Umbruch im Volkspark: Wer verlässt den HSV im Sommer?
Während der Kader für die neue Saison umstrukturiert wird, stehen einige Abgänge bereits fest oder zeichnen sich ab. Wir werfen einen Blick auf die Personalien, die den HSV verlassen könnten.

Der Kader im Wandel
Moin zusammen,
während wir in letzter Zeit viel über potenzielle Neuzugänge geredet haben, gibt es natürlich auch einige Spieler, die den HSV verlassen könnten. Der Kader soll erneut umstrukturiert werden, und einige Akteure spielen dabei wohl keine Rolle mehr. Zwei Abgänge stehen bereits fest: Ransford Königsdörffer wird sich nach Vertragsende am 30.06. dem FSV Mainz 05 anschließen, und Lukasz Poreba wechselt nach seiner Leihe fest zur SV Elversberg. Zudem laufen die Leihverträge von Luka Vuskovic, Damion Downs und Giorgi Gocholeishvili aus. Auch bei Philipp Otele stehen die Zeichen auf Abschied. Bei Fabio Vieira ist die Zukunft noch ungeklärt; der HSV versucht weiterhin, die Ablöseforderungen von Arsenal so zu drücken, dass eine feste Verpflichtung möglich wird. Doch es gibt weitere Spieler, die zum Trainingsstart im Juli wahrscheinlich nicht mehr Teil des Kaders sind.
Robert Glatzel: Abschied einer Identitätsfigur
Bei Robert Glatzel, der sich aller Voraussicht nach dem VfL Wolfsburg anschließen wird, fehlt eigentlich nur noch der offizielle Part. Der Stürmer war jahrelang eine Identitätsfigur. In dieser Saison galt er jedoch nicht mehr als unumstrittene Nummer eins. Das System war vorwiegend auf Umschaltmomente ausgelegt, und nach der Verpflichtung von Fabio Vieira und Albert Sambi Lokonga investierte der HSV mehr in das Spiel mit dem Ball.
Nach einem Interview in der Mopo, in dem Glatzel betonte, eine solche Saison nicht noch einmal erleben zu wollen, zeichnete sich der Abschied ab. Da er in der nächsten Saison wohl weiterhin nicht als erste Wahl eingeplant ist, verliefen die Verhandlungen mit Wolfsburg laut Medienberichten positiv. Sein Marktwert liegt bei 1,5 Millionen Euro, und in dieser Höhe wird sich der Transfer wohl einpendeln.
William Mickelbrencis: Keine Verlängerung
Auch bei William Mickelbrencis stehen die Zeichen auf Abschied; sein auslaufender Vertrag wird nicht verlängert. Er schaffte es über die Saison hinweg nicht, konstant zu überzeugen. Nachdem er das Vertragsangebot des HSV ablehnte, ist es aus meiner Sicht der richtige Schritt, getrennte Wege zu gehen. Er wäre in der kommenden Saison ohnehin nur Rotationsspieler gewesen, weshalb es nicht sinnvoll wäre, ihn mit einem verbesserten Vertrag zu halten.
Pherai, Katterbach und Dompé
Bei Immanuel Pherai zögert die SV Elversberg aufgrund der gestiegenen Kaufoption nach dem Aufstieg. Da der HSV mit Groenbaek bereits einen Zehner geholt hat und Fabio Vieira kommen soll, ist Pherai beim HSV wohl ohne Perspektive. Hier sollte man hartnäckig bleiben und versuchen, eine Ablöse zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro zu erzielen.
Noah Katterbach kam in dieser Saison auf keine einzige Minute. Ein Abgang im Sommer ist wahrscheinlich, wobei Braunschweig und Nürnberg als Interessenten gelten. Man sollte versuchen, das Beste aus der Situation herauszuholen.
Bleibt noch Jean-Luc Dompé. Seine Leistungen in der Bundesliga waren selten konstant, zudem passt er mit seiner Spielweise als Flügelspieler nicht in das geplante 3-5-2-System. Angesichts seiner schwächeren Leistungen und der Vorkommnisse neben dem Platz sollte ein Wechsel forciert werden. Sein Marktwert liegt bei 2,5 Millionen Euro – auch hier gilt es, das Maximum herauszuholen.
Mal sehen, wer den Verein am Ende verlässt und wer bleibt.
Tom
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