Transfer

Spannendes Projekt: Der sechste Neue beim HSV ist da

Eigentlich sollte Joscha heute sein Trainingslagerfazit hier reinstellen – aber das schieben wir noch mal um einen Tag, da sich gestern nach meinem Blog, der die…

Spannendes Projekt: Der sechste Neue beim HSV ist da

Eigentlich sollte Joscha heute sein Trainingslagerfazit hier reinstellen – aber das schieben wir noch mal um einen Tag, da sich gestern nach meinem Blog, der die Personalplanung als Kernthema hatte, noch etwas getan hat in Sachen Personalplanung: Mikkel Kaufmann unterschreibt beim HSV bis Saisonende. Der 1,90-Meter-Angreifer soll heute oder morgen schon seinen Medizincheck in Hamburg absolvieren und ab Sonnabend dann auch zur Mannschaft stoßen, die nach dem Trainingslager in Grassau am heutigen Donnerstag und morgigen Freitag frei bekommen hat. Und da diese Personalie auch hier nicht mehr neu ist, alles kurz und bündig.

Wer ist dieser Mikkel Kaufmann?

Der frühere dänische Junioren-Nationalspieler ließ früh groß aufhorchen, als er bei Aalborg BK in der Saison 2019/2020 gleich einmal eine Super-Hinserie spielte. Aus dieser Zeit stammt auch der Großteil des angehängten Videos, in dem die besten Szenen von Kaufmann zusammengeschnitten worden sind. Nach diesen sieben Toren aus den ersten 17 Spielen wurde der große FC Kopenhagen auf Kaufmann aufmerksam und ließ sich dessen Verpflichtung stolze drei Millionen Euro Ablösesumme kosten. 

Vielleicht war es die Last des schnellen Erfolges und der Druck der daraus resultierenden hohen Ablösesumme, die Kaufmann in der dänischen Hauptstadt noch nicht so recht funktionieren ließen. Auf jeden Fall kam der bullige Angreifer in Kopenhagen, wo er einen Vertrag bis Ende 2024 unterschrieben hatte, bislang noch nicht in Fahrt. In der dänischen Super-Liga absolvierte er in 18 Monaten zwar 30 Partien, erzielte dabei aber gerade einmal zwei Tore. In der abgelaufenen Saison war der vorrangig über die starke Physis kommende Kaufmann mehr Ersatz als Stammspieler.

Früh gehypt, dann abgefallen - Kaufmann bringt das HSV-Profil mit

Nach gerade einmal 434 Einsatz-Minuten erhofft sich der dänische Topklub über dieses Leihgeschäft Spielpraxis für seinen Angreifer beim HSV, der sich neben dem Einjahres-Leihvertrag auch eine Kaufoption gesichert haben soll. Diese soll bei rund zwei Millionen Euro (alles inklusive) liegen. Auf jeden Fall aber ist Kaufmann ein spannendes Projekt. Er verfügt über genau das Profil, nach dem die Scouts und die sportliche Leitung des HSV aktuell suchen: Ein junger, talentierter Spieler mit viel Potenzial – das er hoffentlich hier in Hamburg abruft.

Dass ausgerechnet am Tag der Verkündung dieses Transfers Manuel Wintzheimer mit zwei Treffern gegen den FC Augsburg auf sich aufmerksam macht – werten wir es mal als gutes Omen. Denn wenn der Konkurrenzkampf immer so leistungsfördernd funktionieren sollte, dürften wir uns bei nunmehr vier Stürmern (Wintzheimer, Glatzel, Meißner, Kaufmann) auf eine spannende Saison freuen. Wobei dieser Konkurrenzkampf ja noch größer werden könnte. Ich habe heute gelesen, dass der neue HSV-Trainer Tim Walter auch überlegt, Bakery Jatta ins Sturmzentrum zu stellen…

Aber während andere das als „taktisches Umdenken“ werten, glaube ich eher, dass Walter hier nach einer Position für Jatta sucht, auf der er das Spiel nicht zu sehr kaputt macht. Oder anders formuliert: Ich glaube, dass Walter die technischen Fähigkeiten Jattas für sein sehr spielerisch ausgelegtes Spielsystem eher ein Dorn im Auge sind und er deshalb nach einer neuen Position für den schnellsten HSV-Profi sucht. Eine, wo möglichst wenig Kombinationsfußball von dem Gambier verlangt wird.

Bakery Jatta wird von Walter umfunktioniert

Aber noch einmal zurück zum Neuen: Kaufmann ist somit der sechste Zugang beim HSV – und es sollen noch weitere folgen. Wobei Robert Glatzel (27, Cardiff) nach seiner Corona-Zwangspause ja noch gar nicht im Teamtraining war und in dieser Vorbereitung für Walter ebenso wie Amadou Onana nach dessen Quarantäne ein weiterer Neuzugang ist, der jetzt sportlich integriert werden muss. Womit ich noch einmal auf meine Kernbotschaft aus dem gestrigen Blog kommen möchte, die hier von einigen leider etwas schief interpretiert wurde. Denn ich bin nicht ungeduldig, weil ich weiß, dass der HSV sich den ersten Zugriff über Geld eben nicht leisten kann – und man deshalb bei den guten Spielern warten muss, ob finanziell potentere Klubs zugreifen oder nicht. Ich weiß aber eben auch, dass eine gute Vorbereitung – zumal unter einem neuen Trainer - immer auch genügend Zeit zum Einspielen bedarf.

Dass man sich das nicht immer aussuchen kann, gerade in der Situation des HSV – das ist logisch. Das habe ich auch geschrieben. Aber wenn man bedenkt, dass der HSV in 15 Tagen seinen Saisonauftakt beim FC Schalke 04 hat, dann wird es zeitlich definitiv schon jetzt eng, bis dahin eine eingespielte Mannschaft zu formen.

In diesem Sinne, bis morgen. Dann mit Joscha‘s Fazit aus den Tagen im Trainingslager, die er sehr gut begleitet hat, wie ich finde. Dass er ein intelligenter Jungen ist, war mir zwar schon lange vorher klar, aber sich so schnell so gut reinzuarbeiten – das hat mir sehr gut gefallen. Und ich hoffe, dass Ihr ihm das auch noch einmal bestätigen könnt. Vielleicht bestärkt es ihn dann noch einmal, hier als Schreiber dabei zu bleiben. Also wer (wie ich) hier gern mehr von Joscha lesen möchte – Feuer frei… ;-)

Bis morgen!
Scholle 

Anzeige · Partner

Zeig deine Farben

Unsere Freunde von HANDS OF GOD setzen ikonografischen Momenten und Legenden der Vereinsgeschichte ein künstlerisches Denkmal.

Alle Hamburg-Motive bei HANDS OF GOD

Wir sind Partner von HANDS OF GOD und bekommen eine Provision, wenn du über diese Links kaufst — für dich ändert sich am Preis nichts. Gezeigt werden nur Motive, die wir selbst aufhängen würden.

Diskussion

0 Kommentare

Diskutier mit!

Registriere dich kostenlos — dann kannst du unter den Beiträgen mitdiskutieren, antworten und liken.

Jetzt kostenlos registrierenAnmelden
DU
Bleib fair — wir moderieren mit Augenmaß.
Noch keine Kommentare — sei der/die Erste.
Lies weiter Meinung HSV-Blamage- Die Taktik war das geringste Problem Ein Tag nach der Pleite sitzt der Frust tief. Neben taktischen Mängeln fehlte vor allem eins: die Bewegung und der Wille, den Ball zu fordern. Das Problem war viel tiefer als die reine Herangehensweise Weiterlesen