Null Lerneffekt - null Entwicklung - null Punkte. HSV verliert auch in Kiel
Es wird nicht besser. Der HSV ist und bleibt auswärts nicht aufstiegsreif. Selbst in Kiel, wo man aus dem Nichts ein 0:2 in ein 2:2 umwandeln konnte, geht man am Ende mit 2:4…

Es wird nicht besser. Der HSV ist und bleibt auswärts nicht aufstiegsreif. Selbst in Kiel, wo man aus dem Nichts ein 0:2 in ein 2:2 umwandeln konnte, geht man am Ende mit 2:4 baden. Insbesondere das schnelle 2:3 nach dem unerwarteten Ausgleich war bezeichnend. Wie man sich in so einer Situation so auskontern lassen kann, wird das Geheimnis von Walter und Co. bleiben. Anstatt hier wieder in die gewohnte Viererkette zu schalten und erst einmal zuzusehen, den einen Punkt zu sichern, rennen Jatta und Co. In den Ballverlust und in den Konter. Unfassbar…
SPIELERBEWERTUNGEN:
DANIEL HEUER FERNANDES: Er hielt, was zu halten war. Note: 3
WILLIAM MIKELBRENCIS (bis 61.): Er wiederholte, was er letzte Woche schon gezeigt hatte: Zu viele Fehler im Stellungsspiel. Taktisch fehlt dem jungen Franzosen noch (zu) viel. Note: 5
ANDRAS NEMETH (ab 61.): Dabei. Oder doch nicht? Blieb in jedem Fall erneut wirkungslos. Note: 4
DENNIS HADZIKADUNIC: Seine Körpersprache ist seltsam. Er wirkt oft wie ein geprügelter Hund, haut sich dann aber wieder voll in die Zweikämpfe. Aber auch er war mit seinem mangelnden Tempo heute ein wesentlicher Teil des Defensivproblems. Note: 4
GUILHERME RAMOS (bis 74.): Machte, was er am besten kann: Zweikämpfe gewinnen. Dazu rettete er zu Beginn der ersten Hälfte stark. Aber beim zweiten Gegentor sah er ganz schlecht aus. Musste verletzt raus (Gute Besserung!!). Note: 4
MORITZ HEYER (ab 74.): Sollte defensiv stabilisieren und ging mit unter.
MIRO MUHEIN: Er war der Einzige, der ordentliche Flanken zu schlagen wusste. Zuletzt war er auch sehr stabil. Aber: Wo war er heute beim 2:3, als seine Seite komplett leer war??? Sowas darf nicht passieren! Note: 5
JONAS MEFFERT: Er kann es zweifellos besser. Wobei er mit den wirkungslos abgetauchten Laszlo Benes und Immanuel Pherai heute selbst zum Aufbauspiel gezwungen war. Und das liegt ihm nicht. Das kann er auch nicht. Note: 4
IMMANUEL PHERAI (bis 69.): Der Sommerzugang enttäuscht mich bei seinen Einsätzen bislang auf ganzer Linie – heute war das sogar gar nichts. Kein Ballgewinn, kein kluger Pass, fast nur verlorene Bälle und Zweikämpfe, in denen er sich einfach wegschieben ließ. Da muss noch sehr viel mehr kommen. Warum er nicht schon zur Halbzeit draußen blei, erschloss sich mir nicht. Note: 6
LUKAS POREBA (ab 70.): Er brachte Schwung, wirkt extrem heiß und dürfte beim nächsten Spiel seine Startelfpremiere feiern. Zumindest ist er deutlich aktiver und effektiver als Pherai. Note: 4
LASZLO BENES: Er hat immer einen im Fuß, der dem HSV helfen kann. Deshalb darf et auch durchspielen. Aber er ist auch symptomatisch für das HSV-Problem: Zuhause hui – auswärts pfui. Das war heute bis auf ganz wenige Ausnahmen, nicht im Ansatz das, was man von ihm erwarten darf. Note: 5
BAKERY JATTA: Gegen tiefstehende Gegner ist er oft fehl am (und auf) dem Platz. Trotzdem haut er sich immer rein. Heute sogar mit Torvorlage. Note: 3,5
JEAN LUC DOMPÉ (bis 61.): Das war wieder nicht sein Tag. Im Gegenteil: Bis auf zwei, drei Eins-gegen-Eins-Situationen, die er gewann, gelang nicht viel. Dabei wären seine Qualitäten heute so wichtig gewesen. Note: 5
RANSFORD KÖNGSDÖRFFER (ab 61.): Brachte etwas Schwung, ohne dabei effektiv etwas zu bewirken. Auch er muss sich fragen lassen, wie so ein Treffer wie der dritte von Holstein passieren kann und wo er in dieser Situation war. Note: 4
ROBERT GLATZEL (bis 90.): In der ersten Hälfte stand er zu tief, war dadurch zu selten im Sechzehner anspielbar. Das änderte er zwischenzeitlich in der zweiten Halbzeit – und traf gleich doppelt. Viel mehr darf man nicht verlangen. Zwei Auswärtstore müssen auch mal für mindestens einen Punkt reichen… Note: 2,5
TRAINER TIM WALTER: Natürlich sind es letztlich die Spieler auf dem Platz, die Spiele entscheiden. Aber ihm fehlt weiterhin jeder Plan. So hilflos wie er heute am Rand wirkte, ist er offenbar auch dabei, seine Mannschaft auf Auswärtsspiele einzustimmen. Und das ist nicht aufstiegsreif. Dass er seine Mannschaft nicht wieder in die alte Grundordnung beförderte, nachdem man den Ausgleich geschafft hatte, war schwach. Bei so wenig Lerneffekt darf er sich nicht wundern, dass seine Position selbst als Tabellenzweiter immer stärker diskutiert wird. Note: 6
DIE STATISTIK ZU SPIEL:
Holstein Kiel: Weiner - Becker, Schulz (75. Porath), Kleine-Bekel, Komenda (67. Rothe) - Ivezic, Sander, Holtby - Skrzybski (67. Sterner), Pichler (85. Remberg), Arp
HSV:Heuer Fernandes - Mickelbrencis (61. Nemeth), Ramos (74. Heyer), Hadzikadunic, Muheim - Meffert, Pherai (69. Poreba), Benes - Jatta, Glatzel, Dompe (61. Königsdörffer)
Tore:1:0 Skrzybski (20.), 2:0 Pichler (57.), 2:1 Glatzel (71.), 2:2 Glatzel (80.), 3:2 Porath (83.), 4:2 Sterner (88.)
Zuschauer:15.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberansbach)
Gelbe Karten: Pichler, Sander / Hadzikadunic, Meffert
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