Mit Ruhe und Geduld hinten zu Null - HSV schlägt Tabellenführer Düsseldorf
Der HSV ist zumindest über Nacht erst einmal wieder Tabellenführer. Dank des sehr geduldig und ruhig herausgespielten 1:0-Siegs hat man den Heutogen Gegner, Fortuna Düsseldorf,…

Der HSV ist zumindest über Nacht erst einmal wieder Tabellenführer. Dank des sehr geduldig und ruhig herausgespielten 1:0-Siegs hat man den Heutogen Gegner, Fortuna Düsseldorf, wieder von der Spitze geholt und darf sich über das vierte Spiel zu Null in der noch jungen Saison freuen. Dabei halt eine sehr disziplinierte Defensive und eine geduldige Offensive, in der Topstürmer Robert Glatzel von den Düsseldorfern zwar weitgehend aus dem Spiel genommen worden war. Aber durch einen berechtigen Foulelfmeter gelang Laszlo Benes der verdiente Siegtreffer in der 83. Minute, nachdem er selbst gefoult worden war.
DAS BLITZFAZIT:
DIE SPIELERBEWERTUNGEN:
DANIEL HEUER FERNANDES: Er hatte in der ersten Halbzeit nichts zu halten, war zudem immer Herr im Haus. Sein gegenüber konnte sich dagegen mehr auszeichnen, was Heuer Fernandes aber wenig bis gar nicht stören sollte. Note: 2
IGNACE VAN DER BREMPT: Sein Tempo ist und bleibt für den HSV Gold wert. Wenn er es denn mal mutzt. Heute war er anfänglich aktiv, hielt hinten dicht. Er hatte zehn starke Minuten zu Beginn und zehn starke Minuten in der Schlussphase. Dazwischen war es teilweise grenzwertig. Technisch ist das noch verbesserungsfähig. Er hatte heute wieder zu viele Stockfehler in der Ballan- und Ballmitnahme. Note: 3
DENNIS HADZIKADUNIC: Ich hatte ihn vor drei Wochen an der Seite von Schonlau schon weiter gesehen. Aktuell wirkt er manchmal etwas zu verhalten und hat eine seltsam destruktive, geknickte Körpersprache. Warum? Ich weiß es nicht. Heute begann er durchaus ordentlich und hätte daraus das Selbstvertrauen ziehen können, dass der HSV in der Innenverteidigung dringend braucht. Insgesamt war es aber absolut okay. Note: 3
GUILHERME RAMOS: Machte, was er am besten kann: Zweikämpfe im Infight gewinnen. Das war gut. Dazu ist er mit seiner Kopfballstärke bei jedem Standard eine echte Verstärkung. Der bullige IV machte wieder ein gutes Spiel! Note: 2,5
MIRO MUHEIN: Spielte eine sehr solide Partie – sogar mit Ausreißern nach oben, wie bei seinem Freistoß in der 57. Minute. Auf jeden Fall deutlich besser als sein Ersatz Moritz Heyer zuletzt. Note: 2,5
JONAS MEFFERT: Mit ihm als funktionierenden Mittelfeldorganisator ist der HSV zweifellos besser. Note: 3
LUDOVIT REIS: Hatte die meiste Ballkontakte und schien für alles – vom Ballabfangen über das Ballschleppen bis hin zum Pass und am besten noch selbst den Abschluss suchen. Er war der aktivste HSVer, aber das war selbst für den zweifellos extrem fleißigen, willigen Niederländer heute etwas zu viel. Note: 3
LEVIN ÖZTUNALI (bis 67.): Er ist und bleibt – trotz guten Beginns heute – eine Enttäuschung. Offensiv nahezu komplett wirkungslos, defensiv unaufmerksam. So verliert er den Startelfplatz . Note: 4,5
JEAN-LUC DOMPE (ab 67.): Defensiv hatte Öztunali die Messlatte schon sehr niedrig gehängt, aber Dompé lief trotzdem noch drunter durch. Er mag und kann Defensive einfach nicht. Aber: Dafür hatte er offensiv deutlich mehr Schwung als sein Vorgänger und holte so auch die nicht unwichtige Gelbrote von Düsseldorfs Zimmermann raus. Note: 3
