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Thioune: „Wir müssen mal wieder einen Dreier ziehen“ - EIL: HSV-Präsidium tritt geschlossen zurück!

Wenn ich mir Eure Fragen für den morgigen Communitytalk (ab 16.30 Uhr bei youtube und hier im Blog) so ansehe, fallen drei Fragen besonders auf: Es ist die Frage nach den…

Thioune: „Wir müssen mal wieder einen Dreier ziehen“ - EIL: HSV-Präsidium tritt geschlossen zurück!

***EIL: Das gesamte Präsidium des HSV e.V. ist per sofort zurückgetreten. Geschäftsführer Kumar Tschana und Michael Papenfuß übernehmen interimistisch. Marcell Jansen bleibt bis zur Wahl auf der für den Sommer angedachten Mitgliederversammlung weiter im Aufsichtsrat.*****

Wenn ich mir Eure Fragen für den morgigen Communitytalk (ab 16.30 Uhr bei youtube und hier im Blog) so ansehe, fallen drei Fragen besonders auf: Es ist die Frage nach den verletzten Spielern, es ist die Frage nach der Aufstiegswahrscheinlichkeit – und es ist die Frage, ob der HSV wieder wie in den letzten Jahren in der Rückrunde den Aufstieg verspielt. Und ohne hier alle Antworten schon vorwegzunehmen – und damit verrate ich auch kein Geheimnis, ich wiederhole mich nur -, dieser HSV ist stabiler als der der letzten Jahre. Trotz aller Verletzten – weil das Umfeld stärker geworden ist. Dass es bis zum Schluss oben eng bleibt liegt auch nicht allein an den  liegen gelassenen Punkten des HSV, sondern auch an der stark spielenden Konkurrenz. „Es hat sich in den letzten Wochen schon abgezeichnet, weil alle konstant gut spielen da oben“, sagt Thioune und erhält Unterstützung von Sportvorstand Jonas Boldt via Homepage: „Wir haben jetzt 20 Spiele absolviert und stehen zu Recht dort, wo wir stehen. Aber: Wir müssen immer wieder daran anknüpfen. In dieser Liga musst du konstant sein. Konstant punkten. Und gern auch mal eine Serie hinlegen.“

Und das sehr gern sehr bald, wie ich finde. Nachdem man zuletzt zweimal in Folge nur Unentschieden gespielt hat, während die Konkurrenz gepunktet hat, sagt Thioune klar: „Ich löse mich dann aber eher von den anderen Teams und den anderen Plätzen, weil ich es nicht beeinflussen kann. Aber wichtig ist für uns, dass wir unsere Punkte einsammeln. Jetzt zweimal einen Punkt zu holen ist vielleicht zu wenig in dem Klassement, wenn die anderen so fleißig sind. Aber wir müssen mal wieder einen Dreier ziehen, um uns da oben zu behaupten.“

Thioune warnt vor "neuen" Würzburger Kickers

Bestenfalls schon am Sonntag beim Auswärtsspiel in Würzburg. Gegen die Kickers mit Ex-HSV-Cotrainer Bernard Trares am Rand – und einer runderneuerten Mannschaft auf dem Platz, die nach zuletzt zwei echt schlimmen Fehlentscheidungen gegen sich frustriert, aber eben auch hochmotiviert sein dürfte. Dass sich die HSV-Profis schon zu sehr an diesem Spiel vorbei auf die darauf folgenden Topspiele gegen Pauli, Kiel Bochum fokussieren würden, verneint Thioune: „Das Thema liegt eher bei Euch. Diese ‚Wochen der Wahrheit‘ und alles reduziert auf fünf Mannschaften. Für mich ging es am ersten Tag hier los und es endet erst am letzten Spieltag. Da werden wir jede Woche bestätigt. Es ist nicht unbedingt leichter hier gegen Sandhausen Fußball zu spielen. Und es wird genau so schwierig, in Würzburg Fußball zu spielen.“

