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Thiounes Abgang mit Stil - und Verwunderung

Der Abschied von der Mannschaft verlief kurz. Zwei Minuten lang sprach der inzwischen geschasste Trainer Daniel Thioune bei den HSV-Profis in der Kabine, bedankte sich für die…

Thiounes Abgang mit Stil - und Verwunderung

Der Abschied von der Mannschaft verlief kurz. Zwei Minuten lang sprach der inzwischen geschasste Trainer Daniel Thioune bei den HSV-Profis in der Kabine, bedankte sich für die Zusammenarbeit. Schließlich verabschiedete sich der Ex-Coach bei jedem HSV-Profi persönlich. Ein Abgang mit Stil, der sich bei dem Ex-HSV-Coach angedeutet hatte – und heute in Teilen verwirklichte. Dem Abendblatt verriet Thioune, dass er es als legitim erachte, vom HSV freigestellt worden zu sein, um einen anderen Impuls setzen will. „Trotzdem hat es mich am Sonntag, als ich darüber informiert wurde, überrascht“, sagte der 46 Jahre alte Coach dem „Abendblatt“ (Donnerstag).

Zu den Gründen, die Sportvorstand Jonas Boldt für die Trennung genannt hatte, sagte Thioune: „Das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainerteam war intakt, und wenn es eine große Distanz gegeben hätte, dann wäre eine über weite Strecken gute Saison so nicht möglich gewesen.“ Damit widersprach Thioune den geäußerten Wahrnehmungen Boldts, der beklagt hatte, dass die klare Führung von Thioune „auf der Strecke geblieben“ sei und zudem betont: „Zuletzt war die Überzeugung nicht mehr da, dass das Konstrukt mit Mannschaft und Trainer noch funktioniert.

Thioune: Mannschaft ist nicht untrainierbar

Obwohl in den drei Spielzeiten seit dem Abstieg 2018 in Hannes Wolf, Dieter Hecking und nun Thioune alle drei Fußballlehrer scheiterten, hält der 46-Jährige den HSV nicht für untrainierbar. „Ganz klar: nein. Wir haben über weite Strecken gezeigt, dass diese Mannschaft gut funktioniert“, meinte der vom VfL Osnabrück für 500.000 Euro Ablösesumme verpflichtete Coach. „Für mich war es eine große Ehre und ein Privileg, HSV-Trainer zu sein, auch wenn das Ende unbefriedigend für mich ist. Das hat nichts damit zu tun, dass die Mannschaft untrainierbar sein soll“, sagte Thioune, der mit seiner Familie in sein Haus nach Osnabrück zurückkehren wird.

Ich habe heute allerdings noch drei Personalien. Zum einen die allseits bekannte Personalie Steffen Baumgart. Der Paderborn-Coach soll nach einem Gespräch mit Hannover-96-Boss Martin Kind vor der Zusage bei Hannover 96 stehen. Gegenüber dem „Sportbuzzer“ sprach Baumgart von „einem sehr angenehmen, sehr guten Gespräch“. Auch 96-Boss Martin Kind scheint das Treffen gefallen zu haben. „Bodenständig, ehrlich, ein gerader Typ mit großen Fachkenntnissen, ich kann gut mit solchen Menschen“, ließ sich Kind zitieren. Er hoffe, dass Baumgart noch in dieser Woche die Zusage für den Job an der Robert-Enke-Straße gebe. Ich glaube es allerdings nicht, zumal neben dem HSV auch noch der 1. FC Köln Interesse haben soll. 

Apropos Paderborn: Großes Interesse soll der HSV an Paderborn-Kapitän Sebastian Schonlau ausgelöst. Der 26-Jährige Innenverteidiger ist im Sommer ablösefrei und soll bereits  im Januar beim HSV im Gespräch gewesen, berichtet die „Sport Bild“ heute. Zudem haben wir erfahren, dass der HSV an dem Dortmunder Nachwuchskicker Alaa Bakir sein. Der 1,79 Meter große offensive Mittelfeldspieler wäre ebenfalls im Sommer ablösefrei zu haben.

Bestätigt wurde dieses Interesse ebenso wenig wie das an Schonlau – was aber normal ist. Klar ist dagegen, dass der HSV zur neuen Saison für die U19 einen neuen Coach bekommt. Jan Zimmermann übernimmt neben dem Nachwuchs auch gleich die Leitung des Nachwuchsleistungszentrums. „Wir sind uns einig“, verriet der 41-Jährige dem heute recht gut informierten „Sportbuzzer“. Die Unterschrift unter das neue Arbeitspapier soll am morgigen Donnerstag erfolgen. An dem Nachwuchstrainer vom TSV Havelse war im Übrigen auch Ligakonkurrent Hannover 96 interessiert.

Apropos Ligakonkurrent: Wer sich gestern Abend Holstein Kiel angesehen hat, wie die Störche den SV Sandhausen über die kompletten 90 Mi9nuten dominiert haben, der musste neidlos anerkennen, dass Kiel einfach stabiler ist als der HSV. Mental stabiler.  Und da ansonsten nicht viel passiert ist – der HSV trainierte heute ausschließlich im Stadioninneren im Kraftraum, soll, es das für heute in aller Kompaktheit gewesen sein. Ich melde mich morgen an gleicher Stelle wieder bei Euch.

Bis dahin wünsche ich Euch allen noch einen richtig schönen (Champions-League-)Abend!

Scholle

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