Verdiente Niederlage- HSV muss sich dominanten Leipzigern geschlagen geben
der HSV hat sein Heimspiel gegen RB Leipzig mit 1:2 verloren. Nach einem guten Start und der Führung schafft man es nicht, mit Leipzig mitzuhalten, die das Spiel übernehmen und…

Moin zusammen,
der HSV hat sein Heimspiel gegen RB Leipzig mit 1:2 verloren. Nach einem guten Start und der Führung schafft man es nicht, mit Leipzig mitzuhalten, die das Spiel übernehmen und am Ende auch drehen. Trotz eines gehaltenen Elfmeters von Heuer Fernandes steht man am Ende mit 0 Punkten da. Damit verliert der HSV sein erstes Heimspiel seit Oktober.
Starker Beginn, Leipzig wacht auf
Das Spiel begann nach 15 Sekunden mit einer Spielunterbrechung. Infolge der Ansetzung des Spiels auf Sonntag um 19:30 Uhr flogen als Protest Tennisbälle auf den Platz.
Dann ging es auch schon richtig los. Königsdörffer eröffnete das Spiel mit einem Schuss aus der Distanz. Der HSV presste sehr hoch und zwang Leipzig zu vielen langen Bällen. Leipzig kam in der 8. Minute das erste Mal zum Torabschluss. In der 11. Minute lief dann Downs tief, bekam den Ball und schloss ab. Vandevoort hielt. Die erste richtig gefährliche Aktion auf Seiten von RB gab es in der 13. Minute. Nach einem unnötigen Pass von Vuskovic und dem Ballverlust von Remberg spielte RB in die Tiefe und legte quer. Capaldo rettete im letzten Moment. Allerdings verletzte er sich dabei und wurde in der 18. Minute durch Omari ersetzt. In der 22. Minute kam der HSV dann zum 1:0. Nachdem Vieira den Ball im Zentrum abfing, leitete er den Konter über Königsdörffer ein. Dieser spielte den hinterlaufenden Micklbrencis an. Mickelbrencis legte den Ball in den Rückraum und dort stand Fabio Viera, der den Ball aus ca. 11 Metern im Tor versenken konnte.
Nach dem Tor wurde Leipzig deutlich aktiver und kam dann in der 36. Minute zum Ausgleich. Bei einer Flanke verschätzte sich Torunarigha. Am 2. Pfosten konnte Ridle Baku den Ball auf Romulo querlegen. Dieser legte den Ball mit dem Rücken zum Tor per Hacke ins Netz.
Der HSV kam noch 2-mal durch Umschaltmomente zum Zug, Leipzig hatte aber die gefährlichste Chance, nachdem Diamonde einen Ball quer in die Mitte auf Romulo legte. Die Flanke kam allerdings halbhoch und Romulo konnte nur unter Bedrängnis abschließen. Heuer Fernandes parierte. Danach war Pause.
Unnötiger Fehler leitet Niederlage ein
Die zweite Halbzeit startete denkbar schlecht für den HSV. Omari bekam in der 50. Minute auf außen unter Druck den Ball und spielte Vieira an, der einen Gegenspieler im Rücken hatte. Dieser spielte den Ball ins Zentrum, in die Füße der Leipziger. Die Leipziger spielten den Moment aus, Diamonde kam mit ein wenig Glück zum Abschluss und traf zum 1:2.
Leipzig nahm mehr und mehr das Heft des Handelns in die Hand. In der 60. Minute gab es dann Elfmeter für Leipzig. Nach einer Ecke fiel der Ball auf die Hand von Remberg. Hier gab es für Schiri Dankert keine andere Option, als auf den Punkt zu zeigen. Rómulo trat an, aber Heuer Fernandes hielt. Allerdings gab dieser gehaltene Elfmeter kaum Anlass, um die Energie nach vorne zu erhöhen. Leipzig hatte das Spiel nach wie vor im Griff und verwaltete.
Die Leipziger versuchten es weiter in der Tiefe und kamen von dort, durch Pässe in den Rückraum, auch zu guten Chancen. Allerdings warfen sich die Hamburger defensiv in alles rein und schafften es, den Rückstand bei einem 1:2 zu halten. Diese Energie fehlte allerdings nach vorne. Lediglich in der Schlussphase kam der HSV nochmal nach vorne, doch richtig gefährlich wurde es nicht mehr. Nach ca. 97 Minuten pfiff Dankert das Spiel ab.
Fazit
Der HSV startete gut ins Spiel und kam verdient zur Führung. Danach schaffte man es heute aber selten, die Umschaltmomente effektiv zu nutzen.. Man stand weitestgehend tief und kompakt, fing aber an, unnötige Fehler zu machen. Leipzig wurde in der Folge immer dominanter und vor allem in der 2. Halbzeit brachte der HSV nicht mehr die notwendige Energie auf den Platz. Nach 7 Heimspielen ohne Niederlage muss man sich nun also Leipzig geschlagen geben. Das Spiel heute war vor allem in der 2. Halbzeit nicht gut, man war heute einfach unterlegen. Man muss aber auch die Qualität der Leipziger anmerken, die heute nach dem 1:0 ein gutes und dominantes Spiel gemacht haben. Der HSV war heute einfach nicht auf dem Level der Gäste und verliert damit verdient. Aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenten verliert der HSV an diesem Wochenende 2 Punkte auf den 16. Tabellenplatz. Am Mittwoch geht es bereits mit dem Nachholspiel gegen Leverkusen weiter.
