Nach Daka- Einwechslung- HSV gewinnt Testspiel gegen Heidenheim mit 3:1
Der HSV gewinnt sein Testspiel gegen den FC Heidenheim. Maßgeblichen Beitrag leistete Neuzugang Patson Daka, der ein Tor auflegte, eins selber erzielte und einen Elfmeter rausholte

Moin zusammen,
der HSV bestritt heute sein zweites Testspiel der Vorbereitung und konnte dieses gegen den FC Heidenheim mit 3:1 gewinnen. Nachdem man in der ersten Halbzeit teilweise sehr selten zu guten offensiven Momenten kam, veränderten vor allem die Einwechslung von Daka und die spätere Hereinnahme von Philippe das Spiel. Der HSV zeigte vor allem in der zweiten Halbzeit eine gute Leistung, die den Erfolg im Ergebnis rechtfertigte. Hinten schaffte man es, den Ball weitestgehend vom Tor wegzuhalten, kassierte allerdings auch wieder ein vermeidbares Tor. Alles in allem zeigte man in diesem Spiel aber eine solide Leistung.
Aggressiver Anfang mit wenig Torgefahr
Der HSV begann mit hohem Pressing und versuchte, das Spiel zu dominieren. Allerdings kam man nicht zu Torchancen. Der erste Abschluss von Jatta ist eher einer für die Kategorie Field Goal. Nach und nach konnte Heidenheim das Pressing immer häufiger überspielen und kam mehr und mehr in die Hälfte des HSV. Der HSV agierte danach eher über Umschaltmomente. In der 14. Minute gab es dann auch den ersten Fernschuss der Heidenheim, der im Toraus landete. Zu guten Momenten kamen die Heidenheimer vor allem durch Fehler des HSV. Omari legte fast einen auf, der HSV wurde zunehmend unkonzentrierter. Dann ging es in die Trinkpause.
Daka kommt rein und bringt das 1:0
Nach der Trinkpause kam der HSV besser wieder rein. Der HSV presste wieder höher und bekam nach und nach mehr Spielanteile. Patson Daka kam bereits in der 35. Minute rein und bekam direkt seine erste Aktion. Capaldo verschaffte sich auf rechts außen Platz und flankte den Ball in die Mitte. Die Flanke wurde abgefälscht und landete am ersten Pfosten, wo Heidenheims Keeper Feller Richtung Ball rutschte. Daka erreichte vorher den Ball und wurde folgend von Feller gefoult. Es gab Strafstoß. Diesen verwandelte Groenbaek. Der HSV kam durch Daka generell zu mehr Tiefgang, bis zur Halbzeit gab es aber keine nennenswerten Aktionen mehr.
Der HSV legt nach und kassiert das erste Gegentor
Der HSV rotierte in der Halbzeit und wechselte viermal. Philippe kam, Bissi-Mouelle, Nandja und Pherai wurde ebenfalls eingewechselt.
Der HSV fand deutlich besser in die zweite Halbzeit. Vor allem über Daka und Philippe gelangen dem HSV immer wieder schnelle Gegenstöße. So fiel auch das 2:0. Nach einem gewonnenen Kopfballduell spielte Pherai Daka an, der den Ball auf Philippe ablegte. Dieser konnte der den Ball in die Tiefe mitnehmen und stand alleine vor Feller. Er netzte eiskalt ein. Wenig später kam der HSV zu einer weiteren guten Chance in der Tiefe. Heuer Fernandes schlug einen langen Ball auf Groenbaek, der den Ball ablegte, so dass Remberg auf der linken Seite zur Flanke kam. Diese fand aber keinen Abnehmer.
In der 54. Minute fiel dann das 2:1 nach einer Ecke. Der Rückraum wurde nicht abgedeckt und so wurde der Ball direkt dahin gespielt. Mhamdi nahm den Ball an und schloss direkt ab. Der Ball wurde abgefälscht und landete am Ende im Tor.
Die direkte Antwort beendet das Spiel
Der HSV antwortete aber direkt in der 57. Minute. Philippe verlagerte den Ball von rechts auf Groenbaek, der auf der linken Seite seinen Gegenspieler aussteigen ließ und den Ball anschließend quer auf Daka legte. Dieser versenkte den Ball zum 3:1 ins Netz. Der HSV legte weiter nach und kam noch zu einigen kleineren Chancen, vor allem nach Flanken. Über rechts kam Ojo immer wieder zu einigen Flanken, die ihr Ziel im Zentrum fanden. Allerdings konnten Amoako und Pherai die Bälle nicht im Tor unterbringen. Dann plätscherte das Spiel so ein wenig dahin, Heidenheim versuchte nochmal, nach vorne zu kommen. Der HSV verteidigte das relativ ordentlich weg, es gab noch eine gute Torchance nach einer Ecke, der Ball flog aber am Tor vorbei.
Auch der HSV versuchte weiterhin, nach Umschaltmomenten zu den Torchancen zu kommen. Allerdings gelang kein weiterer Treffer, das Spiel endete mit 3:1 für den HSV.
Spielfazit
Der HSV begann aggressiv, kam aber zu wenigen Torchancen. Man zwang Heidenheim zwar zu vielen langen Bällen, konnte den daraus resultierenden Ballbesitz aber nicht in Tore umwandeln. Nach und nach schaffte es Heidenheim, den Druck zu umspielen, und kam so zu deutlich mehr Ballbesitz. Der HSV hingegen wurde unkonzentrierter und verlor viele Bälle. Zudem gab es hinten häufiger Fehler im Aufbau, die vermeidbar waren.
