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Torwartduell beim HSV: Daniel Peretz über Heuer Fernandes, seine Ziele und die Bayern-Leihe

Heute stand Daniel Peretz für eine Medienrunde bereit und hat uns etwas bezüglich seines Lebens und vor allem seiner sportlichen Perspektive erzählt. Meiner Meinung nach ein…

Torwartduell beim HSV: Daniel Peretz über Heuer Fernandes, seine Ziele und die Bayern-Leihe

Moin zusammen,

Heute stand Daniel Peretz für eine Medienrunde bereit und hat uns etwas bezüglich seines Lebens und vor allem seiner sportlichen Perspektive erzählt. Meiner Meinung nach ein perfekter Moment, um etwas genauer auf ihn einzugehen. Daniel Peretz ist 25 Jahre alt und stammt aus Tel Aviv in Israel. Peretz startete bei Maccabi Tel Aviv seine Profikarriere, ehe er zu Beitar Tel Aviv ausgeliehen wurde. Nachdem er zu Maccabi zurückgekehrt war, spielte er dort bis 2023. Dann kaufte ihn Bayern München für 5 Millionen Euro. Dort sammelte er bereits eine Meisterschaft ein, allerdings kommt er bis jetzt lediglich auf 7 Einsätze. Bayern strebte eine Leihe an. Wenn man den Mediengerüchten glaubt, war er sich bereits mit der PSV aus Eindhoven einig über eine Leihe. Bei den Leih-Konditionen kamen die Vereine allerdings nicht auf einen Nenner. Deshalb geht Peretz jetzt für 1 Jahr auf Leihbasis ohne Kaufoption zum HSV.

"Ich fokussiere mich auf diese Saison"

Die erste Frage des Interviews bezog sich darauf, was Peretz dachte, als er vom Angebot des HSV hörte. Peretz antwortete: „Jeder weiß, wie groß der Club ist. {…} Ich war sehr glücklich.“ Die Fans seien aber auch ausschlaggebend gewesen: „Ich habe viel von den fanatischen Fans in Social Media gesehen. Sie waren auch ein Grund. Wir als Fußballer haben das Privileg, dass wir viele Menschen glücklich machen können.“ Wichtig für die Entscheidung eines Vereins ist laut Peretz aber auch die Stadt und die Liga, in der man spielt.

Hier passt der HSV natürlich gut ins Schema. Schließlich wird Peretz aller Voraussicht nach am Ende der Saison wieder zurück nach München kehren und will sich mit dem HSV in der Bundesliga bestens präsentieren. Bezogen auf seine Zukunft sagte Peretz jedoch: „Ich schaue momentan nicht auf die Zukunft. Ich fokussiere mich auf diese Saison.“ Sein größtes Ziel ist, zu spielen. Logisch, aber er selbst sagt auch: „Natürlich ist mein Ziel, zu spielen. Aber du weißt nie, was in der Zukunft kommt. Nichts ist garantiert. Ich arbeite jeden Tag hart, damit ich spiele.“

Da ist schon eine indirekte Ansage an seinen Konkurrenten Heuer Fernandes. Peretz sagt aber auch: „Am Ende sind wir Torhüter alle Kollegen. Wir arbeiten jeden Tag zusammen. Da ist es mir wichtig, dass wir eine gute Energie haben. Das ist auch meine Persönlichkeit. Ich möchte eine gute Verbindung mit den anderen haben. Am Ende haben wir das gleiche Ziel. Das ist Sport.“

Ein schöner Satz, wie ich finde. Ob das am Ende auch so umgesetzt wird, werden wir sehen. Schlussendlich versucht jeder Torwart, besser auszusehen als sein Konkurrent. Denn anders als bei Feldspielern gibt es als Torwart halt nur eine Position, und diese wird auch nicht jede Woche hin und her getauscht.


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Der Start ist wichtig

Bezüglich des Ziels mit dem HSV schloss sich Peretz der Allgemeinheit an: „Natürlich ist das vorrangige Ziel, die Klasse zu halten.“ Er sagte aber auch, dass die Mannschaft auch zu mehr im Stande sei, wenn sie ihr volles Potenzial erreiche. Er fügte jedoch an, dass man erst einmal starten müsse, um zu sehen, inwieweit alles passt.

Und da spricht er einen guten Punkt an. Wir diskutieren ja alle immer viel über den Kader und über die Liga. Ob in der Transferphase wirklich gut gearbeitet wurde, sieht man aber erst wirklich, wenn es in den richtigen Wettbewerb geht. Schließlich hatte der HSV schon Saisons, in denen man alle Testspiele gewann, am Ende aber schlecht in die Saison startete.

Natürlich kam auch das Thema Manuel Neuer auf. Peretz erwähnte, dass er vor allem, was die Mentalität und Persönlichkeit angehe, viel von Neuer gelernt habe: „Du kannst sehen, dass ihn nichts beeinflusst. Er ist sehr professionell und ein guter Freund.“

Er rede sehr häufig mit Manuel Neuer. Auch Neuer sei einer gewesen, der Peretz’ Schritt nach Hamburg als gut empfand.

Peretz kommt also mit Ambitionen nach Hamburg.

Er möchte sich präsentieren. Ob das dann mit einem Verbleib in Hamburg oder einer Rückkehr nach München verbunden ist, steht in den Sternen. Fest steht: Sein Leihvertrag ist auf ein Jahr begrenzt. Ohne direkte Kaufoption für den HSV. Am Ende der Leihe kann man natürlich immer noch verhandeln, aber der Preis ist dann eben nicht festgesetzt, sondern muss verhandelt werden.

Jetzt liegt es an Heuer, Fernandes und Peretz, sich zu zeigen. Wer am Ende spielt, entscheidet das Trainerteam. Sicher ist aber: Die Entscheidung über den Torwart ist mit die wichtigste. Wenn der Torwart nicht liefert, wird’s schwer. Und dann kommt wieder Unruhe in den Verein. Wir haben es nach dem letzten Spiel von Walter gesehen. Er wechselte den Keeper und unabhängig vom Trainerwechsel gab es danach immer wieder Diskussionen über die Torwart-Position. Der HSV steht also vor einer wichtigen Entscheidung.

Wie seht ihr das Ganze? Peretz oder Heuer Fernandes ins Tor? Und was sind eure Argumente dafür?   Schreibt das gerne in die Kommentare.

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