Analyse

Trainingsauftakt und Daka-Transfer: Was plant der HSV?

Der HSV ist zurück auf dem Rasen. Während das man an den ersten Feinheiten arbeitet, sorgt das Transfergerücht um Patson Daka für Gesprächsstoff.

Trainingsauftakt und Daka-Transfer: Was plant der HSV?

Trainingsauftakt: Von den Basics bis hin zu spielnahen Situationen

Moin zusammen,

heute stand die erste Trainingseinheit für die Jungs auf dem Rasen an. Um 11 Uhr ging es mit einer Aufwärmrunde auf dem Nebenplatz los, ehe das Team auf den regulären Platz zurückkehrte. Dort startete man mit einer kognitiven Einheit, bevor es an den Ball ging.

Zunächst stand ein Rondo auf dem Programm – eine klassische Übung, die Pressing, Ballbehandlung unter Druck und Spielverlagerung vereint. Eine einfache Basisübung, die immer passt. Anschließend folgte eine Passform mit Gegnerdruck, bei der die Ballkontrolle und der erste Kontakt im Fokus standen, abgeschlossen durch einen Schuss auf ein Minitor aus etwa 10 Metern. Solche Übungen wirken simpel, sind aber essenziell. In der Bundesliga hat man oft weniger als zwei Sekunden Zeit, bis man gepresst wird; ein schlechter erster Kontakt zerstört die gesamte Aktion und kann in der eigenen Hälfte fatal sein.

Spielnahe Lösungen und Standards

Im Anschluss wurde die Umsetzung in spielnahen Situationen trainiert. Ziel war es, sich gegen ein hohes Pressing zu spielen und in den Raum dahinter zu kommen. Das wird für den HSV elementar wichtig sein, da man häufig gegen pressende Gegner aufbauen muss. In der vergangenen Saison klappte das nur phasenweise; zu oft landeten lange Bälle von Heuer Fernandes beim Gegner oder es entstanden Gegentore durch Fehlentscheidungen.

Nach einer weiteren Spielform lag der Fokus auf Standardsituationen, insbesondere Ecken. Hier haperte es im Testspiel gegen Rapid Wien gewaltig, als man zwei Standardgegentore kassierte. Auch offensiv besteht beim HSV Nachholbedarf, da in der letzten Saison zu wenige Tore nach Ecken fielen. Zum Abschluss wurde individuell am Torabschluss gefeilt.

Transfer-Update: Patson Daka kommt

Kommen wir zum aktuellen Transfergerücht rund um Patson Daka. Der 27-jährige Stürmer steht kurz vor einem Wechsel zum HSV und soll, wenn möglich, noch diese Woche zum Trainingslager dazustoßen.

Daka gelang sein Durchbruch bei RB Salzburg, wo er insgesamt 54 Tore in der österreichischen Bundesliga erzielte. 2021 folgte der Wechsel zu Leicester City. Bei den „Foxes“ erlebte er ein Auf und Ab: In der Premier League gelangen ihm zunächst 8 Scorerpunkte, in der Europa League 5 Tore in 6 Spielen. Nach dem Abstieg 2023 und dem direkten Wiederaufstieg 2024, bei dem er 7 Tore und 5 Vorlagen in 20 Spielen beisteuerte, folgte in der darauffolgenden Saison der erneute Abstieg. In der Spielzeit 25/26 stieg der englische Meister von 2016 sogar in die 3. Liga ab; Daka kam in 41 Spielen auf 5 Tore und 4 Assists.

Daka ist ablösefrei zu haben und bringt Tempo sowie Tiefgang mit – doch wie passt er ins System?

Taktische Einordnung

Dakas Qualitäten liegen im Tiefgang und im Kopfballspiel, bei der Abschlussstärke gibt es noch Luft nach oben. Da sein Vertrag zum 30.06. ausgelaufen ist, ist er ablösefrei zu haben. Finanziell ist das Risiko überschaubar, doch sportlich bleibt die Frage nach der Positionierung. Ein Stürmer, der über Tempo kommt, deutet für mich eher auf ein System mit zwei Spitzen hin. Ein Daka vor zwei Zehnern (wie Groenbaek und Adeline oder Vieira) ergibt mMn wenig Sinn, da dann die Körperlichkeit fehlt. Ich sehe ihn als klassischen Stürmer, eventuell als Rotationsspieler oder als hängende Spitze, ähnlich wie Königsdörffer letzte Saison neben Glatzel. Zudem bleibt abzuwarten, was mit Philippe passiert, dessen Profil dem von Daka ähnelt.