Nach der Trinkpause kam der HSV wieder besser ins Spiel, kam aber weiterhin nicht zu guten Torchancen. Erst nach der Hereinnahme von Daka wurde der HSV offensiv gefährlicher. Man spielte häufiger den Ball in den tiefen Raum. Mit dem Elfer bekam der HSV mehr Sicherheit und spielte dominanter.
Nach der Pause war der HSV dann klar im Vormarsch. Man beherrschte den Ball und konnte mit Daka und Philippe auch viel Tempo ins Offensivspiel bringen. Beide nahmen enormen Einfluss auf das Offensivspiel. Der Gegentreffer fiel ein wenig aus dem Nichts, war aber auch deutlich vermeidbar. Beim Eckball musst du den Rückraum einfach zustellen.
Was nimmt man mit?
Alles in allem war das vor allem in der zweiten Halbzeit wieder ein ordentlicher Auftritt. Man dominierte den Ball über lange Zeit, gewann viele zweite Bälle und kam mit Philippe und Daka auch deutlich schneller zum Tor.
In der ersten Halbzeit gab es zu wenige kreative Momente. Es fehlte bis zur Einwechslung von Daka auch das Tempo. Man verlagerte zu langsam und traf zu spät die Entscheidungen. Das wurde im zweiten Durchgang deutlich besser. Hier machte der HSV über weite Strecken ein gutes Spiel und kam zu einigen Torchancen.
Man hat jetzt 2 Wochen Trainingslager hinter sich. Polzin sagte nach dem Spiel, dass das Tempo noch weiter angezogen werden solle. In der nächsten Woche wolle man besser sein als in dieser.
Wir sind gespannt, was und wer noch folgt. Alles in allem ist dieses Testspiel gegen Heidenheim aber ein Testspiel, mit dem man nach 2 Wochen Vorbereitung zufrieden sein kann. Andererseits muss man das Ganze natürlich in den Kontext der Vorbereitung setzen. Auch die Heidenheimer haben ein intensives Trainingslager hinter sich. Dennoch ist vor allem die Leistung in der zweiten Halbzeit eine, auf der man aufbauen kann.
Einzelbewertungen
Heuer Fernandes:
Er machte einen soliden Job, bekam aber auch nichts auf das Tor, außer den Gegentreffer. Da sieht er unglücklich aus, der Ball ist aber auch abgefälscht.
Capaldo:
Er machte seinen Job, versuchte ab und zu auch wieder etwas nach vorne. Alles in allem ein durchschnittlicher Auftritt
Omari:
Das war gar nichts. Er brauchte viel zu lange und traf fast immer die falsche Entscheidung.
Torunarigha:
Er bügelte vieles aus, nach wie vor teilweise noch etwas wacklig im Aufbau. Er machte einen vor allem defensiv soliden Job
Jatta:
Er belief viel die Tiefe, aber er nimmt zu häufig das Tempo raus. Offensiv immer noch zu wenig. Defensiv war das in Ordnung
Lemke:
Sehr aktiv, machte viele Meter,. Er traute sich auch offensiv mitzugehen, bekam aber nicht immer die Bälle.
Remberg:
Er fängt noch mehr an das Spiel zu leiten. Wie immer sehr robust im Zweikampf und auch gut mit dem Ball.Er hatte 1,2 wacklige Pässe drinnen, war aber wieder gut.
Lokonga:
Er hielt heute zu lange den Ball und verlor ihn zu häufig. Auch seine Passqualität ließ heute zu wünschen übrig.
Groenbaek:
Er versuchte einiges, viele funktionierte vor allem im ersten Durchgang nicht. Der Move vor dem 0:2 war sehr stark. Er muss noch etwas konstanter werden, man merkt aber, dass er kreative Momente reinbringen kann.
Adeline:
Er lief viel, konnte den Ball einmal sehr hoch erobern. Auch mit dem Ball einige Aktionen, es gelangen aber wenige kreative Momente.
Poulsen:
Er wurde nach 35 Minuten vorgesehen ausgewechselt. Er lief häufig an und konnte am Anfang ein langer Ball erzwingen. Nach der Spielübernahme von Heidenheim kam aber nicht mehr viel
Daka:
Er brachte viel Tiefgang rein und war an allen 3 Toren beteiligt. Ein sehr gutes Debut so gerne auch in der Bundesliga.
Bissi-Mouelle:
abgeklärt und auch vernünftig hinten drin. Einen Abstimmungsfehler, sonst sehr solide.
Nanda:
Gut im Zweikampf und im Kopfballduell.
Pherai:
Machte es offensiv gut, brachte viel tempo ins Umschaltspiel. Er spielte zudem gute Pässe ins Zentrum.
Ojo:
Er brachte viel Energie rein. Gewann viele Zweikämpfe und brachte direkt die Flanken. Das war sehr ordentlich.
Sahiti:
Die Schiene ist nicht seine Position. Er konnte keine Akzente setzen.
Elfadli:
Auch er konnte in der kurzen Zeit keine nennenswerten Akzente setzen
Amoako:
Auch er konnte nicht viel zeigen in der kurzen Zeit. Offensiv versuchte er mitzuwirken traf das Tor aber nicht.
Sedlaczek:
Er war vor allem im Umschaltspiel gefragt und versuchte Tempo zu machen. Keine nennenswerten Aktionen.
Nadir:
Lief einmal vor dem eigenen Tor in ein 3 Mann Pressing, das hätte auch schief gehen können. Sonst wenig am Ball.
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