Souveränes 3:0 - der HSV dominiert Hertha BSC
Warmer Sonnabendabend, Flutlichtspiel ausverkauft – und der HSV gewinnt nicht nur deutlich gegen einen Erstligaabsteiger, sondern hält hinten auch sehr souverän die Null.…

Warmer Sonnabendabend, Flutlichtspiel ausverkauft – und der HSV gewinnt nicht nur deutlich gegen einen Erstligaabsteiger, sondern hält hinten auch sehr souverän die Null. Zugegeben: Mehr kann man nicht erwarten. Dieses Spiel war einfach richtig gut vom HSV, der die Hertha aus Berlin mit viel Leidenschaft und Laufbereitschaft in allen Bereichen dominierte. Ich persönlich muss gestehen, selten so zufrieden gewesen zu sein nach einem Spiel, wie heute. Vor allem, weil der spektakuläre Walter-Fußball mit einer defensiven Grundordnung (die Viererkette hielt zumeist ihre Positionen) funktioniert! Von daher als erstes mein Glückwunsch an den, der ansonsten auch als erster kritisiert wird: Tim Walter! Das war heute saustark!
Zum Spiel selbst: In der wie gesagt sehr einseitigen Partie brachte der bärenstarke Bakery Jatta (38.) den HSV gegen die insgesamt schwachen Gäste in Führung. In der Nachspielzeit vor der Pause erhöhte Laszlo Benes mit einem verwandelten Handelfmeter. In der zweiten Hälfte markierte Robert Glatzel (82.) den Endstand.
Gegen die defensiv eingestellten Berliner spielten die Hamburger geduldig und warteten auf ihre Chancen. Die Defensive - sonst die Problemzone des HSV - stand sicher und wurde nur wenig gefordert. Zweimal hatten die Walter-Männer sogar noch Pech mit dem Video-Schiedsrichter. Erst wurde ein Treffer von Glatzel wegen Abseits nach Eingreifen des VAR aberkannt, wenig später dann ein Foulelfmeter.
Der HSV ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Auch in der zweiten Halbzeit blieb man die spielbestimmende Mannschaft. Nur Mitte des zweiten Abschnitts wurden die Berliner nach vorn mal ein wenig aktiver und kamen über Richter und Reese zu annähernd gefährlichen Aktionen. Aber Glatzel (82.) nahm den Berlinern jede Hoffnung, als er einen Konter vollendete.
Der Rest war Party, gute Laune – einfach ein rundum gelungener Samstagabend!
SPIELERBEWERTUNGEN:
DANIEL HEUER FERNANDES: Er hielt alles, was aufs Tor kam. Das war nicht viel, aber dafür kann er ja nichts. Dass er endlich mal wieder zu Null spielen durfte, wird ihn sicher mit am meisten freuen. Nach mir selbstverständlich… ;-) Note: 2
IGNACE VAN DER BREMPT: Sein Tempo ist für den HSV Gold wert. Und es wird noch wichtiger, wenn der Belgier es irgendwann auch für Vorstöße nutzt. Note: 3
DENNIS HADZIKADUNIC: Ich lege mich fest: Der Bosnier kann was. Heute rettete er gleich zu Spielbeginn mit beherzter Grätsche – und im Anschluss daran war er immer Herr der Lage. Note: 3
GUILHERME RAMOS: Machte, was er am besten kann: Zweikämpfe im Infight gewinnen. Dazu rettete er zu Beginn der zweiten Hälfte einmal – wichtig! Note: 3
MIRO MUHEIN: Spielte eine sehr solide Partie – sogar mit Ausreißern nach oben. Note: 2
JONAS MEFFERT (bis 90.): Mit ihm als Mittelfeldorganisator ist der HSV zweifellos besser. Note: 3
MORITZ HEYER (ab 90.): Durfte noch ein wenig Prämie mitnehmen. Es sei ihm gegönnt. Für eine Note reichte das aber nicht mehr aus.
LUDOVIT REIS: Comeback nach seiner Schulterverletzung. Und das war sehr ordentlich. Er brauchte zwar eine Weile, um ins Spiel zu finden, aber spätestens ab dem 1:0, das er mit initiierte, war drin. Dass er es besser kann, wissen wir. Ich hätte ihn auch nach 60 Minuten runtergenommen, weil er zunehmend müder wirkte. Aber es spricht auch für Walters Vertrauen in seinen Vize-Kapitän, dass er ihn drauf ließ. Note: 3,5
LEVIN ÖZTUNALI (ab 76.): Hätte in der kurzen Zeit mehr aus den guten Gelegenheiten machen können.
