Analyse

Schneller flanken, schneller treffen: Was der HSV aus dem Dortmund-Spiel mitnehmen kann

die neue Woche ist gestartet und bei einigen ist die Stimme wahrscheinlich immer noch nicht wieder bei 100%. Das Tor in der 97. Minute ließ das Volksparkstadion komplett…

Schneller flanken, schneller treffen: Was der HSV aus dem Dortmund-Spiel mitnehmen kann

Moin zusammen,

die neue Woche ist gestartet und bei einigen ist die Stimme wahrscheinlich immer noch nicht wieder bei 100%. Das Tor in der 97. Minute ließ das Volksparkstadion komplett explodieren. Und dann ist es natürlich ausgerechnet Ransford Königsdörffer, der den Ball reinköpft. Und kurz später hätte es dann tatsächlich Dompe fast noch das 2:1 erzielt. Dann wäre das Volksparkstadion wahrscheinlich komplett eskaliert. Svensson spielte den Ball ohne Not in den Fuß von Mickelbrencis. Dieser sah Dompe auf Links, aber Dompe bekam den Ball leider nicht mehr aufs Tor. Ich glaube dann hätte in diesem Stadion keiner mehr eine Stimme gehabt. Das Tor ist leider nicht gefallen, nichtsdestotrotz ist, das glaube ich, jeder, der es mit dem HSV hält, mit einem positiven Gefühl aus dem Stadion gegangen. Das Spiel war so oder so ein klassischstes Unentschieden-Spiel. Also ein hart erkämpfter Punkt, der m. M. n. aufgrund der geringen Chancen auf beiden Seiten in Ordnung geht.

Direkte Flanken, lassen den Gegner unsortiert

Eine Sache, die mir gefallen hat und wegen der ich mich umso mehr über das Tor gefreut habe, war die Entstehung. Denn man hat in den letzten Minuten den Ball ohne langes Zögern direkt geflankt und wurde belohnt. Das ist etwas, was ich ja schon in den letzten Wochen ansprach. Nach der Flanke von Dompe und dem Rausköpfen des Balles zögerte Muheim nicht lange und jagte gleich die nächsten Flanken in den Strafraum. Königsdörffer konnte Schlotterbeck entwischen und hatte dann genug Platz, um den Ball aufs Tor zu bringen. Den setzt er dann natürlich auch überragend ins Netz.

Und auch in der ersten Halbzeit vor dem Kopfball von Capaldo spielte man es schnell aus. Dompe zögerte nicht und ging gleich mit Tempo auf den Gegner zu. Und wird auch fast belohnt. Auch Gocholeishvili nahm den Ball nur kurz an und flankte gleich wieder rein. So entstand dann die Kopfball-Chance. Und das gefällt mir. Denn man sieht, vor allem beim Tor, dass die gegnerische Defensive dann weniger Zeit hat, sich zu sortieren. Das ist genau das, was ich sehen wollte und auch weiter sehen will. Wenn man von außen den Ball ohne langes Zögern reinbringt, erhöht man die Chance, die unsortierte Defensive zu überwältigen.

Das hat mir sehr zugesagt. Und ich hoffe, dass das in den nächsten Wochen auch so weitergeht. Jetzt hat man es endlich mal geschafft, nach einer Flanke ein Tor zu erzielen. Vielleicht kommen bald ja noch mehr Tore nach Flanken dazu. Alles in allem finde ich, dass der HSV im Vergleich zu den ersten drei Spielen einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Vor allem Defensiv steht man in den meisten Spielen sehr gut. Wenn man die gleiche Entwicklung jetzt auch noch offensiv machen kann, ist man schon gut dabei. Und ich bin mir sicher, dass die schnelleren Aktionen in der Offensive ein Schritt in dieser Entwicklung sein werden .

Tom

Anbei noch ein aktuelles Video mit Tom erstem öffentlichen TV-Auftritt für MoinVolkspark. Und ich muss sagen: Chapeau, lieber Tom! Eloquent, sachlich, fachlich - einfach gut!!


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