Meinung

Stürmische Zeiten stehen bevor - und heute geht's los!

Ich bin gerade wieder mit der Aussage konfrontiert worden: „Uns geht es in der Zweiten Liga doch gut. Die Fans gehen zumindest häufiger glücklich nach Hause, als zuvor in der…

Stürmische Zeiten stehen bevor - und heute geht's los!

Ich bin gerade wieder mit der Aussage konfrontiert worden: „Uns geht es in der Zweiten Liga doch gut. Die Fans gehen zumindest häufiger glücklich nach Hause, als zuvor in der Ersten Liga.“ Sätze, die zweifellos stimmen. Finanziell hat man dreimal in Folge schwarze Zahlen schreiben können, tabellarisch ist man immer unter den Top5 – aber eben als Zweitligist. Und so sehr das einige auch zufriedenstellen mag – ich werde mich nie damit anfreunden können, dauerhaft als Zweitligist zu verharren. Im Gegenteil. Und ich glaube, Steffen Baumgart geht es ganz genau so. Der HSV sei zwar ein großer Verein, was etwa die Mitgliederzahlen oder die Auslastung des Stadions angeht, sagte Baumgart , „aber wir sind trotzdem der Verein, der gerade am längsten in der zweiten Liga spielt.“ Das Anspruchsdenken Bundesliga sei zwar schön und auch das klare Ziel. „Aber es erfüllt sich nicht, indem du nur redest.“ Und sogar noch weniger, wenn man sich mit der Zweiten Liga zufriedengibt.

Gut ist, dass weder Baumgart noch Sportvorstand Stefan Kuntz diesen Eindruck vermitteln. Weniger gut ist, dass im Umfeld und bei den Fans der Eindruck entstanden ist, dass einige Spieler sehr wohl in der Zweiten Liga klarzukommen scheinen. Vielleicht auch, weil sie es in der ersten Liga schwerer hätten, im Team die bisherige Rolle zu spielen. Ich kann mir das bei echten Profis nicht vorstellen, oder besser: Mit einer solchen Einstellung bist du kein echter Profi. Daher lasse ich diesen Gedanken noch außen vor. Ich bleibe aber auch dabei, dass der HSV gut daran täte, seinem Kader schnellstmöglich einen grundneuen Anstrich zu verpassen. Auch, wenn das bedeutet, sich von der einen oder anderen Führungskraft zu verabschieden.

Im Winter muss aus meiner Sicht noch einmal gehandelt werden. Gegebenenfalls auf der Trainerposition, wenn bis dahin weiter keine Entwicklung erkennbar wird. Aber auch ganz vorn, wenn Davie Selke weiterhin Probleme hat, die Glatzel-Rolle zu übernehmen. Zudem hätte ich schon sehr lange versucht und würde auch jetzt wieder alles daran setzen, einen schnellen und zweikampfstarken Innenverteidiger zu bekommen. Denn ansonsten hat der HSV auf Zweitligaebene einen Kader, mit dem man das Ziel Aufstieg realisieren können muss.

Gegen Schalke kann Baumgart weiter darauf hoffen, dass Jonas Meffert trotz seines Trainingsunfalls (war auf den Arm gefallen) dabei sein kann. Ebenfalls wieder im Training war heute Immanuel Pherai, dem ich gegen Schalke eine Chance geben würde. Weniger Dampf nach vorn als zuletzt von seinen Kollegen kann er gar nicht machen. Ich würde folgende Startelf aufs Feld schicken: Heuer Fernandes – Katterbach, Elfadli, Schonlau, Muheim – Meffert – Poreba (Baldé), Pherai, Dompé – Königsdörffer, Selke.

Oder wie seht Ihr das? Wie würdet Ihr aufstellen?

Ich werde für das Spiel gegen Schalke alles geben und sogar meinen Glücksbringer mit ins Stadion nehmen: Meinen Kleinsten. Der tippt für das Schalke-Spiel auf einen 3:1-Heimsieg des HSV. Und damit könnte ich sehr gut leben… Aber selbst wenn es anders ausgeht, scheint sich der Trainer keine Sorgen machen zu müssen. „Allein wegen der Tatsache, dass wir gegen Düsseldorf und Magdeburg die Mannschaft auf einem Level hatten, wo wir sie alle gerne sehen wollen“, sagte Kuntz dem Pay-TV-Sender Sky 

„Ich habe den Trainer beobachtet. Er überzeugt mich total mit seiner Arbeit, die er hier macht. Die Spieler und der Zusammenhalt überzeugen mich und deswegen bin ich absolut optimistisch“, fuhr der frühere Nationalspieler fort. Er stellte aber auch klar: „Generell bin ich persönlich ein Freund von Kontinuität. Wir kennen aber auch alle die Gesetze des Fußballs.“

Gegen Schalke gebe es die Möglichkeit für den HSV, „gegen einen sehr guten und aktuell leicht unterschätzten Gegner dem heimischen Publikum zu zeigen: Hier ist eine Mannschaft auf dem Platz, die aufsteigen will.“ Man wisse, dass man etwas unter Zugzwang stehe und liefern müsse.

In diesem Sinne, bis nachher nach dem Spiel! Dann wieder mit dem Blitzfazit!

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