass er ausgewechselt wurde, hat mich sehr gewundert. Und er selbst darf es als persönliche Beleidigung werten, dass  er raus musste, während Jung trotz seiner Minusleistung auf dem Platz bleiben durfte.

Jatta: Frechheit. Unternahm nicht einmal den Versuch, seiner Mannschaft zu helfen.

Kittel: Er lief, dribbelte, schoss – aber er blieb unglücklich. Führung ist von ihm eh nicht zu erwarten, egal wie oft die Verantwortlichen das auch immer sagen mögen. Seine Qualität ist technisch – war aber heute leider nicht genug zu sehen.

Meißner: Er traf zum zweiten Mal im zweiten Spiel – starke Quote. Er sollte zwingend dabei bleiben und über weitere Spielzeit entwickelt werden. Aus ihm aber jetzt schon einen Hoffnungsträger formen zu wollen, macht mir auch deutlich, wie wenig Potenzial ansonsten in diesem aktuellen HSV steckt.

Terodde: Ich hätte ihn heute gebracht. Er hätte dem HSV sicher helfen können, wenn er mitgespielt hätte. Bitter, dass selbst er beim HSV schlechter wird. Aber es wäre nur zu erwartungsgemäß, wenn er in der neuen Saison wieder zu alter Stärke findet - im neuen Umfeld.

Narey: Bemüht und wirkungslos.

Dudziak: Hat zuletzt gezeigt, dass man sich auf ihn eben nur dann verlasen kann, wenn es gut läuft. Wirkte noch vergleichsweise bemüht, blieb aber komplett ohne gute Szene.

Kwarteng: Er tat mir leid, in so ein Spiel eingewechselt zu werden.

Wintzheimer: Bereitete einen Treffer vor und war damit schon besser als Terodde, Jatta und Kittel zusammen.

Jung: Wäre es nicht schon beschlossene Sache gewesen, hätte man heute allerallerallerallerallerspätestens fordern müssen, dass er den HSV verlässt. Seine Einwechslung war nach seiner Kadernominierung Hrubeschs größter Fehler. Seine Leistung auf dem Platz ist mit Worten nicht ohne Beleidigung zu beschreiben, die Note, die er von mir bekommen würde, gibt es im Benotungssystem gar nicht. So sehr ich ihn als Mensch auch leiden kann, er demonstrierte heute eine Bocklosigkeit, für die er sich schämen sollte! Ich hoffe nur für ihn selbst, dass er ab Sommer bei einem neuen Klub unbefangen einen Neuanfang machen kann. Denn in der aktuellen Form ist er nicht Profifußball-tauglich.

Und damit beende ich das Dilemma für heute.  Was für ein Sch….tag!

Scholle

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