LASZLO BENES: Er eroberte den Ball vor dem 2:0, er holte den Elfer raus, und er verwandelte sicher. Die Belohnung für einen sehr starken Auftritt in der ersten Hälfte. Note: X
BAKERY JATTA (bis 85.): Endlich ist er wieder da! Wobei, nein, besser noch: Jatta war für mich sogar der beste Mann auf dem Platz und belohnte sich selbst mit einem sehr überlegten, technisch sauberen Linksschuss zum 1:0. Note: 1
ANDRAS NEMETH (ab 85.): Dabei. Aber ohne Note.
JEANLUC DOMPÉ (Bis 76.): Das war nicht sein Tag. Im Gegenteil: Bis auf zwei, drei Eins-gegen-Eins-Situationen, die er gewann, machte er sehr viel falsch. Note: 4,5
RANSFORD KÖNGSDÖRFFER (ab 77.): Hätte sich gleich mit einem Treffer einsteigen können - nein: müssen. Bereitete dann aber nach schönem Jatta-Zuspiel das 3:0 vor. So empfiehlt man sich für mehr. Gute Einwechslung! Note: 2
ROBERT GLATZEL (bis 90.): Seit Wochen der beständigste HSVer. Auch heute war er wieder überall zu finden. Und er traf wieder. Viel mehr geht nicht. Note: 1,5
OMAR MEGEED (ab 90.): Ein sehr talentierter Junge, dem Walter ein kleines Geschenk machte mit den paar Minuten.
TRAINER TIM WALTER: Er will mich verwirren. Zumindest spielte der SV heute hinten raus deutlich konservativer. Zugegeben: Wirklich gefordert wurden die Defensivleute von der schwachen Hertha-Offensive nur sehr selten. Aber sie waren da, weil sie die Kette hielten. Und genau diese taktische Anweisung ist diese Nuance im HSV-Spiel, die die richtige Balance hergestellt hat. Top! Note: 1
SCHIEDSRICHTER FRANK WILLENBORG: Fuhr eine mir zu kleinliche Linie bei seinen Gelben Karten, machte aber keine groben Fehler. Dass er per VAR überstimmt wurde – geschenkt. Ansonsten war alles okay. Note: 3
SPIELNOTE: Dass Hertha so schwach war, lag auch an einem sehr stark auftrumpfenden HSV, der das Spiel über fast die gesamte Spielzeit dominierte. Drei Heimtore, dazu hinten zu Null und (zum zehnten Mal in Folge!) ausverkauft an einem warmen Samstagabend unter Flutlicht – top! Schalke war Spektakel, heute war Dominanz pur. Beides verdient gute Noten. Note: 2
Die Statistik zu Spiel:
HSV: Heuer Fernandes - Van der Brempt, Ramos, Hadzikadunic, Muheim - Reis (77. Öztunali), Meffert (90.+1 Heyer), Benes - Jatta (85. Nemeth), Dompe (77. Königsdörffer) - Glatzel (90.+1 Megeed)
Hertha BSC: Ernst - Kenny, Leistner, Gechter, Dudziak (83. Christensen) - M. Dardai (53. Winkler), Klemens (46. Pekarik), P. Dardai, Richter, Reese - Tabakovic (66. Prevljak)
Tore: 1:0 Jatta (38.), 2:0 Benes (45.+4, FE), 3:0 Glatzel (82.)
Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück)
Gelbe Karten: Meffert, Benes / Dudziak, Winkler
Zeig deine Farben
Unsere Freunde von HANDS OF GOD setzen ikonografischen Momenten und Legenden der Vereinsgeschichte ein künstlerisches Denkmal.
Shirt HAMBURG ALLSTARS
Eine Startelf aus Hamburger Legenden, großflächig auf dem Rücken.
39 €
Bei HANDS OF GOD ansehen ↗
Print HAMBURG ALLSTARS
Dieselbe Startelf als Fine-Art-Print — A3 oder 50 × 70.
40 €
Bei HANDS OF GOD ansehen ↗
Print COMEBACK DES DINOS
Mai 2025, das 6:1 — nach sieben Jahren zurück in der Bundesliga.
40 €
Bei HANDS OF GOD ansehen ↗
Print UNS UWE
Uwe Seeler nach dem verlorenen Wembley-Finale 1966.
40 €
Bei HANDS OF GOD ansehen ↗
Wir sind Partner von HANDS OF GOD und bekommen eine Provision, wenn du über diese Links kaufst — für dich ändert sich am Preis nichts. Gezeigt werden nur Motive, die wir selbst aufhängen würden.
Lies weiter
Meinung
HSV-Blamage- Die Taktik war das geringste Problem
Weiterlesen

Diskussion
0 KommentareDiskutier mit!
Registriere dich kostenlos — dann kannst du unter den Beiträgen mitdiskutieren, antworten und liken.
Jetzt kostenlos registrierenAnmelden