Poulsen verletzt – muss der HSV im Winter nachlegen?
heute morgen kam mal wieder eine Meldung, die viele HSV-Fans und sicherlich auch Mitarbeiter beunruhigt hat. „Yussuf Poulsen hat sich bei der dänischen Nationalmannschaft…

Moin zusammen,
heute morgen kam mal wieder eine Meldung, die viele HSV-Fans und sicherlich auch Mitarbeiter beunruhigt hat. „Yussuf Poulsen hat sich bei der dänischen Nationalmannschaft verletzt.“ Das ist ja bekanntlich nicht das erste Mal, Poulsen kommt beim HSV nicht in die Spur. An dieser Stelle erstmal gute Besserung!
Der HSV muss nun schauen, wie man damit umgeht. Noch ist nicht sicher, was genau Poulsen hat und wie lange er ausfällt, aber man hat vor der Saison gehofft, dass Poulsen weitestgehend fit bleibt. Nun, nachdem fast ein Drittel der Saison vorbei ist, muss man sich eingestehen: Poulsen spielte deutlich weniger, als man gehofft hatte. Poulsen kam bis jetzt auf lediglich 183 Minuten in 6 Spielen. Für den weiteren Verlauf sollte man nicht davon ausgehen, dass Poulsen konstant auf hohe Einsatzzeiten kommt. Und da kommen wir direkt wieder zur Thema Stürmer-Diskussion.
Der HSV muss m. M. n. wirklich in Betracht ziehen, im Winter auf der Stürmer-Position nachzulegen. Poulsen ist offensichtlich häufiger verletzt, Glatzel hat den Berater gewechselt und zieht sicherlich einen Wechsel in Betracht. Und am Ende ist Königsdörffer der einzige, den man dann konstant im Kader erwarten kann.
Für den Winter hat der HSV mehrere Optionen. Bei den folgenden Beispielen gehen wir jetzt einfach mal davon aus, dass Glatzel im Winter gehen würde. Denn sonst sehe ich ehrlicherweise keinen Transfer für die Sturmspitze.
Option 1- Alles auf eine Karte
Man geht voll aufs Ganze und holt einen Stürmer für eine höhere Summe, auf den man voll und ganz setzt. Einer, bei dem man mit 10–12 Toren rechnen kann. Man wird sicherlich keine erste Option eines Clubs wegkaufen können. Aber vielleicht ergibt sich ja eine Möglichkeit ähnlich wie bei Lokonga und Vieira. Mit einer Leihe und gegebenenfalls einer Kaufoption kann sowas möglich sein. Ich habe mal kurz in die Premier League reingeschaut und da fiel mir als Beispiel Taiwo Awoniyi auf. Ich kann nicht sagen, wie Awoniyi im System bei Nottingham Forrest gespielt hat. Fakt ist aber, dass Awoniyi schnell und durchsetzungsstark ist. Zudem kennt er die Bundesliga. Mit 28 Jahren verfügt er über Erfahrung und weiß, wo das Tor steht. Momentan kommt er bei Nottingham selten zum Einsatz. Eine Leihe würde ihm guttun. Sicher wird es auch Gegenargumente für so einen Transfer geben, aber gerade sitze ich hier und denke mir: Wow, der wäre schon eine geile Verstärkung. Laut der Berliner Zeitung gab es bereits Gerüchte, dass Awoniyi mit einer Rückkehr in die Bundesliga liebäugeln könnte. Das ganze soll jetzt natürlich nur ein Beispiel und keine Kaufempfehlung sein. Dennoch hätte ich richtig Bock auf diesen Transfer, wenn ich da mal so drüber nachdenke.
Bei so einem Transfer geht man natürlich auch voll auf Risiko. Denn wenn man wirklich Geld in die Hand nimmt, entweder weil man den Spieler direkt verpflichtet oder einen erheblichen Teil des Gehalts übernimmt, ist die Fallhöhe natürlich groß. Auch so ein Spieler garantiert eben keine Tore. Aber wer garantiert schon Tore? Es wäre ein riskanter Versuch, alles auf eine Karte zu setzen.
Option 2- Ein externes Talent
Man verpflichtet einen jungen talentierten Stürmer und versucht, ihn als Backup beziehungsweise als Konkurrenz zu Poulsen und Königsdörffer zu etablieren. Man versucht, diesen zu entwickeln, aber er sollte dann auch als Sofortlösung einsetzbar sein. Also keiner, den man erst in der U23 aufbaut, sondern jemand, der notfalls direkt eingesetzt werden könnte, falls Königsdörffer und Poulsen beide ausfallen. Da der HSV nun in der Bundesliga spielt, ist es natürlich schwierig, jemanden mit Perspektive für die Zukunft zu finden, der im Budget liegt. Hier würde sowohl ein Kauf als auch eine Leihe mit Kaufoption in Frage kommen. Man muss hier aber natürlich jemanden finden, der auch bereits ein wenig Erfahrung mitbringt. Jemandem, der in der U19 bei einem anderen Verein brilliert, garantiert keine guten Leistungen im Profibereich. Als Beispiel würde ich hier den Fall Keke Topp reinwerfen. Nicht als Option für den HSV, aber als Fall an sich. Topp kann sich bei Bremen aktuell nicht durchsetzen und ist dennoch talentiert. Wenn man so einen Spieler, bei einem Verein, der potentiell bereit wäre, ihn abzugeben, findet und ihn an die Elbe locken kann, wäre das eine Idee. Keke Topp fällt alleine aus dem Grund raus, dass Bremen ihn nicht langfristig abgeben will. Aber sicherlich gibt es in Europa spannende Talente, die bei ihren Vereinen nicht weiterkommen und bereit für einen langfristigen Tapetenwechsel sind.
Option 3- Otto Stange
Option 3 wäre eine interne Option. Und zwar ein Leihabbruch von Otto Stange. Otto Stange könnte genau die Rolle einnehmen, die der externe Spieler bei Option 2 einnehmen würde. Stange ist jung, talentiert und ehrgeizig. Er konnte in der 2. Liga schon zeigen, dass er auf den Punkt da sein kann. Momentan ist Stange aber nicht die erste Option in Elversberg. Younes Ebnoutalib ist diese Saison in einer herausragenden Form, steht bis jetzt bei 9 Toren in 12 Spielen. Stange kommt nicht ganz zum Zug.
Bei Otto Stange ist es ähnlich wie bei einem jungen Talent von außerhalb. Ist er dazu bereit, in der Bundesliga zu performen? Auch hier geht man ein gewisses Risiko ein, allerdings nicht finanziell. Aber man muss bei sowas auch immer aufpassen, dass man nicht den gleichen Fall hat, wie bei Fiete Arp, welcher zu schnell zu sehr im Rampenlicht stand. Eigentlich ist die Leihe von Stange genau das Richtige, aber wenn er weiterhin nicht so häufig zum Einsatz kommt, muss man schauen, ob man diese Option vielleicht doch in Erwägung zieht.
Heute also mal etwas Hypothetisch. Das alles wäre natürlich hinfällig, sofern alle 3 im Winter bleiben. Aber vielleicht gibt es ja noch eine vierte Option, die ich hier gar nicht erwähnt habe?
Schreibt doch mal gerne eure Meinung in die Kommentare.
Euer Tom
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