Das Daka als fester Nummer 1 Stürmer geplant ist, ist eher unwahrscheinlich zumindest spricht die Vertragslänge von nur einem Jahr plus Option auf ein zweites Jahr nicht unbedingt für einen klaren Stammplatz. Wir werden sehen, wie sich das ganze entwickelt, was Daka zeigen kann und wie er in das System eingebaut wird.

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Tom

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Diskussion

13 Kommentare

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DU
Bleib fair — wir moderieren mit Augenmaß.
Lurchi Hetzvor 45 Tg.
Kevin Keegan ist tot. Das war einer der besten Stürmer, wenn nicht der Beste, der beim HSV gespielt hat.
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A
alwaysHSVvor 45 Tg.
Für alle Fans von Daniel Heuer Fernandes: In der neuen Kicker Rangliste wird er in die Internationale Klasse eingestuft als drittbester Torwart hinter Kobel und Atubolu.
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Lurchi Hetzvor 44 Tg.
Das habe ich auch mit Verwunderung zur Kenntnis genommen
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Bergischerautevor 45 Tg.
Kevin einer meiner Helden 😢
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HarryHvor 45 Tg.
Kevin Keegan - einer der ganz großen Sympathieträger des HSV. Und einer der Allerbesten, Danke für Alles, Kevin!
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Thomasvor 45 Tg.
Traurig
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JohnMcClanevor 45 Tg.
Mein erstes Spiel im Volkspark war gleich nach dem Wechsel von Kevin Keegan zum HSV ! Vielen Dank diesem tollen Fußballer, RIP Kevin !
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Rollercoastervor 45 Tg.
Die Trainingseindrûecke sind völlig überflüssig, null Mehrwert. Zum Spieler Daka: Wenn der so gut und vereinslos ist, wieso hat keiner bisher zugeschlagen? 9 Vereine hatte der gute Mann. Vom Marktwert von 22 Millionen auf 3 abgestürzt.. Und ja, die Marktwerte sind gewürfelt, aber das ist trotzdem massiv! Verletzungsgefahr aktuelle in 2024 17 Spiele verpasst, na dann passt es ja wieder zum HSV. Nein, das ist kein guter Transfer.
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A
alwaysHSVvor 45 Tg.
Was wurde damals noch geschimpft als der HSV Selke geholt hat? Ich hatte auch Zweifel aufgrund seiner Verletzungsvorgeschichte. Beim HSV ist er dann nahezu unverletzt durch die Saison gekommen, abgesehen von der Kopfverletzung aber die hat ihn nicht vom Spielen abgehalten. Umgekehrt lief es dann in der letzten Serie mit Poulsen. Man steckt eben nicht drin wie solche Sachen laufen.
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H
harms.herbert-kerstinvor 45 Tg.
test
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Lord Varysvor 37 Tg.
test2
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Lumpi Spörlvor 45 Tg.
R.I.P. Mighty Mouse, unvergessen er bleibt. Daka scheint eine interessante Option. Meine Hoffnung auf ein system mit zwei Stürmern steigt.
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AlwaysHSVvor 44 Tg.
Der Begriff "ablösefrei" wird ja gerne verwendet, um zu signalisieren: "Hier kann nicht viel schiefgehen, der Spieler kostet ja nichts." Das ist falsch. Es herrscht Vertragsfreiheit, d.h. natürlich werden ein Spieler und dessen Berater die Hände aufhalten, um bspw. beim HSV zu unterschreiben. So etwas nennt man "signing fee", und diese ist oft gerade bei ablösefreien Spielern hoch. Insofern ist das Etikett "ablösefrei", so wie es gerne gebraucht wird und als Argument genutzt wird, ein Etikettenschwindel.
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