LASZLO BENES: Er genießt nach seinem starken Saisonauftakt weiterhin Walters Vertrauen – und er zahlt es wieder zurück. Heute war er schon besser als zuletzt. Zwar noch lange nicht so gut, wie zu Saisonbeginn, aber er will und versucht. Immer. Auch deshalb wurde er belohnt. Erst holte er den Elfer raus, dann verwandelte er ihn selbst und avancierte zum Matchwinner. Note: 2
BAKERY JATTA: Er macht so viel – und auch so viel gut. Aber der finale Ball ist dann einfach zu schlecht. Egal ob bei Flanken oder im Abschluss (den Kopfball MUSS er machen!!!). Immerhin: Seinetwegen fiel nicht auf, wie schwach van der Brempt abgesehen von den ersten und den letzten zehn Minuten defensiv arbeitete. Wie schrieb mir ein Freund während des Spiels: „Jatta – bester HSV-Außenverteidiger“. Stimmt! Nach hinten war er ne glatte 1, nach vorn leider nur ne 4 – ergibt zusammen die Note: 3
ROBERT GLATZEL (bis 72.): Es lief heute nicht für ihn, weil die Düsseldorfer ihn teilweise mit drei Mann deckten. Das darf er selbst zwar als Kompliment auffassen – aber heute hebelte es ihn aus. Note: 4
ANDRAS NEMETH (ab 72.): Nahezu wirkungslos – aber dann mit dem Pass, der letztlich zum entscheidenden Elfer führte. Note: 3
DIE STATISTIK ZUM SPIEL:
Hamburger SV: Heuer Fernandes - van der Brempt, Hadzikadunic, Ramos, Muheim - Meffert, Reis, Benes - Jatta, Glatzel (72. Nemeth), Öztunali (67. Dompe)
Fortuna Düsseldorf: Kastenmeier - Zimmermann, Siebert, de Wijs, Iyoha- Tanaka (88. Ginczek), Engelhardt, Johannesson - Klaus (88. Niemiec), Tzolis (80. Uchino), Jastrzembski
Tore: 1:0 Benes (83.)
Zuschauer: 56.100
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Gelbe Karten: Hadzikadunic, van der Brempt, Dompe / Iyoha, Johannesson, Engelhardt, Zimmermann, Siebert
Gelb-Rote Karten: - / Zimmermann (76.)
DIE STIMMEN ZUM SPIEL:
Daniel Thioune (Trainer Fortuna Düsseldorf): Glückwunsch an den HSV zum sicherlich nicht unverdienten Sieg. Wir haben es in der ersten Hälfte gut gemacht, den Raum gut verteidigt und relativ wenig zugelassen. Wir haben den Ballbesitz abgegeben. Es war völlig in Ordnung, dass wir es defensiv so gespielt haben, weil wir uns das so vorgenommen haben. Wenn man nach sieben Spieltagen 14 Punkte hat, darf man von seiner Mannschaft aber auch mehr erwarten. Wir hatten offensiv nicht den Mut und die Überzeugung, haben die Räume nicht bespielt. Das haben wir in der Halbzeit klar angesprochen und im zweiten Durchgang besser gemacht. Bis zu der Gelb-Roten Karte hatte ich dann ein gutes Gefühl. Danach haben wir leider wieder nachgelassen, sodass wir eine verdiente Niederlage kassiert haben, weil wir im Ballbesitz zu wenig zum Spiel beigetragen haben.
Daniel Heuer Fernandes: Wir mussten geduldig bleiben. So einen Gegner wie Düsseldorf kannst du nicht von Beginn an bespielen und durchgehend hinten einschnüren. Düsseldorf hat Qualität und hatte dadurch auch seine Abschlüsse. Wir brauchten eine gewisse Kontrolle über das Spiel und durften nicht zu offen spielen. Diese Balance haben wir gut gefunden. Wir hatten eine tolle Energie bei den Zweikämpfen und zweiten Bällen. Es war über 90 Minuten ein sehr guter Auftritt, mit dem wir eine Reaktion gezeigt haben. Wir möchten natürlich gar nicht erst in die Situation kommen, so eine Reaktion zu zeigen, aber haben die Trainingswoche und das Spiel heute gut angenommen. Wir müssen jetzt auswärts die gleiche Bereitschaft und Energie wie heute an den Tag legen.