Dass man sich vorbereitet auf den Gegner ist klar. Und Thioune hat seine Arbeit zusammen mit den Analysten schon gemacht. Er warnt: „Keine Mannschaft läuft mehr als die Würzburger aktuell. Gerade was Laufbereitschaft betrifft, ist das eine ganz andere Mannschaft, das wird eine ganz andere Herausforderung.“ Unterschätzen käme für ihn eh nicht in Frage: Würzburg unterschätzen: „Nein, das tun wir nicht. Wir wissen ja nicht, was kommt. Es stehen acht andere Spieler auf dem Platz, ein anderes System, ein anderer Trainer. Es ist nicht vergleichbar mit dem Hinspiel. Wir sind gewarnt.“

Zumal die Würzburger zuletzt zwei gute Spiele gegen Aufstiegsaspiranten gezeigt hätte. Beide Male  wurde ihnen ein unberechtigter Elfer zum Verhängnis, wie Thioune auch sieht: „Ich weiß auch nicht, ob Kiel das Spiel gewonnen hätte ohne den Elfer. Gegen Fürth fand ich sie auch deutlich stärker. Da hätten sie eher ausgleichen dürfen, als das dritte Gegentor zu kassieren. Das ändert aber nichts an unseren Anspruch, dieses Spiel gewinnen zu wollen.“

Van Drongelen erst zum Derby fit? Heyer übernimmt

Ebenfalls keinen Einfluss haben sollen die Ausfälle. „Unsere Personaldecke ist nicht so gut bestückt“, berichtete der HSV-Trainer heute nach der Einheit, bei der Josha Vagnoman und Jeremy Dudziak noch nicht wieder mittrainieren konnten. Wie weit Dudziak ist?  Während der Trainer letzte Woche optimistisch gewesen war, den Mittelfeldspieler schon gegen Fürth wieder einsetzen zu können, ist er heute deutlich vorsichtiger. Er lässt sogar alles offen: „Wir waren letzte Woche etwas euphorischer zu Wochenbeginn, aber das muss ich jetzt doch etwas zurücknehmen. Ich habe schon die Hoffnung, dass er diese Woche wieder mit dem Team trainieren kann, aber das ist keineswegs klar“, so Thioune heute. „Er hat heute noch mal gearbeitet, morgen werden wir ihn versuchen, ihn schon ein bisschen ins Mannschaftstraining einzubinden. In Teilen. Vielleicht schafft er es dann  ja auch, am Ende der Woche mit dem Team zu trainieren.“ Gleiches gelte übrigens für Josha Vagnoman.

Sol heißen: Können die beiden am Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainieren, sind sie Optionen für das Spiel am Sonntag – im Gegensatz zu Rick van Drongelen. Bei dem Niederländer will Thioune kein unnötiges Risiko eingehen. Würzburg käme noch zu früh. Ob er danach wieder einzuplanen sei? Thioune: „Letzte Woche die erste, wo er voll dabei war. Wir haben ihn dann am Wochenende wieder etwas rausgenommen. Jetzt gucken wir mal, wie er reagiert. Da müssen wir echt vorsichtig sein. Zum Derby kann er wieder eine Option sein.“

Vorerst wird wohl Moritz Heyer die vakante Position neben Leistner-Ersatz Gideon Jung übernehmen. „Ja“, sagt Thioune, „ich teile diesen Gedanken mit Euch.“ Bob das gleichbedeutend mit der Berufung von Amadou Onana auf die Sechs sei? Nicht zwingend, so der HSV-Trainer, der heute Bobby Wood nach seiner verletzungspause wieder auf dem Platz begrüßen durfte. Dennoch deutet alles daraufhin, dass die neue Viererkette zumindest für das eine Spiel, das Ambrosius gesperrt ausfällt, aus Jan Gyamerah, Gideon Jung, Moritz Heyer und Tim Leibold bestehen wird. Und ich hoffe, dass dann Amadou Onana davor auf der Sechs beginnen darf. Obgleich ich Onana gern im System mit Dreierkette Hinten und Doppelsechs sehen würde. Aber dazu im Vorbericht zum Spiel mehr…