DIE EINZELBEWERTUNGEN:
Daniel Heuer Fernandes: sehr ruhig am Ball, leitet gut von hinten, manchmal Pässe, die die Mitspieler unter Druck setzen. Den Elfer hält er mal wieder super.
Note 2
William Mickelbrencis: Die Vorarbeit war gut, und er macht viele Meter nach vorne. In diesem Spiel kam es aber mehr auf die Defensive an, und da ist er nach wie vor zu anfällig. Die Flanken kurz vor Schluss waren schlecht.
Note: 4
Nicolas Capaldo (bis 18.): Er war wieder sehr aktiv und rettete in der 14. Minute super. Aufgrund der geringen Spielzeit nur die Durchschnittsnote.
Note 3
Luka Vuskovic: Super Diagonalbälle, im Aufbau manchmal ein wenig wild und manchmal auch ein wenig unclever. Er gewinnt dennoch fast alle seine Duelle und ist der wichtigste Mann in der HSV-Abwehr.
Note: 3-
Jordan Torunarigha: Er war heute teilweise deutlich weiter vorne als sonst und schaltete sich mehr ins Umschaltspiel ein. Allerdings war er dafür defensiv sehr anfällig. In der ersten Halbzeit sprang er 2-mal unter dem Ball durch, einmal verursachte er damit ein Gegentor. Er konnte heute nicht an seine Leistungen der letzten Wochen anknüpfen.
Note: 4–
Miro Muheim: Er schaffte es vor allem in Halbzeit 1, Diamonde in Schach zu halten, weil er nah dran war. Allerdings war Diamonde in der 2. Halbzeit deutlich auffälliger, was eher gegen Muheim spricht. Nach vorne war das in Halbzeit 1 okay, in Halbzeit 2 kam fast nichts mehr nach vorne.
Note 4
Fabio Vieira (bis 87.): Er versuchte, das Spiel zu machen, machte aber mehr draus, als er hätte machen müssen. Das Tor macht er super, sonst weitestgehend unauffällig nach vorne. Er verpasst manchmal gute Umschaltmomente, da er den Ball lieber auf links als auf rechts hat.
Note: 4
Nicolai Remberg: Er gewann wie immer die meisten seiner Zweikämpfe und löste es im Spielaufbau clever. Dennoch war das am Ende zu wenig Output im Gesamten.
Note: 3-
Philip Otele (bis 67.): Er arbeitete anfangs defensiv gut mit, ließ aber relativ zügig nach. Man hatte das Gefühl, er ist platt. In Umschaltmomenten fehlte dann das Tempo.Sein Foul war einfach unnötig.
Note: 5
Damion Downs: Er war etwas aktiver als sonst, aber ging auch in den entscheidenden Momenten nicht richtig hin. Zudem trifft er häufig die falsche Entscheidung. Das ist immer noch nicht das Wahre.
Note: 4–
Ransford Königsdörffer (bis 67.): Er wird immer besser, machte in der ersten Halbzeit nach vorne gut Tempo und setzt seinen Körper gut ein. Allerdings hatte er offensiv nicht den Impact der letzten Wochen.
Note: 4
Poulsen (ab 68.): Er versuchte, Energie zu bringen, am Ende kam das aber nicht in der Mannschaft an. In den Kopfballduellen hatte er heute nicht die Präsenz, allerdings kamen die Flanken auch nicht in die Box.
Note: 4
Dompe (ab 68.): Er brachte nicht den nötigen Schwung ins Spiel. Wenn er den Ball auf außen bekam, machte er es immer wieder langsam. Er ist mittlerweile auch zu ausrechenbar. Das war mal wieder nichts.
Note: 4–
Lokonga (ab 68.): Er gab endlich sein Comeback, konnte seine Qualitäten aufgrund der Dominanz der Leipziger nicht ausspielen. Er wird seine Momente wiederbekommen, heute war er unauffällig.
Note: 4
Rayan Philippe (ab 87.): Für ihn war wenig Zeit, in der Schlussphase bekam er selten den Ball, da das Spiel ab da auf lange Bälle ausgelegt war. Für ihn heute keine Note.
Tom
DIE STATISTIK ZUM SPIEL:
Aufstellungen:
HSV:
Heuer Fernandes – Torunarigha – Vuskovic – Capaldo (Omari, 18.) – Muheim – Mickelbrencis – Vieira (Philippe 87.) – Remberg– Königsdörffer (Lokonga, 67.) – Downs (Poulsen, 67.) – Otele (Dompe,
Leipzig:
Vandevoort – Raum – Lukeba – Orban – Baku – Seiwald – Baumgartner – Gruda (Gomis, 72.) – Nusa (Banzuzi 72.) – Romulo (Harder, 90.) – Diamonde (Henrichs, 90.)
Tore: 1:0 Viera (22.), 1:1 Romulo (36.), 1:2 Diamonde (50.)
Zuschauer: 57.000
Schiedsrichter: Bastian Dankert
Gelber Karten: Orban (31.), Otele (45.), Romulo (63.), Muheim (81.), Poulsen (82.)
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