Schlimmer geht's immer! Kandidat Kuntz plaudert offen im TV über Gespräche mit dem HSV
Oh Mann, oh Mann! Immer, wenn man denkt, es geht nicht noch schlimmer - schafft es der HSV doch. Und nicht selten spielt der Aufsichtsrat samt seinen Entscheidungen darin eine…

Oh Mann, oh Mann! Immer, wenn man denkt, es geht nicht noch schlimmer - schafft es der HSV doch. Und nicht selten spielt der Aufsichtsrat samt seinen Entscheidungen darin eine gewichtige Rolle. In diesem Fall wird das Kontrollgremium von einem potenziellen Kandidaten fast schon lächerlich gemacht! Hintergrund: Vorstandskandidat Stefan Kuntz spricht schon offen im TV darüber, dass er als Vorstand beim HSV im Gespräch sei. Und das alles, bevor beim HSV irgendetwas entschieden wurde! Allein für diese Indiskretion ist er als neuer Vorstand schon nicht mehr tragbar - und der aktuelle HSV-Sportvorstand Jonas Boldt wird maximal geschwächt.
Man muss sich das mal vorstellen: Erst braucht ein Gremium über alle Maße lang, um die sportlich für den HSV existenziellste Entscheidung zu treffen. Dann hat man im uneinigen Gremium eine Tendenz, findet aber keinen geeigneten Kandidaten. Dass auf dem Weg dieser verspäteten Suche fast alle Namen dazu noch öffentlich werden und nicht weniger öffentlich absagen, schwächt zudem die vorhandenen, handelnden Personen. Und das alles Mitte Mai! Das alles passiert, während andere Vereine und Konkurrenten bereits die ersten Neuverpflichtungen bekannt geben und allesamt wissen, wie sie die neue Saison angehen wollen...!
Und selbst wenn man im Fall von Kuntz nichts dafür kann, dass dieser einfach mal munter drauflos plaudert, zeigt das doch, wie wenig ernst die Kandidaten das Konstrukt HSV zu nehmen scheinen. Denn die Kontrolleure werden mit Sicherheit Stillschweigen eingefordert haben. Da bin ich mir sicher. Aber es blieb eine Forderung ohne Erfolg.
Damit spitzt sich die verzweifelt wirkende Lage des Aufsichtsrates weiter zu. Kandidaten sagen ab oder machen sich wie Kuntz untragbar. Es tut mir inzwischen schon körperliche Schmerzen, diesen Dilettantismus mitzuverfolgen. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, dass inzwischen der Vorstand des HSV noch das mit weitem Abstand am professionellsten geführte Gremium dieses Klubs ist. Der HSV ist zum sechsten mal im Aufstiegskampf gescheitert, findet aber keinen Weg, der besser ist. Von daher kann es eigentlich nur noch heißen: Diesen Aufsichtsräte gehört für ihr komplett unkontrolliertes, verzweifeltes und vor allem für ihr maximal schlecht vorbereitetes Handeln die Verantwortung entzogen. Und zwar allen.
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