In diesem Sinne, bis morgen! Dann wie oben bereits erwähnt mit unserem dritten Communitytalk für Moinvolkspark, der ab 16.30 Uhr online sein wird. Bis dahin wünsche ich Euch aber erst einmal viel Spaß mit einer neuen Ausgabe (der inzwischen vierten) von „Leder, Labskaus, Leistenbruch“! Bis morgen!

Scholle

P.S.: Zum Thema Rücktritt des e.V.-Präsidiums melde ich morgen Mittag an dieser Stelle noch mal ausführlicher, wenn ich mit den Beteiligten habe sprechen können! Die Pressemitteilung im Wortlaut:

PRÄSIDIUM DES HSV E.V. TRITT GESCHLOSSEN ZURÜCK

DIE PRÄSIDIUMSMITGLIEDER DES HSV HABEN SICH NACH INTENSIVEN GESPRÄCHEN DAZU ENTSCHLOSSEN, MIT SOFORTIGER WIRKUNG VON IHREN ÄMTERN ZURÜCKZUTRETEN. IN DER FOLGENDEN ERKLÄRUNG ÄUSSERN SICH MARCELL JANSEN, THOMAS SCHULZ UND MORITZ SCHAEFER ZU DIESER ENTSCHEIDUNG.

Liebe Mitglieder, liebe HSVer,

nach sehr intensiven und zielführenden Gesprächen in den vergangenen Tagen haben wir uns als Präsidium gemeinsam dazu entschlossen, mit sofortiger Wirkung von unseren Präsidiumsämtern zurückzutreten und so die zuletzt vorhandenen Meinungsverschiedenheiten im Präsidium nicht mehr zu einem Themenfeld innerhalb unseres Vereins zu machen.

Die Mitgliederversammlung als höchstes Organ des HSV e.V. erhält damit die Möglichkeit, im Rahmen einer ordentlichen Mitgliederversammlung ein neu gewähltes Präsidium mit dem Vertrauen und Rückhalt auszustatten, die notwendig sind, um den HSV weiter erfolgreich durch herausfordernde Zeiten zu führen.

Die nächste ordentliche Mitgliederversammlung soll möglichst als Präsenzveranstaltung im Sommer stattfinden.

Der HSV e.V. bleibt auch bis zur Neuwahl operativ vollumfänglich handlungsfähig. So haben wir per einstimmigem Beschluss den Geschäftsführer des Vereins, Kumar Tschana, als besonderen Vertreter gemäß § 30 BGB bestimmt. Gleichzeitig wird Michael Papenfuß seine unterstützende Tätigkeit im Verein bis zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung noch einmal verstärken. Gemeinsam mit der stellvertretenden Geschäftsführung um Hermann Schulz und Anne Gnauk und dem hauptamtlichen Team ist der HSV e.V. für alle Geschäftstätigkeiten somit gut aufgestellt.

Zudem wird Marcell Jansen den HSV e.V. bis zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung weiterhin im Aufsichtsrat vertreten.

Wir haben als Präsidium in den vergangenen Jahren gemeinsam mit den Ehrenamtlichen und den hauptamtlichen Mitarbeitern des HSV viele Themen und Projekte im Verein auf den Weg gebracht, unsere Arbeit war dabei von viel Konsens geprägt.

Wir bedanken uns bei allen im HSV für die Zusammenarbeit auf den verschiedensten Ebenen während unserer Amtszeit. Insbesondere danken wir an dieser Stelle allen Mitgliedern für den Rückhalt, den sie dem HSV geben.

Mit blau-weiß-schwarzen Grüßen
Marcell Jansen, Thomas Schulz und Moritz Schaefer

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