Laszlo Benes: Wir wissen alle, dass wir die letzten beiden Spiele schlecht gespielt haben. Heute haben wir alle eine Reaktion gezeigt. Wenn wir von der ersten Minute alles reinhauen und alle offensiv spielen, dann sieht das genauso aus, dass wir dem Gegner kaum Chancen geben. Heute war ein Spiel, das durch ein Tor entschieden werden kann. Das wussten wir vorher. Ich freue mich, dass wir zu null gespielt haben. Beim Elfmeter wollte ich Verantwortung übernehmen. Ich habe nicht verstanden, warum er den Strafstoß nicht gleich gegeben hat. Ich hätte den Ball ansonsten reingeschossen.
Robert Glatzel: Es war enorm wichtig, nach den vergangenen zwei Spielen eine Reaktion zu zeigen. Das ist uns gegen einen direkten Konkurrenten, der auf Augenhöhe war, gelungen. Es war nicht alles perfekt, aber wir haben 90 Minuten alles rausgehauen und auch verdient gewonnen. Für das nächste Spiel - wieder bei einem Aufsteiger - darf es jetzt keine Überraschungen oder Ausreden mehr geben.
Tim Walter: Wir waren heute sehr, sehr diszipliniert. Es sind zwei gute Mannschaften aufeinandergetroffen. Beide Teams versuchen über den Ballbesitz ihre Chancen zu kreieren. Wir waren heute sehr aktiv, wollten genau das im Vergleich zur Vorwoche verändern. Wir sind sehr häufig über die Flügel durchgebrochen. Dabei ist leider zu wenig zustande gekommen. Es war insgesamt ein ausgeglichenes Spiel. Wir haben mit den Einwechslungen heute einen Treffer gelandet. Andras leitet den Elfmeter ein, Jean-Luc provoziert die Gelb-Rote Karte. Ich bin mit den Einwechselspielern sehr zufrieden. Wir haben es dann erfolgreich wegverteidigt. Wir sind als aktivere Mannschaft der verdiente Sieger.
Jonas Meffert: Jeder von uns wollte es von Anfang an besser machen als letzte Woche – und jeder hat es auch besser gemacht. Wir waren in der Pflicht heute. Ich bin froh, dass wir es geschafft haben. Die Schlüsselszene war natürlich die Gelb-Rote Karte. Fortuna hat es ähnlich verteidigt wie Elversberg und Osnabrück. Deshalb kann man sagen, dass wir uns zur vergangenen Woche enorm gesteigert haben.
Zeig deine Farben
Unsere Freunde von HANDS OF GOD setzen ikonografischen Momenten und Legenden der Vereinsgeschichte ein künstlerisches Denkmal.
Shirt HAMBURG ALLSTARS
Eine Startelf aus Hamburger Legenden, großflächig auf dem Rücken.
39 €
Bei HANDS OF GOD ansehen ↗
Print HAMBURG ALLSTARS
Dieselbe Startelf als Fine-Art-Print — A3 oder 50 × 70.
40 €
Bei HANDS OF GOD ansehen ↗
Print COMEBACK DES DINOS
Mai 2025, das 6:1 — nach sieben Jahren zurück in der Bundesliga.
40 €
Bei HANDS OF GOD ansehen ↗
Print UNS UWE
Uwe Seeler nach dem verlorenen Wembley-Finale 1966.
40 €
Bei HANDS OF GOD ansehen ↗
Wir sind Partner von HANDS OF GOD und bekommen eine Provision, wenn du über diese Links kaufst — für dich ändert sich am Preis nichts. Gezeigt werden nur Motive, die wir selbst aufhängen würden.
Lies weiter
Meinung
HSV-Blamage- Die Taktik war das geringste Problem
Weiterlesen

Diskussion
0 KommentareDiskutier mit!
Registriere dich kostenlos — dann kannst du unter den Beiträgen mitdiskutieren, antworten und liken.
Jetzt kostenlos registrierenAnmelden