Trainingslager endet - 2:2 im Test gegen FC Zürich
SOTOGRANDE. Ohne Niederlage und mit gefühlt zwei Neuzugängen wird der HSV heute sein Trainingslager in Andalusien beenden. Beim 2:2 gegen den FC Zürich gab Ludovit Reis gestern…

Von Wolfgang Stephan
SOTOGRANDE. Ohne Niederlage und mit gefühlt zwei Neuzugängen wird der HSV heute sein Trainingslager in Andalusien beenden. Beim 2:2 gegen den FC Zürich gab Ludovit Reis gestern sein Comeback, Anssi Suhonen war schon beim 2:2 gegen PSV Eindhoven wieder am Ball – beide waren lange verletzt. Dass Ludovit Reis gestern im Test gegen die Schweizer eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt und sogar Zweikämpfe bestreiten konnte, war eine wichtige Erkenntnis des Trainingslagers. Der Niederländer hatte wegen seiner Schulter-OP zwei Monate gefehlt und wollte unbedingt in Spanien wieder im Team mitwirken. Bis auf einen Regentag hatten die Hamburger ideale Bedingungen an der andalusischen Mittelmeerküste. Vier Trainingseinheiten hatte Tim Walter dem Team verordnet, dazu kamen zwei Testspiele, am Sonntag das Unentschieden gegen des PSV Eindhoven und gestern in La Linea, unmittelbar vor dem mächtigen Felsen Gibraltars bei frühlingshaften 20 Grad wieder ein 2:2 gegen den Dritten der Schweizer Liga.
Die Startaufstellung war nur bis auf die in der ersten Halbzeit fehlenden Robert Glatzel und Torhüter Daniel Heuer Fernandes durchaus aussagekräftig für den Beginn der Rückrunde am Sonnabend, 20. Januar, in Schalke, in dem Trainer Tim Walter auf den noch gesperrten Miro Muheim verzichten muss. Auf der linken Abwehrseite vertrat ihn gegen die Schweizer Moritz Heyer, innen verteidigten Stephan Ambrosius und Dennis Hadzikadunic und rechts Ignace van der Brempt. Vor dem Sechser Jonas Meffert bildeten im 4-3-3-System Laszlo Benes, Immanuel Pherai, die Mittelfeldachse und vorne stürmten auf den Außen Jean-Luc Dompé und Bakery Jatta. Statt Robert Glatzel stand Andras Nemeth in der Sturmspitze.
Das Spiel gegen den Tabellendritten der Schweizer Liga war ein ansehnlicher Test für die Hamburger, die nach 16 Minuten durch einen Distanzschuss von Jonas Meffert in Führung gingen. Die Hamburger waren von Anfang an die dominierende Mannschaft, machten aber die gleichen Fehler wie oft in der Hinrunde. Vor dem für die Schweizer schmeichelhaften 1:1 in der 31. Minute hatte Moritz Heyer nach einem eigenen Eckball das Spielgerät verloren. Bester Hamburger war in der ersten Hälfte Jean-Luc Dompé, der mit einem fulminanten Lattentreffer eine der guten Hamburger Chancen nicht nutzen konnte. Die Verbesserung der Chancenverwertung stand auch auf der Agenda im Trainingslager.
Nach der Pause wechselte Walter auf sieben Positionen und musste deutlich lauter werden mit seinen Kommentaren, denn er konnte mit ansehen, was jetzt schlechter lief, beispielsweise die Offensive auf der linken Außenbahn mit Levin Öztunali oder das Kurzpassspiel aus der Abwehr ohne Jonas Meffert auf der Sechs. Dem 2:1 von Robert Glatzel in der 73. Minute folgte der Ausgleich kurz vor Schluss, weil Miro Muheim seinen Gegenspieler nicht stoppen konnte. Nach insgesamt zehn Wechseln war der Aussagewert der zweiten Halbzeit allerdings von keiner großen Bedeutung. Umso mehr freuten sich Ludovit Reis und Anssi Suhonen: „Ein tolles Gefühl wieder dabei zu sein“, sagte der Finne, der nach seinem Wadenbeinbruch seit Juli gefehlt hatte.
Echte Neuzugänge hat der HSV bis gestern nicht vermeldet, allerdings zeigte sich Profi-Fußballdirektor Claus Costa zum Abschluss des Trainingslagers gestern optimistisch, dass noch etwas passieren werde. Sein Fazit nach einer Woche Andalusien: „Die Jungs haben das richtig gut gemacht.“
Na dann! Vielen Dank für den netten Bericht aus Andalusien, Wolfgang!
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