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The same procedure as every year....

Das Wetter wird rauer, der interne Ton ebenfalls. In der heutigen Trainingseinheit war Trainer Tim Walter alles andere als zufrieden mit dem, was seine Schützlinge auf den…

The same procedure as every year....

Das Wetter wird rauer, der interne Ton ebenfalls. In der heutigen Trainingseinheit war Trainer Tim Walter alles andere als zufrieden mit dem, was seine Schützlinge auf den Platz brachten. Immer wieder schritt er verbal ein, kritisierte lautstark die Spieler, bei denen sich Stephan Ambrosius nachmittags ebenso wieder voll integrierte wie Guilherme Ramos. Bei beiden besteht berechtigte Hoffnung, dass sie bis zum Freitagabendspiel im Volksparkstadion gegen Eintracht Braunschweig fit und einsetzbar sind. Gleiches gilt für Laszlo Benes, der heute geschont wurde und individuell trainierte.

Aber auch vereinsintern wird der Ton deutlich rauer. Der zweite Tabellenplatz kaschiert zwar alles noch ein wenig und befriedet in Teilen. Aber wie auch hier schon geschrieben, werden die Bedenken durch die hilflosen Auswärtsspiele, wie die aus dieser Saison, nicht geringer. Im Gegenteil. Dass in genau diesem Moment ablenkende andere Baustellen aufpoppen, verwundert nicht. Ich habe sogar eine Wette gewonnen, dass im Laufe der Länderspielpause das Thema Marcell Jansen wieder hochkommt. Und so kam es.

Normalerweise würde ich an dieser Stelle schreiben, wie sich die Dinge tatsächlich darstellen – aber das ist offenbar nicht mehr nötig. Warum? Weil diejenigen, die Jansen aus dem Amt vertreiben wollen, offenbar die Oberhand gewinnen. Zumindest macht dieses so genannte „Strategiepapier“ einen Krawall, dem mit einem einzigen, klarstellenden Statement binnen Sekunden der Garaus zu machen wäre. Aber Jansen unterlässt dies offenbar. 

Dass Marcell Jansen vom Abendblatt nach den Streitigkeiten der letzten Monate und nunmehr Jahre keine mildernden Umstände zugesprochen bekommt ist logisch. Da geht es um mehr als die einzelnen Artikel. Dass Jansen im Vorstand und im Kühne-Lager des Aufsichtsrates keine Fürsprache bekommt, ist ebenfalls logisch. Hier werden seit geraumer Zeit immer wieder Dinge durchgesteckt, die Jansen schaden. Und sie verfehlen ihre Wirkung nicht. Vor allem dann nicht, wenn Jansen wie jetzt meint, sie nicht mehr entkräften zu müssen. Wie in diesem Fall mit dem völlig überstrapazierten „Strategiepapier“.

Dass dieses genutzt wird, um gegen Jansen – und damit einhergehend auch gegen den potenziell neuen Anteilseigner HanseMerkur – Stimmung zu machen, sollte auch hier den/die letzten erkennen lassen, was beabsichtigt wird und woher diese Störfeuer kommen. Ich persönlich habe absolut keinen Bock auf die Art Vereinspolitik, wie sie der HSV in den letzten Jahren viel zu viel produzierte. Weil es immer dasselbe Muster und immer derselbe Antrieb sind: Es geht immer nur darum, sich Vorteile zu verschaffen. Es gibt Fraktionen und immer auch Oppositionen. Es gibt die Aufstrebenden, die sich verdingen, wenn es ihrer persönlichen Karriere beim HSV hilfreich sein kann. Und es gibt die Führungskräfte, die eigene Schwächen und Fehler kaschieren, indem mit dem Finger auf andere gezeigt wird und von sich selbst abgelenkt wird. Oder anders formuliert: Es nervt. Und es schadet dem HSV. Und eines steht fest: Es wird in den nächsten Wochen weitere Schlagzeilen geben, die mit dem Spiel auf dem Platz nichts zu tun haben. Leider...

Apropos Leider: Obwohl ich es von Beginn an wusste, empfinde ich es als sehr schade, dass wir hier in den nächsten Monaten auf Cornelius verzichten müssen. Cornelius nimmt wie angekündigt sein Studium für den nächsten Abschluss wieder auf. Absolut nachvollziehbar. Aber sehr schade, weil Cornelius für uns alle hier eine echte Bereicherung war. Deshalb bedanke ich mich auch auf diesem Weg noch einmal ganz herzlich bei Dir, lieber Cornelius!

In diesem Sinne, zur Nationalmannschaft sage ich an dieser Stelle lieber nichts. 

Gute Nacht!

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